1. Tag Einschiffung

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      Michaela
      Gast

      Tag 1

      Oder sagen wir mal lieber erstmal Tag 0 oder T Minus 1 bzw. 3. So jetzt hab ich euch erstmal alle ordentlich verwirrt 😉
      Heute ist Dienstag und eigentlich hätte ich heute die Koffer gepackt. Aber stattdessen heißt es antreten zum PCR Test. Seit September kommt man nur noch aufs Schiff, wenn man vorab negativ auf Corona getestet wurde. Ist ja nicht das schlechteste. Tui kooperiert hierzu mit den Helios Kliniken wo man sich kostenfrei testen kann. Zum Glück ist eine Klinik bei uns nur 10 Minuten entfernt. Wir haben für Dienstag noch einen Termin bekommen, den Bording Pass, denn der Online Check in ist vorab auch Pflicht, mussten wir mitbringen. Dann noch den üblichen Papierkrieg erledigen und ab zum Test. Schnell noch aus beruflicher Neugier klären, ob die Klinik den Test vor Ort macht, oder wegschickt (er wird weggeschickt und das Labor ist mir auch bekannt 😉 ) und nach ca. 15 Minuten war alles samt Papierkrieg erledigt.
      Jetzt hieß es warten. „Wenn wir uns bis morgen Mittag nicht melden, ist alles in Ordnung.“
      Am Mittwoch hieß es somit also nicht auf nach Hamburg zum Flughafen und nach New York fliegen, sondern warten, ob das Telefon klingelt und man doch wider erwarten positiv getestet wurde. Es kam kein Anruf und so konnten wir am Freitag dann doch noch den Koffer packen 😉 Damit hatte ich noch ein paar Wochen vorher nicht gerechnet.
      Da wir vorab ein Check in Fenster wählen mussten und das Fenster von 15 bis 16h nicht mehr frei war, haben wir uns für 16 bis 17h entschieden. Wir sind dann mit dem Bus los zum Ostseekai gefahren. Nach der ursprünglichen Route wären wir jetzt auf dem Weg von New York nach Quebec an unserem ersten Seetag. Nun ist das Schiff eben in Kiel und nicht in New York und Seetage haben wir auch 😉 In beiden Fällen wäre bzw. ist es die Mein Schiff 1

      Foto Mein Schiff 1

      Da musste man sich zumindest nicht umstellen 😉 Wir waren ein bisschen unsicher, was uns erwarten würde. Gerechnet hätte ich mit einer längeren Warteschlange auf Grund des Abstandhaltens und das alles länger dauern würde, auf Grund der ganzen geltenden Vorschriften. Aber nein, so sollte es nicht sein. Der komplette Check in von Ankunft am Terminal bis endlich an Bord sein, dauerte ca. 15 Minuten.
      Vor der Kofferabgabe, hieß es erstmal Hände desinfizieren. Dann kurz warten vorm Terminal, bis die beiden Passagiere vor uns die erste Station passiert hatten. Dann einmal Hände desinfizieren, Gesundheitsfragebogen, der vorab ausgefüllt wurde, vorzeigen und in die Sammelbox werfen, Hände desinfizieren und Fieber messen (einmal kurz vor ein Tablett stellen und in Sekundenschnelle wird die Temperatur angezeigt). Dann ging’s weiter zu den altbekannten aufgebauten Check in Ständen. Erwähnte ich schon vorher Hände desinfizieren? Dort wurde der Pass abfotografiert, ein Foto für den Bordausweis gemacht (hier mussten wir die Maske kurz abnehmen, denn natürlich herrscht Maskenpflicht im Terminal) und uns mitgeteilt, dass wir die Bordkarten an der Kabinentür finden und wir dann gleich zur Seenotrettungsübung gehen sollten. Dann folgte noch der eine oder andere Desinfektionsspender und dann waren wir auch schon an Bord. So oft wie in diesen 15 Minuten desinfiziere ich mir nicht mal auf der Arbeit die Hände aber was soll’s, besser Desinfektion auf die Hände als sie einnehmen (immer diese bösen Gedanken… 😉 )
      Ich kann es noch gar nicht glauben, ich bin dieses Jahr tatsächlich auf einem Schiff und darf auf Kreuzfahrt gehen! Also erstmal zur Kabine, die Bordkarte holen und erstmal die Kabine inspizieren.

      Foto Kabine

      Dann mit Fotoapparat bewaffnet, ging es zur Seenotrettungsübung, denn wir wollten danach schließlich an Deck. Ich muß sagen, eine solch exklusive Veranstaltung habe ich noch nicht gehabt. Normalerweise wird an den Musterstationen ja immer ein Film gezeigt (dieser läuft auch weiterhin auf dem Kabinenfernseher). Dieses mal, um Menschenansammlungen zu vermeiden, ist jeder nach Ankunft zur Musterstation gegangen, es waren Markierungen auf dem Boden angebracht, damit jeder mit genug Abstand zum nächsten stehen kann. Ich glaube es waren maximal 10 oder 12, die gleichzeitig hätten teilnehmen können. Wir waren übrigens alleine. Es wurde kurz das anlegen der Rettungsweste demonstriert und uns gesagt, wann wir was zu machen haben, falls etwas passieren sollte. Das System können wir gerne beibehalten 😉 Dann ging es aber an Deck. Wir haben uns, nachdem wir erstmal eine Runde gedreht haben, eine schöne Liege ausgesucht und haben die Sonne und die Aussicht genossen.

      Foto Deck

      Die Liegen und auch alle andern Möbel stehen weiter auseinander und auf dem Boden sind kleine Markierungen angebracht, damit auch immer der Abstand gewährleistet werden kann. Als das letzte Check in Fenster (16 bis 17h) abgelaufen, alle an Bord und ihre Seenotrettungsübung hinter sich hatten, gab es noch mal Probealarm, damit auch alle das Signal mal gehört hatten. Dann hat sich die Kreuzfahrtdirektorin kurz vorgestellt. Da es ja diesmal nichts mit großer Show und Crewvorstellung wird, gab es ab Morgen jeden Tag um 17h in der Schaubühne die Abendshow, wo sie immer ein oder 2 Gäste von der Crew oder von den Gastkünstlern hatte, die sie dann interwiet hat. Dies wurde auch in die Kabine und aufs Pooldeck übertragen, da immer nur eine begrenzte Zahl an Passagiern direkt vor Ort sein konnten. Es gab heute ein kurzes Video von der Brücke, damit wir schon mal unseren Kapitän & die Brücke kennen lernen konnten. Ich hatte mittlerweile vom Deck aus unseren neuen Fördedampfer erspäht, den ich heute zum ersten Mal live gesehen habe und der an meinem Geburtstag dieses Jahr getauft wurde 😉 Sieht echt schnittig aus.

      Foto Gaarden

      Kurz vor unserem Ablegen um 19h kam dann auch die Stena an uns vorbei, die vor uns gedreht hat und sich dann auf den Weg nach Göteborg gemacht hat. Die Stena hat übrigens die ganze Zeit „Dienst nach Vorschrift“ gemacht, während die Color Line zeitweise beide Fähren aus dem Liniendienst nehmen musste (auf Grund der Vorschriften in Norwegen) und nur noch mit der Frachtfähre fuhr. Mittlerweile sind beide Fähren zurück, zwischenzeitlich auch wieder im Normalbetrieb, aber mittlerweile, auf Grund der steigenden Fallzahlen, dürfen wieder nur Norweger mitfahren, die in Kiel aber nicht von Bord dürfen, da sie sonst in Norwegen in Quarantäne müssten.
      Dann hieß es aber endlich Leinen los und als die Auslaufmelodie erklang hatte ich doch das eine oder andere Tränchen im Auge…
      Unser Kapitän hat auch zu jeder Sehenswürdigkeit der Förde kurze Infos gegeben, wie z.B. zur Einfahrt des Nord Ostsee Kanals, dem Friedrichsorter Leuchtturm oder dem Marineehrenmal in Laboe.
      Wir sind dann zum Essen gegangen. Es wurde immer in Listen eingetragen, wann welche Kabine an welchem Tisch zum Essen war und sobald man am Tisch war, wurde der Tisch vor und hinter einem geblockt, so dass dieser nicht mit Gästen besetzt werden konnte.
      Da heute Bundesligastart war, wurde auch an die Fußballfans gedacht und das Spiel am Pooldeck, mit dem Hinweis auf die Abstandsregeln, übertragen.
      Wir sind nach dem Essen auf die Kabine gegangen und haben den Koffer ausgepackt, bevor es dann bei guter Seeluft ins Bett ging 😉

    • #41627 Antworten
      Kerstin Krückeberg
      Gast

      Huhu Michaela !
      Ach wie klasse, das du die Möglichkeit hattest, eine Reise auf dem Schiff machen zu können. Ich kann mich erinnern, das für dich dieses Jahr auch eine Reise ausfiel, oder verschoben wurde. Beim Lesen deines Textes muss ich schon sagen, das ich es schon sehr vermisse, die Reise auf dem Schiff! Jetzt freue ich mich total, bei dir wieder mitreisen zu können und fand den Start schon mal super. Ich finde bei Tui sind sie sehr vorsichtig und umsichtig, was das Hygiene-Konzept angeht. Und lieber einmal mehr desinfizieren, als einmal zu wenig!!!
      Ich freue mich schon, wie es weiter geht !!!
      Ganz liebe Grüße nach Kiel!
      tschüß, Kerstin

    • #41911 Antworten
      Michaela
      Gast

      Moin Kerstin,

      ja es ist tatsächlich noch ein bisschen mehr, als das Wochenticket für den Fördedampfer geworden 😉
      Im März ist unsere Tour nach Island storniert worden. UNd unsere große Fahrt von New York nach Kanada und zurück ist ja aus bekanntlichen Gründen auch nix geworden. Gerade vor ein paar Tage habe ich gehört, das TUI bis Januar ab Kiel fährt und schon wieder 30 000 Passagiere ohne Zwischenfälle ab Kiel hatte. Die Crew achtet sehr darauf, dass das Konzept eingehalten wird. Es wird ständig irgendwo gewischt und mir ist auch kein Passagier begegnet, der sich nicht an die Regel gehalten hat. Es wurde eher noch mehr gemacht, z.B. die Maske auch dann aufgesetzt, wenn man es gar nicht hätte machen müssen. Zum Konzept denke ich, werde ich zum Schluß nochmal etwas schreiben 🙂

      LG Michaela

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