Costa neoRiviera – ein richtiges Schiff

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Irmela Tölke vor 1 Woche, 4 Tagen.

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    Irmela Tölke
    Keymaster

    Vor knapp einer Woche haben wir die neoRiviera – wahrscheinlich für immer – verlassen. Aber sie wird uns in sehr guter Erinnerung bleiben…

    Nach einem massiven Umbau wird die neoRiviera ab Dezember 2019 als AIDAmira unterwegs sein. Vor diesem Hintergrund konzentrieren sich meine Kommentare weniger auf aktuelle Details des Schiffes, als vielmehr auf das allgemeine Schiffserlebnis sowie das grundsätzliche „Costa-Leben“.

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    Die Costa neoRiviera beim Tendern in Malé

    Um das gleich vorweg zu nehmen: Wir haben uns an Bord sehr wohl gefühlt! Das Schiff hat für uns eine optimale Größe. Die rund 1.400 Passagiere „verlaufen“ sich an Bord dieser betagten Dame (Baujahr 1999) auf 216 Metern Länge und auf 8 Passagierdecks mit 624 Kabinen ganz wunderbar. Besonders angetan sind wir von den großzügigen Außenflächen über drei Etagen. Selbst an Seetagen, an denen es bei Costa am Pool recht lebhaft und laut zugehen kann, kann man an Deck noch ein ruhiges Plätzchen finden.

    An Seetagen kann es am Pool bei Costa schon mal laut und lebhaft zugehen…

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    … auf Deck 12 Forward zum Beispiel findet sich aber immer noch ein ruhiges Plätzchen

    Ebenfalls positiv ist uns das Buffetrestaurant Vernazza aufgefallen: für Freiluft-Enthusiasten ein Traum! Hier kann man sowohl direkt am Heck als auch am Poolbereich sitzen. Zudem hat uns das Buffet auch qualitativ überrascht. Von allen Costa-Schiffen, die wir bisher kennenlernen durften (Atlantica, Mediterranea und Favolosa), war das Buffet hier mit Abstand das beste. Die beiden anderen Restaurants, Centara und Saint Tropez (für Suiten), sind von der Einrichtung ebenfalls klassisch und unaufgeregt. Das Essen hätte manchmal etwas wärmer sein können ;-).

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    Buffet im Vernazza Restaurant war eine echte Überraschung

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    Die Räumlichkeiten sind innen..

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    … aber vor allem außen recht großzügig

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    Auch am Pool gibt es zwei weitere Buffetbereiche

    Als weitere schöne Außenflächen kann man auch das große Sportsdeck und das (leider nicht umlaufende) Promenadendeck erwähnen. Wer wie ich auf See ungerne ins Fitnessstudio geht (es ist so viel schöner „al fresco“ als im klimatisierten Kühlschrank ;-)), kann hier zumindest sein Walking-Pensum absolvieren. Aktuell gibt es leider nur einen richtigen (Salzwasser-)Pool. Der zweite Pool st ein überdimensionierter Whirlpool und nur für Erwachsene zugänglich.

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    Das Sportsdeck läuft ein Mal um den Schornstein rum

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    An Seetagen kann man sich auf dem Promenadendeck gut die Füße vertreten

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    Der Pool ist nicht groß, aber ok und mit Salzwasser gefüllt

    Auch wenn uns das Grundlayout des Schiffes sehr überzeugt hat, muss man einräumen, dass das Ambiente doch etwas in die Jahre gekommen ist. Vor allem die Toiletten der öffentlichen Bereiche sind in keinem guten Zustand, und auch die Bars wirken etwas altbacken. Wie bereits in meinen vorherigen Posts erwähnt, lohnt sich hier wohl keine Investition mehr vor der Übergabe an AIDA. Uns persönlich hat das nicht so sehr gestört, denn unsere Kabine war zeitlos und bequem eingerichtet, und auch TV sowie andere Elektrogeräte waren auf dem aktuellen Stand. Zudem halten wir uns bei gutem Wetter ohnehin meist draußen auf und genießen das ursprüngliche Schiffsleben sowie die Destinationen.

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    Die Flure wirken zeitlos und in gutem Zustand

    Ich hatte ja bereits in meinen Posts berichtet, dass die Passagiere sehr multi-kulti sind, was uns grundsätzlich sehr gefällt. Neben rund 300 Indern verteilte sich der „Rest“ auf ganz Europa (darunter viele Italiener) und ein paar Russen. Auch Gäste aus Südafrika, Südamerika, Neuseeland und der Türkei haben wir gesprochen. Nach Schaffsangeben sollen rund 120 Deutsche oder deutschsprachige Passagiere an Bord gewesen sein. Bordansagen gab zum Glück nicht allzu viele und meist nur auf Englisch und Italienisch. Wichtige Ansagen wurden aber auch auf Deutsch, Französisch oder Spanisch wiederholt. Zu jeder Zeit steht eine deutsche Reiseleitung zur Verfügung, so dass man auch ohne Fremdsprachenkenntnisse zurecht kommen kann.

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    Alle wichtigen Informationen werden mehrsprachig vermittelt

    Wie bei Costa üblich, gab es auch auf dieser 14-tägigen Reise viel zu feiern: Neben zwei Galaabenden (Weihnachten und Silvester), einer White Night, einer italienischen, einer tropischen und einer rot-schwarzen Nacht sowie zwei Bollywood Parties gab es auch noch einen Maskenball. Man muss das nicht mitmachen, vor allem, da bei Costa die Parties selten vor 23.00 Uhr beginnen – und wer hält das schon durch bei dem Tagespensum ;-)? Sollte einen aber doch das Party-Fieber packen, kann man in den Gefilden grandios unter dem Sternenhimmel tanzen– „italienischen Lebensfreude“ eben ;-).

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    Die White Night bei Costa: dieser Partystimmung unter den Sternen konnten auch wir nicht wirklich widerstehen 😉

    Etwas schade fanden wir, dass wir über 14 Tage kein Wort von unserem Kapitän gehört haben. Er stand zwar bei den Galas für Fotos zur Verfügung, aber wir wären eher an navigatorschen Informationen interessiert gewesen. Die gab es dann aber immerhin in eingeschränkter und schriftlicher Form im täglichen Diario di bordo (dem Costa Bordprogramm).

    An Seetagen fällt die Titelseite des Diario di bordo übersichtlich aus. Nur hier fanden sich auf dieser Reise Informationen zur Navigation

    Ein Wort auch noch zu den Passkontrollen: Ja, es wird viel kontrolliert. Aber gleich zu Beginn der Reise bekommt jeder Passagier einen Zettel mit seinem ausgedrucken E-Visum (sofern vorhanden). Da das an den Kontrollpunkten einfach gescannt werden kann, geht es überall recht schnell. Auch die wenigen Face-to-Face Kontrollen mit Pass waren gut organisiert und zügig abgewickelt. Unser Fazit dazu: die größte Hürde ist die Beantragung des Visums in Deutschland. Vor Ort läuft es dann relativ problemlos.

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    In Goa gab es an der Pier aus Sri Lanka kommend nochmals eine Passkontrolle

    Insgesamt waren wir von der Reise sehr angetan. Die Costa neoRiviera ist noch ein richtiges Schiff, ohne viel Chichi, ohne Bildschirm am Pool, ohne modernes Rundum-Entertainment und ohne Gourmet-Outlets, aber dafür mit viel Platz, das Meer und die Schiffsreise zu genießen. Wer genau das sucht und ganz einfach neue Destinationen mit dem Schiff erleben möchte, wird sich hier wohlfühlen.

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    Ein Schiff ohne viel Chichi – uns gefällt’s

    Mit ihrer Größe und Bauart passt sie wahrscheinlich perfekt zu den bisherigen drei AIDA-Selection Schiffen. Nach Aussagen der Reederei soll die künftige AIDAmira zwei große Pools (jeweils 6,70 m x 4,50 m) und zwei Whirlpools Pools erhalten, was sie für Outdoorfreunde sicher noch attraktiver machen wird.

    Als ganz persönliche letzte Bemerkung sei mir noch erlaubt, dass ich die kleinen italienischen Momente an Bord sehr schätze. Mein Cappuccino mit einer klassischen italienischen Aprikosen Tarte…;-) Apropos: Weiß eigentlich jemand, wie dieser Kuchen auf Italienisch heißt?

    Ich wiederhole mich, aber trotzdem: Ich liebe diese Kombination 😉

    Wir sagen bye bye neoRiviera, allzeit gute Fahrt – unter welchem Namen auch immer!

    Herzlich,

    Eure Irmela

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