Celebrity Apex – Mykonos, wo die Sonne vier Mal untergeht

Mykonos ist wie ein Griechenland-Konzentrat. Alles sieht aus wie im Bilderbuch. Alles…?

Nach angenehmer Nachtruhe mit Meeresrauschen (dazu später mal mehr) frühstücken wir heute vor der malerischen Kulisse von Mykonos Stadt. Das sind die Momente, die Kreuzfahren so besonders machen. Denn wer kann schon fast jeden Morgen vor einer anderen atemberaubenden Kulisse frühstücken?

Der Magic Carpet von innen

Heute tendern wir zum ersten Mal vom Magic Carpet aus. Erfahrene Kreuzfahrer wissen: Mykonos ist ein recht windiger Platz, und wenn man Pech hat, fällt die Destination auch schon mal aus, weil das Anlegen oder Tendern wegen des hohen Wellengangs zu gefährlich ist. Auch heute haben wir Böen bis 50 Knoten und wir befürchteten schon, dass wir unverrichteter Dinge würden abdrehen müssen. Aber die mächtige Apex dreht sich einfach so geschickt in den Wind, dass die Tenderoperation relativ problemlos vonstatten gehen kann. 

Tendern vom Caepet aus

Ein weiteres Merkmal einer Destinationen wie Mykonos ist, dass Tendertickets heiß begehrt sind und jeder früh von Bord möchte. Heute ist aber alles ganz entspannt. Ohne Tenderticket kann man einfach zum so genannten Destination Gateway aufbrechen. Das ist quasi das Foyer der Apex und der Ausstieg zur Pier oder zum Magic Carpet, wenn er als Tenderplattform fungiert.

Mit nur einer Hand voll weiterer Gäste setzen wir gegen 9:00 Uhr nach Mykonos über. Der Vorteil des Tenderns gegenüber dem einen vorhandenen Kaiplatz ist, dass man keinen Bus-Transfer mehr braucht, sondern quasi direkt in Mykonos ankommt. Herrlich. Außerdem ist auch der Anblick der Apex vom Tender aus ein durchaus beeindruckendes Erlebnis und Teil des herrlichen Gesamtpakets Kreuzfahrt.

Tendern ohne Stress und Gedränge, herrlich!

Wie gesagt, Mykonos Stadt ist Griechenland in Reinkultur. Hier müssen alle Häuser weiß sein. Die Altstadt ist so entzückend hergerichtet, dass einem die Fotomotive nie ausgehen. Das weiß strahlt so, dass es blendet. Natürlich kommt hier auch das Jetset- und Party-Flair der Insel zum Vorschein. Schicke kleine Geschäfte sowie jede Menge Bars und Möglichkeiten, sein Geld auszugeben. Wer mit Kindern unterwegs ist, wird sich freuen, dass auch Mykonos Stadt genau wie Rhodos gut und schnell zu erlaufen ist. Im Anschluss kann man sich dem Müßiggang widmen. Unser Plan heute: nach dem Stadtrundgang ein kühles Bad in der Ägäis. Was in Rhodos so herrlich war, muss doch auch auf Mykonos gehen…

Ein paar klassische…
… Mykonos…
… Motive

Ein kurzer Fußmarsch außerhalb der Stadt liegt auch schon der erste Strand in der Mykonos Bay. Okay finden wir, aber es muss doch noch besser gehen auf dieser tollen Insel, von der wir bisher nur die Hauptstadt kennen. Kurz entschlossen entscheiden wir uns in ein Taxi zum Paradise Beach zu investieren, der auch in Ausflügen diverser Reedereien angeboten wird. Was so heißt, muss doch schön sein, oder? Vor Ort sind wir dann ziemlich überrascht, lediglich einen schmalen Strandstreifen mit Beach Club vor zu finden. Eine etwas präzisere Recherche im Vorfeld wäre wohl sinnvoll gewesen ;-). Aber wo wir schon mal da sind, stürzen wir uns ins kühle Nass und schwimmen eine ausgiebige Runde.

Club Tropicana am Paradise Beach

Da der Club sich immer mehr füllt und auch von Abstand wenig zu sehen ist, treten wir am späten Mittag den Heimweg an. Immerhin haben wir durch diese Taxifahrt mehr von der Insel gesehen und auch ihren „Party Charakter“ kennengelernt. Beim nächsten Besuch suchen wir einen familienfreundlichen Strand. Sachdienliche Hinweise nehme ich schon jetzt gerne entgegen 😉

Mykonos macht auch aus der Luft eine gute Figur, wie wir bei den Anreise sahen

Zudem erfährt man natürlich auch mehr über Land und Leute, wenn man etwas unterwegs ist. Unsere Taxifahrerin, zum Beispiel, hat uns viel über die Entwicklungen auf Mykonos während der Pandemie berichtet.

Zurück auf der Apex ist das Gedränge am Strand schnell vergessen, denn hier sind wir ja wieder in unserer schwimmenden Oase, die für den heutigen Abend noch eine besondere Überraschung bereithält. Heute werden wir Zeuge eines vierfachen Sonnenuntergangs. Nein, wir haben nicht etwa schon zu viele Sundowner im Vorfeld genossen. Da die Sonne hinter einer bergigen Insel untergeht und wir zügig fahren, kommt sie drei mal wieder zum Vorschein, nachdem sie bereits hinter einem Berg untergegangen ist. Ein bezauberndes Schauspiel und eine Premiere in unserer 15-jährigen Kreuzfahrt-Historie.

Die Insel macht es möglich: die Sonne kommt immer wieder 😉

Unserer guten alten Kreuzfahrtroutine folgend lassen wir den Abend ganz entspannt auf unserem Balkon am Heck des Schiffes ausklingen, beobachten den Sternenhimmel und freuen uns, endlich wieder auf See sein zu dürfen.

I’ll keep you posted!

Herzlichst,

Eure Irmela

5 thoughts on “Celebrity Apex – Mykonos, wo die Sonne vier Mal untergeht”

  1. Moin Irmela!
    Ich finde diese Tendervariation schon sehr pfiffig. Das Ein-und Aussteigen ist zusätzlich schon sicherer, als die kleineren Luken. Diese Reise an sich finde ich super und könnte ich mir für mich, auch sehr gut vorstellen!!!
    Vielen Dank für deine tollen Beiträge!!
    Ganz liebe Grüße, tschüss Kerstin 🙋🏻

    1. Hallo Herr Springer,
      vieen Dank für Ihren Kommentar.
      Ich werde am Ende noch einen ausführlichen Post mit meinen Gesamteindrücken schreiben. Zu unserer Erfahrung mit der Sunsetveranda kann ich gerne im nächsten Post etwas schreben. Wir reisen momentan noch und es ist etwas schwierig mit der Kommunikation…

      Beste Grüße!

  2. Liebe Frau Tölke, vielen Dank für Ihre tollen Berichte. Hier eine Frage: Ist das Schiff englischsprachig?
    Schön, wenn Sie bei Gelegenheit dazu etwas mitteilen würden. Ansonsten weiterhin eine wunderschöne Reise und beste Grüße aus Bad Sassendorf
    Edelgard Miksch

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