Metropolen ab Hamburg/AIDAPerla Teil.5

Dieses Thema enthält 2 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Kerstin Krückeberg vor 3 Wochen, 2 Tagen.

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    Kerstin Krückeberg

    Rotterdam / Niederlande
    Donnerstag, 11. Juli 2019

    Liegeplatz: Cruise Terminal Wilhelmina Pier
    Liegezeit: ab Donnerstag,11. Juli 2019 , 08:00 Uhr bis Freitag, 12. Juli 2019, 08:00 Uhr
    Alle an Bord: Freitag, 12. Juli 2019, 07:30 Uhr

    Wettervorschau: teilweise bewölkt, 23 Grad
    Sonnenaufgang: 05:36 Uhr
    Sonnenuntergang: 21:59 Uhr
    Nächste Etappe: 318 Seemeilen (589 Kilometer) bis Hamburg

    Drink des Tages:
    Sunny Day (ohne Alkohol)
    Moonshine (mit Alkohol)

    Als meine Nachbarn mich fragten welche Route ich dieses Jahr mit der Aida fahren würde, erzählte ich, das es auch nach Rotterdam gehen würde. Und, was macht ihr dort? Wir gehen in den Zoo! Das war auch ein Wunsch von Andrea, die dabei an ihre Söhne gedacht hatte. Kommst du mit? Ja, warum nicht, Zoos in anderen Städten schaue ich mir ganz gerne an! Meine Nachbarn sagten – na ja ganz schön, aber bei Rotterdam ist allein der Hafen schon eine Attraktion!

    Also hatte ich mir bis dahin, keine großen Gedanken gemacht. Auch das es ein Overnightstop sein würde, hatte ich nur am Rand bemerkt. Das liegt bei mir vielleicht auch daran, das ich meist, auf jeden Fall bei diesem Urlaub, bis auf den letzten Poeng gearbeitet hatte, schnell den Koffer gepackt, alles Wichtige organisiert und merke erst dann, huch ich habe Urlaub!


    (Einfahrt in Rotterdam)

    Wie auch an dem Tag davor, erlebe ich das Einlaufen in Rotterdam immer zwischen Balkon , Kabine und Badezimmer. Dabei bekomme ich aber trotzdem die Ausmaße des Hafens mit und nein, er ist nicht groß, er ist einfach riesig! Man fährt länger in die Hafeneinfahrt hinein, noch gesäumt von kleineren und größeren Gebäuden, bis wir am Cruise-Terminal, umrahmt von riesigen Hochhäusern, ankommen und anlegen.


    (Liegeplatz in Rotterdam)

    Unser Ausflug in den Zoo Blijdorp startet schon um 09:30 Uhr. 20 Minuten rechnen wir immer vorab für das Hinuntergehen vom Schiff. Die Zeit hatte die Crew per Durchsage empfohlen und hat sich bisher immer gut bewährt. Wir haben diesmal einen Rüssel (wie der fachlich jetzt gerade heißt, weiß ich leider nicht) und kommen von ihm direkt ins Terminal. Heute kein Foto? Nee ! Sonst an jeder Destination wurde immer die Möglichkeit geboten das obligatorische Foto zu machen, die zwar nicht ganz preiswert sind, man sie aber trotzdem immer wieder gerne kauft, weil sie einfach eine schöne Erinnerung sind.
    Statt dessen, eine schwungvolle Rentner-Band (das meine ich auf keinen Fall abwertend!!!) die fröhlich aufspielt und die Gäste vom Schiff schwunkvoll und heiter begrüßt. Ich bleibe kurz stehen und höre zu und bekomme gleich gute Laune . Als ich weiter muss, zwinkere ich dem einem Herren, alle im flotten shanytstyle , zu und hebe den Daumen. Grinsen auf beider Seiten!


    (Vorbereitung fürs große Loading)

    Wir sind früh dran und sehen zu, wie die ersten Vorbereitungen für das große Loading beginnen. Bei der Küchenführung hatten wir ja schon erfahren, das das Hauptloading in Rotterdam stattfinden würde. Es wird alles für die kommenden zwei Wochen der nächsten Reise geladen, was benötigt wird. Die ersten großen leeren Paletten sind schon an Land und die Gabelstapler mit der Crew stehen in den Startlöchern. Wenn wir wieder in Hamburg anlegen, geht die Metropolen-Tour nochmal von vorn los, danach folgt eine Route nach Norwegen.

    Auf dem großen Parkplatz sind zwei Busse, die für die Tour zum Zoo bestimmt sind. Schnell und unkompliziert werden wir wieder via iPad und Bordkarte registriert und können die Plätze einnehmen. Unser Reiseleiter ist diesmal einer der Aida-Gastgeber. Er steigt als letztes ein und wirkt ganz schön müde- na, gestern doch noch zu lange bei der Party „Crew meets Band“ mitgefeiert? Die Fahrt bis zum Zoo dauert ca. 25 min. Als wir da sind, kurz die Information wann und wo wir uns wieder treffen und schon geht es hinein.


    (Gruppenbild mit Giraffe)

    Zum Zoo kann man sagen, er lässt sich gut laufen und hat einen Rundweg an allen Gehegen und Häusern vorbei. Gut zu schaffen in der Zeit, die für den Zoo vorgegeben wurde. Mir hat das große moderne Aquarium, wo viele seltene Fische ausgestellt sind, sehr gut gefallen. Es werden einige seltenere Tiere im Zoo gehalten, die nicht so häufig zu sehen sind und dort in der Verbindung mit dem EEP gezüchtet werden. Zusätzlich ist der Zoo auch im gärtnerischen Aspekt sehr ansprechend gestaltet und bietet schöne Orte zum Platz nehmen und Tiere beobachten.

    Der Zoobesuch endete zur Mittagszeit und wir fuhren zurück zum Schiff. Wir hatten alle ein wenig Hunger (ein Sandwich , wieder von Deck 3, hatten wir bereits im Zoo gegessen) und nahmen diesmal dankbar, den frühen Nachmittagskaffee an. Im Theatrium wurde dieser immer angerichtet mit leckern kleinen Kuchenvariationen. Nach dem kleinen Zwischensnack wollten wir den Nachmittag nicht vertrödeln und nochmal hinunter vom Schiff und uns noch was von Rotterdam anschauen. Diesmal in Grüppchen und Andreas Mutter und ich planten gemeinsam von Bord zu gehen.

    Als wir gerade los wollten ist plötzlich die Bordkarte, inclusive dem langen Schlüsselband von Andreas Mutter verschwunden. Wir suchen alles ab, laufen den Weg zurück den wir gegangen waren, schauen zwischen den Ritzen der Sitzgruppe. Es muss auf dem Schiff passiert sein, denn sonst wären wir ja nicht hinaufgekommen. Nichts zu finden. Also zur Rezeption! Andreas Mutter ist das der unangenehm und vor allem auch irgendwie rätselhaft. An der Rezeption kommen wir nach kurzer Wartezeit dran und stellen auch gleich fest, nach einem Blick in den Sammelkarton, das passiert häufiger. Ein Sammelsurium diverser Schlüsselbänder mit Bordkarten befindet sich in ihm, nur leider nicht die gesuchte! Es wird nicht lange gefackelt. Dank bei Aida hinterlegtem Foto und Personalausweis in der Handtasche, wird die verlorene Karte kurzerhand für ungültig erklärt und Getränke- und Bordkarte innerhalb von wenigen Minuten neu geprägt und ausgehändigt. Sollte die verlorene Karte nochmal auftauchen, wird sie vernichtet. Auch gut zu wissen, wenn es ein Diebstahl gewesen wäre, was jedoch keiner von uns vermutet hatte. Die Dame von der Rezeption rät uns , später nochmal nachzufragen, ob die Karten abgegeben worden sind, denn das Schlüsselband hätten wir schon ganz gerne wieder zurück gehabt. Kurz das Ende zu dieser Geschichte: die Karten mit Schlüsselband wurden später an der Rezeption noch abgeben.

    Nun konnten wir wieder von Bord und Andreas Mutter und ich machen uns auf den Weg. Ein Shuttlebus war noch da und fuhr nach kurzer Zeit auch gleich los. Station: Stadtmitte.
    Wir hatten Glück mit unserem Busfahrer , der gerne einige Infos über Rotterdam erzählt und das sogar auf deutsch. Rotterdam ist nicht die Größte Stadt der Niederlande, das ist Amsterdam, aber die zweitgrößte mit 600.000 Einwohner. Wirtschaftlich ein wichtiger Standort . Der Seehafen hat einen Warenumschlag von 430 Millionen Tonnen und ist somit der größte Seehafen Europas. Markant in der Innenstadt sind die kreativen Architekturen. Und die vielen schönen Brücken. Berühmt die Erasmusbrücke über die Nieuwe Maas. Sie verbindet auf 808 Metern das Stadtzentrum im Norden mit dem Kop von Zuid, einem städtebaulichen Prestigeobjekt des südlichen Stadtteils. Gleich daneben die Willemsbrücke die durch ihren roten Anstrich auffällt. Der Busfahrer erzählt, das für die Hinfahrt die eine Brücke genommen werden muss und zurück wieder die andere, weil sie teilweise nur eingleisig genutzt werden können.


    (Innenhof bei den Kubushäusern)

    (Bleistifthaus)

    Mir haben es sofort die Kubushäuser angetan. Ihr gelber Anstrich wirkt fröhlich und einladend. Übrigens sollte man sich die Mühe machen, die steile Treppe nach oben in den Innenhof des Gebäudekomplexes zu gehen. Bleistifthaus und Markhalle liegen nahe beieinander im Zentrum. Dort steht auch ein großes Riesenrad. Die Fahrt kostet 8,50 Euro und dauert ca. 15-20 Minuten. Von dort hat man wirklich einen super Ausblick auf den Platz und selbst Andreas Mutter, die erst nicht hineingehen wollte, war am Ende begeistert.


    ( Decke der Markthalle)

    Nach dem Besuch der schönen Markthalle, wo man eine riesige Auswahl an Lebensmitteln und Spezialitäten hat, gehen wir auf die andere Straßenseite und kommen von der trubeligen Straße an eine Gracht, welche gesäumt mit Bistros und Cafés ist. Die Sitzplätze gehen alle zum Wasser hin und sind sehr gut besucht. Da alles voll ist, gehen wir ein Stück weiter und kommen an eine Bar, die noch viele freie Plätze hat und zusätzlich einen schönen Ausblick aufs Wasser. Genau richtig, um mal eine Pause zu machen. Wir strecken die Beine aus, bestellen Aperol Spritz und entspannen.


    (Willemsbrücke)


    (lauschiges Plätzchen)


    (an der Gracht)

    Wir sind spät dran mit dem Shuttle-Bus und sind froh, noch den vorletzten an dem Abend zu bekommen. Von der Show um 19:15 Uhr „Secret Garden“ im Theatrium, sehen wir nur den Rest am Rand des Theaters. Auf dem Schiff drängelt manchmal die Zeit und wir gehen noch rasch eine Kleinigkeit zu Abend essen. Dabei studiert Andreas Mutter die „Aida Heute“ und stellt fest, das im Nightfly Nachtclub die Show Berlin Berlin geboten wird. Mhm, das hört sich gut an. Ob es wohl noch Karten gibt? Es ist der Nachtclub, der nur von Erwachsenen über 18 Jahren betreten werden kann. Vorab müssen Tickets reserviert werden, die 10 Euro zusätzlich kosten. Erinnerung: das Glas Champagner von der Spay Bar ist im Preis includiert. Ganz spontan laufen wir hinunter und können noch zwei Tickets erstehen. Einlass ist eigentlich um 21:15 Uhr, letzter Einlass 21:50 Uhr und Beginn um 22:15 Uhr. In Record-Zeit wird geduscht, für den Anlass entsprechend umgezogen, laufen wieder hinunter und sind spät, aber doch noch rechtzeitig da. Am Eingang für die Tickets steht die Concierge (sie führt durch den Abend mit Moderation und Gesang) des Nachtclubs, neben dem Kollegen, der für die Karten zuständig ist. Ich weiß nicht was mich in diesem Moment geritten hat, ich mache ganz automatisch den klassischen Ballerinenknicks. Vielleicht auch als Entschuldigung, weil wir doch etwas spät dran waren. Sie ist begeistert und beginnt schon dort ihre Rolle als „Nachtclubbesitzerin“. Überschwänglich werden wir begrüßt. Der Kollege führt uns zu unseren Plätzen in einer der hinteren Reihen wo die Sicht durch eine Balustrade etwas eingeschränkt ist. Wir sitzen dort jedoch nur kurz, denn die Concierge sieht uns und ruft: oh meine Damen, dort können Sie doch nicht sitzten, bitte kommen sie! kommen sie! hier sind noch zwei schöne Plätze! Und werden prompt in die zweite Reihe nach ganz vorn umgesetzt mit bester Sicht zur Bühne. Was doch so ein kleiner Knicks ausmacht :-)! Schnell bekommen wir den Champagner serviert und jeder Tisch erhält ein Schälchen mit Erdnüssen. Die Show war einfach grandios. Kostüme, Gesang und Tanz waren super. Durch die Nähe zur Bühne war die ganze Show „zum Anfassen“ – die AidaStars haben ein hohes Niveau was die Darbietung angeht. Nicht zu vergessen, das sie kurz vorher noch die beiden Shows im Theatrium absolviert hatten. Mit anderen Worten ein rund um gelungener Abend.


    (Champagner im Nightfly Nachtclub)

    Nach der Berlin Berlin -Show wollen wir nur mal kurz schauen, wo der Rest der Familie abgeblieben war und fahren zum Beach Club hinauf. Dort findet die Silent Party statt. Jeder Gast hat einen Kopfhörer auf und darf nach seinem persönliche Song, den er gerade aufs Ohr bekommen hat, laut mitsingen. Leider sind es nicht die gleichen Songs und das ist so schräg und gruselig, das wir eilig die Beach Bar lieber wieder verlassen. Der Rest der Familie war dort nämlich auch nicht zu finden. Außerdem ist es auch schon lange Bett-Time! Denn trotz morgigen Seetag, wollen wir nicht allzu spät Frühstücken. Oh jeh- nur noch einen Seetag !


    (Cruise Center Rotterdam)

  • #21536 Antwort

    Helga E.-D.

    Hallo Kerstin,

    ich war von Rotterdam auch total begeistert, wer braucht da noch Amsterdam, das voller Touristen ist???
    Kubus-Häuser, die imposante Markthalle, der beeindruckende Liegeplatz an der Erasmus-Brücke – das hat schon was, genau wie der alte Teil Rotterdams auf der anderen Seite der Maas. Diesen Tag und auch das Overnight in dieser Stadt an meinem Geburtstag habe ich selbstverständlich sehr genossen – entsprechend mit einem guten Gläschen an Deck am Abend!
    Ich bin erstaunt, dass jetzt Eintritt für die Veranstaltungen im Nachtclub genommen wird, bei uns war dies kostenlos, allerdings wegen der wenigen Plätze musste man vorher reservieren, was aber kein Problem war. Diese versteckten Kosten bei AIDA sind für uns stets sehr gewöhnungsbedürftig – dies kennen wir von „unserem“ Bonner Veranstalter halt nicht. Aber wenn man es weiß, kann und muss man sich darauf einstellen.

    Es war wieder ein schöner Tag mit Dir in Rotterdam…

    Viele Grüße
    Helga E.-D.

  • #21538 Antwort

    Kerstin Krückeberg

    Hallo Helga!
    Ich freue mich das dir Rotterdam genauso gut gefallen hat, wie auch mir. Als Idee habe ich sogar für das „Mädels-Wochende“ dort nochmal extra hinzureisen. Mal sehen, ob das klappt. Anzusehen gibt es auf jeden Fall eine ganze Menge.

    Stimmt, bei Aida, kommen immer mal wieder Preise auf, die nicht includiert sind.
    Allerdings hielt sich meine nachträglich Bordrechnung noch sehr in grenzen , der größte Posten waren die Erinnerungsfotos, die die Fotografen vom Schiff gemacht hatten! 😊
    Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
    Tschüß, Kerstin 💁🏻

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