Costa Deliziosa – sehnsüchtige Blicke auf Heraklion

Heute in Heraklion wären wir gerne nochmals an den Strand oder in die tolle Natur gegangen…

Aber leider wurden hier nur drei Ausflüge jeweils nach Knossos angeboten. Da wir zudem auch noch ein wenig arbeiten mussten, sind wir an Bord geblieben und starten den Tag mit einer Runde Frühsport.

Danach hatten wir das Sonnendeck zwar nicht für uns alleine – zu vielen anderen war das Ausflugsprogramm offensichtlich nicht reizvoll genug – aber so richtig voll ist es hier ja ohnehin nie. Wem es trotzdem nicht auf dem Pooldeck behagt, der hat diverse andere Optionen sich auf dem Schiff draußen aufzuhalten. Wenn auch zwei Bereiche auf Deck 10 aktuell für die Crew abgesperrt sind, so gibt es mittig und vorne reichlich Platz, um sich im Freien zu vergnügen.

Ein Blick auf Heraklion

Wer es etwas exklusiver mag, kann sich für 7 (Hafentag) bzw. 10.00 Euro (Seetag) auf dem Lido Magnolia (ebenfalls Deck 10 gleich über dem Pooldeck) einmieten. Dort kann man zusätzlich zum exklusiven Liegeplatz auch schickere Liegen und deutlich kuscheligere Badetücher genießen.

Auf dem Lido Magnolia gibt es schickere Liegen…
… und kuscheligere Handtücher

Hier in Heraklion gibt es eine rund 2 km lange Pier, die direkt von einem hübschen Yacht-Hafen mit Fort ins Mittelmeer ragt. Was für eine tolle Spazier- oder Joggingstrecke ist das denn? Wenn wir nur das Schiff auf eigene Faust verlassen dürften, wir hätten diese wunderbare Hafenmauer längst bezwungen… Tatsächlich hadern wir heute wieder sehr mit diesem Ausflugskonzept. Falls man kein Interesse an den wenigen Angeboten hat oder, aus welchen Gründen auch immer, zu den Ausflugzeiten keine Zeit zum Verlassen des Schiffes hat, ist man an Bord gefangen. Aber das ist wohl der Preis, den man für eine Kreuzfahrt in Zeiten von Corona zahlen muss.

Google Maps zeigt, wie lang die Kaimauer in Heraklion ist; Foto: Google Maps
Und so sieht das vom Schiff aus
Hier würde ich jetzt auch gerne Joggen 😉

Apropos: Langsam beobachten auch wir die steigenden Infektions-Zahlen in Italien immer aufmerksamer. Sollte eine von uns besuchte Region zum Risikogebiet werden, müssten wir uns zuhause zunächst in Quarantäne begeben. Für unseren Sohn würde das Schulausfall bedeuten. Und die Einschläge kommen tatsächlich näher, denn das RKI hat schon eine Reihe von Regionen, darunter zum Beispiel Neapel, benannt. Unsere Fahrt dauert jetzt noch drei Tage und wir müssen jetzt einfach das beste hoffen und die Kreuzfahrt genießen.

Winke, winke!

Beim Ablegen im dramatischen Licht der tiefstehenden Sonne fällt das auch nicht schwer. Zudem wird wieder kräftig gehupt. Unser Kapitän Nicola Alba ist da zum Glück sehr zuverlässig. Zu den bekannten Klängen bewegt sich die Costa Deliziosa langsam aus dem Hafen von Heraklion, vorbei an der wunderbaren Kaimauer, an deren Ende eine kleine Zahl von Menschen auf uns wartet und uns heftig winkend verabschiedet. Wo hat man solche Momente, außer auf einem auslaufenden Schiff? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass auf dieser Reise deutlich mehr und wesentlich inbrünstiger gewinkt wird als früher. Vielleicht ist es aber auch nur Einbildung, weil ich emotional gerade so dünnhäutig bin…

Und wieder ein Tag Kreuzfahrt vorbei

Dem köstlichen Abendessen und einem abendlichen Abstecher in die Weinbar folgt der klassische Abschluss auf unserem Balkon. Kostbare Momente, von denen wir nicht wissen, wann wir sie in Zukunft werden wiederholen können. Morgen ist unser letzter Seetag. Wir sind heute schon wehmütig…

I’ll keep you posted!

Herzlich,

Eure Irmela

P.S.: Zur Erinnerung: Ich poste dieses Mal nicht live. Wir sind bereits wohlbehalten wieder zuhause. Zum Glück und leider… 😉

2 thoughts on “Costa Deliziosa – sehnsüchtige Blicke auf Heraklion”

  1. Hallo Irmela!
    Naja – ich denke eure Einstellung, das Beste aus der Situation zu machen, ist die richtige! Vor kurzem war Artikel veröffentlicht worden, das 40 000 Gäste trotz dieser schweren Corona-Zeiten, Urlaub auf dem Schiff gemacht hatten und es keine Corona bedingten Zwischenfälle gegeben hat. Ich finde, das ist wiederum eine gute Nachricht und der Beweis, das die Hygiene-Konzepte auf den diversen Schiffen allesamt funktionieren !
    Ich denke, auch wenn es vermutlich nicht mehr alles wie früher sein wird, oder es länger dauert bis sich die alte Normalität wieder einstellt , eine positive Nachricht ist das trotzdem!
    Und bis dahin kann man ja noch ein bisschen durch die Beiträge und Fotos bis zur nächsten Reise träumen!
    Euch allen ein schönes Wochenende!
    Tschüss, Kerstin
    Und p.s. bleibt gesund

  2. Liebe Irmela,

    derart emotionale Gedanken und Augenblicke hatte ich auch auf unserem Flussschiff – und dies ging selbst der Crew so! Selbst die „normalsten“ Dinge nahmen wir nicht (mehr) als selbstverständlich wahr und gerade jetzt, nur wenige Wochen danach, habe ich manchmal das Gefühl, alles wäre nur ein Traum – das eine ein endlos Albtraum und die schönen Momente „dazwischen“ als ein hoffnungsvoller und wunderschöner Traum , der hoffentlich für uns alle bald wieder Wirklichkeit wird. Wir sind nach wie vor dankbar, dass wir uns die kurzen, aber umso intensiveren „Traumtage“ gegönnt haben!!! Die aktuelle Filmbearbeitung der Reise entlockt uns immer wieder einen tiefen Seufzer und gibt uns Motivation für 2021!

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