Celebrity Apex – der erste Eindruck zählt?

so, nun sind wir endlich wieder an Bord – und dann auch noch eines Celebrity Schiffes. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll…

Die Einschiffungsprozedur war zwar vorab relativ gut organisiert, aber vor Ort dann doch etwas unübersichtlich. Das Einchecken sowie die Registrierung für die Schnelltests musste man zuvor online erledigen. Auch die Fotos für unsere Bordausweise haben wir schon im Vorfeld hochgeladen. An Bord dürfen nur vollständig geimpfte Erwachsene und Kinder ab 12 mit Test. Ab August müssen auch Kinder über 12 vollständig geimpft sein. Zum Einchecken haben wir ein Zeitfenster von 11.30 bis 12.00 Uhr vorgegeben bekommen. Natürlich waren wir schon ein paar Minuten eher da. Im Anschluss daran gab es gleich einen Schnelltest für alle. Keine bösen Überraschungen hier, auch wenn das Ergebnis etwas auf sich warten ließ. Die Prozedere vor Ort sind mittlerweile komplett digital organisiert, und bis auf den original Reisepass benötigt man eigentlich kein Papier mehr. Nach gut einer Stunde waren wir auf dem Schiff und dabei, unser neues Zuhause zu erkunden.

Kurz mal ein paar Worte zu unserer Gastgeberin: Die Celebrity Apex ist 306 Meter lang, 39 Meter breit und bietet rund 2.900 Passagieren sowie 900 Crewmitgliedern Platz. Davon sind wir dieser Tage allerdings weit entfernt. Mit uns haben sich (zu unserer großen Freude) nur ca. 800 andere Gäste auf dieses neue Schiff gewagt. Es wurde zwar schon im März an Celebrity übergeben, allerdings erst im Juni in Dienst gestellt. Unsere Fahrt ist erst die vierte der Apex und mit acht Nächten und ihrem Start am 9. Juli noch dazu die weltweit längste Kreuzfahrt seit dem Neustart der Industrie nach der Corona-Pause.  

Ganz schön groß, die Apex

Meine grundsätzlichen Bedenken zur Apex hatte ich ja schon geäußert: zu groß, zu wenig Schiff, zu merkwürdig von der Architektur… Der erste Eindruck: Drinnen ist es angenehm stylisch und sehr nach unserem Geschmack. Die Apex wirkt eher wie ein gediegenes Resort als ein Schiff und ist weit weg vom oft quietsch-bunten Costa-Dekor oder dem Glitzer einiger MSC-Schiffe.

Unsere Kabine ist eine Sunset-Veranda Kabine am Heck des Schiffes. Letzteres ist zwar nicht gerade unsere bevorzugte Kabinenlage, aber wer einen „normalen“ Balkon haben möchte, hat auf der Apex wenig Auswahl. Es gibt ein paar wenige so sogenannte Porthole Kabinen, bei denen sich der Balkon hinter einem Bullauge „versteckt“. Das ist ja nur der halbe Spaß. Die meisten anderen Außenkabinen haben so genannte Infinity Verandas. Das sind Kabinen, die statt eines Balkons eine Art Wintergarten haben. Dadurch vergrößert sich der Raum der Kabine zwar um die Größe der Veranda, aber man hat nicht wirklich das Gefühl, draußen zu sein, weil man nur ein großes Fenster öffnen kann, quasi die Fläche über der Balkonbrüstung. Einen Eindruck erhält man, wenn man sich diesen Film anschaut.

Unsere Kabine: hell, modern und groß genug für drei

Uns war das einfach zu wenig Balkon. Und eine Suite, die auch einen richtigen Balkon hat, war uns im Verhältnis zu teuer. Also wohnen wir auf dieser Reise seit langer Zeit mal wieder am Heck. Mal sehen, ob es wackelig, laut oder rußig wird. Aber auf den ersten Blick macht unsere Kabine samt Balkon einen super Eindruck. Kein Ruß auf dem Balkon und viel Platz um bequem zu dritt dort zu sitzen.

Morgen haben wir einen Seetag und damit Zeit genug, das Schiff im Detail kennenzulernen. Aber schon heute testen wir den großen und mindestens 20 Meter langen Pool, registrieren unseren Sohn, der eines von rund 10 Kindern zwischen 10 und 12 sein soll, im „Camp at Sea“ Jugend-Club und laufen schon ein paar Mal kreuz und quer durch das ganze Schiff. Eine der wenigen positiven Folgen von Corona ist die Tatsache, dass man vermutlich bei allen Reedereien den Drill deutlich verschlankt hat. Bei Celebrity sieht man sich auf der App oder dem Fernseher ein kurzes Video an, bestätigt dies digital und muss dann nur noch zur Musterstation gehen und dort seine Karte scannen lassen. Fertig ist der Drill und dauert keine 10 Minuten.

Unser Balkon

Das Abendessen nehmen wir, einer liebgewordenen Traditionen auf Celebrity Schiffen folgend, auf der Terrasse des Ocean-View Cafés ein. Hier am Heck des Schiffes können wir dann auch gleich das wunderbare Auslaufen aus Piräus beobachten. Bei Celebrity gibt es ja leider keine Auslaufmusik. Aber ein letzter Blick auf Athen und die Akropolis, die in der Ferne immer kleiner wird, sowie ein beherzter Ton aus dem Typhon sorgen auch so für ein Klößchen im Hals…

Immer wieder schön…

Zuende geht dieser Tag mit einem herrlichen Sonnenuntergang und der Gewissheit, dass noch 7 wunderbare Tage auf See vor uns liegen…

I’ll keep you posted!

Herzlichst, Eure Irmela

P.S.: Vielen Dank übrigens für eure vielen lieben Kommentare auf meinen ersten Post. Da wir schon seit einer Woche in Griechenland unterwegs sind, hatte ich leider nicht die Muße, sie persönlich zu beantworten. Aber natürlich lese ich sie und freue mich sehr darüber! Lieder klappt das Posten von Bord nicht ganz so easy wie erhofft, aber ich melde mich dann mit etwas zeitversetzt…

4 thoughts on “Celebrity Apex – der erste Eindruck zählt?”

  1. Moin Irmela!
    Ich finde dein erster Eindruck hört sich total gut an! Ich finde das Schiff gar nicht so schlecht und die Kabine schaut super aus ! Gefällt mir !!!
    Startet gut in die Reise und wünsche euch ganz viel Spaß beim Entdecken des Schiffes !
    Ganz liebe Grüße und allen einen schönen Sonntag!
    Tschüss, Kerstin 🤗🙋🏻

  2. Wir waren da und durften nicht aufs Schiff, obwohl Celebrity Deutschland uns bestätigt hat, dass uns als Genesene 1 Impfung reicht.
    Auch unser Arzt hat das auf Englisch in einem Beiblatt des Impfpasses bestätigt.
    Keine Chance – die Offizierin hat das nicht gelten lassen: 2 Impfungen oder kein Zutritt zum Schiff! Wir sind traurig und wütend.

    1. Hallo Michael,
      leider komme ich an Bord nur schlecht online, daher erst jetzt: das ist ja wirklich sehr ärgerlich und würde mich auch wütend machen. Vor allem, wenn Celebrity es euch zugesagt hat. Es ist wirklich schlimm, dass die Regelungen dieser Tage überall anders gehandhabt werden, und das mach Reisen gerade ja auch so kompliziert und abschreckend. Ich hoffe, ihr konntet eine Alternive Reise finden und bekommt Euer Geld zurück? Den Ärger und den Frust kann euch leider keiner kompensieren…

  3. Hallo Irmela,
    habe amüsiert deine Beschreibung gelesen. Die Infinite Veranda wäre auch definitiv nichts für mich. Aber wie gesagt, manchmal rußt es halt am Heck. So eine Heckkabine hatten wir mal auf der Costa Fascinosa und die war ordentlich verrußt. Das mit dem verschlankten Drill finde ich auch angenehm. Gar keine schlechte Idee, jetzt schon eine Reise auf dem Kreuzschiff zu machen, wenn man 2 x geimpft ist. Wir sind aber jetzt erstmal mit unserem Wohnmobil am „Thüringer Meer“. Weiterhin gute Reise und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

    Mit freundlichen Grüßen
    Andrea Schwind

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