29.04.18 – Seetag

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      Helga E.-D.
      Gast

      Sonntag, 29. April 2018 – Erholung auf See

      Am Morgen vermisste ich die sehnsüchtig erwartete Weckmelodie über Kanal 1 des Kabinenradios, die wir noch von der allerersten Kreuzfahrt mit der TS „Maxim Gorkij“ kannten: „Et les oiseaux chantaient“ von Sweet People mit Vogelgezwitscher – gibt es etwas Schöneres, als dem im Bett mit Genuss zu lauschen – das ist Urlaub! „No function“ stand am Radio geschrieben – und das nicht nur bei uns. Dafür hatte ich noch nie derart ruhig auf einem Schiff geschlafen, nichts hatte gequietscht oder geknarzt, keine Geräusche von oben, unten, nebenan und auch die Matratze hatte gehalten, was sie versprochen hatte. So langsam schloss ich meinen Frieden mit unserer Kabine und auch mein Mann wurde immer ruhiger, insbesondere als wir später in vielen Gängen auf den verschiedenen Decks schon eingesetzte Trockengeräte lautstark hörten und von einigen Mitreisenden erfuhren, dass ihre Kabinen unter Wasser ständen (teils verstopfte Vakuum-Toiletten, aber wohl auch andere Ursachen), Wandverkleidungen in den Fluren waren teils entfernt worden und tagelang wurde nach irgendwelchen Problemfeldern gesucht. Andere wiederum berichteten von Geräuschen in den Kabinen, die eine unruhige Nacht beschert hatten oder auch über deutlich spürbaren Seegang. Nichts von alledem bei uns!


      Wir haben uns während der Reise verschiedene Kabinen in unterschiedlichen Kategorien angeschaut, es schien wirklich Glückssache zu sein, alle befanden sich in unterschiedlich renoviertem Zustand, eine größere Außenkabine auf Deck 8 hatte sichtlich mehr Mängel bzw. eine ältere Ausstattung als z. B. eine Innenkabine auf Deck 3 – ich hatte den Eindruck, dass man nicht deckweise mit den Renovierungen vorgegangen ist, sondern immer dort, wo es nicht mehr anders ging.
      Was macht man an einem Seetag, werde ich immer wieder von Kreuzfahrtunerfahrenen gefragt? Z. B. mit Franky zum Frühsport morgens um 8 Uhr oder auch „Walk a Mile“ gehen, eine Besonderheit noch bei Phoenix der morgendliche Gottesdienst, bereits um 09:45 Uhr können sich die Skat-Spieler treffen oder dem Lektor bei seinen Tipps und „Gebrauchsanweisungen“ für die entsprechenden Länder folgen, ab 11:30 Uhr gab es einen Maritimen Frühschoppen auf dem Lido-Deck draußen, weitere Ausflüge konnten/mussten gebucht werden, wer seinen Körper bei „Bauch-Beine-Po“ straffen wollte, konnte auch das tun, Thera-Band- sowie Dehnungs- und Entspannungsübungen, Single-Treffen, Ärzte-Treffen, Jakkolo spielen, Lesen, an der Reling stehen und einfach übers Wasser schauen, Tagträume haben, den Alltag loslassen, mit noch vor wenigen Stunden völlig unbekannten Menschen Reiseerlebnisse austauschen, übers Leben philosophieren – dazwischen 11 Uhr und schon war wieder Abend: Die Willkommens-Gala mit der persönlichen Begrüßung von Kapitän Jarle Flatebø und dem Kreuzfahrt-Direktor Michael van Oosterhout und dem anschließenden Begrüßungscocktail stand an. In der anschl. Willkommensgala „Sei hier Gast“ – stellte sich das Künstlerteam der Reise vor, hier und auch an weiteren Abenden präsentierte sich vor allem das MS Albatros Showensemble unter der Leitung der aus „VnM“ bekannten Katrin Gleiß-Wiedmann (die wir kurz in Bremerhaven an Bord noch gesehen hatten) ausgezeichnet, außerordentlich gute Gesangs- und Tanzdarbietungen der vier Damen!!! Seitdem Katrin Gleiß-Wiedmann das diesbzgl. Ruder auf den Phoenix-Schiffen übernommen hat, hat sich unserer Meinung nach das Niveau der Abendveranstaltung sehr verbessert – Chapeau Madame!!!


      Ein ganz besonderes und zu Herzen gehendes Erlebnis gab es an unserem Tisch nach dem Abendessen: Eines unserer Ehepaare hatte wenige Tage zuvor ihre Diamantene Hochzeit gefeiert und war bei ihrer Ankunft in ihrer Kabine mit Rosenblättern auf dem Bett und jeder Menge Luftballons überrascht worden. Nun waren über unserem Tisch wieder Luftballone und ein dickes großes rotes Luftballon-Herz angebracht und „Canada“ mit seinen Kollegen sangen zwei wunderschöne Liebeslieder für die „Brautleute“, der Tisch wurde mit zwei aus Servietten gefertigten Schwänen dekoriert, eine wunderschöne Hochzeitstorte wurde aufgetragen und die Kellner und alle umliegenden Passagiere standen Spalier – es hat nicht nur die beiden, sondern auch mich völlig umgehauen!
      Ein schöner erholsamer und auch letztlich ereignisreicher Seetag bei herrlichstem Wetter und ruhiger See ging zu Ende – Oslo konnte kommen!

    • #13509 Antworten
      Kerstin Krückeberg
      Gast

      Ach ja, wie im Fernsehen ??! Wirklich ein Schiff mit Herz ❣ !
      Um ehrlich zu sein, Seetage vergehen verdammt schnell und schwups ist Abendessen und Showtime. Ich genieße richtig die Entschleunigung, sich um nichts kümmern müssen und sich ein bisschen verwöhnen lassen. Da ich gerne im Alltag eher im Galopp unterwegs bin, tut mir solch eine Auszeit immer gut! Aufs Meer schauen, Delfinen zu schauen und der Blick so weit in den Horizont! Kaffee, Cocktail oder ein Glas Wein und ein gutes Buch. Okay, viel lesen mache ich dann doch nicht, weil mich die Weite des Meeres so reizt!
      Wie gehts denn den anderen Kreuzfahrern so mit Seetangen?
      Tschüss, Kerstin ??

    • #13516 Antworten
      Michaela
      Gast

      Seetage, herrlich 🙂 Kann man gar nicht genug von haben

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Antwort auf: 29.04.18 – Seetag
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