Costa neoRiviera – Das Jahr startet in Colombo

Unser Abschied von den Malediven fiel schwer. Aber zum Glück empfingen Colombo und das neue Jahr uns mit viel positivem Karma…

Vor knapp vier Jahren waren wir schon mal in Colombo. Damals an einem Sonntag und die ganze Stadt präsentierte sich total aufgeräumt, sauber und überraschend westlich. Ich war sehr gespannt, ob so ein Neujahrstag ein ähnlich angenehmes Flair haben würde. Tatsächlich entpuppte sich Colombo als größere Überraschung als ursprünglich gedacht. Seit unserem letzten Besuch hatte sich viel getan. Neben dem neu erbauten Lotus-Tower hatten einige weitere Neubauprojekte das Stadtbild verändert. Das wohl größte Unterfangen ist ein riesiges Landgewinnungsprojekt neben dem Hafen, das in Zukunft einen völlig neuen Stadtteil beherbergen soll. Hier tut sich richtig was! Aber das tut dem „Erlebnis Colombo“ keinen Abbruch.

Das Jahr startet mit einem „landestypischen“ Getränk

Wir hatten uns für den Neujahrstag einen entspannten Spaziergang zu einigen ausgewählten Sehenswürdigkeiten vorgenommen – allein schon um nicht wieder mit den (nach unserer Erfahrung) relativ unangenehm agierenden Tuktuk-Fahren in Konflikt zu geraten. @Jessi: Vielleicht könntest Du hier mal einen Gastbeitrag zum angemessenen Verhandeln mit Tuktuk-Fahrern anbieten ;-)? Viele Kreuzfahrt-Begeisterte würden Dir an den Lippen hängen – ich allen voran. Unsere Erlebnisse mit ihnen füllen bald einen ganzen Blogbeitrag…

Tuktuks sind in Colombo, wie fast überall auf dieser Reise, allgegenwärtig

Doch zurück zum Thema: wer die Hitze nicht scheut, kann sich in Colombo bestens zu Fuß auf den Weg machen und den kolonialen Teil (Fort) oder den multikulti Stadtteil Pettah in Hafennähe erkunden. Wir hatten uns allerdings das etwas weiter entfernte und sehr bekannte buddhistische Kloster Gangaramaya zum Ziel gesetzt. Dort war Dienstag (wohl wegen Neujahr) richtig was los. Viele Gläubige waren gekommen, um zu beten und Opfergaben zu bringen. Das war sehr beeindruckend. Überhaupt strahlt der Buddhismus für mich immer viel Positives aus. Bei all den vielen Buddhas, die wir heute gesehen haben, ist unser Karma für 2019 hoffentlich auf einem positiven Weg…;-)

Das buddhistische Kloster Gangaramaya…

… hat uns erneut schwer beeindruckt

Auch der Viharamahadevi Park, den wir anschließend besuchten und der direkt neben der Town Hall liegt, wird von einer großen Buddha-Statue geprägt. Er ist eine kühle Oase in der Stadt und insbesondere zu empfehlen, wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist, für die er zahlreiche Attraktionen bietet. Weiter kann man durch den Stadtteil Cinnamon Gardens, der durch schöne Häuser und viele Botschaften geprägt ist.

Der Baira Lake mit seinem kleinen Ort der Besinnung ist immer einen Stop wert

Zurück Richtung Hafen ging es noch vorbei am hübschen Baira Lake und entlang der Uferpromenade Galle Face Drive ging es zurück zum Schiff. Hier sind wir ziemlich groggy angekommen und haben uns dann einen faulen Neujahrs-Nachmittag in der Sonne gemacht. Das ist schon etwas anderes als zuhause durch die schäbigen Überreste des Silvesterfeuerwerks zu waten… ;-). Überhaupt muss ich sagen, dass ich Silvester auf See bzw. auf Reisen sehr zu schätzen weiß. Dieses private Geballer zuhause, das oft schon am 27.12. beginnt und gefühlt erst weit nach Neujahr endet, finde ich wirklich störend und überflüssig. Ein hübsches, zentrales Feuerwerk wäre viel sinniger – wenn überhaupt. Wie seht Ihr das?

Beim Auslaufen mutet Colombo (links der neue Lotus-Tower) schon ein bisschen wie Dubai an

Gestern war schon unser letzter Seetag. Und schon waren sie da, dieser fiese kleine Kloß im Hals und dieses „ich-will-hier-nicht-weg-Gefühl“. Meine Diagnose: ADD, Ante-Disembarkation Distress. Doch was lehrt Buddha? Festhalten wollen verursacht Schmerzen. Also loslassen, sich über das Erlebte freuen und den Moment genießen!

Der malerische Turm am Hafen von Colombo im Sonnenuntergang – wahrlich besinnlich S

So haben wir es gestern auf See gehalten, und heute in Goa gilt dieselbe Devise.
I’ll keep you posted!

Herzlich,

Eure Irmela

P.S.: Vielen Dank übrigens für Eure lieben Kommentare und Wünsche. Auf einige werde ich von zuhause gerne noch eingehen.

8 thoughts on “Costa neoRiviera – Das Jahr startet in Colombo”

  1. Liebe Irmela
    Colombo hat mich sehr interessiert und ich glaube, ich würde es wohl nicht mehr wieder erkennen. Waren wir doch 1977 für 3 Wochen in diesem schönen Land unterwegs. Das ist ja eine Ewigkeit her!
    Deine Meinung betreffend Feuerwerk und Geknalle an Silvester kann ich nur beipflichten! Dieses Jahr war es bei uns besonders schlimm, da wohl viele Leute noch „alte“ Raketen vom Sommer (1. August = Nationalfeiertag bei uns) abgefeuert haben. Jeder macht da sein privates Feuerwerk. Wäre viel angenehmer, wenn es die Gemeinden organisieren würden und privat verboten wäre. Aber da gehen die Meinungen wohl auseinander…..
    Freue mich auf den Bericht über Goa….
    Geniesst es noch und ich fühle mit dir! Leide jeweils auch unter dem ADD-Syndrom! 🙁

  2. Hallo Irmela, alles hat ein Ende, nur die Wurscht hat zwei!! Noch ein paar Worte zum Thema Silvesterfeuerwerk, dieses Jahr fand ich es extrem, was die Menschen dafür ein Geld ausgegeben haben, unglaublich. Hier konnte man die Luft schneiden, ich finde es auch gut ein Feuerwerk der Stadt oder Gemeinde und privat verbieten. Es sind soviel Unfälle wieder passiert. Schöne letzte Tage ,Ulla

  3. Liebe Irmela
    Oh wie ich das kenne. Dieses Kloß-im-Hals-Gefühl. Das ist wirklich nicht schön. Und überhaupt habe ich das Gefühl, das diese letzten Stunden an Bord nur so an einem vorbei rasen. Und wenn man dann am Abreisetag, auf dem Gang noch einmal alle (na ja fast alle 😉) lieben Menschen trifft, die man in dieser Zeit kennen lernen durfte… Da floss dann doch das ein oder andere Tränchen. Dieses Gefühl ist auch nicht mit einem „normalen“ Urlaub zu vergleichen. Das war zumindest unsere Meinung. Somit kann ich Deine Gefühlslage ganz gut nachempfinden.
    Und nun zu dem Geknalle an Silvester:
    Ich persönlich habe nichts gegen ein schönes Feuerwerk, allerdings finde ich diese Böller auch extrem störend und laut. Da zucke ich immer ordentlich zusammen bei dem Krach. Und auch für die Tiere (egal welche) ist das die Hölle!
    Als „Hunde-Mama“ leide ich da auch immer so mit. Deswegen wird Silvester auch nur da gefeiert, wo Emma auch mit kann und ich bei ihr bin, um sie zu beruhigen.
    Aber jetzt wünsche ich euch noch ganz viel Spaß in Goa und wenn es sich dann doch nicht mehr vermeiden lässt, eine angenehme Rückreise nach -good old germany-.
    Und vielen Dank für Deine immer so umfangreichen Berichte!
    Das ist auch fast wie Urlaub, wenn man die liest.
    Liebe Grüße,
    Corinna

  4. Hallo Irmela!
    Colombo wäre auch so eine Stadt, wo ich gerne mal hinmöchte. Habe jedoch auch etwas Respekt bei solch einer Stadt und würde dann lieber eine Tour mit Guide buchen, als alleine los zu ziehen. Ich glaube das ist eine unglaublich interessante Stadt! Bei VnM waren sie dort auch schon einige Male und ich fand, man sollte diesen Teil der Erde unbedingt mal bereisen.

    Thema Silvester: ich war ja diese Jahr in Büsum, wo aufgrund der besonderen Lage mit Kurort/ Reetdachhäuser, es Verbote für bestimmte Knallkörper und Raketen gab. Trotzdem wurde etwas geknallt und Rakten in die Luft geschossen, wenn auch wahrscheinlich wesentlich geringer, als in anderen Orten. Da wir einen kleinen Hund mit an Bord hatten, haben wir es vermieden, groß hinaus zu gehen und versucht den Sparziergang vorm Knallen zu erledigen. Ich persönlich finde ein professionelles Feuerwerk auch sinnvoller und schöner, als diese Massen an Böllern. Ein Knallbonbon mit dem Spruch fürs neue Jahr, gehört jedoch mit dazu. Das hat bei mir Traditon! Übrigens: das Knallen und das Feuerwerk soll laut Überlieferung, die bösen Geister im neuen Jahr vertreiben.
    Vielen Dank für den tollen Bericht und ganz liebe Grüße, Kerstin 💁🏻

    1. Kerstin,bei dieser Meng e an Knallern dürfte nirgends mehr auf der Welt sich ein böser Geist befinden , noch hin wagen, sind jetzt alle im All!

  5. Moin Irmela,
    wie habe ich deinen Bericht verschlungen😉
    Tat so unheimlich gut ueber Colombo zu lesen wenn ich schon nicht selber da sein kann.
    Ich freu mich das ihr so einen schoenen Tag dort hattet.Es tut sich wirklich unheimlich viel in Colombo,was da alles gebaut wird ist schon Wahnsinn.Hotel vorallem hochpreisigen Segment werden ueberall hochgezogen,auch die Kueste runter Richtung Sueden.
    Ja,die Tuk Tuk Fahrer… es gibt viele liebe, tolle Fahrer aber gefuehlt doppelt soviele „schwarze Schafe“.
    Gerne,berichte ich hier mal ueber meine Erfahrungen und Tipps fuer das verhandeln.
    Zum Thema Feuerwerk schliesse ich mich euch hier an.Ich find Feuerwerk schoen aber ein organisiertes,das private rumgeknalle mag ich ueberhaupt nicht.Sobald der Verkauf losgeht,gehts mit dem abfeuern auch los.Ich mag dann eigentlich garnicht mehr rausgehen,weil einem gefuehlt von allen Seiten was die Ohren fliegt.

    Ich hoffe ihr habt einen wunderbaren Tag in Goa gehabt und denk dran…
    Nach der Reise ist vor der Reise.
    Alles Liebe Jessi
    Ps anbei noch ein Bild von Colombo am Abend 😉

  6. Liebe Irmela,

    vielen Dank für Deine „bunten“ Berichte und das Hineinschauen in eine für mich weit entfernte fremde Welt und das alles vom trüb-nass-kalten Deutschland aus!
    Schade, dass sich Eure Reise nun schon wieder zum Ende hin neigt, aber in Eurem „Speicher“ sind unvergessliche Eindrücke und gemeinsame Familienerlebnisse, die Euch Euer Leben lang begleiten werden. Und ich bin mir sicher, bei so viel gutem Karma im Gepäck nach Hause wird es ein gutes 2019 für Euch werden, wer weiß, wo Euch die Meere noch so hintreiben werden…
    Für mich war das schönste Feuerwerk zu Silvester 1995/96 vor Funchal/Madeira – von Bord der auf Reede liegenden Maxim Gorki – das offiziell von der Stadt/Insel veranstaltet wird, da böllert nicht jeder einfach privat. Deshalb zeigte sich die Stadt auch bei unserem Landgang gegen 1 Uhr nachts sauber, aufgeräumt und wieder leise geworden. Privat haben wir schon immer darauf verzichtet, da geben wir unser Geld lieber für kulinarische Genüsse aus oder Reisen;-) Da wir fast 14 Jahre einen Hund im Haus hatten, haben wir sowieso ein sehr gespaltenes Verhältnis zu dieser für die Tiere sehr schmerzvolle Böllerei. Dass diese „Tradition“ „böse Geister“ vertreiben soll – ja, ich habe eher den Eindruck, diese nehmen mit den Jahren in der Welt eher zu… Wir halten es da eher mit anderen „Traditionen“ und „Glück-locken“: Am Silvestertag gibt es ein Gericht mit Hülsenfrüchten, „zwischen den Jahren“ wird keine Wäsche gewaschen, am 1. Weihnachtstag werden 13 kleine Zettel mit den Wünschen für das kommende Jahr beschrieben, zusammengefaltet und jeden Abend wird ein ungeöffneter Zettel verbrannt, am 6. Januar muss man für den übrig gebliebenen Wunsch selber sorgen, alle anderen sollten in Erfüllung gehen;-), unter den Weihnachtsbaum (o. ä.) wird an Heilig Abend ein Teller mit Salz und Brot gestellt. Habt Ihr noch weitere „Glücksbringer“-Ideen?
    Liebe Irmela, genießt die letzten Stunden und kommt gesund wieder nach Hause – mögen Euch Eure Erlebnisse noch lange beglückt durch das neue Jahr tragen!
    Viele Grüße
    Helga E.-D.

  7. Hallo Irmela,
    zu Colombo kann ich nur sagen, Achtung bei den Tuk Tuk Fahrern, damit haben wir auch so unsere Erfahrungen gemacht. Aber sonst ist Sri Lanka ein sehenswertes Land mit sehr freundlichen Menschen.
    Alles Gute für die Heimreise.
    Unsere Kreuzfahrt rückt bereits näher – unglaublich wie die Zeit vergeht. Mitte Februar geht es nach Dubai und von dort weiter nach Südindien.
    Liebe Grüße aus dem tief verschneiten Niederösterreich
    Helga

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