Costa neoRiviera – von den Malediven ins neue Jahr

Am Ziel meiner Weihnachtsträume angekommen, fiel es schwer, im Dschungel exotischer Inselnamen den Überblick zu behalten…

Was soll ich sagen? Die Malediven sind wirklich märchenhaft – und das in jeder Beziehung. Das Meer ist so türkis wie auf den Werbebroschüren, der Sand so weiß, dass es einen blendet und die vielen zum Teil einsamen Inseln ein echtes Paradies… Am Freitag sind wir vor Malé vor Anker gegangen und tenderten täglich ins Paradies.

Mit dem Tenderboot geht es Land

Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass es hier 1.190 Inseln gibt, die sich auf 26 Atolle verteilen und über rund 800 km entlang das 73. östlichen Längengrades bis kurz unter den Äquator verlaufen. Aktuell gibt es ca. 120 Hotelinseln und 192 Inseln, die von Einheimischen bewohnt sind. Lange Zeit gab es da eine strikte Trennung, mittlerweile ist es Touristen aber schon erlaubt, auch auf Inseln der Einheimischen Urlaub zu machen. Dennoch bleibt festzuhalten: Hier gibt es über 870 unbewohnte Inseln. Was für ein Wahhhhhnsinn!

Keine einsame Insel, aber dennoch recht einsam: Vadoo Island

Wie in jedem guten Märchen gibt es aber auch auf den Malediven böse Schurken: Zum einen ist da die nicht wirklich attraktive Hauptstadtinsel Malé. Sie gilt als die am dichtesten bevölkerte Stadt der Welt, beherbergt auf ihren rund 2 Quadratkilometer über 130.000 Menschen und hat noch nicht mal einen richtigen Strand. Aber das weiß man ja schon vor der Anreise und kann sich darauf einstellen.
Ein weiterer Spielverderber ist der steigende Pegel der Meere. Da die meisten Inseln durchschnittlich nur einen Meter über dem Meeresspiegel liegen, sind die Tage dieses Paradieses tatsächlich angezählt. Was für eine Tragödie, wenn dieses Land für immer vom Meer verschluckt würde. Erst vor eine paar Wochen sorgte der Ex-Präsident der Malediven auf dem UN-Klimagipfel für Gesprächsstoff, als er die düstere Zukunft seines Landes beklagte https://www.wetter.de/cms/ex-praesident-der-malediven-beklagt-auf-un-klimagipfel-wir-haben-nichts-erreicht-4265552.html.

Landunter auf den Malediven? Noch stehen nur die Stelzenhäuser im Wasser

Aber zurück zu den märchenhaft schönen und auch kuriosen Dingen der Malediven. Sie sind nämlich ein gutes Pflaster für Langschläfer. Da es auf den Malediven kein Gesetz gibt, das eine einheitliche Uhrzeit vorschreibt, sind einige Hoteliers auf eine geniale Idee gekommen: Während die einen sich grob an der indischen Zeit orientieren, also plus vier Stunden zur mitteleuropäischen Zone, stellen andere Hotelinseln die Uhr einfach um eine oder zwei zusätzliche Stunden zurück. Damit erhalten die Gäste mehr sonnige Urlaubszeit, denn: Auch wer nicht schon mit den Hühnern auf den Beinen ist, kann den Sonnenaufgang erleben und am Abend seinen Sundowner deutlich später als 18.00 Uhr genießen. Ich finde das großartig und könnte allein deshalb schon einen Wohnortswechsel auf die Malediven erwägen… 😉

Die Speedboote haben ordentlich Speed drauf 😉

Wir haben an unseren drei Tagen vor Ort Ausflüge auf eigene Faust und auf drei verschiedene Inseln unternommen. Dazu tendert man zunächst nach Malé und bucht dort am Pier bei einem Ausflugsanbieter (ich werde dazu demnächst im Detail nochmals berichten). Am ersten Tag waren wir auf der Einheimischen-Insel Gulhi. Im ersten Moment waren wir etwas geschockt, denn der Strand dort ist zwar schön, aber doch etwas entfernt von den bekannten Postkartenmotiven. Leider war es auch nicht ganz so sauber. Allerdings haben wir gesehen, wie das „wahre Leben“ in den Dorf- oder Inselgemeinschaften abläuft und erlebt, wie freundlich und herzlich die Menschen auch jenseits der Luxusresort sind. Eine wichtige und beeindruckende Erkenntnis, die wir nicht missen möchten.

Auf Gulhi lernten wir das wahre Leben der Inseln kennen – und auch die mögen Wasserschaukeln 😉

An den folgenden beiden Tagen waren wir jeweils auf Resortinseln: auf Vadoo im Süd- und auf Hudhuran Fushi im Nord-Malé-Atoll. Schon die rasanten Fahrten dorthin sind ein Erlebnis und nicht immer etwas für Menschen, die zur Seekrankheit neigen ;-). Hier wurden alle erwarteten Klischees erfüllt: Stelzenhäuser, lange, schneeweiße Strände, Palmen, tolle Riffe zum Schnorcheln, bunte Fische, noch buntere Cocktails… ein Traum – vor allem für Honeymooner! Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir die Chance hatten, das alles mal live zu sehen. Ich habe so viele Fotos gemacht, dass meine Kamera irgendwann ihren Dienst verweigert hat – alle Akkus leer. Das ist mir noch nie passiert… 😉 Für einen längeren Urlaub wäre es meinem Kreuzfahrerherz auf den Malediven allerdings zu „strandlastig“, doch dazu von zu Hause aus mehr (da kann ich auch noch mehr Fotos hochladen ;-).

Abschied von den Malediven – die Sonne geht hinter der neoRiviera unter

Nach den drei jeweils langen Ausflugstagen haben wir den gestrigen Silvestertag auf (ordentlich bewegter See) zum Ausruhen genutzt. Morgens war es einfach nur windig, am Nachmittag wurden dann die Spucktüten ausgehängt… Wenn man das sonnige aber stürmische Wetter als Omen für 2019 nehmen möchte, könnte man sagen: Für uns ging es mit voller Fahrt ins neue Jahr! Costa selbst hatte zum Jahreswechsel wieder eine Bollywood-Party angesetzt. Im Zeichen der Völkerverständigung zuckten wir also alle mehr oder weiniger gekonnt in das neue Jahr.

Gute Vorsätze für 2019? Lieber Weißwein statt Softdrink 😉

Ich weiß ja nicht, wie Ihr es mit guten Vorsätzen haltet? Christian und ich wollen auf jeden Fall auch 2019 mit Kreuzfahrt-Begeistert weiter Gas geben. Wenn Ihr also gute Ideen oder Vorschläge habt, sind wir ganz Ohr. Eventuell ist Euer Vorsatz ja auch, bei uns mal als Gastblogger mitzumachen? Dann gleich ran an den Rechner und mit einer kurzen Email an uns seid Ihr schon dabei!
In diesem Sinne wünsche auch ich Euch alles Liebe und Gute für 2019 und freue mich auf ein weiteres kreuzfahrt-begeistertes Jahr mit Euch!
Und auch in 2019 gilt:
I’ll keep you posted!

Herzlich aus Colombo,

Eure Irmela

3 thoughts on “Costa neoRiviera – von den Malediven ins neue Jahr”

  1. Wow, liebe Irmela, das ist ja wieder ein toller Reisebericht und die Bilder…..ich will auch!
    Schon traurig, wenn man bedenkt, dass dieses Paradies verschwinden sollte!
    Ich freue mich auf weitere interessante Berichte, damit ich noch mehr den Drang verspüre, diese Reise in den nächsten Jahren auch machen zu wollen! 😉
    Ich wünsche allen ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr!

  2. Hallo Irmela, Prost Neujahr ans andere Ende der Welt. Ein Stück wunderschöne Welt, ich sehe sie z.Z bei verrückt nach Meer. Ein wahres Idyll. Leider machen wir Menschen es langsam kaputt. Unser Astro Alex hat uns eine Warnung gegeben, hoffentlich werden manche Menschen jetzt langsam wach. Behalte diese Eindrücke fest in deiner Erinnerung

  3. Hallo Irmela!
    Auf meinem damaligen Besuch sind mir ebenfalls die Unterschiede zwischen Paradies und realen Leben aufgefallen. Ich war damals geschockt von den Müll-Inseln und dem noch nicht so hohen Verständnis für Umweltschutz. Vieles wurde sehr unterschiedliche gehandhabt. Mir wollte nicht in den Kopf, warum dieses Paradies, wo eigentlich die Haupteinnahmequelle Tourismus ist, nicht stärker geschützt wird. Nicht nur ausgehend von dem Tourismus, sondern auch von den Bewohnern.

    Meine Insel war damals eher auf Tauchsport/Wassersport ausgerichtet. Sie mussten Hilfsmittel bauen, damit die Taucher und Schnorchler zum Riff über den Atoll-Ring kamen. Sie hatten enorme Probleme mit dem Niedrigwasser, was an dieser Stelle immer stärker auftauchte. Auf Nachfrage, wurde uns ebenfalls gesagt, das das schon Auswirkungen von Umweltumflüssen waren. Auch das sicherlich manche Inseln verschwinden werden.

    Trotzdem würde ich jedem raten, wer die Möglichkeit hat, dieses Paradies mal zu besuchen. Als Gast im Meer, der nur schaut und nichts anfasst , kann man schöne Erlebnisse dort haben. Angefangen davon, das Fische unter Wasser doch recht laut sein können, tolle Korallen anschauen und wie ruhig und entspannt das Meer sein kann.

    Ich wünsche euch allen hier ein frohes neues Jahr! Gesundheit und Glück 🍀 und würde mich freuen, mit anderen Begeisterten, Reisen zu unternehmen, wo man sonst womöglich nicht hin kommt!
    Ich freue mich schon, liebe Irmela und lieber Christian, auf eure neuen Ideen und unterstützte gerne wieder hier mit einem Gastblog!
    Ganz liebe Grüße, Kerstin 🙋🏻

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