Hafentag in Klaipeda

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      Bernd_vom_TV
      Gast

      Hallo zusammen,
      es ist Samstag der 19.05.2018. Beim Frühstück ist noch nicht klar wann wir hier wieder ablegen. Die Spanne reicht von 12:00 Uhr bis 17:00 Lokalzeit. Wir müssten notfalls schon gegen 11:00 wieder an Bord sein. Vom Liegeplatz bis zur Innenstadt benötigt man ca. eine Stunde, also bleiben wir (leider) an Bord. 14:00 Uhr Abfahrt wäre möglich gewesen wenn, ja wenn es nicht eine Störung an einer Containerbrücke gegeben hätte. So wurde es aber 16:15 Uhr bis wir tatsächlich abgelegt haben. Das hätte ja für einen schönen Stadtbummel gereicht.

      Jetzt wären die Gäste für Verspätungen dankbar. Wir sollen morgen gegen 21:00/22:00 Uhr in Rauma ankommen und am nächsten Morgen schon wieder abfahren. Das wäre ja ärgerlich, dann würden wir praktisch nichts sehen von Rauma.

      Nach dem Frühstück hatte ich auf der Brücke noch einige Bilder gemacht und mich dann mit dem Kapt’n verquatscht bis zum Mittagessen.

      Ein Mobilkran hier mit Schüttgutgreifer, die können aber auch mit Containergreifern ausgerüstet werden.

      Fahrwerk einer Containerbrücke von Bord aus.

      Seitenzeichnung vom Freifallrettungsboot.

      An der Zeichnung sieht man sehr schön wie so ein Boot aufgebaut ist. Rechts oben bei Nr. 4 und Nr. 5 ist der Steuerstand. Bei Nr. 3 mit dem schwarzen Fleck sind die Schalensitze. Unten am Schiff erkennt man dann die Ruderanlage und den Motor. Im unteren vorderen Bereich ist der Proviant. Bei Nr. 1 ist die Einstiegsluke. Das Boot hängt so schräg wie es hier gezeichnet ist. Über die Schräge muss man erst mal reinkrabbeln und sich dann in umgekehrter Richtung in den Schalensitz quetschen.

      Gegen 14:00 gab es noch eine Gästeführung vom Chief in der Maschinenhalle. Die Hauptmaschine ist ja im Hafen abgeschaltet und es ist soll relativ leise sein. Es läuft ja nur der Hilfsdiesel der die wichtigsten Bereiche mit Strom versorgt. Trotzdem ist es noch sehr laut und man benötigt Ohrenschützer.

      Ein interessantes Detail am Motor ist mir noch aufgefallen. Der Motor ist über Schwingungsdämpfer mit dem Schiff verbunden. Das ist so eine Art Gummipuffer. Damit vermeidet man die Übertragung der Motorschwingungen auf das ganze Schiff. Bei sehr großen, unüblichen Motorbewegungen könnten die Schwingungsdämpfer zerstört werden.
      Damit der Motor dann nicht auch noch aus seinem Bett springen kann gibt es mehrere Begrenzer. Man könnte auch Anschlag dazu sagen. Es ist diese gelbe u-förmige „Kralle“ da in der Bildmitte.

      Begrenzer für die Motorbewegung

      Morgen ist erst einmal Seetag angesagt. Mal sehen wie es dann weitergeht

      Ein herzliches AHOI von der Vera Rambow
      Bernd

      P.S. Ich war noch im Motorraum als er gestartet wurde.
      Mal sehen wie das Video geworden ist

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