Atlantiküberquerung – immer noch ein kleines Abenteuer

Wir sind zwar schon wieder zurück in Europa, dennoch lohnt sich ein Rückblick auf unsere Transatlantikroute…

Ihr habt ja bereits angeregt über das Pro und Kontra einer Atlantiküberquerung diskutiert. Höchste Zeit, dass ich auch mal etwas dazu sage. Für Seeleute ist es natürlich immer etwas besonderes, weite Strecken zu fahren und für eine Weile mitten auf dem Ozean zu sein. Auf dem Rückweg nach Europa sind wir insgesamt 5 Tage von Neufundland nach Cobh in Irland gefahren. Für die Route haben wir den so genannten Großkreis gewählt. Das heißt konkret, dass man bei einer Atlantiklüberquerung nicht den direkten Weg „geradeaus“ Richtung Irland fährt, sondern über einen Bogen weiter im Norden. Da der Erdumfang zum Äquator hin mehr wird, versucht man die Überfahrt an einer schmaleren Stelle der Erde vorzunehmen. Wenn man sich einen Globus betrachtet, kann man dieses Prinzip sehr gut nachvollziehen. Auf unserer Route haben wir damit 21 Meilen gespart.
Unsere Rückfahrt war im Gegensatz zur Hinfahrt eher ruhig. Wir hatten kaum Seegang, allerdings etwas Nebel und Regen. Aber ich denke, unsere Passagiere konnten die Seetage genießen, sich von den vielen tollen Ausflügen erholen und schon mal die Urlaubeindrücke im Kopf sortieren ;-).

Einmal zum Vergleich ein Bild von der Hinfahrt…

… und von der Rückfahrt

Neben der Atlantiküberquerung hat auch mein Job als Umweltoffizier diese Reise für mich sehr geprägt. Es gab viele neue Aufgaben für mich: Ich musste nicht nur ständig Kontakt mit den Hafenbehörden halten, um die Dinge, die wir im Hafen abgeben wollten, anzumelden. Ich musste auch viele Dinge im Auge behalten. Im Bereich des Sankt Lorenz Stroms zum Beispiel gibt es ganz spezielle Regeln und Umweltzonen, die beachtet und eingehalten werden müssen. Zudem lagen auf unserer Route u.a. auch Walschutzzonen, in denen man mit dem Schiff nicht schneller als 10 Knoten fahren darf. Um hier keine Fehler zu machen, muss eine Reise wie diese gründlich geplant und vorbereitet werden. Aber da kenne ich mich jetzt aus ;-).
Montreal

Wale auf dem Weg in den Sankt Lorenz Strom

Unser Besuch in Cobh markierte nicht nur die Rückkehr nach Europa, sondern hielt für mich noch eine große Überraschung bereit. Hier durfte ich etwas machen, was ich auf der Grand Lady bisher noch nie gemacht habe… Aber davon berichte ich beim nächsten Mal 😉

 

Ein herzliches Ahoi,

Euer Christian

 

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17 thoughts on “Atlantiküberquerung – immer noch ein kleines Abenteuer”

  1. Hallo Christian….schön das ihr wieder zurück in Europa seid? und diese Reise für dich ja sehr lehrreich war ?…eine gute Weiterfahrt ins schöne Hamburg und ich bin schon sehr gespannt was du beim nächsten mal berichtest…spannst uns ja ganz schön auf die Folter ? LG Dany

  2. Hallo Christian , ich schließe mich Dany an. Bin schon ganz gespannt was Du uns zu berichten hast. Kommt gut und sicher in Hamburg an. Wohin geht eigentlich eure nächste Reise? Konnte im Netz nichts finden.
    LG Claudia

  3. Hallo,Christian!!Schön,das ihr wieder in der Heimat seid….was macht ihr,wenn die Artania jetzt renoviert wird…anderes Schiff oder Urlaub ??Liebe Grüße aus NRW

  4. Hallo Christian,
    inzwischen seid Ihr ja schon fast wieder in deutschen Gewässern. Deshalb zunächst mal herzlich willkommen zurück in der Heimat. Ich denke alle sind gesund und munter wieder hier angekommen.
    Eure Gäste haben bestimmt viel Freude gehabt wie man aus dem Walfoto erahnen kann.

    Wir freuen uns mit Dir über die unbekannte neue „Tat“ und genieße die letzten Stunden an Bord.

    Wenn man AIS glauben dürfte dann wollt Ihr in Hamburg mitten in der Elbe am Flughafen vor Anker gehen. ??. Und dann alle Passagiere samt Koffer austendern?? Na, da sprecht aber noch mal mit dem Hafenlotsen!

    AHOI Bernd

    P.S. Die blaue Linie ist der derzeit geplante Kurs der Artania

    1. Hallo Bernd,

      das ist ja mal wieder messerscharf von Dir recherchiert. Vielen Dank!

      Sollte das wirklich passieren, werde ich mit der Kamera vor Ort sein ;-).

      Herzlichst aus Hamburg,
      Irmela

        1. Da hab ich glatt mal vorbei geschaut und dann gedacht ich kann ja eigentlich auch gleich nochmal selber schauen gehen.Auf dem Weg zur Arbeit also nochmal kurz Landungsbrücken ausgestiegen 😉
          Hier das Ergebnis

  5. Hallo Christian!
    Auch wenn wir im Forum darüber geblödelt haben , über eine Praktikantenstelle, muss ich wirklich sagen, ich hätte schon ganz gerne dich ein paar Tage an Bord mal begleitet. Dein Beruf ist so völlig anders als meiner und ich finde die Dinge, die hinter den Kulissen an Bord , besonders auf der Brücke, geschehen, unheimlich interessant.
    Auch, weil nie sich eine Fahrt, der anderen , gleicht.
    Herzliche Willkommen zurück in Europa!
    In Cobh war ich damals auch bei meiner Irland- Rundreise. Ist aber schon sehr lange her.
    Erzähle mal , ob Bernd mit Hamburg Recht hatte- das wäre ja spannend !
    Und Spannend: ich bin natürlich auch sehr neugierig, was du als nächstes berichten wirst!
    Liebe Grüße an euch auf dem Schiff und hier im Blog!!
    Die Seite gefällt mir immer besser und wurde sofort wieder als Lieblingseite gekennzeichnet!
    Bis bald und Tschüss, Kerstin ??

  6. Hallo Christian,
    ich bin vor 48 Jahren auf der MS Bergensfjord 2 volle Jahre zur See gefahren, es war eine norwegische Linie, die „NAL“ . Auch wir haben den Atlantik des Öfteren überquert, wir sind hinauf in den hohen Norden bis nach Spitzbergen. Haben das Mittelmeer bereist, waren in den europ. Wintermonaten 6 Monate in der Karibik unterwegs. Waren ebenso in der Südsee unterwegs wie auch rund um Südamerika. Ich verfolge regelmäßig die Sendung im TV „Verrückt nach Meer“. Und diese Sendung lässt in mir wieder alle Erinnerungen wach werden, da wo ihr unterwegs seid, war ich auch unterwegs nur viele Jahre früher. Ich kenne die Heimatstadt von Captain Morten Hansen genauso wie das Nordkap und vieles mehr.
    Nur die Schiffe sind heute um einiges größer und auch moderner, wir hatten max. 878 Passagiere an Bord.
    Auf alle Fälle freue ich mich mehr von dir hier im Blog zu lesen, weil deine Berichte echt spannend geschrieben sind.
    Lieben Gruß aus Graz, und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel.
    Rudolf

  7. Danke Irmela und Bernd für diesen Kameralink – kaum waren die letzten Passagiere und Crew-Mitglieder heute morgen von Bord, da wuselten sicherlich schon die fleißigen Handwerker umher! Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn alle von Bord und das Schiff in die Werft geht – wir haben das im September 2014 erlebt, bevor die neuen Motoren eingebaut wurden. Das war Aufbruchstimmung pur, die Rezeption, der Bordshop etc. wurden leer geräumt, nur der Kapitän, eine abgespeckte Küchen-, Restaurant- und Housekeeping-Crew blieben an Bord, denn Handwerker muss man bekanntlich bei Laune halten und das geht natürlich über den Leib;-)
    Aber die Dock-Zeit ist dieses Mal ja nicht so lang, Ende des Monats geht es zur Testfahrt wieder los.
    Ich musste schon ein wenig schmunzeln, als ich gelesen habe, dass ihr mit dieser Route über die schmalste Stelle ganze 21 Seemeilen gespart habt – d. h. es sind 38,892 km! Wenn man Eure gesamte Wegstrecke dann so betrachtet, erscheint einem das als Peanuts, aber jede Seemeile kostet halt Treibstoff und damit Geld.
    Bist Du schon in der Pfalz angekommen? Vielen lieben Dank fürs Mitnehmen über den großen Teich und die vielen schönen Eindrücke, die Du uns geboten hast!!!
    Morgen früh kannst Du hoffentlich ausschlafen;-)

    Herzliche Grüße
    Helga E.-D.

  8. Lieber Christian!
    Herzlich Willkommen zurück!
    Ich hoffe du bist gut zu Hause angekommen und kannst jetzt endlich Freunde und Familie begrüßen! Vielleicht ja auch etwas ausschlafen und entspannen, bis es nach Leipzig geht. Vielen Dank für für die ganze Arbeit und Mühe auf eurer Seite, für tolle Fotos und Berichte, Ich habe das ja schon öfters gesagt, für mich nicht selbstverständlich und trotzdem froh, das man damit immer was Neues über Länder, Häfen und Seefahrt mit bekommt. Nebenher „lernt „man nette Leute „ kennen „ , die den gleichen Spleen haben und fährt auf der gleichen Wellenlänge. Egal ob schon dutzende Reisen erlebt, nur sehr wenige oder keine. Alle sind irgendwie „ Verrückt nach Me(h)er“ !
    Immer wieder schön, was von dir zu hören! Natürlich ein riesiges Dankeschön auch an Irmela mit tollen Berichten, Fotos, Zusatzinformationen und was noch alles im Datail mit drinsteckt!
    Liebe Grüße!
    Tschüss, Kerstin ??

  9. Hallo Christian .. Willkommen in ‚Good-old-Germany‘ .. nach dieser langen Reise bestimmt auch wieder einmal recht schön. In der Programm-Vorschau habe ich gelesen .. daß ab 8. Dezember in der ARD die in diesem Jahr gedrehten Folgen von „Verrückt nach Meer“ gesendet werden .. darauf bin ich schon mächtig gespannt. Und kurz vor Weihnachten beginnt die nächste Weltreise für die Staffel 2018 .. hoffentlich auch wieder mit Dir und vielen anderen ‚Bekannten‘ von der Artania. Herzlichen Dank für all‘ die wunderbaren Reiseberichte .. die ich – und alle anderen – mit Vergnügen ‚verschlinge‘. Dir weiterhin alles Gute und viele liebe Grüße von Sabine aus Pocking.

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