Costa Pacifica – eine Kreuzfahrt einmal anders

Dass ich mich heute von Bord der Costa Pacifica melde, überrascht Euch bestimmt – mich auch…

Kennt Ihr das: Manchmal hat man eine Reise schon lange gebucht und fiebert bis zur letzten Minute, ob man sie überhaupt machen kann. So ging es uns mit dieser Herbstferien-Kreuzfahrt. Im Vorfeld der Reise ging es bei uns so turbulent zu, dass wir lange nicht sicher waren, ob wir sie wirklich würden antreten können. Die Phase der Vorfreude fiel daher dieses Mal etwas anders aus… Dann haben wir aber kurzfristig beschlossen, doch zu fahren. Denn wo kann man sich als Kreuzfahrt-Begeisterter besser erholen als auf See?

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Dieses Symbol für die Liebe zur Seefahrt fand ich in Marseille

Und genau unter diesen Vorzeichen sind wir am Donnerstag in Savona an Bord der Costa Pacifica gegangen. Mit ihr geht es über Marseille zu den Kanareninseln Teneriffa und Lanzarote, nach Madeira und über Malaga und Rom zurück nach Savona. Diese Reise wird uns vermutlich wenig völlig neue Eindrücke bringen. Aber nach dem schon spürbar kühlen und nassen Wetter in Hamburg freuen wir uns, den aufkommenden norddeutschen Herbstblues mit südeuropäischer Sonne die Stirn zu bieten. Vor allem ich, die ich mit einer ziemlich erkälteten Stirn angereist bin. Genau wie im letzten Herbst sind wir nahezu parallel mit Christian unterwegs, der allerdings mit der italienischen Konkurrenz MSC das östliche Mittelmeer unsicher macht ;-). Ich bin schon sehr gespannt, was er am Ende des Tages für Eindrücke von seiner Gruppenreise mitbringt.

Hilft gegen viele Zipperlein: Cappuccino und Crostata 😉

Unser Schiff wurde 2009 in Dienst gestellt, ist 290 Meter lang, 35,5 Meter breit und bietet mit rund 1.500 Kabinen bis zu 3.700 Passagieren Platz – für unsere Verhältnisse mal wieder ein richtig großes Schiff. Elf Nächte werden wir zu Gast sein, vier Länder anlaufen und wir werden vier Seetage haben. Unser wichtigstes Ziel: Ausruhen und die Seele baumeln lassen. Viele werden sich bestimmt fragen, ob das auf einer Kreuzfahrt mit einem großen Mainstream-Schiff überhaupt möglich ist? Hat man nicht viel zu viel Stress mit all den unterschiedlichen Ausflügen, den vielen Menschen an Bord und der „italienischen Lebensfreude“ unserer Gastgeber? Diese Frage ist durchaus berechtigt, daher werde ich auf ihre Beantwortung in diesem Blog einen besonderen Fokus legen. Wir starten quasi den Selbstversuch einer „Krurfahrt“ (Kur+Kreuzfahrt ;-)).

Für 11 Nächte unser zuhause, die Costa Pacifica

Einer entspannten Anreise und der problemlosen Einschiffung schloss sich ein sonniger Tag in Marseille an, den wir mit einem langen und sehr schönen Spaziergang an der Corniche verbracht haben. Natürlich gab es auch ein leckeres Croissant und einen Café au lait. Wenn schon Erholung, dann auch das volle Programm ;-).

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Immer wieder schön: Das Mittelmeer an der Corniche von Marseille

Einziger Aufreger war die halsbrecherische Fahrt mit einem sehr rasanten Taxifahrer, die uns um Leib und Leben fürchten ließ. Wir haben hier schon einige wilde Taxifahrer angetroffen und fragen uns tatsächlich, ob das eine Besonderheit von Marseille ist…? Die jetzt folgenden Seetage Richtung Lanzarote wollen wir zum Ausruhen und Erholen nutzen. Mal sehen, ob das klappt.

Wie immer gilt: I’ll keep you posted!

Herzlich,

Eure Irmela

3 thoughts on “Costa Pacifica – eine Kreuzfahrt einmal anders”

  1. Hallo Irmela!
    Wie schön von dir zu hören! Ich denke, die Reise wird euch gut tun und hattest da so etwas angedeutet. Ich persönlich finde, hat man dann die Möglichkeit , aus „Allem“ mal herauszukommen , tut das einem richtig gut und reseted einen. Der Gesundheit tut die Seeluft ganz sicher gut und du bist bestimmt bald wieder fit. Ich freue mich auf jeden Fall wieder hier mitreisen zu dürfen- Christian kommt ja leider schon wieder zurück- so ein bisschen Urlaubsfeeling , wenn auch nur gedanklich, tut immer gut. Ich mag ja den Herbst 🍂, heute kann man ihn schon ganz gut spüren- es war schon ganz schön kalt .
    Habt eine schöne Reise! Ganz liebe Grüße, tschüss, Kerstin 🙋🏻

  2. Hallo Irmela,
    ich wünsche Euch eine schöne Reise, auch wenn die Vorzeichen nicht gut waren und wer weiß, am Ende sind dann vielleicht alle angenehm überrascht.
    Dass es im Vorfeld von Reisen nicht immer „rund“ läuft, kennen wir leider auch zur Genüge. Bei uns ist die Reise mit der Costa Pacifica allerdings schon mehr als neun Jahre her, insofern sind unsere damals gemachten Erfahrungen sicher nicht aktuell. Allerdings veranlasste mich die Nachricht, dass es auf der Donau mal wieder „gekracht“ hat die Isabella von Phoenix war in einen Crash mit einem Frachtschiff verwickelt), doch einen Kommentar zur Costa Pacifica abzugeben, weil ich unverändert der Meinung bin, dass die Reedereien an ihrer Transparenz arbeiten müssen und die Passagiere im Fall der Fälle umfassend über auch unangenehme Vorfälle informieren müssen. Auf der Costa Pacifica ist das im März 2010 leider überhaupt nicht passiert. Dort kam es zu einer Beinahe-Katastrophe, von der man jedoch weder etwas gehört noch gelesen hat. Wer an einer detaillierten Schilderung interessiert ist, kann hier nachlesen, was vorgefallen ist: https://www.reiseberichte-und-meer.de/kreuzfahrt-2010.htm Jedenfalls erlitten etliche Passagiere Knochenbrüche, Gehirnerschütterungen u.ä., viele Computerterminals im Wert von damals mehr als 20.000,00 Euro wurden beschädigt, der Sachschaden war immens. Und schon damals stellten wir uns mit vielen anderen die Frage, weshalb wurde das Sturmgebiet, von dem die Brücke zeitlich wusste, wo, wann und wie es verlaufen würde, nicht weitläufig umfahren. Die Antwort ist sicher wieder einmal im Bereich der Finanzen zu suchen. Jedenfalls hat uns diese Erfahrung damals veranlasst, die Augen offen zu halten und auch evtl. auch der Konkurrenz mal eine Chance zu geben. Meines Wissens startete dann 2011 die Doku „Verrückt nach Meer“ und spätestens als die Costa Concordia vor der Insel Giglio havarierte, war für uns klar, dass wir Costa den Rücken kehren und zu Phoenix wechseln. Die Entscheidung haben wir bis heute nicht bereut.
    Eine gute Reise wünscht Euch
    Helmut

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