Conflict Islands – wo der Name nicht Programm ist

Wir sind ja schon ganz gut in der Welt herum gekommen, aber soetwas haben wir noch nicht gesehen…

Leider befinden wir uns zwar schon wieder auf Heimweg, aber diesen „Hafen“ möchte ich Euch auf keinen Fall vorenthalten. Unser letzter Port of Call waren die unbewohnten Conflict Inseln. Dieses Korallen-Atoll besteht aus 21 Inseln und liegt nur 11 Grad südlich des Äquators. Benannt wurde es nach dem Schiff HMS Conflict, das die Inseln 1886 entdeckte. P&O tendert nach Panasesa Island – ein Eco Resort in Privatbesitz.

Hier mal eine kleine Übersicht über die Insel

Angeblich hat der ziemlich wohlhabende Ian Gowrie-Smith die Insel den Vorbesitzern abgekauft, weil er es nicht ertragen konnte, wie sie die dort lebenden Schildkröten quälten. So oder so ist es dem jetzigen Besitzer, der übrigens auch an Bord war, sehr wichtig, dass mit der Insel behutsam und nachhaltig umgegangen wird. Dazu hat er spezielle Abkommen mit P&O geschlossen. Extra zu den Schiffsanläufen oder anderen Besuchen wird geschultes Personal aus der Region auf die Insel gebracht, das vor Ort als Führer, Caterer, Bootsverleiher etc. für die Besucher zur Verfügung steht.

EIne Insel wie aus dem Reiseprospekt

Obwohl wir das Eintauchen in die Kultur von PGN sehr spannend fanden, war diese Erfahrung erneut eine ganz besondere. So eine wunderschöne, unberührte Insel haben wir noch nirgendwo auf der Welt gesehen. Zwar herrschte direkt am Tenderanleger Betriebsamkeit (schließlich kamen ja rund 1.300 Passagiere und reichlich Crew auf die Insel), aber dann konnte sich jeder sein Plätzchen Eden an Land suchen ;-).

Die Kokosnüsse liegen zum Knacken bereit

Da wir einen der ersten Tender erwischt haben, nutzen wir die Gunst der Stunde und sind gleich mit einem Glasboden-Kayak rausgepaddelt. Es war einfach nur AMAZING (wie man hier so schön sagt), was wir an Korallen, Fischen und sonstiger Unterwasserwelt sehen konnten – und das ganz ohne nass zu werden ;-). Anschließend waren wir aber auch noch richtig schnorcheln – hatten wir uns in Cairns doch extra noch Schnorchel-Equipment gekauft.

Ein malerischer Strand, im HIntergrund ist schon die Sandbank zu sehen

Pfade durch den Regenwald statt Straßen…

Damit auch wir uns einmal als Robinson Crusoe fühlen konnten, wollten wir natürlich die komplette Insel erforschen. Unser Spaziergang brachte uns zunächst an die malerischste Sandbank, die wir je gesehen haben. Wir hätten hier ewig verweilen, schwimmen und staunen mögen: Das Wasser so blau, die Wellen so einladend, der Sand so weiß… Angeblich ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Sandbank eine permanente Verbindung zu Nachbarinsel schafft. Einfach nur berauschend…

Ist das eine Sandbank oder was?

Auf der Rückseite der Insel gibt es ein richtiges kleines (z.Zt. aber unbewohntes) Resort und einen weiteren Anleger. Hier haben wir Muscheln und angespülte Korallen gesammelt. Leider (oder auch zum Glück) darf man sie nicht mitnehmen. Ein Foto muss uns also als Erinnerung reichen.

Unsere Muschel- und Korallensammlung

Durch dichten Regenwald ging es vorbei am „Flughafen“ und dem Airstrip, an diversen Kokospalmen und anderen exotischen Bäumen bis wir die Insel komplett umrundet hatten. Dabei waren wir oft mutterseelen allein.

Das ist das Flughafengebäude 🙂

Obgleich die Natur hier ihren Lauf nimmt, ist alles, was von Menschenhand angelegt ist, so liebevoll gemacht, dass man es nur entzückend finden kann. Ein paar Dieselgeneratoren sorgen allerdings für Strom (z.B. für kalte Getränke und warmes Essen).

Alles hier ist liebevoll gemacht

Es ist zwar schon eine Weile her, dass wir auf einer Privatinseln einer Reederei waren, aber das war kein Vergleich mit diesem paradiesischen Eiland. Solltet Ihr jemals die Gelegenheit haben, nach Conflict Island zu kommen, müsst Ihr sie unbedingt ergreifen. Und wieder gilt: ohne Kreuzfahrt hätten wir diese Schönheit niemals entdeckt.

Dieses Schild bringt es auf den Punkt

Am Freitag sind wir in Cairns von Bord gegangen. Das Aussteigen fiel uns – wie immer – reichlich schwer. Ebenso wie der Abschied aus Australien, den wir gestern nehmen mussten. Über das wunderbare Singapur, wo wir noch zwei Tage „Galgenfrist“ haben, geht es dann langsam wieder heimwärts… Immerhin sind die Temperaturen in Hamburg ja ähnlich tropisch wie hier… 😉
I’ll keep you posted!

Herzlich,

Eure Irmela

P.S.: Vielen Dank, dass Ihr mich begleitet habt und für Eure lieben Grüße!!

 

 

5 thoughts on “Conflict Islands – wo der Name nicht Programm ist”

  1. Hallo Irmela,
    Na da wart ihr ja im Paradies. Herrlich!! :).
    Danke das Du uns auf Eure wunderbare Reise mit genommen hast. Es war wie immer ein Vergnügen.
    Hoffe ihr behaltet Eure Erlebnisse noch lange im Kopf.
    Bis demnächtst im heißen Deutschland
    Lg Claudia

  2. Hallo Irmela !
    Jetzt hat es euch auch erwischt, leider durftet ihr nicht noch länger an Bord bleiben und die Reise fortsetzen. Ich gehe jede Wette mit dir ein, ihr, hättet auch noch länger gekonnt! Oder? Es ist immer unglaublich, das es noch solche Orte auf dieser Welt gibt und finde es toll, das ihr die Chance hattet, sie sehen zu können. Eurer Fotobuch wird sicherlich traumhaft und ist bestimmt eine ganz tolle Erinnerung. Also beim Kofferpacken nicht vergessen, alle tolle Erinnerungen auch mit einzupacken und so viel wie möglich davon zehren. Christian ist sicherlich dir sehr gerne behilflich eine weitere tolle Reise zu finden – dafür wette ich!!! Kommt wieder zu Hause an! Wir haben euch auch noch richtig viel Sonne und Hitze übrig gelassen! 🙂
    Mit ganz lieben Grüßen ! Vielen Dank für die tollen Berichte ! Und allen anderen einen schönen Sonntag !
    tschüß, Kerstin

  3. Eigentlich viel zu schön, um wahr zu sein – ich glaube, ihr müsst euch noch so manches Mal beim Betrachten der Bilder kneifen, ob ihr das wirklich alles erlebt habt!
    Aber ein Problem habt ihr jetzt – wie wollt ihr das noch toppen 😉
    Ein gutes Anlanden in Hamburg und vielen, vielen Dank, dass wir so hautnah dabei sein durften!!!
    Viele Grüße
    Helga E.-D.

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