Auf (nimmer) Wiedersehen – welche Häfen nerven Euch?

Selbst der begeistertste Kreuzfahrer hat wahrscheinlich schon Häfen gesehen, die er kein zweites Mal besuchen müsste…

Kreuzfahrer der alten Schule – zu denen ich mich auch zähle – gehen vor allem an Bord, um auf dem Seeweg neue Ziele zu erkunden. Zwar ist auch der Weg ein Ziel, aber eben nur eins von mehreren. Vor diesem Hintergrund schauen wir uns vor der Buchung die Häfen der Reisen mittlerweile immer kritischer an. Fragen wie: „Was wollten wir immer schon mal sehen?“ oder „Wo kommen wir immer wieder gerne hin?“ sind dabei genauso wichtig wie „Welchen Hafen brauchen wir auf gar keinen Fall mehr anzusteuern?“.

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Nicht jeder Hafen ist eine Offenbarung

Zu letzteren zählen für uns Häfen, in denen wir nicht die Dinge unternehmen können, die uns Freude machen. Oft gehören auch die reinen Container-Häfen dazu, von denen man lange Transfers in weit entfernte Großstädte in Kauf nehmen muss. Auch komplett überlaufene Häfen können zur Qual werden. Manchmal hat man aber schlichtweg nach einem Besuch alles gesehen.

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Leam Chabang ist ein klassischer Containerhafen

Sollte ich spontan Häfen nennen, die ich kein weiteres Mal besuchen müsste, wäre auf jeden Fall Laem Chabang dabei. Der wenig charismatische Containerhafen ist das Gateway zu Bangkok. Diese Stadt, die mir persönlich leider nicht sonderlich gefällt, liegt aber rund 140 km entfernt. Man muss also nicht unwesentlich Zeit und/oder Geld investieren, um Bangkok zu besuchen. Das alterntiv anzusteuernde Pattaya (ca. 23 km entfernt) ist als klassischer thailändischer Badeort für mich ebenfalls keine Erfüllung. Nach zwei Besuchen habe ich genug davon gesehen.

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Ein Ausflug nach Pattaya kann, muss aber nicht sein

Eine große Enttäuschung war auch Nassau. Was für mich früher nach mondäner James Bond-Romantik und großer weiter Welt klang, entpuppte sich als überfüllter Zielhafen von gefühlt jeder Karibikkreuzfahrt. Vielleicht ist es da ja ganz hübsch, und man kann noch etwas anderes machen als schoppen? Ich habe den Zauber bisher nicht entdecken können und wäre dankbar für Eure Tipps.

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Nassau: Ein paar bunte Häuser und was noch?

Einen Vorteil haben solche Häfen aber schon: Man kann einen ganz entspannten Tag an Bord verbringen ohne Angst zu haben, etwas zu verpassen… 🙂 Aber, wie sooft im Leben gilt auch hier: Jedem Tierchen sein Plaisierchen. Ihr habt vielleicht andere Häfen, die Ihr nicht unbedingt ein zweites oder drittes Mal anlaufen müsstet. Welche sind das und warum könnt Ihr künftig auf sie verzichten?

Ich bin gespannt und wünsche Euch eine schöne kurze Nach-Oster-Woche!

Herzlich,

Eure Irmela

P.S.: Gar nicht verzichten kann Christian offensichtlich auf die Häfen seiner Kroatien-Kreuzfahrt mit der MS Dalmatia. Aktuell postet er täglich tolle Bilder und Filme auf Facebook und Instagram. Ich muss ehrlich sagen, dass ich ein bisssssschen neidisch bin… 😉

15 thoughts on “Auf (nimmer) Wiedersehen – welche Häfen nerven Euch?”

  1. Kann ja nur von Segler Seite schreiben aber wenn man mit seinem kleinen 3-Master 62 m lang neben 6 Hochhäusern und einer Abramovitsch Jacht liegt kommt man sich schon sehr klein vor. Das war in St. Maarten. Man muß entweder Shuttle fahren, lange latschen oder Taxi nehmen um an Strand und Barleben zu kommen. Trotzdem mag ich die Insel. Vor allem den holländischen Teil.

    Was ich definitiv nicht nochmal brauche ist Ilmuiden. Wenn man da in den Ort will muß man erstmal um das riesige Hafenbecken latschen und in dem ein oder anderen Schuppen hängen tatsächlich noch verbotene Reichskriegsflaggen.

    Der andere Hafen ist Brest. Man ist zwar schnell im Ort, das Oceaneum ist super und der nächste Irish Pub nur 2 Straßen weiter. Aber der Tidenhub ist hier mal eben 8 m. Und beim Segler überlegt man sich ob man reichtzeitig da ist um noch ebenerdig aufs Schiff zu gelangen, bevor man 8 m runterklettern oder springen muß. Oder man wartet bis das Schiff wieder hochkommt.

    Was ich auch nicht nochmal brauche, hatte ich auch schon 2 x, ist Domenica oder war es Domenika in der Karibik. Sehr kleine Insel, weit in den Ort reinzulaufen und mit bekifften und besoffenen Bootsführern muß ich mit den Nußschalen nicht nochmal in den Busch zu einer Rumbar zum Grillabend fahren.

    Ich liebe ja Kapstadt aber auch den Hafen finde ich nicht geeignet. Man kann die Shopping Mall fußläufig erreichen, ist dann auch mitten im Geschehen für Touris, wenn man in die Stadt will muß man mit dem Bus fahren. Und ab spätestens 16 Uhr steht man da überall im Stau.

    Auch den neuen Hafen in Bremerhaven finde ich als Segler sehr gemütlich, als Kreuzfahrer muß man jedoch auch ziemlich weit bis in die Bürger oder ins Museum latschen.

    Einen Hafen, den ich jedem wärmstens empfehlen kann, wo jedoch kein Kreuzfahrer hinkommt ist der Stuttgarter Hafen. Jawoll Stuttgart ist tatsächlich eine Hafenstadt 🙂

  2. Hallo Irmela, stimmt manche Häfen braucht man nicht zu sehen,aber ich denke wegen der Größe der Kreuzfahrtschiffe und des Tiefgangs passen sie in schöne Häfen nicht rein. Aber Christians Reise z.zt. ein Traum. Das kleine Schiff und nicht so viel Jubel Trubel Heiterkeit ist auch schön. Ich weiss von Flensburg, dass diese Schiffe nach Kiel müssen. Die Flensburger sind froh darüber.

  3. Hallo Irmela!
    Ich habe bisher nur eine kleine Kreuzfahrer-Karriere und habe ehrlich gesagt dabei noch keinen schrecklichen Hafen erlebt. Im Gegenteil die Häfen in Bergen, Molde und Åndalsnes würde ich gerne nochmal machen. Auch in Madeira ist man doch recht schnell im öffentlichen Geschehen.
    Lese doch mit Interesse die „Outtakes-Häfen „!
    Fazit, ich muss einfach noch mehr auf Kreuzfahrt gehen, um auch mal ein paar scheußliche Häfen zu erwischen 😉😂!
    Wünsche euch einen schönen sonnigen Mittwoch!
    Tschüss, Kerstin 🙋🏻
    P.s Irmela du hast recht: Christians Videos und Fotos sind zur Zeit wie ein kleiner Kurzurlaub! Scheint eine schöne Reise zu sein!!

  4. Liebe Irmela,
    mit dem heutigen Beitrag kann man sicher vielen an der Kreuzfahrt interessierten die eine oder andere Hilfestellung geben. Wie Christian schon schreibt, gibt es (leider) den einen oder anderen nicht so prickelnden Industriehafen, der womöglich noch weit außerhalb liegt und an einen Fußmarsch ins Zentrum o.ä. nicht zu denken ist.
    Auf unseren bisherigen neun Kreuzfahrten waren wir vorzugsweise im (östlichen) Mittelmeer unterwegs und haben dabei die Erfahrung gemacht, je kleiner der Hafen umso einfacher der Weg in die Stadt. Es ist klar, dass bei derartigen Ausgangslagen eine Kreuzfahrt mit einem Hochhausschiff nicht in Frage kommt. Ich rede hier, um mal ein Beispiel zu nennen, von der MS Berlin, die mit ihren knapp 400 Passagieren nun wirklich zu den Kleinen gehört.
    Im Jahr 2013 durften wir das kleine Prachtstück kennenlernen und mit ihr so wunderbare Häfen, wie z.B. Symi, das nur einen Steinwurf von der türkischen Grenze entfernt liegt. Man legt mit dem Schiff an und ist schon mittendrin im kleinen Kosmos dieser wunderbaren griechischen Insel. Nicht minder aufregend ist das kleine Städtchen Kotor. Schon die Einfahrt durch den kilometerlangen „Kotor-Fjord“ ist immer wieder überwältigend. Die Vorbeifahrt an den Perast vorgelagerten Inseln ist ein Highlight für sich und wenn das Schiff dann unmittelbar vor der Stadtmauer von Kotor anlegt, muss man nur noch die Gangway runter und 100 Meter weiter durchschreitet man auch schon das Stadttor und ist Teil des Touristengewusels.
    Eine Kreuzfahrt durchs Mittelmeer ist geradezu ein Paradebeispiel für jene, die lieber Fernreisen unternehmen. Hier gibt es eine Vielzahl von Häfen, wo man mittelalterliche Architektur hautnah erleben kann, z.B. Rhodos oder auch der herrliche Naturhafen von Valletta.
    Als Negativbeispiel mag der Hafen von La Goulette (Tunesien) dienen, ein wenig erbaulicher Industriehafen. Aber hier war die Aussicht auf unvergessliche Eindrücke (Tunesien wird selten angefahren) so groß, dass man das verkraften konnte.
    Ich könnte hier noch Vieles aufzählen, das würde den Rahmen eines Kommentars bei weitem sprengen und natürlich bin ich mir bewusst, dass die Geschmäcker durchaus verschieden sind. Wer Lust hat, kleine Häfen zu entdecken, der ist herzlich eingeladen: https://www.reiseberichte-und-meer.de/dionysos-tour-2013.htm
    Viele Grüße aus Landshut
    Helmut Hafner

  5. Hallo Ihr Lieben,

    das sind ja sehr spannende Kommentare und Hinweise bisher. Vielen Dank.

    Ich bin gespannt, was Euch noch einfällt!

    Liebe Grüße aus Hamburg!

  6. Auf unserer Reise von Dubai nach Indien haben wir festgestellt, dass die indischen Häfen…wie Bombay, Cochin und Mormugao absolut nicht zu den schönen Häfen zählen.
    Wir haben schon mehrer Kreuzfahrten gemacht, aber diese indischen Häfen waren definitiv nicht unser Fall. Kein Vergleich zu Norwegen, Mittelmeer, Alaska usw…
    Grüße aus Österreich
    Helga

  7. Guten morgen,

    sicher sind die meisten Containerhäfen nicht schön, aber die Schiffe werden eben immer größer, so dass man halt nicht mitten in der Stadt liegen kann!!
    Das einzige was da hilft, sind Reisen mit kleineren Schiffen wie der MS Albatros, der neuen MS Amera (https://kreuzfahrt-begeistert.de/forums/topic/rollcall-ms-amera-schwarzes-meer-aegaeis-adria-22-10-2019/) oder der AIDAmira (https://kreuzfahrt-begeistert.de/forums/topic/rollcall-aidamira-mittelmeerinseln-ab-korfu-18-08-2020/), die eben auch bewußt Routen mit kleineren Häfen wählen!

    Also ich kenne eigentlich KEINEN Hafen, wo ich sagen würde: da will ich auf keinen Fall wieder hin!

    VG Klaus

    PS: ich finde es sehr schade, dass Christian seine Fotos nicht auch hier postet, da ich FB o. ä. nicht nutze!!

    1. Hallo Klaus,

      Christian wird nach seiner Reise natürlich auch hier im Blog berichten und Fotos zeigen. Von unterwegs geht es so aber schneller – Du weißt ja selber wie das ist ;-)…

      LG
      Irmela

    2. Hallo Klaus!
      Schaue auch mal auf Christians Reisebüro-Seite- dort postet er unten (unter den Reise-Angeboten) ebenfalls Fotos die auf Facebook eingestellt sind!! Vielleicht bekommst du so auch noch was mit, ganz ohne die beiden Medien Facebook und Instagram!
      Ganz liebe Grüße, Kerstin 💁🏻

  8. Hallo Irmela,
    bislang gibt es eigentlich nur zwei Häfen, die ich nicht unbedingt wieder haben muss: Ijmuiden und mittlerweile leider auch Venedig. Im September bin ich zwar noch einmal in Ijmuiden, es ist aber definitiv ein Ausflug nach Delft und Den Haag angesagt und wir liegen Gottseidank nur einen halben Tag dort. Danach werde ich in diesem Hafen wohl nie mehr von Bord gehen, sondern es mir lieber dort gemütlich machen. Venedig ist für mich mittlerweile auch ein No-Go, leider!
    Ich stimme Klaus absolut zu, lieber mit kleineren Schiffen in kleinere und manchmal auch unbekanntere Häfen anlegen , hier bin ich schon oft positiv überrascht worden! Oder auch mit kleineren Schiffen in stärker frequentierte Häfen, aber dort an viel attraktiveren Stellen anlegen, wie z. B. in St. Petersburg: Die großen „Städte“ draußen im Industriehafen, mit den kleineren Schiffen z. B. direkt an der Leutnant-Schmitt-Brücke mit einem tollen Blick auf die goldene Kuppel der Isaak-Kathedrale! Und derart gibt es viele Beispiele.
    Wenn es dann doch einmal ein nicht so schöner Hafen ist, dann ist für mich entscheidend, dass man leicht in Eigenregie zu attraktiven Punkten kommt und keine teuren und „Rudel“-Bustouren buchen muss, z. B. in Le Havre, Southampton. Zum Glück bieten immer mehr Häfen Shuttle-Service an, manchmal sogar kostenlos.
    Viele Grüße
    Helga E.-D.

  9. Hallo Irmela, waren bisher meist in lohnenswerte Häfen, oft fußläufig zur City oder mit Shuttles angebunden. Was wir nicht mehr bräuchten sind Tanger und La Goulette – liegt aber daran, dass Länder wie Marokko und Tunesien nicht zu unseren Favoriten gehören, aber ist ja immer Geschmackssache. Liebe Grüße, Hildegard

  10. Einmal und hoffentlich nie wieder: Skagen, direkt vor der Firschfabrik. Dieser Gestank ist so widerlich. Da fängt man tatsächlich im Hafen an zu göbeln.

  11. Danke für den interessanten Post. Ich interessiere mich in letzter Zeit für Kreuzfahrten und es ist sehr hilfreich auch mal zu hören, welche Häfen man vielleicht meiden sollte. Es gibt auf jeden Fall einen guten Überblick für jemanden, der noch ganz orientierungslos ist, wie ich. LG

  12. Hallo Anna,

    >> … und es ist sehr hilfreich auch mal zu hören, welche Häfen man vielleicht meiden sollte.
    >> Es gibt auf jeden Fall einen guten Überblick …
    Auf der eine Seite schon, auf der andern Seite kannst Du dir ja die Häfen einer KF nicht aussuchen!!
    Wenn Du zu irgendeinem Hafen (aus welchen Gründen auch immer) nicht möchstest, kommt die die ganze Route nicht für Dich in Frage! Wobei Du natürlich Glück haben kannst und eine ähnliche Route ohne diesen Hafen bei einer anderen Reederei zu finden!
    Und man bedenken, das die großen Schiffe (250 -340 m!!) eben meist nur in häßlichen Containerhäfen anlegen, weil sie nur dort vernünftig manöverieren können.
    Und selbst kleine Schiffe (wie etwa die Albatros und die Artania) sind keine Garantie für die Schönheit der Häfen während der Reise! Es sind aber oft kleinere Häfen und von daher netter!

    Zum Anfang empfiehlt sich mMn eine Mittelmeer-KF auf einem nicht zu großen Schiff (so wie die mittleren AIDAs bspw.) oder etwa eine Woche Norwegen (bspw. mit Phoenixreisen)!

    VG Klaus

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