Costa neoRiviera – wir sind in Mumbai

Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Irmela Tölke vor 2 Monate, 1 Woche.

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    Irmela Tölke
    Keymaster

    Kennt Ihr diesen Moment, wenn man nach einer hektischen Vorurlaubsphase endlich im Flieger sitzt und diese ganze Last von einem abfällt…

    Genauso ging es mir am Mittwoch. Wohlig in den Sitz gekuschelt gab es endlich Gelegenheit, all die Filme zu schauen, die ich das ganze Jahr im Kino verpasst habe. Nach einer Zwischenübernachtung in Dubai sind wir am Donnerstag Nachmittag guter Dinge in Mumbai gelandet. Das Wetter hier ist natürlich kein Vergleich mit der grauen Suppe zuhause in Hamburg, und allein das ist schon ein Grund bester Stimmung zu sein.
    Die Einreise nach Indien war übrigens sehr entspannt. Mit unserem E-Visum mussten wir nur noch einen kleinen Zettel ausfüllen und dann an die zum Glück fast leere Passkontrolle gehen. Die erste Hürde wäre also schon mal geschafft. Etwas schwieriger war es zur Rush-Hour mit dem Taxi zu unserem Hotel zu kommen. Aber nach knapp einer Stunde waren wir dann auch dort angekommen.

    Incredible India: An jeder Ecke wird Essen angeboten
    Gestern, an unserem ersten Tag vor Ort, war Akklimatisierung angesagt. Daher haben wir den Vormittag zunächst ganz entspannt am Hotel-Pool verbracht und uns auf unseren Ausflug am Nachmittag vorbereitet. Da haben wir uns nämlich direkt vom Hotel aus zu Fuß ins Getümmel gestürzt. Wer schon mal in Mumbai war, wird wissen: Die erste Stunden vor Ort sind eine echte Herausforderung: die hohen Temperaturen, der tosende Verkehr, die fehlenden Ampeln, die nicht ganz europäischen Standards genügende Luftqualität ;-), die nicht vorhandenen Fußwege… Die Straßen sind voll mit Dingen, die man dort erwartet – oder auch nicht (Kinder, Kühe, Kisten…). Und man selbst weiß gar nicht, was man zuerst tun soll: auf seinen Schritt achten, die Umgebung bestaunen oder aufpassen, dass man nicht überfahren wird oder in einen Kuhfladen tritt. Klingt jetzt vielleicht nicht nach Urlaub, aber nach Abenteuer, und das ist ja bekanntlich auch irgendwie Urlaub ;-). Nach Mumbai kommt man schließlich nicht hauptsächlich um das Schöne zu suchen, sondern um das Andere zu erleben.

    Diese Wäscherei ist immer wieder spektakulär. Was machen die wohl, wenn es regnet?
    Da wir bei unserem letzten Aufenthalt so begeistert davon waren, hatte sich unser Sohn einen erneuten Besuch von Dhobi Ghat gewünscht. Zum Glück lag diese Sehenswürdigkeit direkt auf unserem Weg. In der größten Open-Air Wäscherei der Welt arbeiten rund 6.000 Männer. Täglich werden dort in 700 Becken rund eine Mio. Kleidungsstücke gewaschen. Mir ist und bleibt es ein Rätsel, wie die Wäsche hier sauber werden soll, geschweige denn, wie man überhaupt Kleidungsstücke wiederfinden kann…? Diese Attraktion ist und bleibt auf ihre ganz eigene Art AMAZING, wie man so schön sagt.

    Dhobi Ghat liegt mitten im Großstadtgetümmel
    Zu Fuß ging es dann weiter zu unserem eigentlichen Ziel. Mittlerweile hatten wir uns auch schon ganz gut an das ständige Hupen aller Verkehrsteilnehmer (was soviel heißt, wie: „Platz da, ich habe Vorfahrt“) sowie die Bedingungen für Fußgänger gewöhnt. In Berichten über Mumbai hatte ich von einer ganz besonderen Sehenswürdigkeit gelesen, dem Haji Ali Dargah. Es ist Mumbais meist besuchtes islamisches Heiligtum. Das Grabmal von Haji Ali liegt auf einer kleinen Insel rund 500 Meter vor Mumbai, die nur über einen aufgeschütteten Weg erreichbar ist. Der Knackpunkt: Nur bei Ebbe ist der Weg zu begehen, weshalb wir unseren Besuch auf den Nachmittag gelegt haben.

    Die Pilgerströme wandern über den kleinen Damm
    Es war ein spannendes Erlebnis – weniger das Heiligtum selbst als der Weg dorthin über das Wasser. Da Freitag war, also Wochenende im Islam, wurden wir von zahlreichen Menschen begleitet. An manchen Tagen sollen bis zu 40.000 Gläubige zu der Moschee pilgern. Das stelle ich mir wirklich abenteuerlich vor… Am Wegesrand kann man allerlei Sachen erwerben: von Snacks über Souvenirs bis zu Devotionalien. Ein schöner Ausflug, den wir mit dem Rückmarsch zum Hotel entlang der Küste beendeten.

    Sonnenuntergang am Hotelfenster
    Heute ist Einschiffen angesagt. Da die neoRiviera noch eine Nacht in Mumbai bleibt bevor sie ablegt, wird wahrscheinlich alles ganz entspannt ablaufen. Dennoch ist die ganze Familie gespannt auf das unbekannte Schiff und unsere, wie wir es nennen, „Fellow Passengers“. Gibt es dafür eigentlich ein schönes deutsches Wort? „Mitreisende“ trifft es ja nur halb, und „Mitpassagiere“ muss wohl noch seinen Weg in den Duden finden, oder habt Ihr einen Vorschlag… 😉
    Ich verabschiede mich gleich vom komfortablen Wlan des Hotels, aber sofern es mit dem Internet an Bord klappt, gilt:
    I’ll keep you posted!
    Herzlich,
    Eure Irmela
    P.S.: An dieser Stelle wünsche ich Euch allen schon mal ein schönes Weihnachtsfest!
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