Costa Deliziosa – Premieren in Bari

Unser erster Tag an Bord ist gleich ein halber Seetag. Jetzt gilt es, sich an die neuen Gegebenheiten an Bord zu gewöhnen…

Hier bei Costa gibt es keine Buffets mehr. Alle Mahlzeiten müssen à la Carte bestellt und gesetzt eingenommen werden. Auf den Außendecks gibt es leider keinen Essenservice mehr. Unser geliebtes Frühstück draußen ist also auch ein Corona-Opfer geworden. Das nehmen wir aber in Kauf und bestellen unser Frühstück im Restaurant. Das Prozedere ist wie gehabt: QR-Code scannen, dann Menüs in allen relevanten Sprachen aufrufen und beim Kellner bestellen.

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Schon am zweiten Tag weiß unser Kellner bescheid: Crostata für die ganze Familie 😉

Wir bestellen das, was wir auch am Buffet essen würden, darunter natürlich auch meine geliebte „COSTATA“. Für alle, die zum ersten Mal meinen Blog lesen, sei angemerkt, dass ich die Crostata bei Costa ganz besonders gerne esse und sie daher liebevoll Costata nenne ;-). Ich möchte nicht wissen, wie viele Kalorien ich im Laufe einer Reise in dieser Form zu mir nehme… Naturgemäß dauert das Frühstück à la Carte etwas länger als sonst. Aber es ist auch entspannter, weil man nicht selbst rumrennen und alles zusammensuchen muss. So hat alles seine Vor- und Nachteile.

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An Hinweisschidern und Desinfektionsmitteln kommt hier keiner vorbei

Den Vormittag verbringen wir bei leicht bewölktem Himmel auf Deck und erkunden das Schiff. Im Schiff besteht überall Maskenpflicht, es sei denn, man sitzt am Tisch. Die Crew trägt immer Maske. Auf Deck kann man sich frei ohne Maske bewegen. Nur bei Bestellungen an der Bar ist sie Pflicht. Überall stehen Hinweisschilder, die auf die geltenden Regeln aufmerksam machen: Abstand halten, Handhygiene, Maske… Desinfektionsmittelspender sind ebenfalls allgegenwärtig. Abstandhalten fällt nicht schwer, wenn man bedenkt, dass wir nur rund 700 Passagiere auf einem Schiff sind, dass für 2.800 Passagiere ausgelegt ist. Zuhause auf dem Markt geht es deutlich enger zu…

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Bari überrascht uns mit vielen schönen Ecken

Um 14.15 Uhr treffen wir uns zu unserem ersten Ausflug, der für 2,5 Stunden angesetzt ist. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass wir bei unseren bisherigen Kreuzfahrten erst einen (in Worten EINEN) vom Schiff organisierten Ausflug gemacht haben. Ansonsten sind wir 14 Jahre lang und in über 110 verschiedenen Häfen immer auf eigene Faust von Bord gegangen. Dies ist für uns also echtes Neuland und – zugegeben – eine ziemlich große Herausforderung. Wir werden viel Geduld benötigen…

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Außer uns sind nur wenig Menschen unterwegs

Die Abwicklung der Ausflüge bei Costa werde ich in den nächsten Tagen noch genauer beschreiben. Grundsätzlich gilt: Von Bord darf nur, wer einen Ausflug bucht, man darf die Gruppe nicht verlassen und es besteht zu jeder Zeit Maskenpflicht. Da wir noch nie in Bari waren (ein großer Vorteil dieser Fahrt ist, dass wir gleich vier neue Häfen kennenlernen), haben wir einen Stadtrundgang durch die Hauptstadt Apuliens gebucht.  Leider kommt der in Kombination mit einer „Panoramafahrt mit Bummelbahn“…

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Die Stadtmauer

Was soll ich sagen?  Bari hat eine schöne kleine Altstadt mit Stadtmauer und die angeblich längste Strandpromenade Italiens. Nach einer kurzen Rundfahrt mit der Bummelbahn, deren Sinn sich uns nicht wirklich erschlossen hat, werden wir als Gruppe gut 1,5 Stunden durch die Stadt inkl. zweier Kirchen geführt. Unsere italienische Führerin ist vom Schiff und müht sich redlich, die Erläuterungen des lokalen Guides ins Deutsche zu übersetzen. Eine englische Tour wurde nicht angeboten und mein Italienisch reicht leider für eine landessprachliche Führung nur sehr bedingt.

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Wir besuchen auch die zwei größten Kirchen der Altstadt

An einem vorher bestimmten Geschäft stoppen wir für eine Toilettenpause und die Möglichkeit Souveniers zu kaufen. Wir wurden eindringlich darauf hingewiesen, nicht in andere Geschäfte zu gehen. Wer also die Sonnencreme oder etwa ein Medikament zuhause vergessen hat, hat keine Chance, an Land etwas nachzukaufen. Das sollte man beim Packen auf jeden Fall berücksichtigen.

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Hier gibt es schöne kleine Geschäfte, aber Shoppen auf eigene Faust geht leider nicht

Highlight unserer kleinen Tour ist die Strada delle Oricchiette, zu Deutsch, die Straße der Öhrchen-Nudeln. In der verwinkelten Altstadtstraße scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Vor ihren Wohnungen sitzen Damen an recht provisorisch aufgebaut scheinenden Tischen und zaubern die für Bari und Apulien so berühmten Orecchiette. Aus dem frisch zubereiteten Teig formen sie vor den Augen der neugieren Zuschauer sehr geschickt eine Nudel nach der anderen. Verkaufen wollen sie uns leider keine. Covid-19 hat auch dieses Geschäftsmodell hart getroffen…

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Nudelproduktion vor der Haustür

Gegen 17.40 Uhr sind wir heute wieder an Bord. Unser Fazit: Alleine hätten wir deutlich mehr von Bari gesehen. Das Tempo ist für unser Temprament doch sehr übersichtlich und die Auswahl der besuchten Ziele nicht immer deckungsgleich mit unserem Interesse. Ob wir uns an dieses Modell werden gewöhnen können…?

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In italienischen Farben beleuchtete Silos verabschieden uns von Bari

Nach Sundowner und Abendessen laufen wir heute erst spät gegen 21.00 Uhr aus. Fast ganz allein beobachten wir das Manöver vom Pooldeck aus und lassen den lauen Abend heute endlich wie gewohnt auf unserem geräumigen Balkon ausklingen. Auf diesen Moment haben wir uns lange gefreut. Herrlich…!

Morgen sind wir in Brindisi und natürlich gilt: I’ll keep you posted!

Herzlich,

Eure Irmela

P.S.: Zur Erinnerung: Ausnahmsweise poste ich dieses Mal nicht live von Bord, sondern zeitversetzt. Wir sind bereits wohlbehalten wieder zuhause und wie Ihr in den nächsten Tagen lesen werdet, waren wir stets sehr sicher und gesund unterwegs.

2 thoughts on “Costa Deliziosa – Premieren in Bari”

  1. Liebe Irmela,

    Bari – ich liebe es! Eine typische italienische Stadt ohne Touristenströme, auch zu Nicht-Corona-Zeiten und ja, es entdeckt sich am liebsten alleine. Aber das kann man nachholen…
    Wir haben uns damals die Öhrchen-Nudeln mit nach Hause genommen und später zu Hause mit einem guten italienischen Rotwein an Bari zurückgedacht.
    Wenn wir jetzt reisen, müssen wir dies mit Abstrichen tun – wir haben dies als „Testfahrt“ gesehen, wo sind unsere Schmerzgrenzen, wo hört Entspannung und Freude/Genuss auf und wird evtl. sogar Stress. Ich sehe, wie viele, die Kreuzfahrten zukünftig etwas anders, anders muss nicht immer schlechter bedeuten, wir müssen abwarten, wie es sich entwickelt. Für uns steht das Kreuzfahrtgefühl mit Wasser, Wellen und Salzgeruch im Vordergrund, die Seele baumeln lassen, ein Freiheitsgefühl, all das lässt uns weiter Kreuzfahrt begeistert sein.
    Wir haben das servierte Frühstück so genossen – ich möchte es eigentlich gar nicht mehr anders haben, bei uns auf dem kleinen Schiff kamen auch keine Wartezeiten auf und wenn, auf einem Schiff sollten wir Zeit haben 😉
    Bis zum nächsten Anlegen

    Viele Grüße
    Helga E.-D.
    __

  2. Hallo Irmela!
    Das war mit Sicherheit die Kreuzfahrt der neuen Möglichkeiten 😉! Wie Helga finde ich auch: neu ist nicht gleich schlecht, eben nur anders als sonst . Ich persönlich würde für mich abwägen, ob ich auf dem Schiff reisen möchte, oder bei den Tradition vom „Alten“ festhalten möchte!
    Wie man mich mittlerweile bestimmt schon kennt 😉 ich hätte mich für die neue Variante der Schiffsreise sofort entschieden. Hauptsache mal wieder rauf aufs Schiff und die neuen Varianten entdecken. Die Orte , die ihr bereist habt , sind auch nicht so „exotisch“ – das schon eher die Möglichkeit besteht, später einmal wieder zu kommen und das versäumte nachzuholen.
    Das aktuell nur am Tisch serviert wird und kein Büfett, empfinde ich eindeutig als Vorteil .
    Der erste Tag hört sich spannend an und freue mich auf die nächsten !!
    Ganz liebe Grüße, tschüss
    Kerstin 🙋🏻

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