Adventsstunden auf dem Flusskreuzfahrtschiff MS Asara

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Dieses Thema enthält 4 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Bernd_vom_TV vor 4 Monate.

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  • #10283 Antwort

    Helga E.-D.

    Für meinen Mann und mich gab es etwas zu feiern und noch während der Überlegung, in welches Restaurant wir gehen wollten, entdeckten wir auf der Phoenix-Homepage ein aktuell hineingekommenes Angebot: Vom 07. – 08.12.17 lockte uns das erst im März d. J. getaufte Flusskreuzfahrtschiff „MS Asara“ zu Adventsstunden von Bonn aus auf dem Rhein ein – also fast vor unserer Haustüre;-) Wir schauten uns nur an und wussten beide sofort, das ist der geeignete Ort für uns!!!
    Die „MS Asara“ ist 135 m lang, 11,40 m breit, Passagierzahl 190, Schiffscrew 40, Reederei Rijfers Nautical Management BV.
    Belohnt wurden wir durch unsere direkte Buchung bei Phoenix Reisen mit einem Kabinen-Upgrade und der obligatorischen Flasche Sekt, die uns auf unserer Kabine erwartete.
    Komfortabel lag die „MS Asara“ an Liegeplatz 15 nur wenige Meter von einem großen Parkhaus entfernt. Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Kreuzfahrtdirektor Anton Dimov empfing uns das Schiff ab 14:30 Uhr weihnachtlich anheimelnd geschmückt. Nach einem Begrüßungsschlückchen in der Lounge wurden die Decks nacheinander zur Rezeption aufgerufen, wo man das Check-in vornahm und zur Kabine begleitet wurde. Eine große Kabine mit franz. Balkon, also großen Fenstern zum Öffnen, in hellen und modernen Farben mit einer Nespresso-Maschine erwartete uns – wir fühlten uns sofort wohl. Gut organisiert war auch die Reservierung für das Restaurant, so dass es später abends keine Drängelei gab.
    Da wir ja nicht viel auszupacken hatten – ja, alles hat auch Vorteile 😉 ließen wir es uns bei Kaffee und Kuchen, Schmalzbroten und Lachsbrötchen im angrenzenden Bereich der Lounge in der Bibliothek am „britisch-weihnachtlich“ geschmückten flackernden Kamin (natürlich nicht echt!) nieder und hatten sofort unser Lieblingsplätzchen für die kommenden Stunden gefunden! Bücher, Spiele und viele wunderschöner Bildbände von der ganzen Welt waren vorhanden. Leise Piano-Musik, weihnachtliche Deko mit Fellen, Decken und Kissen und Weihnachtssternen ließen uns sofort „runterkommen.“
    Beim Ablegen gegen 15:30 Uhr wurden wir absolut unerwartet von einer Auslaufmelodie überrascht, was es doch die der „MS Artania“ – sofort wurden die Augenwinkel nass;-)
    Wir genossen die Lichterfahrt bei einem Longdrink in der Lounge in Richtung Köln, vorbei am Schokoladen- und Sport- und Olympia-Museum, der Hohenzollern-Brücke, der St. Martin-Kirche und natürlich dem Dom – hier erhielten wir sogar Informationen vom Kreuzfahrtdirektor, die selbst wir über Köln noch nicht wussten! Das Schiff drehte hier und fuhr langsam wieder gen Bonn zurück, wo wir während der Nacht lagen.
    Es folgten der Begrüßungscocktail mit dem Kreuzfahrtdirektor, dem Kapitän Ivan Kolarov und Hotel-Manager Constantin Antonie und im Anschluss ein festliches 6-Gang-Menü. An unserem 6-er Tisch kamen wir sofort mit dem auf Kreuzfahrten üblichen Small-Talk mit einem sehr sympathischen älteren Ehepaar und zwei Damen ins Gespräch und natürlich war das Thema „Kreuzfahrten!“ Das Ehepaar hatte bereits viele Jahrzehnte Erfahrung mit dieser Art des Reisens und die Damen ohne vorherige Reisen auf Flüssen/Meeren staunten nur über unseren regen Austausch und auf den „Gefahrenhinweis der Ansteckung“ -;) Wir waren erst beim zweiten Gang angelangt (übrigens ein hervorragendes Essen), als eine der Damen fragte, ob dies hier auf dem Schiff so „Standard“ wäre, es läge „etwas Besonderes in der Luft“, sie könne das gar nicht richtig erklären… Wir Kreuzfahrterfahrenen konnten uns das Lächeln nicht verkneifen und meinten: „Vorsicht – erste Anzeichen der Virus-Erkrankung!“ Beim Dessert war es dann schon soweit und sie war sich sicher: „Diese Art des Reisens werde ich jetzt mit meinem Mann in Angriff nehmen“ und ließ sich von uns noch einige Tipps geben.
    Für 21 Uhr stand das Kabarettprogramm mit Bill Mockridge in der Lounge auf dem Programm, der vielen als ehem. Ehemann von Mutter Beimer aus der „Lindenstraße“ bekannt sein dürfte, in unserer Region kennt man ihn eher als Kabarettisten.

    Auf dem Weg vom Restaurant ein Deck höher in die Lounge kamen uns plötzlich – mittlerweile wieder in Bonn angelegt – Menschen mit Köfferchen entgegen und ich fragte erstaunt: „Kommen oder gehen Sie schon wieder?“ „Nein, wir kommen…“ und mittlerweile hatten sich immer mehr pudelnasse neue Passagiere in der Lobby eingefunden! Immer noch rätselnd wurden wir überraschend begrüßt: „Ihr seid auch hier?“ und schauten in ein bekanntes Gesicht eines Phoenix-Mitarbeiters in Bonn. Neben ihm standen der Direktor Schiffsreisen Michael Schulze, unser allererster Kreuzfahrtdirektor Christian Adelmaier, Jörn Hofer, Kreuzfahrtdirektor u. a. auf der MS Artania und auch Reiseleiter Rainer (beide bekannt aus VnM)! Hinzu kamen noch viele weitere Mitarbeiter von Phoenix. Sie hatten einen übers Wochenende gehenden Workshop in der Zentrale und die von weiter her kommenden Mitarbeiter blieben mit uns über Nacht an Bord. Schöne Erinnerungen wie mit Christian Adelmair und der TS Maxim Gorkij oder mit Jörn Hofer auf der „MS Artania“ wurden wieder aufgefrischt. Mit Rainer wurde u. a. über die bereits gesendeten und auch jetzt ab Montag neuen Folgen von „VnM“ geplaudert. Es war wie ein „Familientreffen“ – so manchem Repeater wie uns bei Phoenix ging es an diesem Abend ähnlich – es wurde herzlichst begrüßt und umarmt! An Gesprächsstoff mangelte es nicht – das „Fieber“ war überall spürbar;-) Der Abend wurde dementsprechend etwas länger, das bequeme Bett nicht so richtig ausgiebig genutzt;-) Egal, wann kommt man noch einmal so jung zusammen…
    Nach einem ausgiebigen und sehr angebotsreichen Frühstücksbuffet – schon fast wie auf einem Hochseeschiff – hieß es dann leider auch „Auf Wiedersehen, Dovidenia, Tot ziens & Viszlát.“ Wir hätten es noch gut ein paar Tage an Bord dieses schönen und eleganten Schiffes aushalten können, aber wir stellen fest, dass wir noch immer ganz „beseelt“ von diesen wenigen Stunden sind!!! Es kommt also nicht unbedingt darauf an, wie lange man irgendwo ist, sondern vielmehr wo man sich befindet und mit wem die Zeit verbringt! Und eins ist wieder passiert: Der schlummernde Virus ist wieder erweckt worden, macht sie breit und breiter und der Katalog liegt schon wieder an einer Stelle, wo der Blick ständig darauf fällt;-)

  • #10285 Antwort

    Kerstin Krückeberg

    Hallo Helga!
    Was für eine tolle Reise! Und ich bin immer wieder erstaunt, wie nah und menschlich es in der großen Phoenix-Familie zugeht. So ein Kurzurlaub kann zu dieser Jahreszeit zusätzlich so richtig gut tun!
    Toller Bericht!!!
    Ganz liebe Grüße, Kerstin 🙋🏻

  • #10385 Antwort

    Helga E.-D.

    Hallo Kerstin,

    ja diese kurze Auszeit war wirklich schön! Dieses familiäre Flair, das wir bislang auf allen Hochsee- und Flussschiff-Schiffen von Phoenix erlebt haben, ist nicht nur den kleineren Hochseeschiffen geschuldet, sondern insbesondere den Mitarbeitern an Bord. Bekanntlich fahren wir auch gerne mit AIDA, AIDA ist AIDA und das ist auch gut so! Und die Phoenix-Flotte bietet noch eher klassische Kreuzfahrten – zwei absolut unterschiedliche Konzepte und jedes auf seine Weise gut!
    Wir sind keine „Weltreisenden“ oder „Suiten-Bucher“, sondern sind eher auf dem „Holzdeck“ (günstiger und von vielen erfahrenden Kreuzfahrern wegen weniger zu spürendem Seegang sehr beliebt) zu finden und werden trotzdem wie „Königin und König“ bei Phoenix behandelt. Große Zufriedenheit und dementsprechende Mundpropaganda sind halt immer noch die beste Werbung!

  • #10413 Antwort

    Hallo Helga, was für ein schöner Bericht über Deine Reise.
    Vielen Dank dafür.

    Viele Grüße
    Christian

  • #10495 Antwort

    Bernd_vom_TV

    Hallo Helga,
    ich hab den tollen Bericht erst gerade entdeckt. Vielen dafür!
    Das bestärkt mich in der Wahl der Donaukreuzfahrt nächstes Jahr.

    Schöne Grüße
    Bernd

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