Costa Favolosa – Valencia und Abschied in Barcelona

Wie bitte? Alles schon wieder vorbei? Aber diese wunderbaren Eindrücke kann uns keiner mehr nehmen…

Wie schrieb Jessica doch so passend in ihrem Kommentar: die Zeit vergeht auf Reisen einfach schneller. Und genauso ist es auch. Ich würde mich sogar dazu hinreißen lassen zu sagen, dass sie auf Kreuzfahrten ganz besonders schnell vergeht. Ist doch auch klar: Wenn man Spaß, Abwechslung und viele neue Eindrücke hat, ist das Leben nun mal ausgesprochen kurzweilig 🙂

Rechts rum geht es in den Hafen von Valencia

Kurz ist auch das passende Stichwort zu unserem letzten Hafen. Die Costa Favolosa hatte nur einen Aufenthalt von 6 Stunden in Valencia und lag noch dazu am äußersten Ende der Pier. Für 12 Euro konnte man mit einem Costa Shuttle bis in die Stadt oder kostenlos mit dem Hafenshuttle zum Hafenausgang fahren. Bei über 3.000 Passagieren, von denen sich die meisten um 13.05 Uhr auf den Weg gemacht haben, war das schon ein sportliches Unterfangen. Deshalb – und auf den speziellen Wunsch eines jüngeren Familienmitgliedes ;-), – haben wir uns ziemlich spontan entschlossen, unsere Reise mit einem ausgedehnten Strandspaziergang und einem Wellenbad zu beenden. Mit dem Taxi sind wir ganz weit in den Norden des Playa Patacona gefahren und haben uns von dort zu Fuß auf den Rückweg Richtung Hafen gemacht – ein Eldorado für Strandläufer!

Sand, soweit das Auge reicht. Playa Patacona in Valencia ist perfekt für Badenixen und Strandwanderer

Wer nicht so gerne Sand unter den Füßen hat, kann auch auf einer herrlichen Promenade flanieren oder eine Radtour machen. Alle paar Meter gibt es eine kleine Strandbar, Liegestühle, Sportmöglichkeiten und andere Annehmlichkeiten. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man auch in Florida oder Kalifornien sein. Und wenn man erst mal eine Weile gelaufen ist, kommt so ein Wellenbad im tosenden Mittelmeer gerade recht. Spätestens dann hatte ich schon vergessen, dass ich eigentlich lieber in die Stadt gefahren wäre…;-).
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Ihr mögt keinen Sand? Kein Problem. Die Strandpromenade ist für alle da

Die Architektur an der Promenade ist sehr südamerikanisch…

… oder wie in San Diego. Und Fahrräder mieten kann man hier auch überall

Wer möchte hier nicht in die Fluten springen? Aber wie Ihr seht: die Costa Favolosa liegt ganz schön weit draußen

Aber auch in Valencia geht der Sommer langsam zuende: die Sonnenschirme werden abgebaut

Um 19.00 Uhr sang Andrea Bocelli dann zum letzten Mal „Time to say goodbye“ für uns. Passend dazu senkte sich die Sonne über Valencia, eine Stadt, die ich gerne mal länger besuchen würde. Und auch das ist das tolle am Kreuzfahrern: Man sammelt Eindrücke unterschiedlicher Regionen und Städte und kann im Nachgang entscheiden, da möchte ich nochmal hin!

Letzter Sonnenuntergang beim Auslaufen in Valencia. Ich komme wieder, keine Frage…

Gestern dann die Ausschiffung. Das ist ja immer so eine Sache… Mir ist allerdings aufgefallen, dass sie bei Costa relativ unaufgeregt und angenehm abläuft. Ich weiß nicht, welche Erfahrungen Ihr mit der Ausschifung gemacht habt. Aber bei uns verlief der letzte Morgen an Bord meist ziemlich ungemütlich: alle Passagiere stehen früh auf, schaffen Unruhe, das Frühstück ist hektisch und die Leute sind wie aufgescheucht. Ich habe es auch schon erlebt, dass das Buffet fast leer war, wenn man am Ausschiffungstag erst später zum Frühstück erschien. Da auf dieser Reise aber in nahezu jedem Hafen Passagiere ein- und aussteigen, gibt es nirgendwo einen kompletten Passagierwechsel. Das bedeutet, der normale Bordbetrieb läuft einfach immer weiter und man fühlt sich nicht von Bord gescheucht. So konnten wir in Barcelona noch ganz entspannt frühstücken und bis ca. 9.45 Uhr lässig am Heck sitzen, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen gemacht haben.

Frühstück in Barcelona – ein echter Luxus

Tja, und jetzt sind wir wieder in Hamburg. Zum Glück ist hier auch (immer noch ;-)) irgendwie Sommer, was unser Fernweh deutlich mildert. Das war wirklich eine sehr gelungene Herbstreise, mit tollen europäischen Zielen, nahezu perfektem Wetter, annehmbaren Touristenzahlen und einem Schiff, über das ich nochmals extra berichten werde, das uns aber am Ende des Tages besser gefallen hat, als zu vermuten war. Vielen lieben Dank , dass Ihr mit mir gefahren seid und für Eure lieben Kommentare, die ich unterwegs leider nicht direkt beantworten konnte. Jetzt bin ich mal gespannt, was Christian, der heute in Rom ist, von seiner Tour berichtet und wie unser Vergleich Costa vs. MSC ausfallen wird ;-).
Ich für meinen Teil kann nur sagen: Nach der Kreuzfahrt ist DEFINITIV vor der Kreuzfahrt. Und: die nächste Kreuzfahrt kommt bestimmt ;-).
In diesem Sinne,

Herzlich, Ciao und ein tolles letztes Sommerwochenende,

Eure Irmela

P.S.: Wenn Ihr selber bald auf Kreuzfahrt geht, und Lust habt, bei uns als Gastblogger zu posten, meldet Euch jederzeit gerne per Mail!

6 thoughts on “Costa Favolosa – Valencia und Abschied in Barcelona”

  1. Ach Irmela!
    Schnüff! Ich bin der Meinung, das war viel zu schnell vorbei und ich bin ja noch nicht mal „richtig „ mitgefahren!!! Als hätte jemand die Uhr schneller gedreht! Trotzdem ein herzlich Willkommen zurück und schön , das ihr gut wieder zu Hause angekommen seid. Ich finde bei Kreuzfahrten einen großen Vorteil, das man wie ihr, feststellen kann, einen Ort nochmal ausgiebiger anzuschauen. So wie ihr das in Valencia festgestellt habt. Eurer Sohn hat da, glaube ich, eine kluge Entscheidung getroffen! Der Ausflug in die Stadt wäre vermutlich ein richtiger Krampf geworden, stressig und unter Zeitdruck. Ein bisschen in Sorge war ich auch kurz, als die schlimme Meldung von Mallorca kam, der schwere Regen, sogar mit tödlichen Opfern. Zum Glück seid ihr und anscheinend auch Christian mit seiner Reisegruppe , nicht involviert worden. In Papuaneuguinea hat ein schweres Erdbeben stattgefunden, irgendwie musste ich auch daran denken, das ihr vor gar nicht allzu langer Zeit dort wart. Tja, wahrscheinlich macht ihr jetzt was so alle zurück gekommene so machen: Auspacken, Wäsche waschen und sich in den Alltag wieder einleben. Aber irgendwann kommt dann doch das grinsen zurück mit der Gewissheit, es werden wieder die Koffer gepackt und los gehts aufs Meer und aufs Schiff 🚢!
    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende in unserem Indian Summer oder Altdeutsch Altweibersommer 😉!
    Seid alle ganz lieb gegrüßt!
    Tschüss, Kerstin

    P.s passend zur Wettervorhersage habe ich morgen meinen Termin zum Umziehen auf die Winterreifen! Wir haben morgen ja nur wieder 27 Grad in Hannover 🙃😳! Ein verrücktes Wetter! Aber ich liebe es 😂!
    Tschüss Kerstin 🙋🏻

  2. Schau an, da hat Costa glatte 20 Prozent beim Shutle draufgeschlagen, wir haben letztes Jahr in Valencia noch 10 Euro bezahlt. Dafür ging es aber mitten in die Stadt, und wir hatten den ganzen Tag, trotz gleicher Route. ??
    Mein Tipp wer es noch nie gemacht hat: Wenn wir alleine von Bord gehen, dann schaue ich mir im zu Hause auf den Webseiten der Häfen den Liegeplatz an. Jetzt im August bei unserer Ostseereise haben alle Liegeplätze gestimmt, Außnahme Klaipeda, da hat MEIN SCHIFF 1 den Vorzug bekommen und durfte an der Altstadt festmachen, unser Schiff war kleiner , ASTOR, und konnte weiter rein fahren, das war aber dann der Industriehafen und wir mussten 3 km in die Altstadt laufen. Kommt vor.

    1. Hallo Werner,

      der Costa-Shuttle für 12 Euro ging auch bis in die Stadt. Wir wussten auch vorher bereits, dass wir so weit draußen liegen würden. Das war nur komisch, dann wir waren das einzige Schiff und letztes Mal lagen wir fußläufig am Hafeneingang. Das sind wohl so Rechenspiele der Reedereien, vermute ich… Aber Du hast Recht: Wenn man es vorher weiß, kann man sich besser vorbereiten. Unter anderem dafür haben wir ja auch Anlauflisten auf unserer Seite (https://kreuzfahrt-begeistert.de/anlauflisten/).

      Ein schönes WE und Grüße,
      Irmela

    2. Hallo Werner,

      da wir auch bevorzugte Privat-Landgänger sind, mache ich es genau so und schaue mir zu Hause die Liegeplätze an. Im April in Oslo hat es mit der Albatros zwar nicht gestimmt, da wir aber letztlich doch den näheren und deshalb angenehmeren Liegeplatz direkt an Akershus bekamen, waren wir nicht traurig darüber, dass das andere Schiff den weiter entfernten Liegeplatz zugewiesen bekam. Ich verfolge auch gerne das Tagesprogramm bei den Phoenix-Schiff, dort wird auch der Liegeplatz und ob es einen Shuttle-Bus zu welchem Preis gibt, angegeben. Ich habe es später bei den Reisen dann genau so angetroffen.

      Viele Grüße
      Helga E.-D.

    3. Moin Werner,

      nicht, dass ich Costa verteidigen möchte, aber wer wo was aufgeschlagen hat (Costa oder der lokale Anbieter) bliebe mal zu prüfen!
      Ich stimme dir aber zu, dass manchmal ärgerlich sein kann!
      So gibt es bspw. in Barcelona, wo die großen AIDAs ganz außen liegen, sowohl einen von AIDA angebotenen/organisierten Shuttle als einen Hafen-Shuttle. Letzter ist etwas günstiger, fährt aber nicht so oft …

      In sehr vielen Häfen darf man sich ja nur nicht frei bewegen, das MUSS man dann einen Shuttle nutzen

      Ich möchte bei Landgängen immer soviel Zeit wie möglich an Land verbringen. Da ist mir dann auch egal, ob ich ggf. 2 Euro mehr bezahlen muss, hauptsache es geht schnell und bequem!

      VG Klaus

  3. Hallo Irmela,
    Dankeschön für´s Mitnehmen auf Eurer Reise! Christian und ihr habt ja auch zumindest wetter- und unwettertechnisch immer Glück gehabt, Gottseidank!
    Bei AIDA erlebe ich das Ausschiffen, genauso wie das Einschiffen, immer total entspannt, weil man noch relativ lange an Bord bleiben und bis auf die Kabine noch alles nutzen kann. Bei Phoenix sitzt alles vollbepackt mit Handgepäck und Jacken in Harry´s Bar und muss auf die Aufrufe der Buszuteilungen usw. warten. Diese Enge und das Warten macht, vor allem die vielen älteren Passagiere, erfahrungsgemäß unruhig und sie haben Bedenken, etwas zu verpassen, teils hören sie leider auch nicht zu bzw. hören schlecht. Die Toiletten sind alle besetzt und die entspr. Abfalleimer quillen über. Man kommt auch bei der Einschiffung erst an Bord, wenn das Schiff zwischen 15 – 15:30 Uhr frei gegeben wird, we AIDA das macht, dass sich abreisende und anreisende Passagiere, z. B. bei Fluganreisen, begegnen, teilweise gemeinsam Mittagessen, bleibt mir ein Rätsel – alles total super organisiert und auch die Toiletten super sauber. Ich finde das nicht nur angenehm, sondern auch für meinen Erholungswert sehr wichtig.
    Zu Dubrovnik: Mir stellt sich die Frage, warum die Stadt erst heute reagiert? Es sind ja nicht nur die Kreuzfahrtschiffe, sondern die Tagestouristen die die Stadt zum überquellen bringen – obwohl ich ja glücklicherweise andere Erfahrungen gemacht habe. Jetzt will man Parkhäuser bauen, diese Städte haben viel Geld eingenommen, aber wohl nicht immer zukunftsweisend investiert! Schuld sind dann aber die Touristen…

    Viele Grüße
    Helga E.-D.

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