Einschiffung bei Costa – und wie machen es andere Reedereien?

Eine Einschiffung ist immer spannend: Wie wird das Schiff sein, welche Passagiere fahren mit und vor allem: wie läuft die Organisation im Terminal…?

Wie versprochen wollte ich noch von der Einschiffung bei Costa in Savona berichten. Einschiffen ist ja immer so eine Sache. Jede Reederei macht sie ein bisschen anders. Und selbst, wenn man denkt, man weiß Bescheid, ändert die Reederei die Prozedur je nach Schiff, Saison und Fahrtgebiet. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich persönlich finde das Warten bei der Einschiffung sehr unschön. Unnützes Rumsitzen in oft unerträglich heißen oder kalten Terminalgebäuden erspare ich mir gerne. Daher gilt: Wer Stress oder lange Wartezeiten vermeiden möchte, sollte sich in Vorfeld informieren, wie die Organisation in etwa abläuft. Das haben wir auch getan…
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Wichtig bei allen Reedereien: die Kofferanhänger mit Name und Kabinennummer

Aufgrund unserer Kabine oder unseres nicht vorhandenen Status konnten wir keine beschleunigte Einschiffung erwarten. Uns wäre auch nicht aufgefallen, dass das in Savona überhaupt vorgesehen ist. Bei Costa findet kein klassisches Einschiffen am Tresen statt, wie wir es sonst so kennen. Da das Schiffsmanifest inklusive Gesundheitsfragebogen bereits im Vorfeld ausgefüllt und ausgedruckt mitgebracht wird, ist der alles entscheidende Moment, der Zeitpunkt der Kofferabgabe. Genau dann erhält man eine Karte mit einer Zahl von 1 bis X. Diese Zahl gibt die Gruppe und damit den ungefähren Zeitpunkt vor, zu dem man an Bord gehen kann. Das bedeutet, je eher ich den Koffer abgebe, desto eher kann ich an Bord gehen.
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Die Costa Favolosa am Terminal in Savona von unserem Hotelzimmer aus gesehen…

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… und das Hotel (der Neubau links vom Terminal) vom Schiff aus gesehen 😉

Der Knackpunkt ist allerdings: die Koffer können schon morgens ab ca. 8.30 Uhr abgegeben werden, das Einsteigen beginnt aber erst gegen 12.00 Uhr. Will heißen: Wer – aus welchen Gründen auch immer – das Glück hat, zeitig bei der Kofferabgabe zu sein (z.B. über Nacht anreisende Busgruppen) kann auch als einer der ersten an Bord gehen – allerdings nicht vor 12.00 Uhr. Wir haben daher mit Bedacht das NH Hotel direkt neben dem Terminal-Gebäude für unsere Vorübernachtung gebucht. Gleich nach dem Frühstück um 9.00 Uhr haben wir unsere Koffer abgegeben und erhielten die Auskunft, dass wir in der Gruppe 2 gegen 12.10 Uhr an Bord gehen können. Damit hatten wir planbar drei Stunden Zeit für einen schönen Rundgang durch Savona. Unser Handgepäck konnte derweil im Hotel bleiben.
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In kleinen Gruppen gehen die Passagiere ab 12.00 Uhr an Bord

Pünktlich um 12.10 Uhr konnten wir an Bord gehen. Das Foto für die Bordkarte wird direkt beim Einsteigen gemacht und digital auf die Bordkarte transferiert. Die Karten erwarteten uns auf der Kabine, die um 12.00 Uhr bereits bezugsfertig war. Für uns war das perfekt, da wir ohnehin noch Savona erkunden wollten. Wer seine Wartezeit, und die gibt es auf jeden Fall, allerdings nicht sinnvoll füllen kann, könnte sich langweilen. Kleiner Trost: in dem sehr schönen neuen Hafenviertel von Savona kann man ganz entspannt etwas essen oder trinken gehen. Oder man hängt noch einen Stadtbummel an, denn alles ist fußläufig sehr gut erreichbar. Wie immer gilt: Planung hilft. Eventuell das Handgepäck reduzieren oder irgendwo einschließen, damit man mobil bleibt.
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Der Stadtplan von Savona. Der Hafen liegt mitten in der Stadt und ist fußläufig gut erreichbar

Welche Eincheck-Prozeduren habt Ihr schon erlebt? Welche Reederei bietet Eurer Meinung nach die passagierfreundlichste Einschiffung an und wie läuft sie ab? Welche Tipps habt Ihr auf Lager, wenn es um entspanntes Einschiffen geht…? Wir freuen uns auf Eure Erfahrungen und Hinweise, die vielen Kreuzfahrern behilflich sein können!

Herzlich,

Eure Irmela

P.S.: Ab Morgen wahrscheinlich wird Christian hier von seiner Reise mit der MSC Fantasia berichten. Ich bin selbst schon sehr gespannt. Vor allem, da mich heute ein Anruf von einem Teilnehmer der Gruppenreise erreichte, der aus dem Schwärmen gar nicht heraus kam. Er war mit seiner Frau zum ersten Mal auf Kreuzfahrt und jetzt sind beide kreuzfahrt-begeistert. Das Virus geht um 😉

10 thoughts on “Einschiffung bei Costa – und wie machen es andere Reedereien?”

  1. Ich würde jetzt mal sagen ,reines Bauchgefühl, je kleiner das Schiff umso einfacher und schneller wird es gehen. Das ist ja ne Massenmenschenabfertigung. Wenn ich schon die vielen Busse sehe vergeht mir schon die Lust

  2. Bei Costa haben wir das immer als sehr mühsam empfunden, obschon wir vor Jahren noch einen Sonderstatus für privilegiertes Einschiffen hatten. Am entspannendsten war es bei Azamara in Miami. Die hatten oder haben ein eigenes Terminal und da konnten wir praktisch durchgehen. Es gab 1 oder 2 Stellen, wo man noch das Bordmanifest abgeben und die Kreditkarte angeben konnte. Das war’s dann auch schon…….. Diese Schiffe haben aber auch bloss ca 650 Passagiere. Bei Costa sind ja das halt eine grosse Menge. Auch das Ausschiffen haben wir unterschiedlich erlebt. Bei Costa sehr unterschiedlich,von grosse Kathastrophe bis kurze Wartezeiten und raus. Bei Azamara einfach raus gehen. :). Spielt halt wirklich eine grosse Rolle, wo das passiert.

  3. Hallo Irmela!
    Ich kenne ja nur die Aida-Schiffe und beide Male waren sie voll ausgebucht. Genau wie Helga kann ich nur positiv davon berichten. 2500 Gäste wurden schnell und unkompliziert mit einem pfiffigen System eingecheckt. Eine kurze Wartezeit in der Schlange wurde nett durch das Service-Personal mit Getränken „ bespasst“. Viele Eincheck-Termials mit Bistro-Tischen mit fixen Mitarbeitern gestellt und die Bordkarten waren sofort fertig. Mit meiner Sonderabfertigung der letzten Reise, wäre ich in 10 min durch gewesen. Die mitreisende Familie max 30 Min. Koffer wurden vorher abgeben und kamen später auf die Kabine. Aida hat für die Gäste passend zu den Anreisezeiten , eigene Eincheckzeiten als Leitlinie. Konzipiert ist das System , mit Anreise durch Flug oder Zug und gleich unverzüglicher Einstieg aufs Schiff.
    Abreise ist noch entspannter. Durch die Hinterlegung des Zahlungsmittel für die Endrechnung behält man die Bordkarte. Das kann man im Online-Portal machen. Über die App kann man ständig seine Rechnung verfolgen und ggf. vor Ort klären, falls Bedarf sein sollte. Erst ab 11.00 Uhr muss die Kabine verlassen werden. Möchte man länger bleiben, weil die Rückreise später beginnt, kann man eine „Visitor-Karte „nutzen und kann sich an allen öffentlichen Orten auf dem Schiff aufhalten. Inclusive der Restaurants und Bars.
    Möchte man seine Rückreise antreten, geht man ganz einfach von Bord. Die Bordkarte kann man behalten und sie verliert zum nächsten Abend/Tag ihre Gültigkeit. Die Rechnung kann man bequem von zu Hause per Mail anfordern und wird automatisch später ,zum Beispiel mit der Kreditkarte , beglichen.
    An-und Abreise ist bei Aida und trotz großer Schiffe und vielen Gästen total entspannt und Problemlos!!!
    Liebe Grüße!!! Tschüss Kerstin 🙋🏻

  4. Moin,
    auch ich kann von Phoenix und AIDA nur Gutes berichten!

    Phoenix habe ich nur in Bremerhaven erlebt. Hier gibt es pro Schiff 10 Counter fürs Procedere, an denen dann auch das Foto für die Karte gemacht wird! Das die Schiffe ja nur 800 – 1200 Pax fassen, geht es meist richtig flott. Das größere Hemmnis ist hier in BHV die hafenseitige Sicherheitsschleuse, die aber mal richtig Tempo aus der Schlange nimmt 🙂

    Bei AIDA war es früher ähnlich – inzwischen pflegen die ein nettes System mit ca. 15 – 20 Stehtischen an die man aus der Warteschlange geht. Hier wird per Smartphone ein Foto fürs System gemacht, auf die Karte kommt es nicht!
    Geht alles sehr fix und elegant!

    Bei MSC war es zwar grundlegend ähnlich, aber was mich hier beide Male extrem genervt hat, war der Spießrutenlauf durch die ganzen Werbestände … ein „Super-Trooper-Sonderangebot“ neben dem nächsten!
    Für Ausflüge rsp. Ausflugspakete, Saunaangebote, Weinpakete und und und …
    Alles natürlich mit Specialpreis und so weiter!
    Einer der Gründe für mich, MSC künftig zu meiden (der Typ mit seinen „Weinpaketen zum Specialpreis“ kam selbnst am letzten Abend noch an den Tischen vorbei, als alle schon mit dem Essen fertig waren) !!
    Alles extrem nervig und unentspannt 🙁

    Bin mal gespannt, wie das Weihnachten bei TUI und der „MeinSchiff 2“ wird 🙂

    VG Klaus

  5. Hallo zusammen,
    da ist man mal 2 Wochen im Urlaub und braucht dann drei Wochen um hier alles aufzuarbeiten 😉
    Das Einchecken bei Tui in Kiel lief auch ganz entspannt. Die Koffer werden zuerst abgegeben, dann stellt man sich einfach an. Es sind auch mehrere „Schalter“ aufgebaut. Es wird ein Foto gemacht (kommt auch nicht auf die Bordkarte), man kann gleich die Kreditkarte hinterlegen, wenn man es möchte und dann ist man auch schon fertig. Das Manifest wird schon online zuhause ausgefüllt und muß nicht mitgebracht werden. Alles im allen hat es vielleicht 30 Minuten gedauert.
    Bei Hurtigruten geht man auch einfach an den Schalter und man bekommt ein fertig gepacktes Infopaket, das auch die Bordkarte enthält. Wartezeit quasi gleich null. Die Kreditkarte kann man später an Bord an der Rezeption hinterlegen 😉
    Noch 337 Tage, dann geht’s wieder auf Kreuzfahrt 🙂 Jetzt war ich zur Abwechslung mal an Land unterwegs, aber das hält einen ja nicht davon ab, das Virus einzudämmen 😉

  6. Bei AIDA geht das Ein- und Ausschiffen völlig entspannt und problemlos vor sich. Selbst beim damals größten Flottenmitglied der prima waren wir im März 17 im Handumdrehen, ca. 15 Minuten, und das ohne gebuchten Eincheck-Vorteil auf dem Schiff. Da man im Voraus angibt, mit welchem Verkehrsmittel man wann anreist, wird das entspr. Zeitfenster errechnet und dann geht es noch schneller. Weicht man davon ab, könnte es evtl. etwas länger dauern, was bei uns aber nicht der Fall war. Übrigens sind auch die Landausflüge bzw. Shuttle-Busse genau so gut organisiert! Passagiere, die hier ständig auf irgendjemanden warten oder sich vordrängeln wollen, werden höflich, aber bestimmt in die Reihen verwiesen – großartig! Hilfsbedürftige Passagiere, die dies vorher angeben, werden selbstverständlich auch entsprechend unterstützt/vorgezogen.
    Bei Phoenix geht alles noch „klassischer“ zu, zwar auch alles durchweg gut organisiert, aber warum man erst um 15 – 15:30 Uhr an Bord kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Dann ist die Schlange halt entsprechend groß. Hier sind es leider die Passagiere, die überwiegend Ü70 bis hoch betagt sind, die „keine Zeit haben“, drängeln und überall und immer die Ersten sein müssen… Da es sich bei Phoenix meistens um ältere Repeater handelt, die schon einige Seemeilen in ihrem Bordbuch haben, erwarten sie oft auch eine Bevorzugung – ich kann mal mehr und mal weniger amüsiert diesen ausschweifenden Erklärungen folgen 😉 Und wenn das mal nicht so klappt, wie vom Gast erwartet, na dann wird genörgelt und gestöhnt und am Ende auch die Ellenbogen ausgefahren, mir tun die Reiseleiter und anderen Crew-Mitglieder manchmal richtig leid und fremdschämen kommt bei mir immer öfter vor. Aber diese Erfahrungen macht man ja leider im Alltag auch ständig.
    Ich habe mir angewöhnt, dass auch das Schlange stehen schon zum Urlaub gehört, ist es doch die Vorstufe zum Glück;-) Ich nutze gerne die Zeit, um erste Kontakte zu knüpfen.

    Viele Grüße
    Helga E.-D.

  7. Passagiere, die überwiegend Ü70 bis hoch betagt sind, die „keine Zeit haben“, drängeln und überall und immer die Ersten sein müssen…

    ist doch verständlich, sie wissen ja schließlich nicht ob sie am Abend noch leben 🙂
    In dem Alter musst Du anfangen zu bedenken, dass Deine Zeit endlich ist.

  8. Hallo Mascha,

    „In dem Alter musst Du anfangen zu bedenken, dass Deine Zeit endlich ist“
    Damit kann man m. M. eigentlich nicht früh genug beginnen 😉 Diese Überlegung ist letztlich bei uns dann die Buchungsentscheidung für die nächste Kreuzfahrt 😉

    Zum Glück gibt es aber auch gut gelaunte und dem Leben positiv gegenüberstehende ältere Mitreisende und mit ihnen teile ich gerne die Warteschlange und die Kreuzfahrt!!!
    Viele Grüße

    Helga E.-D.

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