7. Tag Stockholm

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Michaela vor 1 Monat.

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  • #25646 Antwort

    Michaela

    7. Tag Stockholm – Mein Schären & Fährenparadiese

    Ist es eigentlich ein Zufall, dass sich Schäre und Fähre reimt? Aber bevor es losgeht, bin ich euch ja noch die Auflösung des Versuchsaufbaus schuldig 😉 Also man nimmt den einen Teller und platziert ca. 4 Stücke Kuchen darauf. Dann nimmt man den 2. Teller platziert diesen auf den Kuchenstücken des ersten Tellers und lädt sich diesen zweiten Teller auch wieder mit ca. 4 Kuchenstücken voll. Ja, es ist wirklich so gewesen! Gut, wenn man evtl. für jemanden ein Kuchenteller mitnimmt, könnte man diesen natürlich in seiner zweiten Hand tragen, aber das schien diesem Passagier wohl etwas zu einfach…
    Aber nun geht es hinein in die Schärenwelt! Wir waren bereits um 5:45h an Deck und haben die erste Runde gedreht. Man konnte zwar noch nicht viel erkennen, aber was man sehen konnte war echt schon beeindruckend. Da war ja am Vortag erfahren haben, das im Stockholmer Schärengarten ca. 24 000 Schären zu finden sind, wollten wir natürlich am liebsten alle sehen 😉 Ich habe mich ständig gefragt, ob wir vielleicht gerade an Saltkrokan vorbei fahren oder gefahren sind. Ach ja…“bei uns daheim in unserer Stadt in unserer Straße…“ herrlich 😉

    Da wir heute erst „spät“ in Stockholm anlegen, 9:50h, macht das Buffetrestaurant auch später als sonst, nämlich erst um 7:30h auf. Da wir da aber durchgängig an Deck bleiben wollten, ging es zum Frühstück in die Backstube. Dort wurde bereits um 6h geöffnet und es waren tatsächlich noch ein paar wenige Frühaufsteher mit uns beim Frühstück. Dort ist das Frühstück bei weitem nicht so üppig, wie im Buffetrestaurant neben an, aber es schadet ja auch nicht, wenn man mal einen Tag etwas sparsamer frühstückt. Und schließlich spielt sich der Höhepunkt des Tages ja draußen ab und nicht am Futtertrog 😉 Also nach dem Frühstück schnell wieder an Deck.

    Man konnte hinter uns schon die Silja Serenade sehen, die von Helsinki kommend nach Stockholm fuhr. Dahinter, ebenfalls aus Helsinki die Gabriella. Da es hier zum Teil doch recht eng zwischen den ganzen Schären ist, habe ich nicht schlecht gestaunt, als die Silja Serenade zum Überholen ansetzte und an einer breiteren Stelle zügig an uns vorbei zog 😮

    So langsam füllte sich auch das Deck, aber die meisten saßen wohl noch beim Frühstück… Dann kamen Gesprächsfezen bei mir an „die Fähre ist mitten zwischen den großen Fähren durch gefahren…“ Ich drehte mich um und schaute in die Richtung. Ja, da war eine Schärenfähre zwischen der Gabriella und der Baltic Queen (ja genau, da war schon die 3. Fähre in Sicht) durch zur Nachbarschäre gefahren. Ich dachte mir süß, dass haben wir am Kanal jeden Tag ein Duzend mal -> Böse Gedanken, nicht jeder wohnt am Wasser und kennt solche Manöver, müssen verscheucht werden. Habe also mein kleines Teufelchen von der Schulter gescheucht und meinem Engelchen platz gemacht 😉
    Womit ich hier auch nicht unbedingt gerechnet hätte, ist Gegenverkehr. Uns kam die Viking Grace entgegen. Die sieht schon echt interessant aus, da sie an Deck ein riesiges Rotationssegel (heißt das so?) aufgebaut hat.

    Wer jetzt denkt, dass wären alle Fähren des Tages dem sei gesagt: Noch lange nicht 😉
    Die Fahrt durch die Schären ist echt beeindruckend. Man weiß gar nicht so recht, wo man als erstes und wo als letztes hingucken soll. Was für ein Glück, dass unserer Liegeplatz nicht in Nynäshamn war! Auf Fotos kommt das ja leider gar nicht richtig zur Geltung.

    Aber das wir durch diese enge Stelle durchgepasst haben…
    Wir haben dann pünktlich um 9:50h angelegt. Und wir sind wieder mit dem Hopsi Bus auf Tour. Da wir bereits gestern gefahren sind, gab es heute einen Rabatt aufs Ticket. Heute sind wir, auf Grund der späteren Ankunftszeit nicht erst eine komplette Runde gefahren, sondern haben unseren ersten Halt angepeilt. Es ging als erstes in die Altstadt – Gamla Stan, wo wir uns u.a. den Wachwechsel am Schloß angesehen haben. Weiter ging es durch die alten Gassen zum Stortorget und zu unserer Zimtschnecke. Wenn man es schon mal nach gefühlten 100 Jahren endlich nach Stockholm geschafft hat, gehört doch eine Zimtschnecke echt dazu 😉

    Wir haben uns noch ein Weilchen durch die Gassen treiben lassen bevor es mit dem Hopsi Bus weiter zum Vasa Museum ging. Das Museum ist wirklich interessant (ich bin weder ein großer Museumsgänger, noch würde ich mir jede einzelne Infotafel bis zum Schluss durchlesen). Nicht zuletzt weil die Vasa im fast kompletten Originalzustand (ca. 98% Original) im Museum steht. Ich denke, es war wohl die kürzeste Jungfernfahrt aller Zeiten als die Vasa 1628 nach nur 1,3 km gesunken ist.

    Eigentlich wollten wir noch ins ABBA Museum, aber da wir uns so lange bei der Vasa aufgehalten haben, hatten wir hierfür keine Zeit mehr. Aber zumindest haben wir es gefunden und für einen nächsten Stockholmbesuch vorgemerkt.

    Langsam ging es dann mit einem der letzten Hopsi Busse zurück zum Schiff. Wir haben uns dann mit einem Kaffe bzw. Cappuccino ins Restaurant gesetzt und haben Karten geschrieben. Aber wer denkt, es gäbe da jetzt keine Unterbrechungen, der irrt. Gefühlt alle 5 Minuten bin ich mit der Kamera an Deck gelaufen um Fähren zu fotografieren 😉 (Gut in Stockholm selbst hab ich auch schon die eine oder andere vor die Linse bekommen). Was hat sich da *Achtung Werbung (muß ich das eigentlich schreiben, auch wenn ich kein Geld dafür bekomme?)* Marine Traffic bezahlt gemacht. So hatte ich die Fähren alle im Blick und war rechtzeitig an Deck. So konnte ich noch die Romantika (die war bereits morgens als 4. Fähre in Stockholm eingelaufen und hatte am Nachbarkai festgemacht), Birka Stockholm, Viking Cinderella, Amorella und meinen „Pinguindampfer“, die Galaxy aufs Foto bannen. Auf letztere habe ich mich besonders gefreut, nachdem ich Bilder, während meiner Recherche vor der Reise, im Internet gesehen habe. Ach, was hat sich mein Shipspotterherz gefreut 😉

    Also im Endeffekt habe ich nicht wirklich Karten geschrieben, da ich doch mehr an Deck war… Viel mehr als die Adresse und viele Grüße aus Stockholm sind da nicht zusammen gekommen. Naja, ich habe die Karten dann Abends in der Kabine geschrieben. Eigentlich wollten wir heute auch wieder zur Show, aber 21:30h war uns da dann doch irgendwie zu spät, da wir schon vorher eingeschlafen sind. Dafür waren wir ja aber auch mit die erste an Deck, da darf man dann auch mal früh schlafen gehen und morgen ist ja auch noch ein Tag 😉

  • #25688 Antwort

    Helga E.-D.

    Hallo Michaela,

    das Bild mit den zwei Kuchentellern übereinander habe ich förmlich vor mir gesehen 😉 da schon so oft in der Realität erlebt, ob Kuchen, Salate oder andere Speisen sich auf den Tellern türmten, oft wild durcheinander und tropfend bis an den Tisch…

    Der Weg durch die traumhafte Schärenküste ist unvergleichbar – ich bin nur von Steuer-auf Backbord und habe versucht, mir ein kleines Inselchen mit diesen schönen Häusern „auszusuchen“ – eins schöner als das andere!!! Stockholm hat mir sehr, sehr gut gefallen, die Leichtigkeit des Seins der Skandinavier mit einer gewissen Aristokratie gemischt… Das Abba-Museum gab es damals leider noch nicht, steht aber bei mir auch ganz oben auf der Liste, sollte ich noch einmal dorthin kommen!!!

    Wieder ein herzliches Dankeschön für das Mitnehmen nach Stockholm, macht Spaß, mit Dir auf Reisen zu gehen…

    Viele Grüße
    Helga E.-D.

  • #25717 Antwort

    Kerstin Krückeberg

    Hallo Michaela!
    Ich stelle fest, das ich schon viel zu lange nicht mehr in Stockholm war und es wird wieder höher in meiner persönlichen To.Do-Liste gesetzt. Es gibt einiges, was ich mir ganz bestimmt noch ansehen möchte. Zu meiner Zeit hatte es leider ganz schön geregnet und ich war erstaunt, das die Stockholmerinnen trotzdem mit FlipFlop und Spaghetti-Shirt unterwegs waren, wir im Gegensatz dazu, im Wollpullover und Regenjacke und wetterfeste Schuhe. Wir hatten uns dann in ein Café geflüchtet, weil uns so dermaßen kalt war, das wir uns erstmal wieder aufwärmen mussten. Aber wir hatten laut Kalender ja Juli und wahrscheinlich sind die Skandinavier auch kühleres Wetter gut gewöhnt.
    Wir hatten damals – kleiner Tip- eine Stadtrundfahrt via Boot gemacht! Das ist übrigens auch sehr schön und man fährt unter anderem auch am Schloss vorbei!

    Schade, das es kein Foto vom Kuchenteller gab😂!

    Vielen Dank wieder fürs Mitnehmen. Ich lese deine Berichte total gerne und freue mich immer wieder, wenn du einen neuen einstellst!
    Ganz liebe Grüße in die Runde!!!
    Tschüß, Kerstin 💁🏻

  • #25983 Antwort

    Michaela

    Hallo ihr zwei,

    vielen Dank für euer Feedback 😉 Ich lese es immer, auch wenn es zur Zeit eine gefühlte Ewigkeit dauert, bis ich überhaupt dazu komme 😮 Wenn das so weiter geht, kann ich gleich nahtlos mit dem nächsten Block anfangen, obwohl der erst im Oktober ansteht…
    Ich hatte leider den Fotoapparat gerade nicht zur Hand, als der schöne Tellerstapel an mir vorbei lief. Das wäre bestimmt ein tolles Foto geworden 😉
    Stadtrundfahrt per Boot steht auch auf meiner To Do Liste. Das war nur leider zeitlich nicht drin. Es wird bestimmt nicht mein letzter Besuch in Stockholm gewesen sein.
    Während der Schärenfahrt bin ich auch nur von rechts nach links und von vorne nach hinten gelaufen und konnte mich gar nicht entscheiden, wo ich zuerst und wo zuletzt hingucken soll. Einfach Wahnsinn 😉

    LG Michaela

Antwort auf: 7. Tag Stockholm
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