Costa Deliziosa – Bella Adria

Heute ist unser erster Seetag  – und eigentlich wäre dies auch schon der letzte Tag dieser Fahrt…

…aber meinem besten aller Ehemänner sei Dank (Zitat: „Sechs Tage Kreuzfahrt sind einfach zu kurz!“), haben wir die anschließende Reise auch noch gebucht. Da unsere Weihnachtskreuzfahrt mit der Mediterranea ja leider ins Wasser fällt, haben wir die Umbuchung für diese Reise genutzt. Also können wir heute total entspannt ausschlafen und frühstücken, ohne auch nur einen winzigen Gedanken an Kofferpacken oder Abreise zu verschwenden.

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Die Delziosa bleibt noch eine Woche unser Zuhause

Back-to-back fahren, wie es die Experten nennen, ist der Traum eines jeden Kreuzfahrtbegeisterten. Gerade in diesen Tagen ist es ein ganz besonderer Luxus und zusätzlicher Balsam auf unsere geschundene Kreuzfahrerseele. Davon werden wir jetzt wohl auch eine Weile zehren müssen… Auf dem Programm der kommenden sieben Tage stehen ein Seetag, Katakolon, Piräus, Heraklion, ein weiterer Seetag, Bari und dann wieder Triest. Wir freuen uns riesig, denn das östliche Mittelmeer verspricht zu dieser Jahreszeit deutlich stabileres Wetter als die Adria.

Heute allerdings strahlt die Sonne vom Himmel über der adriatischen See und wir lassen es ganz ruhig angehen. Erst mal eine Runde Tischtennis spielen. Noch nie sind wir auf einer Reise an den Tischtennisplatten so oft und problemlos zum Zuge zu kommen wie hier. Da Costa offensichtlich keine Schläger und Bälle mehr ausgibt und wir immer unsere eigenen mitbringen, sind wir so ziemlich die einzigen, die diese Platten überhaupt nutzen können – sehr zur Freude unseres Sohnes natürlich.

Die Sonne strahlt heute mit uns um die Wette

Auch um einen schönen Sonnenplatz müssen wir uns keine Sorgen machen. Die gut 700 anderen Passagiere verteilen sich an einem Tag wie heute ganz ausgezeichnet. Noch dazu, da es recht windig ist und einige ohnehin den Aufenthalt im Schiffsinneren bevorzugen. Vielleicht müssen sie aber auch, genau wie wir, noch ihr übriggebliebenes Bordguthaben auf den Kopf hauen. Costa hat als Anreiz zum Umbuchen sowie für seine treuen Kunden ordentliche Bordguthaben ausgelobt, so dass wir mit rund 550,00 Euro in diese Fahrt gestartet sind. Davon haben wir alle Landausflüge bezahlt und jetzt immer noch ein hübsches Sümmchen übrig. Leider können wir es nicht auf die anschließende Reise übertragen lassen, aber etwas Parfüm oder ähnliches geht ja immer ;-).

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An diesen Bildern können wir uns einfach nicht sattsehen

Apropos geht ja immer: Was in der Tat nicht mehr so gut IMMER geht, ist Essen, oder besser, individuelles Essen. Ja, ja, es wird hier mit Sicherheit niemand verhungern, sondern nach wie vor eher mit eine paar Gramm mehr als weniger auf den Rippen von Bord gehen. Aber durch die Abschaffung jeglicher Selbstbedienungsmöglichkeiten ist es zumindest auf diesem Schiff für uns etwas „komplizierter“ in unserer gewohnten Form zu essen. Jedes Essen muss ja „gesetzt“ bestellt und eingenommen werden. Buffets mit Bedienung sind dabei leider nicht vorgesehen. Der kleine, selbst gemischte Salat am Mittag auf der Terrasse oder eine spontane Crostata zum Cappuccino am Nachmittag fallen damit leider flach. Wir sind einfach nicht die Typen, die sich drei Mal täglich zum mehrgängigen Essen irgendwo bedienen lassen und dabei auch noch drinnen sitzen möchten. Aber: Wer suchet, der findet seine Mittel und Wege, auch mit diese kleinen Schönheitsfehler zu leben. Zum Beispiel durch geschicktes Hamstern beim Frühstück… 😉

Bevor ich jetzt noch mehr peinliche Dinge ausplaudere, wende ich mich zum Schluss dieser Reise nochmals unseren Mitfahrern zu. Vielleicht fragt Ihr Euch, wer dieser Tage denn so auf Kreuzfahrt geht? Tatsächlich rekrutieren sich die rund 700 Passagiere vor allem aus Italien. Wir haben den Eindruck, dass mehrere italienische Familien hier so eine Art ein Wiedersehensfest feiern. Hinzu kommen ezahlreiche ältere und offensichtlich sehr treue Costa-Fahrer, die wir an ihrer Zugehörigkeit zur höchsten Costa-Clubstufe, Diamante, erkennen.

Dieser Schlüssel entlarvt den Costa-Fan

Angeblich sollen einige Costa-Groupies bereits seit dem ersten Tag des Costa-Neustarts (das war am 6. September (!)) ununterbrochen an Bord sein. Desweiteren treffen wir noch eine ganze Reihe Expedienten (Reisebüromitarbeiter) aus Italien, Spanien, Deutschland und der Schweiz, die sich wohl ein Bild von der aktuellen Situation an Bord machen wollen. Wie gesagt, stellen die deutschsprachigen Gäste mit 86 Personen zwar die zweitgrößte Gruppe, sind aber deutlich in der Unterzahl. Das wird sich schon bald ändern. Doch mehr dazu beim nächsten Mal ;-).

I’ll keep you posted!

Herzlich,

Eure Irmela

P.S.: Zur Erinnerung: Ausnahmsweise poste ich dieses Mal nicht live von Bord, sondern zeitversetzt. Wir sind bereits wohlbehalten wieder zuhause und waren stets sehr sicher und gesund unterwegs.

2 thoughts on “Costa Deliziosa – Bella Adria”

  1. Moin Irmela!
    Ich würde sagen, ihr habt schon das Beste aus dieser neuen Kreuzfahrt-Art gemacht. Und ich würde sagen, die Erholung und das Auftanken der Energie wieder für den Alltag, funktioniert auch bei dieser Reise. Alleine der Tapetenwechsel macht schon viel aus. Ich merke schon das das nicht so erholsam ist, wenn man seine Urlaube , wie ich es in diesem Jahr machen musste, zu Hause verbringt. Die Gefahr ist sehr hoch, diese Zeit dann doch eher für Dinge zu nutzen, die sonst schwieriger im Alltag unterzubringen sind. Und kaum versieht man sich, die Tage vom Urlaub sind vorbei, man steht wieder auf der Arbeit und fühlt sich nicht richtig erholt. Ich höre auch immer mehr vermehrt von Kunden und Kollegen, das alle sich immer sehr sicher in ihren Urlauben gefühlt hatten, obwohl oder sogar , weil die Corona-Auflagen strenger sind, als in Deutschland. Ich spreche da von Orten von den Ländern Italien, Spanien, Portugal, Griechenland. Also reisen geht durchaus, sofern man die Regeln einhält und sich vernünftig zueinander verhält. Und die Dinge, die man vielleicht im Urlaub machen würde, die dann nicht unbedingt Corona Konform sind, oder nicht gehen, weil sie nicht angeboten sind , auf die kann man ja wirklich mal verzichten . Hauptsache man ist mal draußen aus dem Alltag!
    Die Idee von deinem Mann , finde ich total toll und ich freue mich schon, noch ein bisschen weiter lesen zu dürfen!
    Habt alle einen schönen Sonntag und lasst euch von der Zeitumstellung nicht verwirren!
    Tschüss, Kerstin 🤗😊🙋🏻

  2. Da soll mal einer sagen, Männer hätten nicht auch gute Ideen 😉
    Wir haben auch festgestellt, dass sich der Aufwand – vom Koffer packen (auch an Kleidung braucht man bei kurzen Reisen nicht viel weniger, als bei längeren Reisen, weil man manches zweimal tragen kann oder zwischendurch in die Waschmaschine wandert) bis hin zur An- und Abreise zum Ein- und Ausschiffungshafen – erst ab einer gewissen Anzahl von Urlaubstagen lohnt. Und in dieser besonderen Zeit mit den anderen Abläufen braucht man auch ein bis zwei Tage länger, bis man im Rhythmus drin ist.
    Nicht nur ihr durftet weiter Kreuzfahrtluft schnuppern, sondern wir jetzt hier auch!!! Das sind gute Neuigkeiten -.wir nehmen Kurs auf …

    Viele Grüße
    Helga E.-D.

    PS: Das mit dem Hamstern – wir sagen es nicht weiter 😉

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