2. Tag Seetag

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      Michaela
      Gast

      2. Tag Seetag

      Der eine oder andere wird sich vielleicht Fragen: Nur Seetage, ist das nicht Langweilig? Kreuzfahrt so ganz ohne Landgänge? Natürlich ist es schade, dass man nicht an Land darf, um sich etwas anzugucken, aber vorneweg gesagt: Wir hatten 1 Buch und eine Zeitschrift mit, beides wurde nicht angerührt und Shuffleboard haben wir wieder nicht geschafft 😉
      Es stellte sich bereits an diesem Morgen eine Routine ein. Das erste To do am morgen nach dem Aufwachen: Erstmal auf den Balkon, die frische Morgenluft genießen 😉 Dann ging es zum Frühstück. Nach dem Frühstück wird eine Runde an Deck gedreht, bevor es zum Fiebermessen ging. Ja, Fiebermessen war jeden Tag Pflicht. Dies war zwischen 8:30h und 12h in der Abtanzbar möglich. Falls jetzt jemand denkt, dass dies ja eine Einschränkung in der Tagesplanung wäre, dem kann ich nur sagen, die längste Zeit, die wir dort verbracht haben, waren einmal 2 Minuten, da 4 Passagiere vor uns waren. Das Fiebermessen an sich ist eine Frage von Sekunden. Es wurden übrigens keine Passagiere ausgerufen, die nicht angetreten waren. Danach ging es wieder an Deck, eine schöne Liege „sichern“ und Erholung auf See auf der Ostsee (statt Nordatlantik) genießen 😉 Wir hatten dann ab 9h auch schon das erste Highlight der Kreuzfahrt. Wir hatten eine Panoramafahrt (ca. 2h), vorbei an Rügen, von Kap Arkona bis zum Königsstuhl.

      Foto Kap Arkona

      Am Königsstuhl hatten wir dann auch einen Fotostopp. Ja, wir haben tatsächlich gestoppt, damit dann auch jeder den Ausblick genießen und schöne Fotos machen konnte. Wer kann schon sagen, dass er mit einem Kreuzfahrtschiff einen Fotostopp gemacht hat 😉

      Foto Königsstuhl

      Danach haben wir noch eine 360° Drehung gemacht und uns mit dem Typhon von Rügen verabschiedet. Unsere Fahrt ging dann weiter Richtung Finnland.
      Und schon folgte der nächste Programmpunkt: Der Lektorenvortrag „Die Geschichte der Kreuzfahrt“. Die Vorträge waren, wie sonst auch im Theater. Allerdings musste man sich vorher anmelden. Da ich ja seit letztem Jahr dann auch ein Smartphon besitze, nachdem mein altes Telefon seinen Geist aufgegeben hatte, hatte ich mir die Mein Schiff App runtergeladen (wer weiß, wozu sie gut ist), somit konnte man sich dort anmelden und konnte kurze Zeit später, im Reiseplan, einsehen ob man noch einen Platz bekommen hat, denn die Teilnehmerzahl war natürlich beschränkt. Ich bin mir sicher, dass man sich auch an der Rezeption hätte anmelden können. Für alle, die nicht Live dabei sein wollten, oder konnten, wurden sowohl die Vorträge, als auch die Auftritte der Gastkünstler, in die Kabinen übertragen. Im Theater selber waren die ersten 5 Reihen nicht besetzt, jede Kabine hatte immer mindestens 2 Plätze Abstand zur nächsten und die hintere Reihe wurde auf Lücke platziert. Der Vortrag war sehr interessant. Im Anschluss habe ich uns erstmal Plätze für die übrigen Vorträge gesichert 😉
      Im Anschluss an den Vortrag haben wir uns erstmal genauer auf dem Schiff umgesehen. Einer unserer Lieblingsplätze war der hintere Bogen der Joggingbahn. Hier hatte man einen sehr schönen Ausblick 😉

      Foto Joggingbahn

      Ein weiterer Lieblingsplatz war die Bugspitze, halt Captains View 😉
      Den weiteren Tag haben wir an Deck in der Sonne verbracht. Auf dem Weg zum Abendessen sind wir an der Fotoshotingstation vorbei gekommen. Eigentlich nur durch Zufall, weil wir das gar nicht geplant hatten. Aber, da es im Terminal das traditionelle Einschiffungsfoto nicht gab, wurde dies kurzer Hand an Bord heute Abend nachgeholt. Dann haben wir uns gesagt, na gut, wenn man schon mal da ist 😉
      Nach dem Abendessen hatten wir noch eine wunderschöne Abendstimmung vom Balkon aus erspäht.

      Foto Abendstimmung

      Am Abend haben wir uns dann noch das Comedyprogramm von unserem Gastkünstler (dieser war am Nachmittag übrigens in der Abendschau) in der Kabine angesehen. Wir hatten viel Spaß und sind dann mit einem Lächeln eingeschlafen 😉

    • #41544 Antworten
      Helga Dluhosch
      Gast

      Hallo Michaela,

      sehr interessant Dein Bericht und ja, es bestätigt meine Meinung, dass Kreuzfahrten möglich sind, wenn auch zurzeit eher als „Blaue Reise“, aber es zeigt, dass irgendwann, wenn auch wieder Häfen angelaufen werden können, „normale“ Kreuzfahrten mit einem hervorragenden Hygienekonzept gehen. Wir haben dies auf unserer Flussreise im September mit der MS Andrea auch erlebt – auf strengste Einhaltung geachtete und erfolgte Hygienemaßnahmen! Es geht, wenn wir nur alle wollen…
      Schön, dass Du diese Reise „gewagt“ hast!!!

      Viele Grüße

      Helga E.-D.

    • #41628 Antworten
      Kerstin Krückeberg
      Gast

      Hallo Michaela !
      Und ich muss sagen, jeder der durch die Berufstätigkeit oder anderer Dinge, immer viel um die Ohren hat und sonst im Alltag straff unterwegs ist, tut solch eine „Ruhereise“ auch mal ganz gut. Man fährt den eigenen Motor hinunter, ist an frischer Luft, kann länger schlafen, hat gutes Essen und die Möglichkeit viel Natur auch vom Schiff aus zu sehen. Bei meiner Norwegen-Tour damals, waren automatisch auch viel vom Schiff aus, zu sehen und genoss die Reise in dieser Landschaft. Das mit dem Buch kenne ich auch sehr gut- es fährt immer mit und wird zwar mal aufgeschlagen, aber lesen tu ich da eher weniger und oft, hatte ich es in den Koffer gepackt, ausgepackt, eingepackt und erst zu Hause gelesen. Shufflebord fehlt übringes bei mir auch noch und auch Bingo. Ob ich jeh diese „Bildungslücken“ schließen werde ??? 🙂 Diese App-Geschichte kenne ich von Aida und das ist wirklich eine praktische und tolle Idee. Schnell mal was nachgeschaut, z.b zum Start der morgigen Tour, Kabinenhinweise, Veranstaltungs-Tipps oder auch wie gerade das eigene Bordkonto so aussieht. Das ist wirklich eine fortschrittliche Idee.
      Man bekommt bei dir einen guten Eindruck, das das Reisen trotzdem möglich ist, wenn man Kompromisse eingehen möchte und sich auf die „Neuerungen“ einlässt- ich möchte das! Allein schon, das man die Chance wieder bekommt, sich gesunde Seeluft um die Nase wehen zu lassen!!!!
      Ganz liebe Grüße !!!!
      tschüß, Kerstin

    • #41912 Antworten
      Michaela
      Gast

      Hallo ihr zwei,

      ich stimme euch da voll und ganz zu. Ich hatte kaum den Fuß an Bord und schon war ich entspannt 😉 Die Einschränkungen waren zwar da, aber ohne Probleme umsetzbar und nicht wirklich beschränkend. Es gab sogar Buffet, wenn auch etwas anders als sonst 😉
      Das Buch und die Zeitschrift hatten wir mitgenommen, weil wir gedacht haben dass wir mehr „Zeit“ hätten, da ja keine Landgänge stattfinden. Aber das war ein Irrglaube 😉 Man hatte genau soviel zu gucken & zu erleben wie sonst auch und somit volles Programm, wie sonst auch an Seetagen.
      Ich werd mich mal an den nächsten Tag machen und vorher noch ein bisschen von Irmelas Bericht lesen.

      LG Michaela

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Antwort auf: 2. Tag Seetag
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