Eine Kreuzfahrt zu den Malediven – was sollte man wissen?

Um den frostigen Temperaturen in unseren Breiten zu entfliehen, möchte ich Euch heute nochmals auf die Malediven entführen…

Ich hatte ja bereits unterwegs angedeutet, dass es zu dieser Destination noch einiges zu berichten und zu diskutieren gibt – zum Beispiel die Frage, warum man die Malediven überhaupt im Rahmen einer Kreuzfahrt besuchen sollte? Die Malediven sind kein klassisches Kreuzfahrtziel wie zum Beispiel Santorin, Mallorca oder die Inseln der Karibik. Hier gibt es knapp 1.200 Inseln, von denen man nur eine, zwei oder drei (je nach Dauer des Aufenthalts) besuchen kann. Zudem sind die Malediven ein ziemlich teures Pflaster, was sich auch in den Ausflugspreisen der Reedereien widerspiegelt. Doch niemand kommt hier her, um nur durch die Straßen von Malé zu wandern, was die preiswerteste, weil kostenlose Ausflugsalternative wäre. Wer die Malediven besucht, möchte auch die Postkatenmotive sehen, die man sich von diesen Inseln erträumt. Doch wie kann dieser Herzenswunsch möglichst „preiswert“ Realität werden? Genau diese Fragen haben wir uns auch gestellt…

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Das sind die Bilder, die man sich von den Maldiven verspricht

Wer sollte die Malediven mit einem Kreuzfahrtschiff besuchen? 

Nach unserem Eindruck sind die Malediven ein Traumziel für Wassersportler, die gerne Tauchen, Schnorcheln oder Surfen. Auch Honeymooner und alle, die gut und gerne eine Woche oder länger entspannt am Strand liegen können, sind in den vielen (Luxus-)Resorts der Inseln bestens aufgehoben – vorausgesetzt, man kann und möchte sich das leisten. Wer, wie wir, neugierig auf die Malediven ist, aber nicht die Ausdauer für einen längeren, „stationären“ Strandurlaub hat, ist mit einer Kreuzfahrt sehr gut beraten. Dabei sollte es aber mindestens zwei, besser mehr Tage Aufenthalt vor Ort geben, damit man auch wirklich etwas von den unterschiedichen Inseln erleben kann.

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Am Strand entspannen ist schön, aber nicht für jeden eine ausfüllende Urlaubsbeschäftigung

Wie läuft die Organisation einer Kreuzfahrt auf die Malediven ab?

In der Regel liegen die Kreuzfahrtschiffe für eine gewisse Zeit vor der Hauptstadt Malé und tendern von dort an Land. Die Ausflüge der Reedereien starten (bestenfalls, aber nicht immer) direkt vom Schiff aus. Sie steuern Inseln und Tauch- bzw- Schnorchelreviere an, die in einem Radius von max. ca. einer Stunde Bootsfahrt liegen. Die Preise für diese Ausflüge variieren, je nach Dauer und Güte des Ziels, zwischen rund 50 und 250 Euro pro Person.

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Speedbote sind das klassischer Verkehsmittel für Ausflügler auf den Malediven

Wie kann man die Kosten für Ausflüge verringern?

Wie sooft bei Kreuzfahrtausflügen gilt: Wer individull plant, kann sparen. Zudem sind die Ausflüge der Reedereien oft schnell ausverkauft. Wenn möglich, sollte man daher schon im Vorfeld entscheiden, welche der Insel(n) man besuchen möchte. Wer seine Terminplanung nicht von Wetter und Stimmung abhängig machen und schon von zuhause aus buchen möchte, erhält u.a. hier einen Überblick über ausgewählte Ausflugsoptionen. Möchtet Ihr lieber spontan vor Ort entscheiden, gibt es noch eine andere Möglichkeit: Da man als Gruppe einen deutlich günstigeren Preis mit den Ausflugsanbietern aushandeln kann, macht es Sinn, sich an Bord mit anderen Passagieren zusammenzuschließen und als Gruppe an den Ausflugsschalter zu kommen. Die Boote starten meist kurz nach 9.00 Uhr von Malé, daher sollte man einen Tender spätestens gegen 8.30 Uhr nehmen. Auch auf dem Tenderboot kann man noch nach weiteren Gruppenteilnehmern fahnden. Unsere Erfahrung zeigt: Viele Passagiere entscheiden sich ganz kurzfristig ;-).

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Ausflugsangebote am Anleger in Malé

Direkt am Pier kann man mit den Ausflugsanbeitern verhandeln und nach günstigen Preisen fragen. Bei Kindern wird der Preis oft bis zur Häfte reduziert. Man sollte auch tagesaktuell entscheiden, ob es günstiger ist, in Euro oder US-Dollar zu bezahlen.

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Diese Preise (in US-Dollar) haben es in sich – sind aber nur der Start für die Verhandlungen ;

Zudem scheinen die Preise auch je nach Saison zu variieren. Wenn man mehrere Tage vor Ort ist und mit seinem ersten Ausflug zufrieden war, kann man den Anbieter schon bei der Rückkehr am Nachmittag nach günstigen Angeboten für den nächsten Tag fragen. Unsere Erfahrung zeigt: Auch die Anbieter sind daran interessiert, Kunden frühzeitig wieder zu gewinnen und lassen sich auf „gute“ Preise ein.

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Wer nicht lange am Strand liegen kann,
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… kann auf den Malediven in Blue Holes schnorcheln…
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… oder auf Fotosafari gehen

Was erwartet Euch auf einer Local Island?

Aktuell gibt es ca. 120 Hotelinseln und 192 Inseln, die von Einheimischen bewohnt sind (Local Islands). Lange Zeit gab es eine strikte Trennung, mittlerweile ist es Touristen erlaubt, auch auf Inseln der Einheimischen Urlaub zu machen. Wer lange genug Zeit hat, sollte auch eine Local Island besuchen, denn nur hier sieht man das wahre Leben der Malediven. Nach unserer (sehr begrenzten!) Erfahrung darf man hier nicht die klassische Postkatenidylle erwarten. Aber es kann trotzdem schöne Strandabschnitte, Tauchreviere und Guesthouses zum Übernachten geben. Zudem trifft man viele sehr herzliche und gastfreundliche Menschen, die Übernachtungsgäste oft sogar in ihre Dorfgemeinschaft integrieren. Man sollte vorher gut recherchieren, was einen vor Ort konkret erwartet. Wer baden gehen möchte, sollte zudem sicherstellen, dass es einen „Bikini-Beach“ für Touristen gibt.

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Gulhi ist eine klassische Local Island, die das wahre Leben der Inseln zeigt

Vielleicht habt Ihr vor Ort ja ähnliche oder ergänzende Erfahrungen gemacht, die Ihr teilen möchtet? Eventuell habt Ihr auch eine Lieblingsinsel, die man unbedingt besuchen sollte? Oder vielleicht wollt Ihr Euch einfach nur für ein paar Minuten in die warme Ferne träumen…? So oder so lohnt ein Blick in unser neues Hafenporträt zu Malé oder unsere neuen Webcams auf den Malediven. Also, wenn Ihr mich fragt, ich könnte gleich schon wieder los… 😉

Ich wünsche Euch ein kuscheliges Wochende!

Herzlich,

Eure Irmela

12 thoughts on “Eine Kreuzfahrt zu den Malediven – was sollte man wissen?”

  1. Wir waren nach einer Sri Lanka Rundreise einige Tage auf einer Malediven Insel. Wir wollten nur einen kurzen Aufenthalt….da uns sonst langweilig wird. Wir sind keine Taucher. Letzten Endes hätten wir noch gerne einige Tage angehängt. Es ist wirklich schön dort. Wir hatten einen Strandbungalow im Schatten der Bäume mit einem offenen Badezimmer. Duschen unter dem Sternenhimmel…ganz toll.
    Abraten würde ich von den teuren Oberwater Bungalow s…weit und breit kein Schatten und weite Wege zum Restaurant .
    Aber 2 Wochen auf diesen Inseln würden wir trotzdem nicht aushalten. Da ist eine Kreuzfahrt besser
    Liebe Grüße aus Österreich
    Helga

  2. Hallo Irmela !

    Ein zusätzlicher Vorteil mit dem Schiff hinzureisen: man spart sich den 11-Stunden Flug aus Deutschland. Unser Zwischenstop war in Abu Dhabi mit einmal 2 und 3 Stunden Aufenthalt(Hin/Rückreise)bis der Anschlussflug weiter ging. Dann noch 1 1/2 Fahrtzeit Speedboat um auf dem Atoll endlich anzukommen. Man ist spätestens dann Urlaubsreif!!!

    Ich war damals 10 Tage vor Ort. Haben auch einen Ausflug mit Delfine-Watching gemacht, wo sich leider keiner zeigte, dafür tüchtig Sonnenbrand trotz üppigen Sonnenschutz . Meine Reisezeit war November, welche ich sehr empfehlen kann, da das Wetter sehr konstant zu dieser Zeit ist. Ein Urlaub komplett ohne Socken an den Füßen und ich war selten so braun.

    Zu Helgas Hinweis, was die Bungalows im Wasser angehen: wenn man Pech hat, gibt es zu dieser Zeit eine Mückenplage. Alle Gäste, die im innenliegenden Hotel gewohnt hatten, waren trotz Moskitonetz und täglich chemischer Begasung vom Service-Personal, komplett zerstochen. Wir hatten einen Bungalow im Wasser und keinen einzigen Stich. Ich werde normalerweise als Buffet immer genutzt. Man konnte die Schwärme von Mücken bis zu Strandgrenze sehen, danach war es vorbei.

    An das täglich nächtliche Gewitter mit Sturm , das morgens immer wie weggeblasen war, hatten wir uns schnell gewöhnt. In der ersten Nacht, dachten wir, der Hütte wird das Dach weggeweht.

    Aber man bekommt trotzdem mit, das die Umwelt leidet, was zu viel Plastik und Müll anrichtet und welche Veränderungen es vor Ort schon gab. Ein Bewusstsein, den ich im Alltag möglichst gut umsetze.

    Wenn man die Möglichkeit hat, das „Paradies“ mal zu sehen, dann sollte man da nochmal hin. Ein idealer Ort zum Entschleunigen und Kraft für den Alltag sammeln!
    Wünsche allen ein schönes Wochenende! Tschüss Kerstin 🙋🏻

    1. Wir sahen keine einzige Mücke….hätte gar nicht gedacht, dass es dort Mücken geben könnte. Waren im Jänner dort und hatten herrliches Wetter.
      Vielleicht hatten wir einfach Glück.
      Grüße aus Österreich
      Helga

  3. Bis tief in der Nacht noch lesen, ohne das die Mücken einen belästigt haben und unter uns , duzende große Rochen , die auf Abendbrot-Tour waren. Tagsüber doch recht heiß auf den Holzplanken und ohne Flipflops nicht möglich. Dafür der Ausblick traumhaft!

    1. Liebe Kerstin,

      tolle Fotos, da wärmt schon der Anblick, vielen Dank!

      Was den Sonnenuntergang um 17.00 angeht: nächstes mal musst Du eine Insel wählen, die ihre eigene Zeit hat ;-).

      LG, Irmela

      1. Hallo Irmela!
        Und um ehrlich zu sein, das es sowas gibt, habe ich erst durch dich, durch diesen Blog erfahren! Falls ich nochmal hinfliege oder fahre, werde ich da mal Obacht geben! 🙂

        Kurz nochmal zu oben auf dem Foto: wo das türikisblaue Wasser ist, war es mitunter sehr flach. Die Gezeiten hatten sich dort sehr ausgewirkt, was nachteilig war, denn man konnte nur zu bestimmten Zeiten dort schnorcheln. Das Atoll war mit einem künstlichen Rand und dem Riff ausgestattet. Wo das Wasser dunkelblau aussieht ging es schnurgerade steil , viele Meter in der Tiefe. Ein schönes Gebiet für die Taucher und die Schnorcheler konnten gut die Insel entlang umrunden. Aber Vorsicht: war der Zeitpunkt zum Niedrigwasser da, konnte man die Barriere ( Durchgänge zum Riff mit Stahlseilen zum entlanghangeln/schwimmen) nur schwer überqueren, da die Felsen sehr scharfkantig waren. Um sich nicht zu verletzen musste man tatsächlich, wie an der Nordsee mit Ebbe und Flut, so ein bisschen die Uhrzeit im Auge behalten. Allerdings hatte man das schnell raus!

  4. Moin Irmela,
    wenn ich mir so die Bilder von den schönen Stränden anschaue, bekomme ich auch richtig lust meine Koffer zu packen und ab in die Sonne :). Obwohl ich ja auch den Winter ganz gerne mag, wenn es nur nicht immer so nass kalt wäre. Dann lieber Schnee oder richtig minus Grade.
    Allen ein schönes Wochenende
    Liebe Grüße
    Claudia

  5. Hallo Irmela,
    Deine Bilder sind besser als jeder Glühwein;-) sie wärmen das Herz!
    Obwohl es heute am Rhein zwar kalt ist, aber dafür die Sonne lacht und der Himmel postkartenblau ist – wollen wir also mal nicht meckern.

    Ein schönes Wochenende nach Ost, West, Süd und Nord

    Helga E.-D.

    1. Liebe Helga,

      vielen Dank für Deinen reizenden Kommentar!

      Und Du hast Recht. Die Sonne tut dieser Tage richtig gut ;-).

      Liebe Grüße an alle,
      Irmela

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