Costa Pacifica – das solltet Ihr noch wissen

Die Costa Pacifica ist das fünfte Schiff der Costa Flotte, das wir kennenlernen durften. Aber wie schneidet es gegenüber den anderen ab?

Wieder zuhause angekommen bleiben einem ja meist ein paar wichtigen Fakten zum Schiff in Erinnerung, die ich hier noch mit Euch teilen möchte. Das sind natürlich sehr subjektive Eindrücke, aber vielleicht hilfreich für Eure nächste Kreuzfahrtplanung.

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C wie Crew: Mit ihr steht und fällt viel bei der Reisequalität

Zur Crew: Ich bin immer wieder beeindruckt, wie viele Sprachen die Crew bei Costa sprechen muss. Kellner, zum Beispiel, unterstützen Passagiere auf Englisch, Italienisch, Spanisch, Deutsch und Französisch. Das finde ich beachtlich und ziehe jedes Mal meinen Hut! Dabei war die Crew immer freundlich und hilfsbereit. So stellte zum Beispiel das Maintenance-Team den Luftstrom unserer Klimaanlage auf unsere Bitte hin sofort und sehr erfolgreich herunter. Auch unsere Namen und Getränkewünsche waren den Kellnern schnell bekannt, und überhaupt fühlten wir uns sehr gut aufgehoben. Der Nachteil dieser polyglotten Kreuzfahrtfamilie: Die wichtigen Ansagen finden jeweils in fünf Sprachen statt. Das kam zwar über den Tag gesehen nicht so häufig vor, kann aber auch etwas nerven.

Solche Anblicke funktionieren in jeder Sprache ;-): Das Heck der Costa Pacifica

Solltet Ihr auf jeden Fall eine deutsche Reiseleitung benötigen, findet man bei Costa immer auch deutschsprachige Ansprechpartner und kann sich auf deutsche Ansagen sowie Speisekarten etc. verlassen. Auch Kinder finden hier gut Anschluss an andere deutschsprachige oder internationale Kinder und können sich im Squok Kids-Club, auf der Wasserrutsche, dem Sportsdeck oder diversen Kids-Parties verlustieren.

Ein Spaß und Klein und oft auch Groß: die Wasserutsche

Beim Aufbau und Dekor des Schiffes bin ich nicht ganz so überschwänglich. Unsere Kabine war zwar sehr ok, aber das grundsätzliche Dekor des Schiffes ist für unseren Geschmack zu bunt und zu kitschig. Hauptgestaltungsthema der Costa Pacifica ist „Musik“. Daher findet man überall Bilder von Instrumenten, Noten etc. Die Bars waren allerdings zum großen Teil ganz gemütlich eingerichtet und beleuchtet, ausgenommen die Eisdiele, die eben wir eine echte italienische Eisdiele eher frostig daherkommt ;-).

In den Treppenhäusern und am Fahrstuhl trifft man auf das Thema Musik

Wie bereits berichtet ist die Pacifica der Favolosa recht ähnlich, abgesehen von dem geschlossenen Heck. Dieser Bereich hat uns wirklich etwas gestört, da das Dach hier nie geöffnet wurde und man keine Möglichkeit hatte, im Buffetrestaurant draußen zu essen.

Das geschlossene Heck der Pacifica ist leider nicht wirklich einladend

Lediglich der mittlere Skydome war zwei Mal ein paar Stunden offen. So ist die Außenfläche an Deck relativ begrenzt, was zu Fülle an Seetagen führt. Zudem kann man in den großen Pools nicht im Freien schwimmen. Stattdessen herrscht eine etwas beklemmende Hallenbadatmosphäre und – akustik vor. Wohl dem, der dann einen Balkon hat.

Der Skydome über dem Mittelpool war zwei Mal geöffnet

Wir haben aber an Deck trotzdem immer noch ein Plätzchen gefunden und uns die gute Reiselaune dadurch nicht verderben lassen. Nicht zuletzt deshalb, weil die grundsätzliche Stimmung an Bord sehr entspannt und angenehm war. Auf Deck drei gibt es ein klassisches Promenadendeck, das zwar nicht umlaufend, aber dennoch sehr einladend ist.

Das Promenadendeck ist immer eine gute Anlaufstation
Schön, oder?

Das Essen hat uns positiv überrascht. Die Qualität hat sich bei Costa, nach unserer Einschätzung, in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert – und das scheint für alle Restaurants zu gelten. Dass ich c(r)ostata-süchtig bin ;-), wisst ihr ja bereits. Zudem habe ich bisher bei keiner anderen Reederei so guten Cappuccino bekommen wie hier. Aber wenn es die Italiener nicht können, wer dann…?

Die Restaurants sind größtenteils recht gemütlich…
… das Buffetreataurant ist ganz ok, wirkt aber etwas angestaubt

Jetzt gibt es aber noch ein weiteres Features mit Suchtpotenzial: den Tropical Spritz. Costa hat ja eine Kooperation mit Aperol. Die Piano Bar der Pacifica widmet sich diesem Thema sehr intensiv und bietet unterschiedliche Spritz-Varianten an. Leider sehr teuer (8,20 € pro Drink) dafür aber inklusive einer umfänglichen Antipasti-Platte (die man jedoch nicht wirklich braucht, bei dem vielen Essen an Bord ;-)).  

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Na, was könnte Euch davon reizen?

Für alle zuhause zum Nachmischen: Ein paar Eiswürfel ins Glas und zu gleichen Teilen Prosecco, Aperol und Mangosaft dazugeben. Salute, sage ich da nur ;-). Unbedingt zu empfehlen, wenn Ihr es fruchtig mögt!

Unser Favorit: Tropical Spritz

Die dazugehörige Bar Piano Bar ist auch recht gemütlich

Unser Fazit: Die Reiseroute war sehr geeignet für die Herbstferien, bei der Hardware (also beim Schiff) muss man ein paar Abstriche machen, aber die Software (Crew, Essen,  grundsätzliche Atmosphäre…) ist für den Kreuzfahrer mit normalen Ansprüchen und vor dem Hintergrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses durchaus zu empfehlen. Diesen Eindruck, der natürlich subjektiv ist, haben uns auch zahlreiche Mitreisende bestätigt. Kleinere Schiffe (z.B. die NeoRiviera) gefallen und persönlich besser. Aber leider geht ja auch bei Costa der Trend eher dazu, sich von diesen Schätzchen zugunsten größerer Schiffe zu trennen…

Costa oder MSC? Mal sehen, was Christian berichtet?

Unsere „Krurfahrt“ war auf jeden Fall ein voller Erfolg, und wir würden lieber heute als morgen wieder losshippern. Wer von Euch hat denn demnächst das Vergnügen?

Herzlich,

Eure Irmela

P.S.: Jetzt bin ich natürlich gespannt auf die Erlebnisse, die Christian auf der MSC Magnifica gesammelt hat. Er wird als nächstes hier berichten… Also dran bleiben!

10 thoughts on “Costa Pacifica – das solltet Ihr noch wissen”

  1. Hallo Irmela!
    So als Lese-Mitfahrer hat mir dieses Reise auch sehr viel Spaß gemacht!

    Für mich zählt eigentlich bei einer Kreuzfahrt , was das Thema Schiff angeht, auch eher das die Crew nett und freundlich ist, Kabine sauber und das Essen für meinen Geschmack gut und ausreichend ist. Die Einrichtung sollte gepflegt wirken und nicht heruntergekommen und an manches Deko-Detail oder Einrichtungsstiel gewöhnt man sich ja doch meist nach längerem Hinschauen. Man sollte sich einfach wohl fühlen. Auf meiner Reise durch Kanada hatten wir von den vielen Hotels auch einige, wo wir dachten : oh ha! Aber nach dem ersten „Schock“ und zwei Nächten schlafen, war es hinterher dann doch ganz okay. Geschmäcker sind einfach verschieden 😉!
    Schwere „Mängel“ hätte ich bei diesem Schiff wohl auch nicht gefunden!
    Auf die Crostata bin ich sehr neugierig und werde sie auf jeden Fall probieren, wenn sich die Gelegenheit und Angebot bietet. Der Tropical Spritz ist schon zur nächsten „Party“ fest gebongt und wird verkostet!
    Vielen Dank fürs Mitnehmen! Es macht schon immer viel Spaß beim Mit/Lese-Reisen.
    Tschüss und allen einen guten Start in die neue Woche!
    Tschüss, Kerstin 🙋🏻

  2. Hallo Irmela,
    Danke für dein Resümee. Für mein Teil kann ich sagen, dass mir dieses Schiff von der Ausstattung gut gefällt. Vor allem die Fahrstuhltüren. Bei den Getränkepreisen gebe ich dir recht, finde sie auch ein bisschen teuer. Aber man ist ja schließlich im Urlaub, da kann man auch mal daüber hinweg schauen.
    Viele herbstliche Grüße Claudia
    Ps: jetzt bin ich sehr gespannt, was Christian und Helga uns zu berichten haben.

  3. Hallo Irmela,
    auch von mir ein herzliches Dankeschön für Deine Mühe!!
    So einiges, was Du in Deinem Fazit genannt hast, ist ja bei MSC genauso. Und dass hält mich offen gestanden von weiteren Fahrten mit MSC rsp. überhaupt mal Costa doch ab.
    Etwa die Mehrsprachigkeit (dort meist 6 Sprachen und häufiger, sprich: irgendwann umso nerviger, zumal die es ohne Punkt und Komma runterrappeln und man ggf. echt aufpassen muss, wann Deutsch oder Englisch kommt).
    Die Preise sind bei MSC auch ziemlich gesalzen ….
    Und bei MSC war es mir zuviel Blink-blink etc.! Wer braucht Treffenstufen mit eingelegten Brillianten (angeblich echte von Swarowski)??

    Bei den kleineren Schiffen bin ich absolut bei Dir!
    Sie haben i. d. R. viel mehr Seele und die meist tolleren (weil ungewöhnlicheren) Routen!
    Ich bin ja ab morgen nun endlich auf der MS Amera und freue mich schon wahnsinnig auf das Schiff, zumal ich es ja vor zweieinhalb Wochen besichtigt habe!
    Die Wetteraussichten sind sehr gut. Da werden meine Kameras bestimmt heiß laufen!
    LG Klaus

    1. Hallo Klaus,

      oh, es geht schon morgen los??

      Ich wünsche Dir eine tolle Reise und harre gespannt auf Deine Fotos und Berichte.

      Herzlich und Ahoi,
      Irmela

    2. Hallo Klaus!
      Ich wünsche dir einen schönen Urlaub und eine tolle Reise! Freue mich hinterher auf glühende Fotos!!! 🙂
      tschüß, Kerstin

  4. Hallo Irmela,
    Danke schön!
    Vielleicht kannst du oder Christian bei Gelegenheit schon mal den Gastblogger-Eintrag anlegen! Irgendwann nach dem 8.12. geht es dann los 🙂
    LG Klaus

  5. Liebe Irmela,
    erstmal vielen Dank, für deine wunderbaren Berichte. Und das, zum Teil noch von unterwegs aus… Respekt!
    Und jetzt ein HALLO in die Runde.
    Ich oute mich jetzt mal als Fan von den größeren Pötten.😊 Mein 1. Schiff war letztes Jahr die Fantasia von MSC. Beim 1. Anblick dieses wunderschönen Schiffes, dachte ich: Ach du Sch****! Und: Was hab ich getan?! Aber nach ca. 2 Stunden, fühlte ich mich bereits pudelwohl. Und was die Glitzertreppe betrifft: ich steh voll auf das Bling-Bling. 😁
    Die mehrsprachigen Durchsagen haben mich auch nicht weiter gestört, bzw. ich hab da gar nicht hingehört.😂
    Und zu den Getränkepreisen: Es gibt ja (zumindest bei MSC) Getränkepakete, die bereits im Reisepreis inbegriffen sind oder man separat dazu buchen kann. Finde ich persönlich super, denn darüber möchte ich mir im Urlaub, nicht auch noch den Kopf zerbrechen müssen.
    Aber, jeder so wie er/sie/es mag. Es gibt ja, Gott sei Dank, eine große Auswahl für alle.😉

    PS: Der Sprizz wäre auch absolut mein Ding gewesen! 😁

    1. Hallo Irmela,
      vielen Dank für den tollen, sehr informativen Bericht.
      Wie schon mal geschrieben habe gefällt uns auch sehr wenn auf dem Schiff (NCL,RCC) unterschiedliche Nationalitäten sind. Wir haben dort immer das Gefühl das die Passagiere wirklich Urlaub machen und deutlich entspannter sind als das Deutsche Klientel. Ebenso finden wir die vielen Möglichkeiten gut da wir auch früher bei Hotelurlauben immer aktiv waren.
      Aber wie schon gesagt gibt es ja für jeden die entsprechenden Möglichkeiten.
      PS: Wir haben vor kurzem die Meyer Werft in Papenburg besucht und das ist sehr empfehlenswert.
      Liebe Grüße aus dem Ruhrpott
      Dieter

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