16 Tage auf MS Amera

Dieses Thema enthält 1 Antwort und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Kerstin Krückeberg vor 3 Wochen.

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    Klaus Brokmann

    Die Route

    Di. 22. Okt. – Einschiffung in Nizza
    Trotz der ganzen Unsicherheiten wegen des UFO-Flugstreiks im Vorfeld, habe ich einen ruhigen und entspannten Flug nach Nizza. Der Transfer zum Hafen dauert nur etwa 15 Minuten und auch das Einchecken geht sehr schnell, sodass ich schon um 14:30 Uhr an Bord bin. Mein Koffer kommt schnell auf die Kabine und ich packe ihn schnell aus!

    Ich habe die Außenkabine 511, steuerbord gelegen und relativ weit vorne.

    Die Kabine, ca. 17 m² groß, war recht modern eingerichtet und machte auf mich einen guten Eindruck. Sie war sauber und bot genug Platz auch für zwei Personen.
    Es gibt einen kleinen Schreibtisch sowie einen extra Sessel mit einem Mini-Tischchen. Ebenso ist ein großer Fernseher vorhanden, auf man neben einigen Infokanälen zum Schiff auch die jeweilige Bordrechnung aktuell einsehen kann!

    Das Bad ist recht geräumig und bietet einige Ablagemöglichkeiten. Die Bäder wurden in der Werft wohl nicht komplett erneuert und man hätte nach meinem Dafürhalten hier und da zumindest mal die Fugen nachstreichen können. Aber war auch Bad war sauber.

    Sehr schön ist ebenfalls der große begehbare Kleiderschrank, in dem sich auch der Safe befindet. Hier findet man auch einen Fön und einen Regenschirm. Ebenso sind Bademäntel, Poolhandtücher und zwei Decken vorhanden.

    Zudem gibt es in der Kabine eine kleine Minibar, die sehr gut runterkühlt. Die Preise sind moderat, ca. 3 € für eine Flasche Bier oder 1,70 € für eine Dose Cola.

    Ich habe dann auch den angebotenen Kabinenservice getestet, der im Preis inklusive ist! Das Schnitzel mit Bratkartoffeln, Gurkensalat und Kronsbeeren war sehr lecker und etwa 20 Minuten nach der Bestellung. Man sieht auf den Bildern auch, das reichlich Steckdosen vorhanden sind. Zwei am Schreibtisch und an jedem Nachtschrank eine. Am Schreibtisch befinden sich ebenfalls zwei USB-Steckdosen. Interessanterweise gibt es keine Steckdose im Bad.

    Etwas überrascht haben mich die Etiketten in Handtüchern! Scheinbar wurde hier die gesamte Wäsche von HAL übernommen.

    Das einzige Manko der Kabine ist die Klimaanlage! Ich hatte mich nach wenigen Tagen erkältet und mich hat dann nachts das recht starke Gebläse schon massiv gestört. Die Klimaanlage befindet oben rechts über der Tür zum begehbaren Kleiderschrank. Sie kann temperaturmäßig geregelt werden (was sich leider auch nur bedingt auswirkt), aber nicht von der Stärke runtergestellt werden. Sie blies deutlich spürbar über meine Füße hinweg in dern Raum rein, was mich ziemlich gestört hat!

    Nach dem Auspacken gehe ich auf dem Panoramadeck 7 einmal rund um das Schiff und verweile dann in der Phoenix Lounge mit tollen Blicken auf den alten Hafen von Nizza!

    Mit an Bord sind zwei Paare, die ich von https://www.kreuzfahrtinfos.at/forum/ her kenne und wir werden eine sehr nette Zweit zusammen verbringen!

    Nach der SNRÜ um 17:30 Uhr folgt das Auslaufen. Mich überrascht ein wenig, dass die Amera die gleiche Auslaufmelodie wie die Artania benutzt …

    Nach dem Essen habe ich einen netten Abend mit Siegrid und Roland aus Hamburg in Harry’s Bar!

    Mi. 23. Okt. – Seetag im Tyrrhenischen Meer
    Heute steht ein entspannter Seetag in Richtung Syrakus auf Sizilien auf der Tagesordnung.
    Ab 11 Uhr findet in den „Schönen Aussichten“ auf Deck 11 (den ehemaligen Poolbereich der ‚Prinsendam‘) die Begrüßung durch Kapitän Jens Thorn mit anschließendem maritimem Buffet statt.

    Am Nachmittag hält der Lektor in der Atlantik Showlounge seinen ersten Vortrag zu Griechenland.
    Ich finde ihn allerdings ein wenig ermüdend und verschwinde bald in Phoenix Lounge am Heck auf Deck 7.
    Hier lassen sich nette Fotos machen, aber leider merke ich auch schnell, dass dies wohl doch nicht mein Lieblingsplatz an Bord wird, da die gesamte Bar leider komplett Raucherbereich ist.
    Die Poolbar ist gar nicht in Betrieb 🙁

    Gegen 16 Uhr gehe ich auf das Pooldeck und schwimme eine Runde im Meerwasserpool (leider wird es die einzige auf der Reise bleiben). Nach anderthalb Stunden auf der Liege mache ich mich für den Gala-Abend fertig.
    Nach dem Abendessen schaue ich mir die schönee „Musical Show“ in der Atlantik Lounge an, bevor es noch zu einem Absacker in die Piano Lounge geht!

    Do. 24. Okt. – Syrakus auf Sizilien
    Um 7 Uhr werde ich etwas unsanft durch die Bugstrahler geweckt. Dies ist aber nicht schlimm, da ich mir für den heutigen Tage ein ziemlich strammes Programm vorgenommen habe.

    Nach dem Frühstück verlasse ich um 9 Uhr das Schiff

    und es geht zu Fuß hoch zum archäologischen Park. Dieser ist ca. zweieinhalb Kilometer vom Hafen entfernt und der Weg dorthin steigt stetig an. Als ich nach etwa 40 Minuten in der Sonne bei immerhin schon 22° ankomme, bin ich nass geschwitzt und gönne mir nach dem Kauf des Tickets
    erstmal ein herrlich kühles Bier 🙂

    Es gibt hier ein großartiges griechisches Theater zu entdecken, das mit einem Durchmesser von 138 m einmal rund 15.000 Zuschauer gefasst haben soll.

    Weiter besuche ich die 25 m hohe Grotte „Ohr des Dionysios“, in dem der Tyrann angeblich seine Feinde belauschte!

    Zum Abschluss gibt es noch ein – allerdings recht ungepflegtes – Amphitheater zu sehen

    Danach besuche ich die rund 1 km entfernte Basilika ‚Santuario della Madonna delle Lacrime‘, die durch ihre auffällige Form schon von weitem zu sehen ist. Der Bau der 90 m hohen Wallfahrtskirche wurde in der 50er Jahren notwendig, da Pilger aus aller Welt zu einer Gipsmadonna strömten, die 1953 über eine Woche lang echte Tränen geweint haben soll.

    Die Basilika liegt direkt neben dem archäologischen Museum, dem ich dann auch einen kurzen Besuch abstatte.

    Danach gehe ich zurück zum Hafen und weiter zur sehr schönen Halbinsel Ortigia. Die Gassen erinnere mich ein wenig an Cadiz, wo ich Weihnachten war. Beim Schlendern durch die Gassen treffe ich hier das zweite Paar Claudia und Horst aus Oldenburg, und wir verabreden uns spontan zum Abendessen an Bord. Ich besichtige die tolle Piazzo del Duomo sowie die Kathedrale selbst

    und gehe dann noch weiter bis zum Aretusa-Brunnen, in dessen Teich Papyrus wächst. Syrakus ist der einzige Ort in Europa in dem noch Papyrus wächst.

    Im Hafen kann ich dann einige schöne Aufnahmen vom Schiff machen.

    Um 18 Uhr gehen wir dann zu fünft im Ozean Restaurant essen und setzen uns anschließend in die „Schönen Aussichten“ zur ‚White night party‘.


    Claudia, Horst, Siegrid, Roland und ich

    Fr. 25. Okt. – Seetag im Ionischen Meer
    Heute Nacht wurde die Uhr eine Stunde vorgestellt. Daher werde ich erst kurz nach 9 Uhr wach und muss mich mit dem Frühstück sogar ein klein wenig beeilen 🙂

    Zum einen ist heute im Tagesprogramm für mich nur wenige dabei, zum anderen habe ich seit heute morgen ein leichtes Grummeln im Magen. Also mache ich mir einen ganz ruhigen und entspannten Tag mit meinem eBook-Reader an verschiedenen Stellen an Bord.

    Zu 18 Uhr habe ich mich dann mit Claudia und Horst in „Pichler’s Restaurant“ zu einem Spezialitäten-Menü angemeldet. Das Essen entspricht in etwa dem, was man auch an einem Gala-Abend bekommt. Es war ganz nett, aber insgesamt nicht so ganz mein Fall. Wiederholen müsste ich es nicht, zumal jetzt schon ein wenig die Hose meiner Abendgarderobe kneift.
    Mir hat vor ein paar Jahren mal der KFD Michael van Oosterhout anvertraut, dass „dies an der salzhaltigen Seeluft liege, die die Kleidung schrumpfen läßt“! Sehr plausibel, wie ich finde 🙂 🙂

    Abends findet dann auf dem Außendeck in den „Schönen Aussichten“ ein Akrobatik-Abend mit dem „Duo Gravity“ statt, die uns mit Ihrem Können immer wieder erstaunen.

    Sa. 26. Okt. – Piraeus/Athen
    Pünktlich um 7 Uhr macht die MS Amera im Hafen von Piräus fest.

    Um 8:30 Uhr beginnt dann mein Ausflug zur Akropolis und zum Akropolis Museum. Die Fahrt bis zur Akropolis dauert keine halbe Stunde. Hier ist um diese Zeit noch nicht allzuviel los und wir
    machen uns sofort an den steilen Aufstieg.
    Unser Reiseleiter erzählt vieles zur Bedeutung der Akropolis und des berühmten Parthenon-Tempels, aber auch zu den anderen, zum Teil nur noch rudimentär erhaltenen Bauwerken und gibt uns dann etwa eine gute dreiviertel Stunde Freizeit für Fotos. Ich gehe einmal ganz um den Parthenon-Tempel herum, um ihm aus allen möglichen Blickwinkeln und Sonneneinstrahlungen filmen zu können.

    Man hat von hier oben auch wundervolle Blicke auf das ‚Odeon des Herodes Atticus‘ sowie das ‚Theater des Dionysos‘ mit dem dahinter liegenden neuen Akropolismuseum, was wir ja später noch besichtigen werden.

    Danach folgt eine kurze Stadtrundfahrt, auf der wir unter anderem den Syntagma-Platz mit dem Parlament sehen und auch einen kurzen Fotostop am Panathinaiko-Stadion machen, dem Nachbau des antiken Stadions von Athen. Hier fanden 2004 während der Olympischen Spiele die Wettbewerbe im Bogenschießen statt.

    Danach geht es dann für etwa eine Stunde in das neue Akropolis-Museum, das über einer Ausgrabungsstätte errichtet wurde. Um diese nicht zu zerstören, wurde das Museum auf etwa 180 Stelzen errichtet und auf der unteren Ebene läuft man fast nur über Glasplatten, durch die das darunterliegende Gelände gut zu erkennen ist. Innen gibt es sehr viele schöne Statuen und andere Fragmente (wie Teile vom Fries des Parthenon) zu sehen, die allesamt von der Akropolis stammen.

    Gegen 13:30 Uhr sind wir wieder im Hafen und ich verbringe noch einen gemütlichen Nachmittag an Bord mit Blick auf den Hafen von Piräus

    sowie dem anschließenden Auslaufen gegen 18 Uhr. Dabei gibt es einen tollen Sonnenuntergang!

    Das Abendessen nehmen wir heute wieder zu fünft ein, ebenso die anschließenden Schlummertrunks

    So. 27. Okt. – Durch die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus
    Eigentlich ist für heute geplant, um 8 Uhr in die Dardanellen einzufahren, gegen 10:30 Uhr ins Marmarameer und dann ab 18:15 Uhr durch Istanbul zu fahren.
    Gegen 7:30 Uhr meldet sich dann unser KFD Christoph Schädel und gibt bekannt, dass zurzeit die Einfahrt in die Dardanellen wegen eines Havaristen gesperrt sei. Voraussichtlich würden wir frühestens um 11 Uhr einfahren können. Wir kreuzen längere Zeit vor Çanakkale und letztlich beginnt die Fahrt durch die Dardanellen mit gut zwei Stunden Verspätung.
    Die Meerenge ist sehr interessant und es gibt viel zu sehen. Allerdings herrscht auf dem Oberdeck ein sehr kalter, böiger Wind, der zum einen das Filmen massiv erschwert und für den ich, wie sich später heraus stellt, doch nicht dick genug angezogen bin. Ich fange mir hier letztlich eine böse Erkältung ein, die (nicht zuletzt wegen der Klimaanlagen) während des Restes der Reise auch nicht abklingt. Aber als ich das bemerke, ist es bereits zu spät!

    Da sich alles um 2 Stunden verzögert hat, erreichen wir erst gegen 20 Uhr in Istanbul. Dies hat allerdings den Vorteil, die Stadt in voller Beleuchtung zu sehen, was einen ganz besonderen Reiz hat.


    Dolmabahçe-Palast


    erste Bosporus-Brücke

    Sonst gibt es von diesem Tag nicht zu viel zu berichten. Mittags wurde in den „Schönen Aussichten“ ein ‚Hühnchen Kebab‘ serviert, dass sehr lecker war. Die nachmittagliche Tee- und Kaffeestunde hatte heute das Motto „Alles Schokolade“, was ich allerdings nur gefilmt habe.

    Am Nachmittag erlebe ich in der Phoenix Lounge noch einen etwas bizarren Dialog zwischen einem Gast und der Bedienung. Der Gast möchte einen Cocktail, in dem wohl auch Sekt enthalten ist. Allerdings verlangt er diesem Cocktail stattdessen mit dem Haussekt!
    Sein Argument lautet, „dann wäre doch der Cocktail billiger“ …
    Es scheint sehr schwierig zu sein ihm klar zumachen, dass dies nicht geht und sich der Preis (selbst wenn) nicht ändern würde … Leute gibt’s 🙁

    Mo. 28. Okt. – Nessebar, Bulgarien
    Heute tendern wir zum UNESCO-Weltkulturerbe Nessebar in Bulgarien.
    Die kleine Halbinsel ist etwa 300 x 850 m groß und ein echtes Juwel. Es soll hier einmal über 40 Gotteshäuser gegeben haben, aber nur rund ein Dutzend haben es überdauert.

    Ich beginne meinen Rundgang im archäologischen Museum, das zwar klein aber fein ist.
    Ich ergattere hier auch ein Kombiticket, das den Eintritt für die meisten der noch vorhandenen Kirchen (heute zumeist kleine Museen) enthält. Dann schlendere ich durch die verschiedenen Gassen und bewundere die sogenannten Wiedergeburtshäuser, die im Erdgeschoss aus Stein und in der ersten Etage aus Holz gebaut sind.

    Unterwegs treffe ich sowohl Sigrid und Roland als später auch Claudia und Horst und wir setzen uns jeweils zusammen und genießen die Atmosphäre.

    Gegen 16 Uhr bin ich zurück an Bord und es bleibt noch etwas Zeit für einen Drink, ehe ich um 18 Uhr mit Claudia und Horst Restaurant Ozean essen gehe. Siegrid und Roland sind heute bei Pichler.

    Zu 21:15 Uhr habe ich mich dann für eine Küchenführung durch Küchenchef Felix Kunze angemeldet.
    Eine gute Dreiviertelstunde lang zeigt er uns sein Reich, erklärt viel und beantwortet alle unsere Fragen geduldig! Auch wenn man dies schon aus „Verrückt nach Meer“ kennt, ist es doch immer wieder spannend, so etwas mal live zu sehen.

    Nach einem Absacker in Harry’s Bar bin ich dann verhältnismäßig früh im Bett, da jetzt mein Husten doch etwas stärker bemerkbar macht!

    Di. 29. Okt. – Konstanza, Rumänien
    Eigentlich könnte ich heute ausschlafen, da ich keinen Ausflug geplant habe, sondern auf eigene faust los will.
    Ich gehe dann aber doch erstmal um 8 Uhr zum Doc, da sich mein Husten entschlossen hat, eine Bronchitis werden zu wollen. Ich bekomme drei Mittel und ich hoffe, dass es bald damit besser wird.
    Ich werde übrigens am Ende der Reise eine Rechnung bekommen, die mich doch überrascht. Die reine Behandlung mit Abhören der Lunge usw. dauerte sicherlich gute 10 – 12 Minuten und kostete nur 30 €. Die drei Medikamente schlugen mit 23 € zu Buche! Ich hatte schon mit weitaus mehr gerechnet.

    Nach dem Frühstück gammle ich noch etwas an Bord herum, da es heute morgen extrem nebelig ist und man so gut wie nichts sieht. Erst gegen 10:30 Uhr nehme ich dann doch den Shuttlebus, der uns in die Stadt bringt, allerdings – wie ich schnell bemerke – sehr weit nördlich von den touristisch interessanten Punkten. Bis dahin muss ich dann gute anderthalb km zurücklaufen.

    Dann stellt sich raus, dass (entgegen meinen RF) sowohl das archäologische Museum dienstags geschlossen hat als auch das kleine Museum mit dem römischen Mosaik. Letzteres soll besonders beeindruckend sein, da es eines der größten zusammenhängenden Mosaike der Welt ist. Von der ursprünglichen Fläche von 100 x 25 m sind heute immer noch etwa 800 m² vorhanden. Es wurde mehr oder weniger zufällig in den 60er Jahren entdeckt.
    Als ich dann an diesem Museum herum schleiche, öffnet der dortige Pförtner die Tür und bedeutet mir und eingen anderen Person, die sie dort inzwischen aufhalten, zu warten. Er telefoniert und tatsächlich kommt dann die junge Frau, die uns Tickets verkauft und wir können doch rein, obwohl eigentlich geschlossen ist!!
    Das Mosaik ist von der Fläche her auf jeden Fall sehr beeindruckend, wirkt allerdings etwas blaß und zugestaubt.

    Ich filme noch ein wenig am nahe gelegenen Ovidius Platz, auf dem das Denkmal des römischen Dichters Publius Ovidius Naso steht, der auch hier gelebt.
    Dann gehe ich weiter nach Süden bis zum Wasser, wo das Casino von Konstanza liegt. Es ist ca. 100 Jahre alt und wurde Mitte der 80er Jahre renoviert, steht aber auch schon seit langem wieder leer und macht einen heruntergekommenen Eindruck.

    Ich werfe noch einen kurzen Blick in einem nahegelegene orthodoxe Kirche

    und entscheide mich dann, nicht die gut 2 km zurück zum Shuttlebus zu laufen, sondern, da ich direkt am Hafeneingang bin, zu Fuß zum Schiff zu gehen, welches man inzwischen, da sich der Nebel gelichtet hat, in etwa 650 m Entfernumg liegen sehen kann.

    Ich mache mir dann einen ruhigen Nachmittag, pflege mein Husten und um 17:15 Uhr steht das Erinnerungsfoto mit Kapitän Thorn und KFD Schädel auf dem Programm. Gegen 19 Uhr legen wir dann, leicht verspätet, ab.

    Da eines der Medikamente bei mir leichte Magenprobleme verursacht hat, verzichte ich auf das heutige Mittel-Gala-Abendessen, und gehe früh ins Bett!

    Mi. 30. Okt. – Odessa, Ukraine
    Heute erleben wir den kältesten Tag der Reise, nur 10°C !!

    Beim Frühstück erlebe ich das positive Highlight des Tages: eine Frau steht am Tresen im Lido-Buffetrestaurant und bestellt laut: „two mirror-eggs, please“, womit sie allerdings nur ratlose Blicke erntet.
    Nach diesem Brüller bin ich hellwach und um 8:30 Uhr beginnt mein Ausflug „Odessa mit Theater“. Ich habe ihn bewusst gewählt, da ich unbedingt die Oper besichtigen will. Und das erweist sich auch als schlaue Maßnahme, denn einzeln hätte man sie nicht besichtigen können!!

    Bei Einsteigen in den Reisebus kommt dann allerdings das das negative Highlight des Tages: der Fahrer scheint großer Roland-Kaiser-Fan zu sein und wird uns die ganze Zeit mit seiner CD beglücken.

    Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Katharinenplatz mit dem Denkmal für Katharina II.

    und stehen nur wenige Meter weiter oberhalb der Potemkinschen Treppe, die wirklich sehr beeindruckend ist!

    Weiter geht es vorbei am Rathaus und der Puschkinstraße zur Oper.

    Die Oper ist eines der größten Opernhäuser in Europa mit über 1600 Plätzen und sehr beeindruckend.
    Sie erinnert mich von der Größe und Ausstattung ein wenig an das Gran Teatre del Liceu in Barcelona.

    Es geht weiter zum Taras-Schewtschenko-Park und dem Denkmal für den unbekannten Matrosen.

    Zum Abschluss besichtigen wir die Verklärungskathedrale. Auch ein sehr beeindruckender Bau.

    Unsere Reiseleiterin erzählte übrigens, dass die Amera das erste Schiff seit über dreieinhalb Jahren ist und sich alle sehr über den wieder aufkommenden Tourismus freuen.

    Nach dem Mittagessen gehe ich noch mal eine halbe Stunde raus und schlendere ein wenig an der Pier entlang, an der die Amera liegt.

    Ich gehe noch weiter vor bis zum Fuß der Potemkinschen Treppe. Der Trick, warum sie von unten so groß wirkt, liegt darin, dass die unteren Stufen 21,50 m breit sind, die oberen Stufen jedoch nur 13.50 m!

    Ab 15 Uhr entspanne ich in Harry’s Bar mit meinem eBook Reader.
    Abends findet dann der „Große Gatsby Abend“ mit Musik aus den 20er Jahren statt.

    Do. 31. Okt. – Im schwarzen Meer
    Da ich durch meinen Husten schlecht geschlafen habe, verpenne ich heute morgen total und bin erst kurz nach 10 Uhr auf. Dies hat leider zur Folge, dass ich kein Frühstück mehr bekomme. Das fängt ja gut an. Ob das mein Tag wird?

    Zudem ist das Wetter einfach mies. Es regnet, und ist ziemlich windig.
    Im Endeffekt gammele ich den ganzen Tag mehr oder weniger nur rum und lege mich nach dem Mittagessen sogar längere Zeit im Bett.
    Die Einfahrt in den Bosporus ist dann so richtig verregnet,

    aber als wir uns unserem Liegeplatz im Stadtteil Sultanahmet nähern, ist es zumindest trocken.

    Eigentlich hatte ich mir – genau wie Claudia und Horst – bei GetYourGuide ein Ticket für eine abendliche Lichterfahrt auf dem Bosporus besorgt.
    Aber die Aussicht, bei der Kälte in einem zugigen Boot auf dem Wasser zu sein, überzeugt mich dann aber doch nicht und ich lasse die Fahrt einfach ausfallen.
    Ich verzichte auch weitgehend auf den Halloween Abend und bin früh im Bett!

    Fr. 1. Nov. – Istanbul, Türkei
    Auch heute stehe ich wieder spät auf und beschließe dann, nicht von Bord zu gehen, da es draußen wieder regnerisch ist bei nur 12 Grad. Zudem war ich ja im Februar einige Tage hier und habe die ganzen Highlights ohnehin gesehen. Und alles, was ich für diesen Tag im Hinterkopf hatte, fällt eh‘ buchstäblich ins Wasser. Nach dem Mittagessen ist es dann doch trockener und ich gehe schnell mit meiner Kamera an Deck und filme ein paar Szenen.

    Ab 14 Uhr dreißig Uhr kann dann die Brücke der MS Amera besichtigt werden. Sie wirkt nicht unerheblich größer als die mir bekannte Brücke der MS Albatros und ist sehr interessant. Ein Deckkadett beantwortet auch bereitwillig die Fragen der Gäste.

    Zwischen 18 und 19 Uhr veranstaltet die Crew des Schiffes einen kleinen Basar in Harry’s Bar. Unter anderem gibt es Ayran, Baklava, eine Wahrsagerein und man kann eine Wasserpfeife rauchen. Zudem gibt es eine kleine Tombola. Ich hole mir für 10 € (wie immer für den Crew Welfare Fond) 15 Lose und erziele immerhin zwei Gewinne 🙂
    Einen ca. 25 cm langer roter Keramiklöffel, der einen Ehrenplatz bei mir bekommen wird, und einen Schlüsselanhänger mit dem blauen Auge der Türkei.

    Am Abend spielt Julia Graeber auf ihrer Zaubergeige „Melodien aus Klassik und Romantik“.
    Nach einem Absacker in der Piano Lounge geht es dann auf die Kabine.

    Sa. 2. Nov. – Çeşme, Türkei
    Da wir erst um 13 Uhr Çeşme erreichen, habe ich einen einen entspannten Vormittag in Harry’s Bar mit meinem eBook-Reader. Gegen 12 Uhr probiere ich heute mal eine Pizza, die auf Deck 11 in den „Schönen Aussichten“ angeboten wird, sehe lecker!

    Wir erreichen Çeşme pünktlich

    und um 13:30 Uhr startet mein Ausflug nach Izmir. Die Fahrt dauert gut eine Stunde und unser unterhaltsamer Guide, der in Hamburg geboren ist, erzählt spannende Geschichten aus seinem Leben.

    Zuerst geht es zur Agora, die hier sehr gut erhalten ist.

    Dann fahrem wir zum kleinen archäologischen Museum. Hier haben wir 40 Minuten Zeit für sehr sehenswerte Statuen und Fundstücke aus der Agora, aber ich bin schon nach 10 Minuten wieder draußen, weil es drinnen extrem runtergekühlt ist (gefühlte 15°), was meinem Bronchien nun so gar nicht gefällt.

    Abschließend geht es weiter zum Rathausplatz mit dem Uhrturm, dem Wahrzeichen von Izmir.

    Hier gibt uns unser Guide eine kurze Einführung und dann gut 75 Minuten Freizeit, um zum einen den angrenzenden Markt besuchen zu können.
    Zum ersten Mal in meinem Leben teste ich einen frisch gepressten Granatapfel-Saft (0,2 l für 75 Cent!). Ich finde den säuerlichen Geschmack extrem erfrischend und lecker! Und gesund soll es ja auch noch sein … na denn 🙂

    Gegen 19:15 Uhr sind wir wieder an Bord.

    Schnell geht es zum Essen und dann weiter zur Irish Tap Show „Celtic dreams“, die wirklich klasse ist.
    Nachdem ich mit Ronald in Harr’y Bar noch einen Raki (oder waren es doch zwei ??) getrunken habe geht ein erfüllter Tag zu Ende!

    So. 3. Nov. – Santorin, Griechenland
    Heute kommt ein weiterer Höhepunkt der Reise, Santorin.
    Ich bin schon gegen 7:15 Uhr zur Einfahrt in den Krater an Deck. Das Wetter ist jetzt schon traumhaft.

    Gegen 8:30 Uhr tenderen wir dann zum kleinen Hafen Athinios, wo schon die Busse auf uns warten. Von dort geht es zunächst nach Akrotiri, dem „Pompeji des Ostens“. Ich war zuletzt 2011 auf Santorin, aber die Stätte noch geschlossen.
    Allerdings bin ich etwas enttäuscht von der Anlage, da sie kaum etwas mit Pompeji gemein hat. Es sieht hier alles nach Staub und Schutt aus. Zudem haben wir eine Führerin erwischt, die sehr langatmig ist und jeden Stein einzeln bei Namen nennt!

    Über eine Stunde führt sie uns durch die Halle von knapp Fußballfeldgröße. Das hätte man auch in 30 Minuten abhandeln können. Roland und ich gehen schnell unserer eigenen Wege, da es uns zu langweilig ist!
    Schade eigentlich!

    Dann geht es weiter in den Norden nach Oia (sprich: Ija), wo wir etwa 60 Minuten Freizeit haben, um den Ort zu erkunden. Da außer uns heute nur zwei deutlich kleinere Schiffe vor Ort sind, ist es nicht sehr voll und es macht richtig Spaß, durch die Gassen zu schlendern.

    Dann werden wir nach Fira gebracht, wo ich noch etwa 45 Minuten Zeit für traumhafte Ausblicke habe, ehe ich mit dem letzten Tender um 14:30 Uhr zurück an Bord gehe.

    Ich nutze die Zeit auch weidlich aus, wodurch ich kein Mittagessen mehr bekomme!
    Egal … ich sage immer: das bisschen was ich esse kann ich auch trinken :-))

    Aber ich nehme ausnahmsweise mal zwei leckere Kekse beim Wiener Kaffeehaus zu mir 🙂

    Abends gibt es dann die große CrewShow in den „Schönen Aussichten“ auf Deck 11, bei der sogar der KFD Schädel ein ungeahntes Talent zeigt und in ca. 4 – 5 m Höhe an einem großen Ring turnt, wie es sonst die Artisten tun!!
    RESPEKT Her Schädel!!

    Mo. 4. Nov. – Seetag im Ionischen Meer
    Der letzte Seetag dieser Reise bricht an.
    Um 11 Uhr soll ein Stadl Frühschoppen auf Deck 11 in den „Schönen Aussichten“ stattfinden, bei dem unter anderem die Seekarte verlost werden und die Verabschiedung durch Kapitän Jens Thorn, KFD Christoph Schädel und der Crew vonstatten gehen soll.
    Allerdings fängt es pünktlich um kurz vor 11 Uhr an zu regnen, so dass Frühschoppen und Verabschiedung komplett ausfallen und das Essen ins Lido-Buffetrestaurant verlegt wird.
    Dabei treffe ich mit Claudia auf die Geigerin Julia Graeber! Sie erzählt uns, dass sie eigentlich schon in Santorin hätte von Bord gehen sollen, man sie dort aber nicht ausreisen ließ, weil sie aus einem nicht EU-Land eingereist ist !!!
    Somit steigt sie jetzt am nächsten Tag in Albanien aus und kommt dann in zwei oder drei Wochen wieder an Bord.

    Ich bin nachmittags ziemlich kaputt, lege mich in der Kabine ein wenig auf Bett und döse tatsächlich zwei oder drei Stunden weg.
    Zum Abendessen bin ich mit Siegrid und Ronald verabredet. Anschließend schauen wir uns ein letztes Konzert von der Julia Graeber an. Nach der Show gönne ich mir nur noch einen kurzen Absacker und gehe dann ins Bett, da in der Nacht die Uhr wieder eine Stunde zurück auf deutsche Zeit gestellt wird.

    Di. 5. Nov. – Durres, Albanien
    Ich werde bereits um 6:45 Uhr geweckt, den Bugstrahlern sei Dank 🙂
    Somit kann ich ganz in Ruhe frühstücken und nach einem Rundgang über das Deck, um ein wenig zu filmen, verlasse ich gegen 10:15 Uhr das Schiff.

    Ich möchte zunächst ein wenig Bargeld tauschen, was sich aber als recht aufwendig erweist, da es bei den ersten drei Banken gar nicht geht.
    Erst als ich in der Filiale einer Raiffeisenbank (!) bin, kann ich 15 € eintauschen, was mir dann 1828 Lek einbringt! Man benötigt aber auch einen Reisepass und muss mehrere Unterschriften leisten.

    Eigentlich wollte ich vorbei am venezianischen Turm

    durch eine nette Parkanlage am Strand entlang laufen, diese wird zurzeit aber umgebaut. Nur ein kleiner Andenkenladen hat offen. Auch er wird zwar gerade komplett renoviert, verkauft aber immerhin Magnete … für umgerechnet 50 ct. das Stück.
    Dann besuche ich eine in Meer gebaute Steganlage, der wohl das neue Wahrzeichen von Durres darstellt. Sie beherbergt Restaurants, Bars und Spielhallen.

    Schräg gegenüber liegt das archäologische Museum, in dem allerdings zwei von drei Etagen wegen Renovierung geschlossen sind. Ist aber auch nicht so schlimm, da auch hier der Innenraum auf gefühlte 15° gekühlt ist. Ich bin bereits nach wenigen Minuten wieder draußen, da ich das Gefühl habe, mir die Lunge aus dem Hals zu husten.

    Nur eine Querstraße weiter befindet sich das nur teileweise freigelegte griechische Amphitheater, das etwa 20000 Zuschauern Platz geboten haben soll. In einer Nische unterhalb der Tribüne findet man die einzigen erhaltenen byzantinischen Wandmosaike Albaniens (leider kein Foto).

    Vorbei am Freiheitsplatz mit Theater und ehemaliger Parteizentrale

    und einem sehr überschaubaren Forum geht es zurück zum Schiff

    Heute mittag gibt es in der „Schönen Aussichten“ wieder halbe Hähnchen nach Wahl mit Pommes oder Kartoffelsalat. Ich gönne mir gleich zwei Halbe, allerdings ohne Beilagen. Sehr sehr lecker.
    Den restlichen Nachmittag verbringe ich an Deck und in Harry’s Bar und lese mein aktuelles Buch zu Ende.

    Gegen 16:30 Uhr filme ich noch einen tollen letzten Sonnenuntergang

    und gegen 17:30 Uhr das Auslaufen.

    Um 18 Uhr treffen wir fünf uns zum Essen im Ozean Restaurant und um 21:15 Uhr wird dann in der Atlantik Showlounge die große „Viva Las Vegas Show“ präsentiert mit mitreißenden Songs von Elvis Presley, ABBA und den Blues Brothers!

    Mi. 6. Nov. – Split, Kroatien
    Gegen 8 Uhr erreicht MS Amera bei leichtem Regen den Hafen von Split und um 8:30 Uhr beginnt mein Ausflug in den Krka Nationalpark, an dem auch Siegrid und Roland teilnehmen, allerdings im zweiten Bus.
    Auf diesen Ausflug habe ich mich besonders gefreut, da ich bereits 1989 und 2008 bei Landurlauben hier gewesen bin und somit habe bislang nur Fotos von diesem wunderbaren Nationalpark habe. Nun kann ich dort zum ersten Mal auch filmen 🙂

    Nach gut einer Stunde Fahrt erreichen wir den Park, der ca. 75 km nördlich von Split in der Nähe der Stadt Šibenik liegt. Wie meine Wetter-App schon andeutete, ist das Wetter hier besser als in Split. Es ist nur mässig bewölkt und in den nächsten drei Stunden wird auch noch richtig die Sonne herauskommen, so dass es ein perfekter Tag und Reiseabschluß werden wird.

    Zunächst gehen wir mit unserem Guide die Rundtour auf den Holzstegen durch die wundervolle Natur. Rechts und links sehen wir überall kleine und größere Wasserfälle.

    Nach gut einer Stunde erreichen wir den größten Wasserfall ‚Skradinski buk‘. Er besteht aus 17 Stufen mit einer Gesamthöhe von 45,7 m.

    In diesem Park wurde Teile von mehreren Karl May-Filmen (u. a. „Schatz im Silbersee“) gedreht. Mir schwirrt ständig die fantastische Musik von Martin Böttcher durch den Kopf.

    Am Ende haben wir noch etwa eine Stunde Freizeit, in der man in die Andenkenläden oder ein kleines ethnologisches Museum gehen könnte. Allerdings hat mir der letzte Aufstieg vom Skradinski buk auf das Straßenniveau über gefühlte 1000 Treppenstufen (ok, realistisch waren es vlt. 150) doch ein wenig zugesetzt und ich bin ziemlich platt

    So sitze ich mit Siegrid und Roland in einem kleinen Biergarten und genießen ein einheimisches Bier sowie die wärmenden Sonnenstrahlen.

    Gegen 14:15 h sind wir wieder zurück am Schiff.
    Ich mache mich zuerst an das leidliche Kofferpacken, ehe ich noch einige ruhige Minuten bei einem Glas Prosecco in Harry’s Bar verbringe. So langsam kommt der Abschieds-Blues …

    Um 18 Uhr gehen wir ein letztes Mal zu fünft in das Ozean Restaurant

    Anschließend treffe ich mit Claudia und Horst in der Atlantik Lounge zur großen „Buddy Holly & Friends Rock’n’Roll Show“. Sie wird live gesungten von Steven Timmerman, der heute an Bord gekommen ist. Er ist für das gesamte Unterhaltungsprogramm der MS Amera und MS Deutschland sowie allen
    Flusskreuzfahrtschiffen von Phoenix verantwortlich.
    Die Show ist wirklich grandios. Man merkt Steven an, wieviel Spaß es ihm macht, die Lieder zu singen und zu performen. Das ganze dauert mit diversen Zugaben über 90 Minuten und ist nach meinem Empfinden die beste Show, die ich auf meinen jetzt fünf Phoenix Reisen gesehen habe.
    Ich habe insgesamt eine gute halbe Stunde gefilmt und muss mal schauen, wie ich das dann auf einen ‚erträgliches‘ Maß zusammengeschnitten bekomme.
    Danach treiben wir uns für ein, zwei Drinks in Harry’s Bar herum, ehe es ins Bett geht.

    Do. 7. Nov. – Triest, Italien
    Wir legen pünktlich um 8 Uhr in Triest an

    Allerdings dauert es über eine Stunde bis das Schiff zum Landgang freigegeben wird. Dadurch verzögern sich natürlich alle Abfahrten der Busse für privat abreisende Gäste und auch unsere Busse von Triest nach Venedig. Diese sollten eigentlich um 9:15 Uhr fahren, aber da inzwischen am Ausgang ein riesen Chaos herrscht, wird es dann etwa 10 Uhr, als es endlich losgeht. Dafür ist die Fahrt deutlich kürzer als veranschlagt. Statt der angesagten zweieinhalb Stunden brauchen wir nur etwa 100 Minuten!
    Zusammen Siegrid und Roland fliege ich mit Swiss Air nach Zürich, wo sich dann unsere Wege endgültig trennen. Die beiden fliegen weiter nach Hamburg, während ich in meinen Flieger nach Düsseldorf steige, wo ich gegen 18 Uhr eintreffe. Gegen 19 Uhr sitze ich dann im Auto und bin nach einigen Staus gegen 21:30 Uhr wieder zuhause.

    Fazit
    Auch wenn ich zwei Drittel der Zeit mehr oder weniger stark erkältet war, ist es eine wunderschöne Reise mit wunderschönen Zielen und größtenteils tollem Wetter gewesen.
    Die MS Amera hat mir mit ihren Kabinen, Bars und Restaurants sehr gut gefallen, nur die Klimaanlagen und ich wurden keine Freunde …
    Wenn irgendwann die Route und der Preis stimmt, werde ich sie bestimmt wiedersehen!

    Ich habe mich auch sehr gefreut, Siggi und Roland sowie Claudia und Horst persönlich kennenzulernen! Es war eine tolle Zeit und wir haben viel Spaß miteinander gehabt!
    Ich freue mich schon auf das Wiedersehen im Juni 2020 bei KFI-Treffen in Hamburg!

  • #23127 Antwort

    Kerstin Krückeberg

    Hallo Klaus!
    Das nenne ich aber flott! Kaum daheim, schon der super tolle Bericht, gespickt mit wahnsinnig schönen Fotos!!! Trotzdem ein wenig schade, das die Bronchitis so im Griff hatte. Was die Klimaanlage betrifft, ist wahrscheinlich dort Irmelas „Windeltuch“-Trick ganz angebracht und sollte wohl unbedingt mit im Koffer sein. Ich bin auch so ein Meister von „Klimaanlagen ausstellen“, was ich dieses Jahr in Kanada oft praktiziert hatte. Die Ziele sind auf jeden Fall sehr interssant!
    Übrings:süß, das deine Kamera auch einen „Toni“ hat! (So heißt beim Ton-Mann von VnM der Puschel fürs Mikrofon.)
    Hat Spaß gemacht Mitzureisen und für kommende Reisenede ist hier eine super Zusammemfassgung, was man bei diese Reise so machen sollte!
    Ganz liebe Grüße, noch gute Besserung, und tschüß,
    Kerstin

  • #23129 Antwort

    Helga E.-D.

    Hallo Klaus,

    wow, was für ein Bericht und so tolle Fotos! Und Du bist ja von der ganz raschen Truppe – ich bin noch immer „unterwegs“ 😉
    Ich werde mir Deinen Bericht abspeichern und Häppchen für Häppchen in Ruhe nachlesen und als Landgangsplanung für den Fall aufheben, sollte ich einmal in diese Richtung kommen – auf der To Do-Liste steht eine ähnliche Route ja schon länger! Aber dadurch dass eine Zeitlang Istanbul nicht mehr angefahren worden ist und dazu noch die Krim-Krise, haben wir andere Routen vorgezogen.

    Warum bekommt man um 10 Uhr kein Frühstück mehr an Bord der Amera – auf der Artania z. B. kann man fast bis kurz vor Mittag zum Langschläferfrühstück gehen (und ich meine auf der Albatros auch)?!

    Steckdosen im Bad – auf der Artania gibt es dort auch keine Steckdosen, nur für Rasierapparat
    Die Bäder auf der Amera sind nach meiner Info erst im vergangenen Jahr von HAL ganz neu gemacht worden, deshalb hat Phoenix dort wohl auch nichts gemacht.

    Durch Zufall habe ich von meinen Nachbarn erfahren, dass sie auch gerade 15 Tage mit der „Prinzessin“ unterwegs waren in Richtung Westeuropa. Sie hatten nicht wirklich etwas zu bemängeln, sind in der Preisklasse aber doch eher von der „Deutschland“ begeistert. Es wären auch einige Arbeiten auf der „Amera“ sichtlich noch nicht erledigt gewesen.

    Irgendwann werden wir die Amera auch für eine Kurzreise testen, aber Größe und Preisklasse lassen uns doch eher „Liebhaber“ der Artania bleiben, das stand für uns nach der kürzlich erlebten Reise definitiv fest. Insbesondere da alle Kabinen auf Deck 4 und unser Lieblingsdeck 5 ab morgen komplett erneuert werden. Nach den Musterkabinen werden sie superschön!

    Danke nochmals für Deinen tollen Bericht – da habe ich noch lange daran zu lesen und dann noch VnM – der Winter ist gerettet 😉

    Viele Grüße

    Helga E.-D.

  • #23131 Antwort

    Helga E.-D.

    PS:

    Klaus, in welcher Größe lässt Du Christian die Bilder zukommen – Deine sind viel größer als meine, ich muss immer ziemlich verkleinern, damit mein Rechner sie überhaupt „häppchenweise“ schickt…

    Viele Grüße
    Helga E.-D.

    • #23137 Antwort

      Kerstin Krückeberg

      Hallo Helga!
      Christian hatte mir damals bei meinen Bildern mir den Link zu WeTransfer (kostenloses Übertragungsprogramm für Daten via Internet) gesendet und das klappt ganz gut. Ich bin gerade jedoch nicht sicher, ob meine Bilder auch so groß waren. 🙂
      Ganz liebe Grüße, tschüß Kerstin

    • #23138 Antwort

      Kerstin Krückeberg

      Habe soeben nachgeschaut und sie sind auch so groß.
      Klaus: sendest du auch über WeTransfer?

  • #23151 Antwort

    Irmela Tölke
    Keymaster

    Hallo Klaus,

    was für ein umfänglicher und interessanter Bericht – vielen lieben Dank!!

    Die Route hätte mir auch sehr gut gefallen, denn mit Rumänien, der Ukraine und Albanien sind Ziele dabei, die wir noch nie angefahren haben. Die Sache mit deiner Erkältung ist allerdings wirklich sehr schade. Ich kenne das Problem. Gegen nervige Klimaanlagen habe da so meine eigenen Strategien (auch https://kreuzfahrt-begeistert.de/clevere-repeater-tricks-welche-habt-ihr/ nachzulesen.
    Aber immerhin hast Du die Reise trotzdem in guter Erinnerung behalten und das ist das wichtigste.

    Bin schon gespannt auf Deine nächsten Reisen und sende herzliche Grüße aus Hamburg,
    Irmela

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 1 Tag von  Irmela Tölke.
  • #23179 Antwort

    Klaus Brokmann

    Moinsen @all,

    vielen Danke für’s Feedback und Lob 🙂

    Dann will ich mal versuchen, alle Fragen zu beantworten!

    >> Was die Klimaanlage betrifft, ist wahrscheinlich dort Irmelas „Windeltuch“-Trick ganz angebracht
    >> und sollte wohl unbedingt mit im Koffer sein.
    Ok, vielleicht eine Möglichkeit, allerdings war es hier nicht so ein quadratischer Austritt in der Mitte der Kabine, sondern ein schmaler Schacht über der Tür zum Kleiderschrank! Ist auf dem zweiten Kabinenbild oben rechts zu erahnen (der dunkle Bereich)

    >> Aber dadurch dass eine Zeitlang Istanbul nicht mehr angefahren worden ist und dazu noch die
    >> Krim-Krise, haben wir andere Routen vorgezogen.
    Ab kommendem Jahr fährt Phoenix auch wieder die großen Runden im Schwarzen Meer, wenn noch Sotchi, Georgien und Trabzon in der Türkei dazu kommen!!

    >> Warum bekommt man um 10 Uhr kein Frühstück mehr an Bord der Amera ?
    Es gab jeden Tag bis 10 Uhr in den Hauptrestaurants und bis 10:30 h im Lido-Buffet Frühstück. Ich war auch meist im Lido, weil dort alles viel näher beieinander steht!
    Aber wenn Du erst NACH 10 Uhr aufstehst, wäre das schon mit viel Hektik verbunden, wenn ich noch hätte frühstücken wollen. Und was es dann um etwa 10:25 h noch gibt, ist ja auch die Frage …
    Deswegen habe ich drauf verzichtet 🙂

    >> Steckdosen im Bad – auf der Artania gibt es dort auch keine Steckdosen, nur für Rasierapparat
    Schon klar, aber hier fehlte auch diese Steckdose!

    >> Sie hatten nicht wirklich etwas zu bemängeln, sind in der Preisklasse aber doch eher von der
    >> „Deutschland“ begeistert. Es wären auch einige Arbeiten auf der „Amera“ sichtlich noch nicht
    >> erledigt gewesen.
    Die ‚Deutschland‘ gefällt mir nicht so sehr! Vielfach zu dunkel und zu überladen mit den 20er-Jahre-Charme 🙂
    Ja, am werkeln war man auf dieser Reise nicht wirklich, aber:
    – die Poolbar ist nicht mal ansatzweise betriebsbereit (keine Zapfhähne, gar nix)
    – es hat mich schon gewundert, in den Teakholzdecks die Verschraubung vielfach nicht durch Stopfen abgedeckt war! Da stand dann halt mal Regenwasser drin, was für Holz und Schrauben sicher nicht toll ist!

    >> aber Größe und Preisklasse lassen uns doch eher „Liebhaber“ der Artania bleiben
    Unter dem Strich bleibt die Artania sicher auch meine Nummero Uno bei Phoenix! Aber die Amera hat zumindest zur Albatros (deren Charme ich einfach liebe, alt hin oder her) aufgeschlossen!!

    >> Klaus, in welcher Größe lässt Du Christian die Bilder zukommen
    Gar nicht!
    Ich lade die Fotos auf der kostenfreien Seite „www.picr.de“ hoch und habe dort aus Ausgabeoption „1280 Pixel“ eingestellt (man kann aber auch 1024 Pixel nehmen)!
    Du kannst Dir dann drei verschiedene Ausgabecodes anzeigen lassen, die Du einfach 1:1 in den RB kopieren kannst. Dann hat Christian da nichts mit zu tun (weder zeitlich noch platzmäßig auf seinem Server):
    BB-Code für Direktanzeige in Foren oder BB-Code für Galerie mit verlinkten Thumbnails
    oder HTML-Code für die Verwendung in Auktionen, Blogs etc.. Diesen benutze ich immer!
    Das ist das Gleiche, als wenn Du hier im Edito auf den „img“-Button klickst und dort die Adresse, wo das Bild liegt händisch eingibst!
    Einfach mal schauen, ist nicht sehr schwer 🙂

    LG Klaus

Antwort auf: 16 Tage auf MS Amera
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