Costa Pacifica – Leben auf der Liege

Auf dem Weg von Marseille nach Lanzarote hatten wir zweieinhalb Tage Zeit unser Schiff richtig kennenzulernen…

… und natürlich auch unsere Mitreisenden sowie die Crew. Mit uns an Bord sind viele Italiener, zahlreiche Franzosen, reichlich Deutsche, wenige Spanier (man kann auch in Marseille und Malaga einschiffen) sowie gefühlt die halbe Schweiz ;-). Für die Eidgenossen sind die Costa Schiffe offensichtlich nicht nur günstig zu erreichen (per Auto nach Savona), sondern auch preiswert zu finanzieren ;-). Die Anzahl der Kinder ist angenehm: Genug Kinder zum Spielen, aber längst nicht so viele, wie in der Hochsaison.

Die Pacifica hat noch viele klassische Schiffselemente

Das Wetter präsentierte sich an den beiden Seetagen von seiner besten Seite: Sonne, um die 25° sowie nahezu glattes Meer. Beste Voraussetzungen, um es sich an Deck mit Spaziergängen, einen gutem Buch, schöner Musik, schwimmend im Pool oder einfach schlafend gutgehen zu lassen. Unsere „Krurfahrt“ – wir wollten uns ja etwas von dem stressigen Frühherbst in Hamburg erholen – stand also unter guten Vorzeichen.

An so einem Seetag wird es schon ganz schön voll an Deck

Allerdings macht einem die Costa Pacifica das Dolce Vita an Deck nicht ganz so leicht. Das Schiff hat zwar auf den ersten Blick drei Pools und ordentlich Außenflächen, allerdings füllen sich diese an Seetagen sehr zügig. Wer nicht bei drei auf den Liegen ist, hat es dann schon schwer noch ein schönes Plätzchen zu finden. Spätesten gegen 9.30 Uhr sind die Außendecks dicht besiedelt. Und mit dicht meine ich auch dicht ;-).

Aber zum Glück fanden wir wie immer auch lauschige Plätze 😉

Die Costa Pacifica (original italienisch ausgesprochen übrigens „Patschifika“ ;-)), die ansonsten sehr ähnlich der Favolosa aufgebaut ist, überraschte uns zudem mit einem komplett überdachten Adults-only Pool am Heck, an den sich auch die „Außenfläche“ des Buffetrestaurants anschließt. Das Dach ist zwar mit einer Schiebevorrichtung versehen, wurde aber trotz des bisher perfekten Wetters noch nie geöffnet. Damit hat das Schiff nicht nur zwei ausgewachsene Hallenbäder, sondern auch keinen Bereich zum draußen essen. Unsere geliebten Mahlzeiten im Freien können wir also nur auf dem Balkon oder auf einer Liege einnehmen. Letzteres ist allerdings alles andere als gemütlich, finden wir.

Das Dach über dem Heck der Pacifica bleibt verschlossen

Gleichzeitig bedeutet das, dass es nur einen ganz kleinen Pool gibt, nämlich den im vorderen Teil an der Wasserrutsche, der Abkühlung al fresco und ohne bedrückende Hallenbadatmosphäre verschafft. Erklären können wir uns das auf dieser Route und zu dieser Jahreszeit nicht so recht. Vielleicht ist dieses Schiff eher auf fröstelnde Italiener als auf den abgehärteten Mittel- bis Nordeuropäer ausgerichtet ;-). Wie dem auch sei: Wir haben es uns trotzdem an Deck gemütlich gemacht und unsere Schwimmsessions erst mal auf die Landtage verschoben. Zwischen Sport, Spazieren und stimmungsvollen Abendenden spielte sich unser Leben zwei Tage vor allem rund um unsere Liegen ab ;-). Herrlich war das, ohne schlechtes Gewissen auf die Weite des Meeres zu schauen, tagzuträumen und die Gedanken mit den Wellen treiben zu lassen. Währenddessen erklomm unser Sohn gefühlte 2.473 Mal die Treppe zur nahegelegenen Wasserrutsche 😉 und meine Erkältung begann sich irgendwo vor der Küste Afrikas zu verflüchtigen…

Der Pool an der Rutsche ist bisher der einzige Außenpool

Nach zwei Tagen des süßen Nichtstuns stach uns der Hafer dann aber doch wieder ganz gehörig. Und das ist ja auch das Schöne am Kreuzfahren: vieles kann, aber nichts muss. Jetzt sind wir auf jeden Fall wieder reif für eine Insel. Der Landgang auf Lanzarote kommt also genau zur rechten Zeit…

I’ll keep you posted!

Herzlich,

Eure Irmela

3 thoughts on “Costa Pacifica – Leben auf der Liege”

  1. Liebe Irmela
    Mit Interesse habe ich deinen Bericht gelesen, obwohl ich NIE mehr auf ein so grosses Schiff gehen würde, ist es doch interessant, wie es da so zu und her geht! Tja… ich denke für die Schweizer ist halt Italien besser zu erreichen, als etwa Hamburg oder Bremerhaven. Unsere 5 ersten KF’s haben wir auch auf Costa-Schiffen „erlebt“ und dann wollten wir etwas Anderes sehen. Und nun sind wir eben „verwöhnt“. Mir gingen die „lustigen“ Abende etwas auf den Keks, so „achtung-fertig-lustig“. Auch habe ich gerne etwas Ruhe, was mit Costa fast unmöglich ist, schon allein von der Grösse her. Dass der hintere Pool immer geschlossenes Dach hatte, kann ich mir nur damit erklären, dass entweder die Automatik defekt war oder es ihnen schlicht zu mühsam war…… 😉
    Ich wünsche dir weiterhin viele schöne Stunden und werde weiter dran bleiben! Geniesst es!
    Liebe Grüsse
    Ursula

  2. Hallo Irmela !
    Siehst, das mit der Seeluft funktioniert irgendwie immer gut und freue mich, das es dir wieder besser geht ! Ich hatte bei meiner ersten KF mit der AidaSol auch die Erfahrung gemacht, das Poolliegen doch recht schnell weg sind und die Gäste, wenn sie eine hatten, wie mit Pattex an und auf ihnen klebten. Trotzdem findet man meist trotzdem immer noch eine schöne Ecke für sich. Selbst in der Sonne.
    Auf Lanzarote bin ich gespannt, wie du es findest. Ich fand damals von den kanarischen Inseln, die die Tour beinhaltete, nicht so attraktiv. Zwar sehr interessant, wegen des vulkanischen Ursprungs, aber mir persönlich ein wenig zu karg. Wir hatten damals in doch recht kurzer Zeit, viel von Lanzarote sehen können und waren sogar oben am Vulkankrater. Aber natürlich sind die Geschmäcker sehr verschieden und die Insel hat bestimmt auch noch andere Seiten, die wir damals nicht sehen konnten.
    Habt noch eine schöne Zeit! Ganz viel Spaß und erholt euch gut!
    Ganz liebe Grüße, Tschüß, Kerstin

  3. Pacifica ist ja früher viel in der Ostsee gefahren, ich mag die geschlossenen Pooldächer auch nicht wegen des Lärmpegel. War auch ein Grund, warum ich bei der Schiffssuche auch immer auf die Beschaffenheit des Pooldeck achte. Vielleicht ist ja auch der Mechanismus kaputt? 😜

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