Freitag, 4. Mai 2018 – Wismar/Deutschland

News Foren Gastblogger/Reiseberichte Phoenix Südskandinavien vom Feinsten mit MS Albatros (Helga) Freitag, 4. Mai 2018 – Wismar/Deutschland

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    • #13917 Antworten
      Helga E.-D.
      Gast

      Was für ein Geschenk von Kapitän Flatebø an uns – für Wismar war lt. Ausschreibung eine Liegezeit von 10:00 bis 20:00 Uhr vorgesehen – er legte bereits mit der Albatros um 08:30 Uhr an der Pier Nr. 17 unweit des „Alten Hafen“ an, Leinen los war auf 22:30 Uhr verschoben! Und das wieder bei „Kaiserwetter!“ Wenn das nicht passte bei unserem Familientreffen;-)

      Unsere zehnjährige Enkelin bekam extra schulfrei, wenn sie auch noch nicht wusste, warum. Ein Ausflug von Rostock nach Wismar – na ja. Ein großes Schiff im Hafen anschauen – hat sie täglich in Warnemünde. Also was machen wir hier??? Welche Überraschung, als sie uns hoch oben auf dem Schiff sah;-)

      In Wismar hatte sich seit unserem letzten Besuch 2015 am „Alten Hafen“, wo auch die „Schwedenköpfe“ am Baumhaus stehen, einiges getan.

      Die „Schwedenköpfe“ am Baumhaus

      Vorher Brachland, ist jetzt dort eine kleine Ladenzeile mit u. a. hübschen maritimen Geschäften, Bistros und (Eis-)Cafés entstanden und die Passagiere der Albatros wurden „ganz offiziell“ sehr freundlich begrüßt;-)

      „Wenn das keine nette Begrüßung ist;-)

      Im Hafenbecken liegen immer wieder schöne Segelschiffe, die Poeler Kogge „Wissamara“, ein Nachbau aus dem 14. Jahrhundert, lief am Morgen zu einem Törn aus – wir sollten sie abends beim Einlauf wiedersehen.

      Für alle, die Wismar noch nicht kennen, empfiehlt sich neben dem Besuch der hübschen Altstadt mit der „Wasserkunst“ auf dem größten norddeutschen Markplatz

      Die „Wasserkunst“ wurde früher als Wasserspeicher für die Stadt genutzt

      auch das Rathaus, das Haus „Am alten Weinberg“ und das backsteingotische Bürgerhaus „Alter Schwede“, in dem sich heute ein Restaurant befindet – auch das schwedische Königspaar war dort auch schon zu Gast.

      Zwei Traditionshäuser am Markplatz

      Kirchenbegeisterte sollten sich die dreischiffige Basilika „Nikolaikirche“, die den Seefahrern und Fischern gewidmet ist, ansehen – sehr idyllisch am Bachlauf „Grube“ gelegen, an dem die Frauen früher ihre Wäsche wuschen.

      „Die Nikolaikirche, die zur Route der Backsteingotik gehört“

      Etwas weiter gibt es die „Schweinsbrücke“, die nicht zu übersehen ist wegen ihrer vier Schweine in unterschiedlichen Positionen, ihre Nasen sind schon ganz blank poliert – na, was macht der Mensch nicht alles, nur um das Glück zu erhaschen;-)

      „An der Schweinsbrücke“

      „Diese Sau war die beste;- „

      Die St. Marien-Kirche aus dem 14. Jhd. ist im Zweiten Weltkrieg stark zerstört worden, hier ist nur der 80 m hohe Turm übrig geblieben – um 12, 17 und 19 Uhr ertönt hier ein Glockenspiel. Wer noch nicht genug Kirchen gesehen hat, der findet gleich nebenan noch die große Georgenkirche aus dem 13. Jahrhundert, uns hat besonders die „Heilig Geist-Hospital-Kirche“ von 1250 in der Lübschen Straße gefallen, seinerzeit als „Armen- und Krankenhaus“ für betuchte Bürger erbaut.
      Das „Schabbelhaus“ an der Schweinsbrücke 8 empfiehlt sich für alle, die an Stadtgeschichte interessiert sind, im „Welterbe-Haus“ in der Krämerstraße 1, sollte man sich unbedingt den „Tapetensaal“ anschauen, deren Wandverkleidung 1823 in Paris aus Papierdrucken hergestellt wurde und die „Reise des Telemach auf die Insel der Göttin Calypso“ darstellt. Sehr imposant und wunderbar restauriert.

      Da unsere Familie die schöne Hansestadt Wismar (UNESCO Weltkulturerbe) ja bereits alle kannten, machten wir nur einen verkürzten Stadtbummel, außerdem benötigte unsere „Lütte“ dringend ein Zweitfrühstück in Form eines Rieseneisbechers;-)

      Mit unserem ganz eigenen „Privatchauffeur“ fuhren wir bei diesem Traumwetter lieber „auf die Insel“ nach Poel. Von Wismar aus fahren auch Ausflugsboote bzw. Fähren auf die Insel, ideal für diejenigen, die per Fahrrad die kleine Insel mit ihren 15 Dörfern und Stränden erkunden möchten.

      Mit einem traumhaften Blick auf den Yachthafen in Kirchdorf aßen wir zu Mittag den wohl fangfrischesten Fisch, den man sich vorstellen kann – wer braucht da noch St. Tropez?

      Besser als an an der Cote d´Azur – ruhiger und preiswerter

      Es gibt herrliche Sandstrände auf der Insel, wir zogen aber den Naturstrand „Am Schwarzen Busch“ vor. Hier steht unweit der „Mutter- und Kind-Kurklinik“ eine Gedenktafel und auch ein Gedenkmonument für die Opfer der Schiffskatastrophe der Cap Arcona am 03.05.1945 – fast auf den Tag genau 73 Jahre später standen wir dort!

      „In Gedenken für die Opfer der Cap Arcona“

      Um uns herum kaum eine Menschenseele, eine Unmenge Schwalben, die an den Hängen der Steilküste im Sturzflug in ihre Bauten ein- und wieder ausflogen. Große Felsformationen im und am Wasser, Sandbänke, so dass man „wie Jesus übers Wasser“ wandeln konnte und ca. 50 – 60 Schwäne waren zu sehen. Wir hatten so viel Spaß miteinander, haben Dämme und Steintürme gebaut – es war wieder ein perfekter Tag, aber noch einmal so schön, wenn man seine Liebsten um sich hat.

      „Natur pur“

      „Die Schwalben als Baumeister“

      „und wir als Familie – gemeinsam ist man stark;-)

      „Familientag Insel Poel 2018“

      Und da der Kapitän uns ja wie gesagt noch eine „Verlängerung“ geschenkt hatte, konnten wir auch noch in Wismar gemeinsam die Rückkehr der „Wissamara“ in den „Alten Hafen“ bei einem wunderbaren Sonnenuntergang erleben. Die Wismarer hatten an diesem besonderen Freitag, an dem ein Kreuzfahrtschiff angelegt hat, Würstchen- und Bierbuden im „Alten Hafen“ aufgebaut, es gab Musik, auch von einem Shanty-Chor, und die Bevölkerung feierte mit uns gemeinsam – im Hintergrund die beleuchtete Albatros – ein Träumchen!!!

      Ausnahms- und verständlicherweise hechteten wir erst in den allerletzten Minuten vor dem letzten Einschiffungstermin um 20 Uhr die Gangway hinauf.

      Abendstimmung am „Alten Hafen“ in Wismar, die „Wissamara kommt von ihrem Törn zurück“

      Die „Albatros“ im Hintergrund

      Vom Abendprogramm „Wunderhaft und Zaubervoll“ bekamen wir an diesem Abend nichts mit, aber ein Absacker mit unseren Bekannten musste sein, was hat man sich aber auch immer alles zu erzählen vom Tag;-)

      Leider holt einen die Realität auch auf hoher See irgendwann ein, wenn man z. B. auf seinem Bett schon die „Dankeschön-Briefumschläge“ und den „Fragebogen“ vorfindet und denkt, das kann ja noch gar nicht sein, die müssen sich verzählt haben…
      Doch am nächsten Morgen erwartete uns schon die kleine Insel Aerøskøbing, ein halber Seetag stand noch aus und am Abend dann die Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal – wie für viele hier an Bord auch für uns „das“ Highlight dieser Reise.

    • #13945 Antworten
      Christiane
      Gast

      Oh ja, Wismar haben von unserem Besuch vor … Jahren nicht in Erinnerung und ich freue mich ganz besonders darauf, diese schöne Stadt wieder zu sehen. In der Vorweihnachtszeit wird dort bestimmt ein ganz anderer Flair herrschen als im Sommer und deshalb in ich schon ganz gespannt. Nun sind es nur noch 6 Monate und zwei Tage bis auch wir die Albatros entern dürfen. Vorfreude pur.

    • #13946 Antworten
      Claudia Dörl
      Gast

      Hallo zusammen da kann ich euch nur zustimmen Wismar und auch die Insel Pool sind schon ein schönes Flecken Erde in Deutschland. Die Altstadt ist sehr schön. Es ist zwar schon ein bisschen her das ich mit meiner Familie da war,aber ich erinnere mich noch sehr gut daran. LG Claudia

    • #13948 Antworten
      Helga E.-D.
      Gast

      Hallo zusammen,

      in Wismar ist immer „Bewegung“ – es gibt noch einige alte Gebäude zu restaurieren, aber die Stadt muss immer erst abwarten, bis wieder Fördergelder der UNESCO dafür bewilligt sind. Erst dann darf man mit dem Bau beginnen, sonst gibt es nichts – deshalb sieht man in Wismar auch nach so vielen Jahren der Wiedervereinigung immer noch „Baustellen.“ Ich freue mich auch schon, sie im Winter zu erleben – klasse Christiane, Du zählst mit;-)

      Liebe Grüße
      Helga E.-D.

    • #13950 Antworten
      Kerstin Krückeberg
      Gast

      Hallo Helga!
      Was für ein schöner Familien-Tag ! Die Fotos sind unheimlich schön und ich war gerade gedanklich statt am Laptop, richtig in Wismar! Ich sehe, ich muss da unbedingt mal hin! Vielen Dank ! 🙂
      tschüß, Kerstin

    • #13996 Antworten
      Irmela Tölke
      Verwalter

      Liebe Helga,

      wie schön die Geschichte mit Eurer Enkelin!! Da kommen mir glatt die Tränen…

      Vielen Dank für Deinen schönen Bericht, und ja, diese Abschiedsboten am Ende könnten sich die Reedereien eigentlich sparen… ;-). Das Gute ist ja: Du hast die nächsten Reisen ja schon gebucht ;-).

      Liebe Grüße aus HH,
      Irmela

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Antwort auf: Antwort #13950 in Freitag, 4. Mai 2018 – Wismar/Deutschland
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