5. Tag St. Petersburg

Dieses Thema enthält 2 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Kerstin Krückeberg vor 1 Woche, 4 Tagen.

  • Autor
    Beiträge
  • #24638 Antwort

    Michaela

    5. Tag St Petersburg

    So heute ging es nach dem Overnight noch mal auf Entdeckertour. Bevor es jedoch losging, unser Ausflug startete heute erst um 9h, haben wir erstmal unsere neuen Nachbarn beim Anlegen zugeguckt. Heute kamen die Columbus und die AIDAmar in St. Petersburg an. Was ich da noch nicht wusste, dass auch die Europa angekommen war. Diese lag jedoch in der Stadt und wir haben sie erst auf unserem Ausflug entdeckt. Mir schoss es gleich durch den Kopf: Viel Spaß in den Palästen heute, wer weiß, was da heute erst los ist… Von uns waren sicherlich auch noch einige vor Ort, da die Tour von gestern auch heute noch angeboten wurde.
    Bei uns ging es heute also zur Stadtrundfahrt. Wieder durch die Sicherheitskontrolle, diesmal gab es übrigens keinen weißen Zettel und keinen neuen Stempel, sondern nur Passkontrolle und dann standen wir auch schon vor den Bussen. Unser Guide Dimitri war echt klasse. Super gemacht! Locker, lustig und auch die Geschichte gut „verpackt“. Trotzdem werde ich mir die ganzen Zaren, Daten und Co nie merken können 😉 Zuerst ging es zur Isaak Kathedrale. Das Reiterstandbild davor war, wie könnte es anders sein, eingerüstet… Aber was soll’s, was sein muß, muß sein. Also durch die Baustelle zur Ampel geschlängelt um schöne Bilder zu bekommen (Innenbesichtigungen waren bei der Tour eh nicht vorgesehen)

    Isaak Kathedrale

    Aber wie sagte Dimitri so schön: Ich weiß gar nicht, warum die ganzen Touristen da auf den Turm wollen. Die Stufen sind eh schon so glatt, dass man aufpassen muß um nicht auszurutschen und viel sehen kann man auch nicht.
    Weiter ging es zu den Rostra Säulen. Hier haben wir 2012 übrigens unser Einzelschicksal, das ich ja bereits im ersten St. Petersburg Teil erwähnt habe, fast vergessen. Es war leider nicht pünktlich zurück am Bus und gewartet hatten wir auch schon. Und gerade, als wir wieder los wollten, tauchten sie dann doch von hinten auf und nur weil einer aus dem Bus sie gesehen hat, konnten sie dann doch noch mitfahren. Was haben die beiden sich aufgeregt, bis unser Fahrer dann eine Ansage gemacht hat, die sich gewaschen hatte. Schließlich waren die beiden ja nicht pünktlich (Übrigens ist uns das Einzelschicksal in den paar Tagen noch öfters aufgefallen. Das Beste was sie gebracht hatten war, dass sie anscheinend keine Lust hatten schon morgens um 8h los zu fahren für Besichtigungen. Es war ja schließlich kein Pflichtprogramm, man hätte sich ja auch selbst was organisieren können. Das wollten sie aber auch nicht. Und da meinte dann unser Fahrer, sie hätten ja dann auch nach Mallorca fliegen und am Strand liegen können. Und was sagte sie da: Da war ich aber schon… Meine Cousine und ich müssen immer sehr herzlich Lachen, wenn einer von uns nur das Wort Einzelschicksal erwähnt 😉 )
    Aber genug von den alten Kamellen, jetzt geht es 2019 weiter 😉 Ich finde die Rostra Säulen sind an sich schon recht sehenswert. Sie symbolisieren die großen russischen Flüsse. Von dort hat man auch einen schönen Blick auf die Eremitage.

    Rostra Säule

    Blick auf Eremitage

    Nach diesem kurzen Fotostopp ging es weiter zur Aurora, dem alten Kriegsschiff was in St. Petersburg vor Anker liegt.

    Aurora

    Danach gab es eine Pause in einem Souvenirshop, oder sollte ich lieber Souveniersupermarkt sagen? Denn diese Größe hatte er alle mal. Wir wussten schon von unserem Lektor, dass in solchen Läden oftmals Pause gemacht wird, da es hier auch Toiletten gibt, die man umsonst benutzen kann. Dies sieht wohl sonst eher Schwierig aus. Naja, man macht halt das Beste draus und schaut sich um 😉 Das meiste war jedoch, wie zu erwarten, der übliche Kitsch. Aber wir haben dort vorfrankierte Postkarten gefunden (hätten wir das vorher gewusst). Da kostete das Porto umgerechnet 50 Cent. Wie war das noch mal gleich mit den 2 Euro Porto?
    Als letzten Stopp ging es zur Blutkirche. Und? Da war es wieder, das Gerüst. Die oberste Kuppel war eingerüstet… Auch hier greife ich mal auf ein Foto von 2012 zurück 😉

    Blutkirche

    Eigentlich heißt sie ja Auferstehungs – oder Erlöserkirche, aber ich finde Blutkirche kann man sich viel besser merken, auch wenn ich die Geschichte dahinter schon wieder vergessen habe 😮 Ich glaube, irgendeiner von den ganzen Zaren wurde an dieser Stelle ermordet… Aber im Notfall hilft da ja Google 😉
    Dann ging es zurück zum Schiff. Da dies nur ein Halbtagsausflug war, hatten wir den Nachmittag frei. Was tut man dann also? Richtig, Essen 😉 Also gab es Kaffee & Kuchen. Dann war die freie Zeit auch schon wieder vorbei, denn es gab den Vortrag über Helsinki. Das kann man sich natürlich nicht entgehen lassen 😉
    Am Abend gab es, zusätzlich zum normalen Buffet, eine Ecke mit russischen Spezialitäten. War echt lecker, besonders der Nachtisch. Gut, bei der 2. Runde habe ich dann gesehen, dass da Vodka drin ist. Muß wohl daran gelegen haben…
    Nach dem Ablegen, sind wir an Kronstadt vorbei gefahren. Es wurde ja angekündigt, dass unser Lektor dazu noch was erzählen wollte, bis dann aufgefallen ist, dass es ja schon dunkel ist und man nichts mehr sehen kann… Also wurde nichts mehr dazu über die Lautsprecher erzählt. Ich habe mir das ganze vom Balkon aus angeguckt, aber viel mehr als Straßenlaternen und ein großes Fluttor konnte man nicht erkennen. Das war übrigens eine Woche später geschlossen, so dass AIDA da nicht nach St. Petersburg fahren konnte. Da habe ich doch lieber ein Gerüst, aber man kann es ja nicht ändern. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass dort doch der eine oder andere Passagier gemeutert hat…
    Danach ging es zur Abwechslung mal wieder in die Show. Bevor es jedoch los ging (deutscher gegen italienischer Schlager, war echt super), meinte unser Kreuzfahrtdirektor, dass wohl am Nachmittag mal kurz das Fernsehbild weg war. Wer guckt dann um diese Zeit hier Fernsehen? Aber gut, jedem das seine. Das könnte hier wohl öfter mal vorkommen, vielleicht war es ein U Boot, das vorbei kam. Und dann berichtete er von einer früheren Fahrt, wo auch schon mal das Bild weg war. Da hatte man ihm doch tatsächlich gefragt, warum man denn kein Kabelfernsehen einführen würde? Also ich weiß echt nicht, was ich bei solch intelligenten Fragen antworten würde (wartet mal erstmal auf die nautische Fragestunde…) Er meinte dann: Sie würden dran arbeiten und sobald sie eine geeignete Kabeltrommel gefunden hätten, würden sie es einführen. Oh man… Man kann eigentlich gar nicht glauben, dass es so was gibt, aber da habe ich dieses Jahr auch so einige Knaller live miterlebt.
    Nach diesen 2 ereignisreichen Tagen ging es nach der Show sehr müde ins Bett, während wir weiter Richtung Helsinki fuhren.

  • #24659 Antwort

    Helga E.-D.

    Hallo Michaela,

    ich konnte förmlich spüren, wie Du am Ende des Tages in Deine Koje gesackt bist – mir ging es damals ebenso;-) Zwei intensive Tage St. Petersburg – ein Tag Aufenthalt für diese Stadt ist definitiv zu wenig – sind schon ein strammes Programm, zumal wir auch am Abend noch ein Konzert gebucht hatten und bei Rückkehr zum Schiff dort bei „Weißen Nächten“ die Nacht zum Tage machten. Aber man ist halt vermutlich nur einmal dort und eine Nacht mit diesen Himmelsgemälden hat man eben nicht so oft.
    Viel geschichtlicher Input und eine Vielzahl von interessanten Baudenkmälern schaffen einen irgendwann – aber das sollte einem St. Petersburg wert sein!!!
    Danke für so viele schöne Erinnerungen…

    Viele Grüße
    Helga E.-D.

  • #24683 Antwort

    Kerstin Krückeberg

    Hallo Zusammen!
    Ich war auch zu der Zeit der weißen Nächte in St. Petersburg. Da ich auch noch nie Mittsommer mitbekommen hatte, war es für mich damals total spannend, das noch um 22:30 Uhr die Sonne scheint und schönstes Wetter ist. Bei mir war damals die Blutskirche, bis auf eine Seite, komplett eingerüstet. Da das im Jahr 2010 war hoffe ich mal nicht, das diese Restaurierung immer noch andauert.
    Den Turm der Issak Kathedrale hatten wir nicht besteigen können, da wir vom Zeitmanagement uns aussuchen mussten, ob wir den Turm besteigen oder ein berühmtes Hotel besuchen wollten. Mir fällt der Name vom Hotel gerade nicht ein, aber es hatte eines der schönsten, plüschigsten, modänen Lobbys aus der Zarenzeit, wo wir unseren echt russischen Tee getrunken hatten. Die Gelegenheit wollte ich mir damals auch nicht entgehen lassen und nach dem vielen Laufen, tat diese Teepause richtig gut.
    Vielen Dank für den tollen Bericht und ich gebe Helga recht, für St. Petersburg braucht man mehr als nur 1, 2 Tage !!!
    Ganz liebe Grüße, Kerstin

Antwort auf: 5. Tag St. Petersburg
Deine Information: