Clevere Repeater-Tricks – welche habt Ihr?

Nicht immer läuft eine Kreuzfahrt 100-prozentig nach Plan. Doch mit steigender Erfahrung lernt man die richtigen Tricks, um kleine Klippen geschickt zu umschiffen…

Unser Community-Mitglied Helga hat mich auf die Idee zu diesem Post gebracht ;-). In den Kommentaren zum Bericht unseres Gastbloggers Ricardo spricht sie von „Repeater-Tricks“ – mit anderen Worten, Tipps und Kniffe erfahrener Kreuzfahrer, die helfen, die eine oder andere nicht so perfekte Sache an Bord zu verbessern.
Ich weiß nicht wie es Euch geht? Aber meine Familie und ich reagieren relativ empfindlich auf Klimaanlagen. Ein echter Killer für die Erholung ist eine nicht auszuschaltende Klimaanlage direkt über dem Bett. Daher versuchen wir bereits vor der Buchung herauszufinden, wo sich in unserer Wunschkabine die Klimaanlage befindet. Zum Glück bietet das Internet zahlreiche Fotos von Kabinen fast aller Schiffe. Auch YouTube Videos sind hier sehr hilfreich. Daumen hoch für alle Kabinen, bei denen das Gebläse möglichst weit weg von den Betten ist. Für den Fall, dass es an Bord dann doch ungemütlich zugig werden sollte, gibt es drei Problemlösungsansätze: Erstens erkundigen wir uns, ob das Maintenance-Team die Klimananlage zentral für unsere Kabine abschalten kann. Je nach Bauart des Schiffes (und Kooperationsbereitschaft der Crew ;-)) ist das manchmal umsetzbar. Wenn nicht, fragen wir, ob der Luftstrom individuell reduziert werden kann. Auch das ist uns schon mehrfach gelungen. Sollte es dann immer noch unangenehm sein, haben wir auf jeder Reise breites, einreißbares Klebeband und große Mulltücher (eine Reliquie aus der Zeit als unser Sohn noch ein Baby war ;-)) dabei.
Kreuzfahrt Begeistert, Kreuzfahrtblog, Kreuzfahrtbericht, Kreuzfahrtportal, Kreuzfahrt-Blog, Kreuzfahrt-Blog, CruiseblogReisebericht, Kreuzfahrtgeflüster

Auf Kabinenfotos im Internet kann man oft schon gut erakennen, wo die Klimaanlage angebracht ist – hier unter der Decke vor dem Sofa

Aus Sicherheitsgründen ist es zwar meist nicht gestattet, die Luftschächte komplett abzukleben. In wärmeren Gefilden könnte es dann auch ziemlich stickig in der Kabine werden, ganz zu schweigen von den Geräuschen, die durch den aufgestauten Luftdruck entstehen. Aber bisher hat noch jeder Kabinensteward damit leben können, wenn wir den Luftstrom durch davor geklebte Mulltücher reduziert haben. Zugegeben, das sieht nicht schön aus. Aber es ist allemal besser, als sich den Urlaub durch eine fiese Erkältung zu verderben.

Keine Augenweide, aber effektiv: Tücher können den kalten Luftstrom mildern

Ein wichtiger Repeater-Trick für Familien ist auch, die Schwimmsachen am Einschiffungstag im Handgepäck zu haben. Der Pool ist selten so leer wie an diesem Tag und die Zeit bis zum Auslaufen vergeht wie im Flug. Für Spa-Freunde wie Christian und Wiederholungstäter auf Schiffen ist es zudem eine gute Sache, in Häfen, die man bereits (gut?) kennt, auch mal an Bord zu bleiben und jene Annehmlichkeiten des Schiffs zu genießen, die an Seetagen zur Überfüllung neigen. Neben relativ leeren Pools und Außendecks profitiert man auch in den Spas und Fitnessbereichen von der Leere des Schiffes. Und wenn man Glück hat, werden bestimmte Dienstleistungen wie Massagen und Co. sogar zu reduzierten Preisen angeboten.

Wenn es die meisten Passagiere an Land zieht, kann man sich auch mal einen angenehmen Tag an Bord machen

Um die Fülle im Buffetrestaurant zu umgehen, versuchen wir die Stoßzeiten dort zu vermeiden. Je nach Schiff und Kabinenkategorie kann das auch bedeuten, dass wir das Frühstück mit auf die Kabine bzw. auf den Balkon nehmen oder gleich auf die Kabine bestellen. Auf vielen Schiffen kann man auch in den A la Carte Restaurants frühstücken… Beim Mittagessen versuchen wir einfach besonders früh oder besonders spät zu gehen. Nach zwei, drei Tage kennt man den Rhythmus des Schiffes (der sehr von den Nationalitäten der Passagiere abhängt) und kann sich dementsprechend anpassen.

Wer früh oder spät zu Mittag isst, hat freie Auswahl bei den Plätzen

Bestimmt habt Ihr auf Euren bisherigen Reisen auch diverse Tricks gesammelt, die Euch das Leben an Bord in bestimmten Situationen versüßen. Wie entgeht Ihr der Erkältung durch Klimaanlage, Buffetgedränge, Liegestuhlmangel & Co.? Was habt Ihr immer dabei, um für eine Kreuzfahrt gut gerüstet zu sein? Was sind Eure Strategien für eine entspannte Seefahrt? Wir sind schon sehr gespannt auf Eure Tipps und Tricks und wünschen Euch ein gemütliches Wochenende.

Herzlich,

Eure Irmela

P.S. Christian ist ja aktuell auf der Reismesse TC in Leipzig und hat bereits viele Kreuzfahrt-Begeisterte persönlich gesprochen. Alle Community-Mitglieder in der Region seien daran erinnert, dass am Sonntag um 14.30 Uhr in der Halle 2 an Christians Stand 2G30 unser erstes zwangloses Community-Treffen zum Kennenlernen und Austauschen stattfindet. Ich kann leider dieses Mal nicht dabei sein, aber Christian freut sich schon sehr auf Euch und ich wünsche allen ganz viel Spaß!

 

6 thoughts on “Clevere Repeater-Tricks – welche habt Ihr?”

  1. Grundsatz von meiner Frau und mir ist : sich über nichts ärgern.
    In die Restaurants gehen wir immer relativ spät. Wir haben auch immer Plätze
    gefunden. Wir gehen auch nicht davon aus, Sitzplätze am Fenster und nur alleine zu haben. Auch keine „Stammplätze „ im immer dem gleichen Restaurant zu haben.
    Ansonsten gehen wir immer alles sehr entspannt an. Das ist vielleicht auch ein Vorteil, wenn man über 60 Jahre ist.

  2. Hallo Irmela!
    So richtige Repeater-Tricks habe ich eigentlich nicht. Allerdings etwas antizyklische Essenszeiten hatten wir beim letzten Mal schon gemacht. Bin also gespannt, was es alles so gibt, was ihr macht!
    Mit dem Treffen in Leipzig bin ich ein bisschen hin-und hergerissen, Ich fürchte, ich schaffe das nicht 😔, wäre schon sehr gerne gekommen und hätte gleichzeitig gern ein paar Mitbegeisterte kennengelernt. Ein bisschen Hoffnung habe ich , das Christian vielleicht auch ein Treffen bei der abf in Hannover macht, wo ich auf jeden Fall hingehen werde.

    Allen ein schönes Wochenende und für einige geht es ja schon ganz bald aufs Schiff 🚢! Viel Spaß beim Packen ( so mein persönlicher Vorfreude-Effekt)!
    Ganz liebe Grüße, Tschüss Kerstin 😊🙋🏻

  3. Hallo Irmela,

    da hast Du ja schon einige wichtige Tipps gegeben – das mit der Mullwindel werde ich mir merken 😉
    Wir versuchen, schon alles, was von zu Hause geht online zu erledigen, je nach Reederei die erforderliche Tischreservierung, Landausflüge, Kreditkartenregistrierung, evtl. Getränkepaket zu erledigen, damit so wenig wie möglich von der kostbaren „an Bord-Zeit“ verloren geht. Bei AIDA wird grundsätzlich das „Welcome-Menu“ im Restaurant Rossini von zu Hause gebucht, um dem Chaos, das irgendwie auf fast allen Schiffen am ersten Abend herrscht (von den Passagieren hausgemacht!!!) zu umgehen – schon geht man alles entspannter an.

    Wir suchen uns auch ein Zeitfenster und gehen nicht nur Rush-Hour zum Essen und z. B. auch nicht in bestimmte Restaurants, die erfahrungsgemäß am stärksten frequentiert werden bzw. entspr. später. Unangenehmen Zeitgenossen gehen wir, wo immer möglich, aus dem Weg – nicht ärgern/nicht aufregen, das ist die Devise. Selbst auch alles etwas gelassener nehmen, wenn mal irgendetwas nicht perfekt ist, sich an die betr. Crew-Mitglieder wenden und freundlich bitten, sie machen fast alles möglich, auch quietschende Deckenverkleidungen oder vibrierende TV-Geräte, die einem den Schlaf rauben können.
    Ingwer – ist bei mir die Zauberwurzel: Hilft gegen Seekrankheit und auch gegen Erkältung. Mit heißem Wasser, Zitrone und Honig jeden Morgen zum Frühstück! Ginger Ale/Tonic Water gegen Seekrankheit am Abend – gerne auch mit „Schuss“ 😉
    Immer ein wärmendes Schultertuch wegen der von Dir beschriebenen Zugluft der Klimaanlagen in den öffentlichen Räumen im Gepäck sowie sich für eine Kleidungsgrundfarbe tags/abends entscheiden (schwarz/blau), damit man mit wenigen Oberteilen und vor allen Dingen Schuhen immer genügend dabei hat.
    Badekleidung hast Du schon angesprochen, ja absolut empfehlenswert. Damit es morgens etwas schneller geht, geht mein Mann gerne morgens zum Schwimmen und damit auch zum Duschen, so hat „Frau“ mehr „Zeit und Raum“ fürs Aufhübschen 😉
    „Kleine Geldscheine“ für ein persönliches Dankeschön zwischendurch an bestimmte Crew-Mitglieder schaden nie 😉

    Vielleicht fällt mir noch etwas ein, aber jetzt muss weiter der Koffer gepackt werden, aber eine Pause musste jetzt sein 😉 Christiane und ich haben schon festgestellt, der Koffer ist definitiv zu klein, wir brauchen „Schrankkoffer à la Titanic“ und hoffen, dass unsere Männer evtl. noch etwas Platz in ihrem Koffer haben…

    Viele Grüße

    Helga E.-D.

    1. Hallo Helga,

      ich bin auch ein großer Fan von Ingwer. Nimmst Du tatsächlich Knollen mit an Bord? Oder kaufst Du unterwegs nach…? Auf die Idee bin ich noch nie gekommen. Das merke ich mir… ;-).

      Liebe Grüße und eine tolle Reise morgen!
      Irmela

  4. Hallo Irmela,

    ich habe auch meistens etwas Klebeband und Bierdeckel aus Pappe im Gepäck, wenn mal was quietscht oder vibiert kann man erst mal in der Nacht erste Hilfe leisten bis man es am nächsten Morgen in der Rezeption melden kann. Natürlich eine ausreichende Menge an Foto und Film-Utensilien, die Auswahl an Bord ist meist nicht passend und teuer und stundenlang irgendwo an Land dafür herumzulaufen kostet zu viel Zeit. Allem und jedem aus dem Weg gehen, der oder was nervt und nur die positiven Dinge sehen, das ist schon die halbe Miete! Möglichst schnell die Koffer auspacken und sich für die nächsten Tage einrichten, suchen nervt und dafür schon beim Packen zu Hause eine gewisse Struktur reinbringen, mittlerweile haben wir da schon routinemäßig immer die gleichen Plätzchen gefunden.

    Gruß
    Peter

  5. Ihr Lieben,

    Ihr habt sicher Recht mit dem Hinweis, dass man sich über möglichst wenig ärgern sollte. Diese Gelassenheit stellt sich tatsächlich aber auch erst nach mehreren Reisen ein… 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Hier könnt Ihr Bilder hochladen