4. Tag – Highlights in Lissabon

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Kerstin Krückeberg vor 6 Monate, 1 Woche.

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    Klaus Brokmann

    Mittwoch, 26.12.18 – Lissabon
    Heute Nacht ist uns eine Stunde geschenkt worden. Lissabon hat ja Westeuropäische Zeit.
    Aber nichts ist im Leben von Dauer, sodass die Stunde in der kommenden Nacht wieder geklaut werden wird 🙂

    Ich bin schon um 7:30 Uhr beim Frühstück! Super passend für das Einlaufen in Lissabon gegen 8 Uhr.
    Es herrscht ein eisiger Wind bei 6° (gefühlt eher 0°). Kurz nach acht Uhr passieren wir dann Belém, wo auch ein paar Sonnenstrahlen durchkommen, während der Rest völlig im Nebel liegt.
    Von der Christus Statue ist bspw. nur ungefähr die Hälfte des Sockels zu erkennen.

    Lissabon Christusstatue

    Auch die Brückenpfeiler der großen Brücke „des 26. April“ verschwinden halb im Nebel.

    Um 9:15 Uhr sind wir dann fest am Liegeplatz ‚Santa Apollonia‘.
    Mit uns liegen heute die „Oceana“ und die „Queen Elisabeth“ im Hafen

    Lissabon Oceana

    Lissabon Queen Elisabeth

    Lissabon MS2

    Es dauert aber noch bis 9:45 Uhr, bis das Schiff freigegeben ist.
    Wegen des Nebels und entsprechend schlechtem Licht streiche ich meinen ‚Plan A‘ mit Belém und beschließe ‚Plan B‘, mich einfach nur durch die Altstadt treiben zu lassen.

    Damit ich wieder warm werde, verzichte ich auf alle Taxen, Shuttle, HoHo-Busse (dies sind nicht die Busse vom Weihnachtsmann, sondern HopOn-HopOff-Busse 🙂 ) und TucTucs und gehe strammen Schrittes rüber zum Praça do Comécio („Kommerz-Platz“), wo ich mit meinen Filmaufnahmen beginne.

    Lissabon_Kommerzplatz

    Lissabon_Kommerzplatz

    Durch die Fußgängerzone geht es hoch zum Elevador de Santa Justa.

    Lissabon_Aufzug de Santa Justa

    Dort ist es mir aber zu voll und zu teuer. Die Wartezeit wäre ca. 45 Minuten und der Preis für eine Fahrt knapp 6 €. Also gehe ich weiter bis zum Praça Rossio, wo ich auf dem Weihnachtsmarkt einen portugiesischen Glühwein trinke!

    Praca Rossio

    Dann geht es weiter zum Praça ‚Restauradores‘, wo ich mit der Standseilbahn ‚Da Glória‘ zum „Miradouro de São Pedro de Alcântara“ hochfahre und die besser werdende Sicht über die Altstadt genieße.

    Lissabon_Standseilbahn Da Glória

    Dort lege ich eine kleine Pause ein, esse ein Croissant und trinke ein Glas Vino Verde.
    Anschließend gehe ich an der Rua Alcantara runter bis zum kleinen Platz Luis de Camoes, wo ich in die alte Straßenbahn Elektro 28 einsteige und über 8 Stationen in Richtung Alfama bis zum „Miradouro da Santa Lucia“ fahre. Hier hat man einen schönen Blick auf den Hafen mit der MeinSchiff 2 und den anderen beiden Schiffen.

    Lissabon_Miradouro da Santa Lucia

    Ich filme und fotografiere ich ein wenig und beschließe dann, da das Wetter zwischen doch richtig sonnig und warm geworden ist, ‚Plan B‘ wieder zu streichen und doch ‚Plan A‘ wieder aufleben zulassen. Sprich: auf nach Belém!!

    Ich laufe zurück bis zum Rossio und steige dort in einen sogenannten Yellow Bus (eine der beiden HoHo-Buslinien, die es hier gibt), der mich nach Belém bringt.
    Allerdings dauert die Fahrt doch erheblich länger als gedacht, da dieser Bus doch eine ganz andere Route fährt als die roten Busse, deren Route ich mir vorher ausgedruckt habe, aber deren Haltepunkt ich am Rossio nicht fand!
    Das Ticket kostet 16 € und ich könnte es auch morgen, am Seetag, noch bis 14 Uhr benutzen :-))

    Ich erreiche Belém nach etwa 50 Minuten Fahrt gegen 14:15 Uhr.
    Ich steige am Hieronymus Kloster aus und stelle mich für ein Ticket an. Schon nach nur 45 Minuten bin ich am Ticketautomat und und bekomme für 10 € mein Ticket.
    Das Kloster ist der bedeutendste Bau der sog. ‚Manuelinik‘, einer portugiesischen Variante der Spätgotik! Vom Kloster mit seiner 300 m langen Fassade und dem doppelstöckigen Kreuzgang bin total begeistert!! Ich bin froh diesen Trip doch noch gemacht zu haben, zumal die Sonne jetzt voll rausgekommen und zum Filmen ideal ist!!

    Lissabon_Belem_Hieronymus-Kloster

    Lissabon_Belem_Hieronymus-Kloster

    Lissabon_Belem_Hieronymus-Kloster

    Da ich jetzt zeitlich noch gut im Rahmen liege, gehe ich zunächst runter zum Tejo mit dem nahegelegenen Seefahrerdenkmal (wörtlich übersetzt: ‚Denkmal der Entdeckungen‘). Es wurde 1960 zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer (der übrigens nie selbst zur See fuhr) errichtet.

    Lissabon_Belem_Seefahrerdenkmal

    Nachdem ich auch hier gefilmt und fotografiert habe, entschließe ich mich doch noch zum in gut ein Kilometer Entfernung gelegenen Torre de Belém zu laufen.
    Inzwischen sind es wieder an die 20° und es macht richtig Spaß am Ufer Tejo entlang zu laufen.

    Lissabon_Torre de Belem

    Nachdem ich mich auch hier relativ ausgiebig umgeschaut habe, gehe ich zur Haltestelle der HoHo-Busse. Ca. 20 bis 25 Minuten lang tut sie gar nichts.
    Die gelben Busse würden eh‘ nicht bis zum CruiseCenter fahren, sondern ich müsste am Kommerz-Platz aussteigen und hätte von da noch mal 600-700 Meter zu laufen. Ich will zudem gegen 17 Uhr wieder auf dem Schiff sein, weil um 19:15 Uhr mein Ausflug zum Fado Abend beginnt. Also nehme ich kurzentschlossen eine der Taxen, die in der Nähe stehen. Die Fahrt dauert gute 20 Minuten und kostet erstaunlicherweise nicht mal 10 €. Da bin ich von Deutschland ganz andere Preise gewohnt.

    Ich dusche kurz und gehe im Gosch essen.
    Um 19:15 Uhr startet dann der Ausflug zum Fado Lokal. Zunächst steigen wir in einem Bus und fahren eine kleine Runde „um den Pudding“ – etwas großzügig ‚Panorama Fahrt‘ genannt. Dann geht es etwa 10 Minuten vom Bus zum Lokal, wo uns alle eine Überraschung erwartet. In der Ausschreibung stand Häppchen und Getränke, wir bekommen aber ein richtiges Abendessen mit einer grünen Kartoffelsuppe, Stockfisch mit Kartoffeln auf Spinat und zum Nachtisch eine Art Créme Brulee. Alles sehr lecker, aber da die meisten von uns schon gegessen haben, viel zu viel! Dafür sprechen wir dem Wein gern und reichlich zu! Die Show mit der leicht melancholischen Musik dauert mit Pausen gut zwei Stunden und gefällt uns allen sehr.

    Danach geht es zurück zum Bus und es folgt noch eine etwas längere Panoramafahrt durch die weihnachtlich beleuchteten Straßen von Lissabon. Hier bekomme ich einen ganz anderen Eindruck als ich ihn über Tag gewonnen habe.
    Wir sind dann kurz vor 23:30 Uhr wieder am Schiff, wo es jetzt auch „alle Mann an Bord“ heißt. Es ist das erste Mal in meiner Kreuzfahrt Karriere, das ich als absolut letzter Passagier zurück an Bord gehe :-))

    Nach einem Schlummer Trunk im Außenalster gehe ich glücklich und zufrieden nach einem ganz tollen Tag ins Bett!

  • #18067 Antwort

    Helga E.-D.

    Hallo Klaus,

    dieser Bericht über Lissabon kommt mir gerade passend 😉 Im September sind wir mit der Artania zwar zum dritten Mal dort, aber es ist immer noch genügend zu sehen. Wir machen es gerne gemächlich und durch die vielen Foto- und vor allem Filmaufnahmen, die bekanntlich länger dauern, geht auch Zeit verloren. Vor allem Deine verkehrstechnischen Infos habe ich mir schon abgespeichert.
    Ich hoffe, der Wettergott begleitet Euch weiterhin!

    Übrigens: Die „Außenalster“ war auch eine unserer Lieblingsbars und über „Gosch“ brauchen wir erst gar nicht zu reden, nur einen Platz zu bekommen, war damals nicht so einfach.

    Deine Berichte bringen richtig „Sonne“ in das Gemüt – ich blättere vor lauter Verzweiflung schon beim Frühstück im Kreuzfahrtkatalog und in jeder „Relaxzone“ liegt einer 😉
    Du nutzt scheinbar sinnvoll das Schietwetter, um Deine Reise Revue passieren zu lassen – sehr gute Idee, von der wir hier alle profitieren! Wir basteln unseren „Adventsreise“-Film mit der Albatros zusammen, mit einem Glas Rotwein kommen wir gut voran;-)

    Viele Grüße

    Helga E.-D.
    Deshalb freue ich mich, wieder bei Dir an Bord zu kommen.

  • #18101 Antwort

    Klaus Brokmann

    Hallo Helga,

    >> Du nutzt scheinbar sinnvoll das Schietwetter, um Deine Reise Revue passieren zu lassen
    Ja, schon – aber ich muss auch bald mit meinen Reisevideo anfangen, da ich es bis Mitte Februar fertig haben sollte!! Dann fliege ich für eine Woche nach Gomera 🙂

    >> Vor allem Deine verkehrstechnischen Infos habe ich mir schon abgespeichert
    Als HoHo-Bus würde ich immer die roten Busse empfehlen, da nur sie am CruiseCenter vorbeifahren!
    HoHo-Bus

    >> über „Gosch“ brauchen wir erst gar nicht zu reden, nur einen Platz zu bekommen, war damals nicht so einfach
    Ja, das war ein Traum! Und Platz war eigentlich weder mittags noch abends ein Problem! Vielleicht hatte ich aber auch einfach nur Glück 😉

    VG Klaus

  • #18199 Antwort

    Kerstin Krückeberg

    Hallo Klaus!
    Man gut, das du dich doch entschlossen hast Plan A zu machen. Was für ein toller Ausflug und schöne Fotos sind dabei entstanden. Da ich noch nie in Lissabon war, kann ich mir jetzt mit deinen Bericht super vorstellen, dort mal hinzureisen.
    Gosch besuche ich wahrscheinlich nur auf Sylt- würde aber bei Helga unterschreiben, wie schwer es ist, dort ein Platz zu bekommen- ich glaube, die Gäste werden hinterher chiroguisch vom Paltz entfernt. Wirklich ! Der Fisch ist dort einfach nur lecker- der Chardonney auch ! 🙂
    Jetzt gehts weiter im Text!
    Sitze akutell zu Hause oben am Laptop und mir fliegen bestimmt bald die Schindeln vom Dach- was für ein Sturm!
    stürmische Grüße, wie auf See 🙂
    tschüß, Kerstin

Antwort auf: 4. Tag – Highlights in Lissabon
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