Metropolen ab Hamburg AIDAPerla Teil.3

Dieses Thema enthält 7 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Kerstin Krückeberg vor 3 Monate, 3 Wochen.

  • Autor
    Beiträge
  • #21342 Antwort

    Kerstin Krückeberg

    Dienstag, 09.Juli 2019
    Paris/ Le Havre, Frankreich

    Liegeplatz : Quai Pierre Ballet
    Liegezeit: 08:00 – 20:00 Uhr
    Alle an Bord: 19:30 Uhr

    Wettervorschau: teilweise bewölkt, 21 Grad
    Sonnenaufgang 06:03 Uhr
    Sonnenuntergang: 22:08 Uhr
    Nächste Etappe: 191 Seemeilen (354 Kilometer) bis Brüssel/Zeebrügge

    Drink des Tages:
    Caribico (ohne Alkohol)
    Atlantico ( mit Alkohol)

    Auf nach Paris!
    ( * ) Text aus Aida Heute – Ihr Tagesprogramm

    Das war die Frage, die wir uns schon in Hannover gestellt hatten, wollen wir uns nochmal Paris anschauen? Schließlich entstand Andreas und meine Freundschaft in der Schulzeit, wo unsere beiden Parallel-Klassen gemeinsam das Fach Französisch in der Schule hatten und wir, gefühlt vor 100 Jahren, im Paris-Schüler-Austausch hinterher waren. Nochmal zum Eiffelturm, die Champs-Elysée, Triumphbogen, nah an der Seine?! Notre-Dame wurde schon vorher aus dem Besichtigungsprogramm aufgrund des schrecklichen Brandes genommen, was ich sehr schade fand – nicht nur der furchtbare Brand- Notre Dame war einfach wunderbar und ich erinnere mich noch gut an den mächtigen, erhabenen Bau. Bei der Durchsprache der Ausflüge, wo Christian beratend unterstützt hatte, hat er wie bei London den Tip gegeben, nicht die Reise dorthin zu machen. Ähnlich wie bei London hätte uns eine mehrstündige Hin-und Rückreise , inclusive die der Stadtroundtour in Paris im Bus bevorgestanden. Alternativ wurden u.a. Ausflüge nach Honfleur (nahe an Le Havre, eine nette Hafenstadt in der Normandie) und eine Wanderung zu den Kreidefelsen von Étretat angeboten.

    Christian hatte sie im vergangenen Jahr auf seiner Flusskreuzfahrt besucht und mir empfohlen die Wanderung zu machen.
    So buchte ich die Wanderung, die in „zwei Schichten“ angeboten wurde, eine Halbtagstour, für den Vormittag. Der Schwierigkeitsgrad wurde als leicht bis mittel angegeben. ( In der Beschreibung: ca. 45 min. Busfahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung in der Nähe von Étretat, ca. 1 h 45 zu Fuß entlang steiler Felsenklippen auf dem Wanderweg La Pointe de la Courtine, unterwegs einzigartige Aussichten auf Meer und Küste mit ihren spektakulären Felsformationen Porte dÀval und La Manneporte, ca. 45 min Freizeit im belebten Seebad Ètretat, ca. 45 min Rückfahrt zum Schiff – Hinweis: steile und rutschige Wege, Wanderschuhe empfohlen, Mindestalter 10 Jahre, Durchführung wetterabhängig. *Originaltext Aida-Bordportal). Das müsste eigentlich gut zu schaffen sein und hoffte inständig, das auch das Wetter für eine Wanderung mitspielt.


    (La Manche um 06:31 Uhr)

    Morgens, für mich viel zu früh, klingelt der Wecker- die Wanderung war ziemlich früh am Tage angesetzt – okay, würden wir abends nicht immer noch einen Abstecher im Beach Club machen und bei einem Cocktail , guter Musik der Live Band FUSE & DJ Alex van P., ein bisschen Tanzen und klönen, wäre mein Schlafpensum auch höher. Ich gebe es zu, ich bin eben eine Eule, keine Lerche 🙂 ! Für wichtige Dinge, wie die Wanderung, ist aber meine Disziplin jedoch ganz zuverlässig und ich gehe auf Deck 7 ins Weite Welt Restaurant, welches eines der wenigen ist, das morgens so früh schon auf hatte.

    Hui ! Zum ersten mal bekommt man doch mit, das sehr viele Menschen auf dem Schiff sind. Das Restaurant ist gerammelt voll, lange Schlangen am Buffet. Die Paris-Ausflüger müssen ebenfalls früh los. Ich suche mir einen Platz und werde von einem Kellner gebeten, mich doch umzusetzen, ich hatte auf versehen einen Tisch , „reserviert für Rollstuhlfahrer“, Platz genommen. Die waren zwar aktuell nicht in Sicht und der Tisch der nur noch einziger frei, aber okay, er sucht mir einen anderen und setzt mich zu einem älteren Paar dazu. Hm- höflich sage ich guten Morgen und werde eher wortkarg zurückgegrüßt. Höfliches Schweigen und der Herr Gegenüber am Nachbartisch inspiziert interessiert meinen Teller und beobachtet mich beim Essen. Ich fühle mich unwohl und denke, hey schaue gefälligst auf deinen eigenen Teller! Das Ehepaar hat zu Ende gefrühstückt und steht auf. Gedanklich hatte ich fast„endlich“ gesagt, doch kaum, sind sie weg, kommt eine Dame mit sächsischer Mundart zu mir und fragt, ob noch frei wäre. Für sie und ihren Enkel, der sei sehr schüchtern. Oh je ! Ja natürlich, hier ist noch frei, Sie können sich hier gerne mit dazusetzen. Das macht sie auch – unruhig sucht sie ihren schüchternen Enkel, das er sie ja auch findet und stürmt zum Buffet. Der Enkel findet den richtigen Tisch, schüchtern?, na ja , eher müde und ist gut im Teenager-Alter. Aber er deckt gut die Blickfreiheit zu dem Herren ab, der sich immer noch für meinen Teller interessiert. Die Großmutter kommt nach geraumer Zeit mit einem riesigen Teller, aufgehäuft mit Brot und Aufschnitt, zurück. Da hätte es jetzt wirklich was zu gucken gegeben. Der Herr hat aber Pech, denn sie sitzen mit dem Rücken zu ihm. Ich bin auch ganz baff und sehe, wie sie emsig einen ordentlichen Turm Brote schmiert , der gefährlich hoch wird. Es gehe heute nach Paris und das wird ja ein langer Tag, da muss man auch was zu Essen mitnehmen, erzählt sie mir. Ihre Gesellschaft ist mir trotzdem lieber als das stumme Paar von vorhin und wir unterhalten uns ganz nett.

    Pünktlich stehe ich am Bus und werde mit der Bordkarte via iPad für den Ausflug gescannt. Der Bus ist voll und die Fahrt beginnt. Wir liegen mit dem Schiff im Container-Hafen, welcher ziemlich groß und ein bisschen hässlich ist und fahren in das Städtchen von Le Havre hinein. Durch die Stadt, vorbei an der Strandpromenade, an schicken Villen und Häusern mit schön angelegten Gärten. Alles grünt und blüht und man hat sich mit vielen Blumenampeln zusätzlich Mühe gemacht.


    (Le Havre)

    Nach einigen doch recht engen Gassen kommt der Bus in die offene Landschaft der Normandie. Vor uns liegen viele Felder und die Reiseführerin (eine Französin aus der Region, die gut deutsch spricht) erzählt, das dieses Gebiet für den Anbau von Flachs u. a. bekannt ist. Die Felder glitzern richtig golden und man sieht den Flachs sich im Wind bewegen, oder auch schon geschnitten, zu Bündeln gebunden die zum Trockenen auf dem Feld liegen. Der Wind ist dafür ideal und um diese Jahreszeit regnet es nicht zu viel, damit der Flachs richtig trocken für den Verkauf wird . Flachs ist ein wichtiges Export-Produkt für Frankreich, das für die Textilindustrie gedacht ist, erzählt sie. Das hier herrschende Klima ist für den Flachsanbau günstig.

    Nach ca. 45 min kommen wir zu einem recht einsamen Hof, wo der Bus hält. Ab jetzt geht es zu Fuß weiter. Na ja- fast, denn einige Mitwanderer müssen zur Toilette. Die gibt es jedoch nicht, erst am Ende der Wanderung und einige Gäste sind empört, man käme ja direkt vom Frühstück! Aber mal ehrlich, wer verlässt denn schon das Schiff für einen Ausflug, ohne vorher aufs Töpfchen gegangen zu sein?! Es gibt nur eine Möglichkeit: nee eigentlich zwei; Busch, oder die Toilette im Bus. Die meisten, denn sie haben sich schnell vermehrt, nehmen die Bustoilette. Das verzögert min. 10 min unserer Gesamtzeit vom Ausflug. Unsere Reiseleiterin wird schon unruhig und möchte eigentlich sofort los. Während der Toiletten-Arie, erwähnt sie kurz, man möge Bescheid geben, wenn wir zu schnell laufen sollten.


    (charmante Langohren)

    Dann geht es los. Wir starten am Feldrand und kommen auf ebene Strecke. Aber nach kurzer Zeit geht es schon los. Der erste Aufstieg der kommt, wird recht steil und sie legt ein ordentliches Tempo vor. Plötzlich sieht man die ersten Felsen, die Luft riecht würzig, irgendwie nach Meer und äh- Pferd? Nee, gar nicht Pferd, aber man sieht üppig Pferdeäpfel liegen und die Verursacher stehen auf einer Koppel und schauen uns freundlich an. Eine Herde Esel! Neugierig kommen sie zum Rand der Koppel und einige von den Mitwanderern überlegen, ob auf dem Zaun Strom liegt. Versuchs doch, sagt der Mann vom Pärchen, dann weist du es! Die Langohren machen auch den Eindruck, das sie gegen eine Portion Streicheleinheiten nichts gehabt hätten.


    (La Pointe-Cap-dÁntifer)

    Wir sind bei den Eseln auf dem ersten Plateau angekommen, ein toller Ausblick und die ersten Fotos werden geschossen. Und richtig, wo es hinauf geht, geht es auch wieder hinunter. Steil abwärts, nicht befestigt und rutschig. Manche Stellen sind wirklich haarig und bei schlechten Wetter auf jeden Fall nicht zu gehen. Ich bin wirklich froh, meine festen Trekking-Turnschuhe an zu haben, die ich wirklich nur für diesen Zweck mitgenommen hatte.
    In den Sommerferien, als ich noch ein Kind/Teenager war, sind meine Eltern immer Wandern in den Bergen gegangen. Ich erinnere mich sofort wieder an die beigebrachten Regeln: jeden Schritt genau überlegen, fest zutreten mit vollem Gewicht, immer wissen, wo der nächste Tritt hinsoll. Ich habe Respekt vor den Weg abwärts, denn ein Sturz kann dort recht schmerzhaft und unglücklich sein. Als ich unten heile ankomme, sehe ich auch schon, das ein Junge ein blutendes Knie hat. Ich lief so im Mittelfeld der Gruppe und wir müssen auf den Rest der Gruppe länger warten. Die Gruppe ist im Altersdurchschnitt sehr durchmischt. Rüstig sind zwar alle, doch auch einige der Älteren sind vorsichtig und benötigen mehr Zeit für den Abstieg.


    (Le Filleul)

    Da unsere Reiseleiterin ein flottes Tempo angeschlagen hatte, ist die Pause ganz willkommen. Kurz was trinken, ein paar Fotos machen und leider kann ich nicht im einem Pflaster aushelfen. Das Wetter ist ideal, nicht zu heiß und der Wind warm und doch erfrischend.

    Meine persönliche Anmerkung zu genau diesen Ausflug:
    dieser Ausflug ist wirklich nichts für Leute, die aktuell ein Problem beim Bewegungsapperat haben.

    Die Letzten haben es dann auch geschafft und eine Dame bittet die Reiseführerin das Tempo ein wenig zu verringern. Prompt wird die Französin etwas komisch; man würde schon viel zu langsam gehen, wir hätten viel Zeit für „das Pippi“ vertrödelt und im übrigen geht es einigen Mitläufern viel zu langsam. Damit meinte sie wahrscheinlich ein Pärchen aus dem bayrischen Raum, die sehr routiniert wirkten und immer weit voraus der Gruppe. Oh ha- hatte sie nicht gesagt, wir sollten uns melden, wenn das Tempo zu schnell ist ? Tatsächlich wird das nach meinem Urlaub, beim Feedbackbogen erwähnt werden. Ich fand die Art und Weise für den Moment nicht korrekt. Denn trotz des Hinweises ging der weitere Weg nicht viel langsamer weiter.


    (ab durch den Farn!)

    Es geht weiter, bergab, bergauf durch einen schmalen Trampelpfad gesäumt mit mannshohem Farn (nicht nur für mich!) , Brennesseln (gut für die Durchblutung, wie sie sagt) , und Brombeersträuchern. Ganz schön dornig und sie zerkratzen ordentlich die Beine derer, die mit kürzeren Hosen unterwegs sind. Zum Glück hatte ich eine lange Jeans für den Tag gewählt. Wir kommen wieder auf ein Plateau und der Ausblick ist einfach grandios! Selbst die, die ganz schön gepiesackt worden sind, sind wieder fröhlich. Fotos aus jeder Lage werden gemacht. Doch unsere Reiseleiterin mahnt zur Vorsicht – im letzten Jahr hat sich eine Touristin zu Tode gestürzt, um das perfekte Foto zu schießen. Es ist eben nichts abgesichert oder eingezäunt! Die Felskanten brüchig und wie schnell kann man an den Kanten abrutschen.

    Wir kommen immer näher an das Städtchen Ètretat heran und das Meer riecht immer stärker nach Seetang. Ein Treffpunkt wird für den Ort und der anschließenden Abholung zum Bus vereinbart und leider haben wir tatsächlich keine 45 min mehr Zeit, um noch ein wenig im Ort zu bummeln. Das ist wirklich schade, denn der Ort ist sehr hübsch mit vielen bunten mediteranen Häusern und sogar einigen Reetgedeckten Dächern. Viele Touristen sind da, auch viele französische Touristen.

    Der Rückweg mit dem Bus geht schnell, da wir auch nicht die nette beschauliche Strecke nehmen, sondern über eine Schnellstraße zum Schiff zurückkehren.

    Ich melde mich bei Andrea und Familie und wir machen gemeinsam Mittag im East Restaurant. Schuhe wechseln und gleich wieder los , runter vom Schiff, mit dem kostenlosen Shuttle in die Stadtmitte von Le Havre. Durch meine morgendlich Busfahrt, kann ich die Richtung ganz gut zuordnen und wir nehmen direkt Ziel auf den Strand von Le Havre mit seiner Promenade.


    (das Tor zum Meer)

    Durch das „Tor zum Meer“ , zwei Häuserkomplexe die den Blick zum Meer freigeben, kommen wir an einen Steinstrand. Überall stehen kleine bunte Badehütten. Eine Mischung aus Wohnwagen, Badewagen und Gartenlaube, liebevoll eingerichtet, jedoch so gebaut , um sie im Winter, mit dem Gabelstapler oder Traktor ins Winterquartier zu holen. Selbst die Cafés werden komplett abgebaut und abtransportiert. Im Winter gibt es an diesem Küstenabschnitt immer starken Sturm und Sturmflut. Das kann man sich gar nicht vorstellen, denn zur Zeit sieht es eher gemütlich und beschaulich aus .


    (Kunst am Strand)


    (Badehütten an der Promenade von Le Havre)

    Andreas Mutter möchte gerne eine kleine Pause machen und wir kehren in ein hübsches Café ein. Der Kellner spricht englisch und wir holen alle unser Französisch aus dem Keller. Bei mir wirklich ein „petit peu“ . Wobei, Andrea und die Söhne sind noch voll im flow und sprechen recht gut Französisch. Andrea, weil sie wieder Vokabeln mit den Söhnen lernt und die Beiden schon wegen der Schule. Der Kellner lacht und freut sich, das wir einen englisch-französisch Mix sprechen und uns bemühen, uns dort in Landessprache zu verständigen. Und tatsächlich erhalten alle das gewünschte Getränk!

    Leider müssen wir uns wieder auf den Rückweg machen, um den Rückshuttle-Bus nicht zu verpassen.

    Hier noch ein kleiner Besichtigungstip für Le Havre:
    Die Kirche Église St. Joseph ist bekannt durch seine vielen Bunt-Glas-Fensterscheiben. Man sollte sie möglichst zum Nachmittag hin besuchen, um dann das Lichtspiel zu bewundern. Das muss ich wohl ein anderes mal machen! Aber ist das nicht ein guter Grund hierher nochmal zu reisen?


    (die besagte Kirche)


    (beschauliches Zentrum von Le Havre)

    Der nächste Shuttle-Bus kommt dann doch erst in ca. 25 min. Na gut- wir entdecken einen hübschen Laden gegenüber, der Seife anbietet. Wir gehen hinein. Es gibt die unterschiedlichsten Seifen, und wir werden schnell fündig für die Mitbringsel-Geschenke. Anscheinend waren wir dann doch länger im Laden, als gedacht, denn Andrea ruft auf einmal- der Shuttle kommt, schnell!!! Ich bin gerade beim Bezahlen, es dauert irgendwie gefühlt viel zu lange und lege einen Sprint hinter Andrea und ihrer Mutter ein, die schon im Bus stehen. Völlig außer Atem komme ich mit roten Kopf an. Es ist mir schon peinlich, das sie auf mich warten müssen. Die Fahrerin schüttelt den Kopf, keine Panik , wir sind noch früh dran, wir fahren erst in 5 Minuten ab. Na toll! Schön zum Deppen gemacht! Dafür werden wir dann aber gemütlich zum Schiff zurückgebracht.

    Für mich war es ein langer Tag und nach dem Frischmachen, dem Auslaufen und Abendessen freuen wir uns alle noch auf ein lustiges Event, welches traditionell bei Aida gibt. Zwei Partys werden heute im Beach Club zusammengelegt: die White Party (man möge was weißes anziehen- damals zu Hause in Hannover: Koffer wieder auf, was weißes herausgesucht und eingepackt 🙂 und das Offiziers Shaken.

    Für das Event können Jetons gekauft werden und diesmal steht klugerweise ein Stand direkt am Eingang für die Ausflügler. „Hallo, heute ist Offiziers-Shaken, möchten Sie auch Jetons für heute Abend gleich kaufen? Es gibt welche für Cocktails mit und ohne Alkohol“ ! sagt eine der Gastgeberinnen. Na klar, das verpasst man natürlich nicht ! Und mit Sprit natürlich, hatte ich mich doch gerade zum Deppen gemacht. Da tut ein leckerer Cocktail mal ganz gut!


    (Sonnenuntergang beim Warten auf das Offiziers-Shaken)

    Der Beach Club ist gerammelt voll. Weiß über weiß, die Gäste haben also alle die E-Mail vorab gelesen und sind vorschriftsmäßig angezogen. Ein großer Tresen ist aufgebaut und Service-Crew wuselt eifrig noch herum. Die Offiziere der einzelnen Departments haben sich schon an die Beach-Bar formiert und begrüßen sich untereinander.

    Tusch! und schon los gehts. Es wird geschüttelt und gerührt was das Zeug hält und die Cocktails finden reißenden Absatz. Die Musik , „Cake by the Ocean“ von DNCE passt super und die Offiziere haben eindeutig auch ihren Spaß! Zur Halbzeit fangen sie mit dem Blödeln an, das Eis fliegt in die Luft, von Shaker zum Shaker und vor allem unter großem Lachen der Offiziere in den Rückausschnitt der Gastgeberin. Die bittet um Gnade und man möge noch ein paar mehr Cocktails kaufen, die Jungs kommen schon wieder auf blöde Ideen! 🙂 und müssen beschäftigt werden. Ein vormals weißes frisch gebügeltes Offiziershemd hat einen schönen rosa Abdruck vom Kollegen der mal locker die Schulter seines Mitshakers zum Abwischen genommen hatte. Ja ja, Manieren sind das 🙂 !!!


    (beste Stimmung bei Crew und Gästen)

    Aber irgendwann rief dann doch meine Koje ganz laut und ich wusste ja, morgen sind wir in Brüssel- nix mit ausschlafen- nee so gar nicht- Sidesseing in the Morning! Ab ins Bett!

  • #21400 Antwort

    Corinna Schmidt

    Hallo Kerstin,
    wie die bereits vorangegangenen Berichte, wieder super geschrieben und beschrieben. Wiedereinmal so geschrieben,wie ich es mag: Bin auch mitgewandert. 😁
    Super finde ich auch, das Du auch die nicht so positiven Dinge ansprichst und da auch kein Blatt vor den Mund nimmst. Kritik aber immer mit respektvoller Beschreibung. Das mag ich sehr gerne. Vor allem aber auch die Hinweise für die Ausflüge (für jedermann geeignet/nicht geeignet) sind super. Von diesen Erfahrungen kann man wirklich profitieren, mal ganz abgesehen von den Tipps von unserem Profi hier. 😉
    Also auch an dieser Stelle nochmal: Vielen Dank für’s mitnehmen bis hierher. Ich freue mich schon auf Deine weiteren Abenteuer.
    Im Moment geht das hier ja Schlag auf Schlag, man weiß gar nicht, was man zuerst lesen möchte. 😊 Auf jeden Fall steigert es die Vorfreude auf die nächste Reise ungemein. Ich bin jetzt schon ganz kribbelig. 🙈😂
    Dann werfe ich jetzt noch ganz liebe Grüße in die Runde und wünsche ein schönes Wochenende.

    • #21420 Antwort

      Kerstin Krückeberg

      Liebe Corinna!
      Ich freue mich sehr über dein Lob und vor allem freut es mich, das dir meine Berichte so gut gefallen! Vielen lieben Dank!!!! 🙂
      Ich bin genau wie du der Meinung, das konstruktive Kritik, vernünftig angebracht, immer ein gutes Mittel sind. Manchmal ist den Organisatoren gar nicht bewusst, das die Situation, Ausflug oder was auch immer, nicht gut lief. Sind oft selbst nicht mit dabei. Das gibt immer eine Chance zur Verbesserung bzw. Nachbesserung.

      Kleine Anmerkung die ich vergessen hatte im Bericht:
      Möchte man die Kreidefelsen sich nicht ganz komplett entgehen lassen und möchte nicht wie wir, hoch und herunter kraxeln, geht von der Seite vom Städtchen Étretat ein befestiger Weg mit Steintreppen auf ein Plateau. Auch von dort hat man einen schönen Überblick auf die Stadt, das Meer und die Kreidefelsen!

      Mit ganz lieben Grüßen,
      tschüß, Kerstin

  • #21405 Antwort

    Helga E.-D.

    Liebe Kerstin,

    jetzt habe ich wieder aufgeschlossen und bin in Le Havre angekommen – ich war schon ca. viermal dort und ich bin eine der wenigen Menschen wohl, die immer wieder gerne in diese Stadt kommt, mir gefällt sie, sie ist anders! Im September/Oktober werde ich zwar nur für einen halben Tag wieder dort sein. In Le Havre gibt es übrigens auch deutsch sprechende Greeter, von denen ich in meinem Bericht auf der Adventsreise mit der Albatros berichtet hatte bzw. von unserem wunderschönen Greet mit Rainer in Hamburg. In Le Havre habe ich diese Bewegung damals kennen gelernt.
    Die Kirche St. Joseph ist sehenswert, vor allem, wenn die Sonne durch die Fenster scheint! Und den Strand fand ich irgendwie wie in einem alten französischen Film, das hatte was. Wenn man den Ausflug nach Honfleur und Deauville macht, erlebt man das auch in Deauville, wo sich die Promis mit ihren Umkleidekabinen verewigt haben. Honfleur wunderschön und eigentlich ein Muss, so wie man sich ein altes normannisches Städtchen vorstellt. Unbedingt dort Rosé-Cidre probieren, lecker…
    Das Offiziers-Shaken ist immer wieder eine Attraktion und die Mädels und Jungs machen das Klasse!

    Auf all das „Erlebte“ hier werde ich mir jetzt auch einen Samstag-Abend-Drink genehmigen und auf mehr Abkühlung in der Nacht hoffen -nach einem ordentlichen Gewitterregen ist es jetzt wie im Urwald und das Schwitzen geht weiter.

    Vielen lieben Dank auch für diese Teilstrecke wieder, Du schreibst so spannend und ansteckend, dass man sich schon auf den nächsten Hafen freut!!! Vor allem, weil man ja so ein wenig weiß, wie es dort ist 😉

    Ein schönes Wochenende und viele liebe Grüße
    Helga E.-D.

    Schade, dass ihr so wenig Zeit in Étretat hatten, ein wirklich schönes Städtchen. Die ègl

  • #21406 Antwort

    Helga E.-D.

    Hoppla, da war am Ende noch ein Satz, der da nicht hingehört!

    Étretat ein immer wieder schönes Erlebnis, wir waren allerdings faul und sind nicht gewandert ;-)Schade, dass Euch am Ende zu wenig Zeit für den Ort blieb, aber so ist es auf einer Kreuzfahrt, die Tage gehen zu schnell vorbei.

    Nochmals viele Grüße
    Helga E.-D.

    • #21421 Antwort

      Kerstin Krückeberg

      Hallo Helga!
      Genauso ging es mir in Le Havre auch. Man hatte das wirklich das Gefühl in einem französichen Film gewesen zu sein. Wäre Catherine Deneuve im Sommerkleid und großem weißem Sonnenhut aufgetaucht, es hätte mich nicht gewundert! 🙂 Sie hätte super dorthin gepasst!
      Honfleur fehlt mir leider komplett und das fand ich ehrlich gesagt auch ein bisschen schade. Aber manchmal muss man zeitlich ein paar Einschränkungen machen. Gut zu wissen, das lohnt sich 100 Prozent ein zweites Mal!!!
      Liebe Grüße und allen hier einen schönen Sonntag!

      und Gewitter- kühle Brise!??? nee iss nich! Wie gerne, wäre ich jetzt am Meer!!! 🙂

      tschüß, Kerstin

  • #21447 Antwort

    Klaus Brokmann

    Moin Kerstin,

    toller Bericht bisher mit tollen Fotos!!
    Danke dafür 🙂

    LG Klaus

    • #21448 Antwort

      Kerstin Krückeberg

      Hallo Klaus!
      Freue mich, das du jetzt auch mit an Bord bist! Die Perla hat es mir schon sehr angetan, vor allem die Lanai-Bar.
      Dann wünsche ich dir noch ganz viel Spaß beim „Weiterreisen“!
      Ganz liebe Grüße!!!
      Tschüß;Kerstin 💁🏻

Antwort auf: Metropolen ab Hamburg AIDAPerla Teil.3
Deine Information: