Montag, 30.04.2018 – Oslo/Norwegen

  • Dieses Thema hat 7 Antworten und 1 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Jahre, 6 Monaten von Bernd_vom_TV.
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    • #13467 Antworten
      Helga E.-D.
      Gast

      Montag, 30. April 2018 – Oslo/Norwegen

      Von Bremerhaven aus hatten wir bis nach Oslo 460 Seemeilen zurückgelegt, bereits um 8 Uhr legten wir in der Hauptstadt Norwegens mit seinen rd. 1 Million Einwohnern am Liegeplatz „Akershuskai“ bei noch kühlen Temperaturen, aber herrlichem Sonnenschein an – abweichend von der Anlaufliste, die für uns eigentlich den Liegeplatz in der Nähe der Oper vorgesehen hatte. Die „Regent Princess“ hatte dafür woanders angelegt. Die Festung Akershus, das älteste Bauwerk der Stadt, ist immer wieder ein schöner Anblick, auch das Festungsgelände selbst bietet neben einem Museum auch eine große Parkanlage.

      Die Festung Akershus – immer wieder ein schöne Liegeplatz!

      Für uns bedeutete dieser Liegeplatz leider einen etwas weiteren Fußweg zur „Central Station“, denn bei unserem ca. siebten Aufenthalt in dieser Stadt, wollten wir wieder zum „Holmenkollen“ mit seinem Ski-Museum. Das Bahnticket mit der U-Bahn-Linie 1 (ab Haltestelle Majorstuen fährt die Linie oberirdisch) kostet pro Person 70,– NOK für Hin- und Rückfahrt (10 NOK = 1 €). Die Fahrt zur Haltestelle Holmenkollen dauert ca. 25 Minuten, ca. 10 Minuten Fußweg folgen. Der Eintritt für das Skimuseum plus Aufzugsfahrt zur Aussichtsplattform (63 m über dem Boden) kostet 140,– NOK, für Rentner 120,– NOK. Tipp: Für Oslo benötigt man keine norwegischen Kronen, überall wird die Zahlung mit Kreditkarte nicht nur akzeptiert, sondern auch bevorzugt.
      Die Fahrt mit der Bahn belohnt einen mit einem schönen Ausblick auf schöne norwegische Häuser, durch eine schöne Natur – es lohnt sich und man kann herrlich entspannen, kein Zeitdruck und am Vormittag noch keine allzu lange Warteschlange an dem einzigen Aufzug zur Plattform.
      Es ist ein atemberaubender Blick von ganz oben, obwohl es sich leider zwischenzeitlich etwas zugezogen hatte.

      Holmenkollen – zukünftig sehe ich Skispringen im TV völlig anders!

      Zurück am Hauptbahnhof gingen wir zunächst nochmals zur schönen Oper (erbaut 2008) mit ihrem außergewöhnlichen Dach und erlebten links vom Operngebäude das Entstehen eines neuen Viertels – es wurde gebaut und gebuddelt, selbstverständlich in außergewöhnlicher skandinavischer Architektur.

      Das „neue“ Oslo

      Nicht nur dort war ein „neues Oslo“ spürbar, die Stadt war nach wie vor angenehm „unaufgeregt“, aber für diese Jahreszeit ungewohnt bereits von Touristen aus aller Welt gut besucht, und die Osloer nutzten den Sonnenschein und mittlerweile eine angenehme Frühlingswärme zum Sehen und Gesehenwerden in den vielen Straßencafés und Parks. Waren wir zuletzt 2015 in Oslo, kam mir die Stadt jetzt besonders jung und voller Elan vor. Geht man die Haupteinkaufsstraße „Karl-Johans-Gate“ entlang, kommt man an der „Domkirken“ vorbei, die unter ihren Balustraden und Seitenflügeln schöne Cafés und Restaurants angesiedelt hat, es folgt das interessante Parlamentsgebäude mit Parkanlagen und Wasserspielen, bis man am Ende auf dem Hügel das Schloss mit großen Grünanlagen erblickt. Langsam fußmüde gingen wir zum „Roten Rathaus“ mit seinem imposanten Saal, in dem alljährlich der Friedensnobelpreis verliehen wird.

      Das „rote Rathaus“

      Wir genossen den Ausblick auf den schönen Hafen und das Büro-/Geschäfts- und mittlerweile Szene-Viertel Aker Brygge und Tjuvholmen mit vielen Shoppingmöglichkeiten und Restaurants – hier pulsiert gerade im Sommer das Osloer Freizeit- und Nachtleben, direkt am Wasser! Hier findet man auch das Astrup Feranley Museum für moderne Kunst!
      Mittlerweile fußlahm von den vielen absolvierten Kilometern erreichten wir nachmittags wieder unser „Zuhause“ – das „Brautpaar“ hatte uns gemeinsam mit den Tischnachbarn um 16 Uhr zur „Hochzeitstorte“ eingeladen – da unser Mittagessen wegen Sightseeing ausgefallen war, konnten wir hier ohne Reue zuschlagen, einfach lecker!
      Um 17:30 Uhr hatte ich mich mit meinen beiden neuen weiblichen Bekannten zur „Tuchbindeshow“ in der Bordboutique verabredet, während unsere Männer sich draußen an Deck wohl so manchen Schwank aus der Jugend zu erzählen hatten.
      Wer jetzt denkt, mehr geht nicht – doch, es musste noch in den Mai getanzt werden und das mit einer köstlichen Maibowle und einem Internationalen Käsebuffet! Alles darf, nichts muss…
      Das „alte Mädchen“ legte um 17 Uhr ab und nahm Kurs auf Aalborg/Dänemark.

    • #13510 Antworten
      Kerstin Krückeberg
      Gast

      Hallo Helga!
      Oslo steht auch recht weit oben auf meiner Liste : möchte ich gesehen haben. Ich wollte schonmal die Kurzreise machen, bin mir aber nicht sicher, ob sich das wirklich lohnt und man Oslo gerecht wird.
      So so ! Tanz den Mai ???? Genau so ? ?
      ??

    • #13514 Antworten
      Helga E.-D.
      Gast

      Hallo Kerstin,

      vielen Dank für Deine Kommentare. Ich komme auch meistens auf den Reisen nur zu einem Bruchteil von dem, was ich mir so z. B. an Lesestoff vorgenommen habe;-) Das Wasser drum herum bremst meine oft im Alltag vorhandene Geschwindigkeit. Und die Skandinavier können das auch ganz hervorragend – ihre Ruhe, Gelassenheit und zurückhaltende Fröhlichkeit (anders als in südlichen Ländern) überträgt sich ganz schnell. Skandinavien und insbesondere auch Oslo sind wirklich mehr als eine Reise wert! Bis später in Aalborg 😉
      Übrigens Tanz in den Mai: Nach einem Pflichttänzchen unserer Männer haben wir Mädels uns selber auf der Tanzfläche Spaß gemacht – gemeinsam mit dem Phoenix-Team und dem „starken“ Schiffsdoc;-)
      Viele Grüße
      Helga E.-D.

    • #13517 Antworten
      Michaela
      Gast

      Hallo Helga,

      vielen Dank für die ersten Berichte (gleich so viele auf einmal ;-)). Das macht Lust auf mehr. Freue mich schon darauf zu lesen, wie es weiter geht!
      Oslo hat wirklich einiges zu bieten. Ich bin im August in Oslo (hab da noch eine Lücke im Terminplaner für die Minikreuzfahrt mit der Color Line gefunden) Der Ausblick vom Holmenkollen ist wirklich toll. Oben auf der Plattform war ich aber noch nicht. Danke für den Tipp. Wenn ich das nächste Mal länger als ein paar Stunden in Oslo bin, wird das in Angriff genommen 🙂 Einer meiner Lieblingsplätze in Oslo sind die großen Holzliegen am Wasser vor Aker Brygge. Einfach herrlich, wenn die Sonne scheint 🙂

      @ Kerstin: Die Mini Kreuzfahrt lohnt sich wirklich, alleine schon die Fahrt durch den Oslofjord 🙂 Du hast auch die Möglichkeit über die Color Line eine Fahrt mit Übernachtung in Oslo zu buchen. Wenn du „nur“ die Minikreuzfahrt buchst, hast du, je nachdem wie schnell du vom Schiff runterkommst, ca. 3,5h Aufenthalt. Wenn du das erste Mal in Oslo bist, solltest du die Stadtrundfahrt, die von Color Line angeboten wird, mitmachen. Da siehst du in der kurzen Zeit wirklich eine Menge. Du fährst in den Viggelandpark, zum Holmenkollen und in ein interessantes Museum (dieses wechselt immer mal, i.d.R. ist es das Fram Museum oder das Wikingerschiffmuseum). Es geht aber auch z.B. vorbei an der Oper und der Festung.

      Liebe Grüße
      Michaela

      • #13543 Antworten
        Kerstin Krückeberg
        Gast

        Hallo Michaela !
        Ja super- dann werde ich das doch mal vorab nicht aus den Augen verlieren! Vielen Dank für die Tipps!!! Ganz liebe Grüße, tschüß Kerstin

    • #13550 Antworten
      Irmela Tölke
      Verwalter

      Liebe Helga,

      vielen Dank für Deinen detaillierten Bericht. Da spricht die Reisekennerin aus tiefstem Herzen… ;-).
      Besonders dankbar bin ich für Deine Ausführungen zum Holmenkollen-Ausflug, denn genau das haben wir im Sommer u.a. auch geplant. Ich bin gespannt, wie es bei Dir weitergeht.

      Herzlich,
      Irmela

    • #14094 Antworten
      Helga E.-D.
      Gast

      Hallo zusammen,

      auf „Vermisstenanzeige“;-) von Bernd in meinem letzten Bericht von der Insel Aeroskobing/Nord-Ostsee-Kanal liefere ich hier noch etwas nach, was ich nicht bei dieser Reise, sondern schon bei vorherigen Besuchen Oslos unternommen habe:

      Die Vigeland Skulpturen im Frognerpark erreicht man mit der Straßenbahn Nr. 12, der Park liegt ca. 2 km vom Stadtzentrum entfernt und ist ganzjährig und ohne Eintrittsgelder zu besichtigen.

      Auf die Halbinsel Bygdoy kommt man mit der Fähre vom Fähranleger „Radhusbrygge 3“, schräg gegenüber vom roten Rathaus. Von März – Oktober verkehrt die Fähre alle 20 – 30 Minuten, die gesamte Rundfahrt dauert ca. 30 Minuten, die Tour kann an der Haltestelle 1 „Dronningen“ unterbrochen werden: Wikingerschiffmuseum, Freilichtmuseum (sehr empfehlenswert, auch für Kinder) und dann kann man weiter zur Haltestelle 2 „Bygdoynes“ mit Fram- und Kontiki-Museum fahren und von dort aus wieder zurück nach Oslo-Radhausbrygge – natürlich geht auch alles umgekehrt. Es empfiehlt sich gleich ein Hin- und Rückfahrtticket am Fähranleger zu kaufen: ca. 60,– NOK (Stand 2015!), für Senioren ab 70 gibt es meist Ermäßigungen bei allen Fahrtickets und auch Eintrittsgeldern. Einzeltickets sind teurer.
      Der Eintritt für das Fram-Museum betrug 2015 für Erwachsene 120,– NOK, für Senioren 90,– NOK, Kinder unter 16 Jahren 50,– NOK. Das Museum hat von 10 – 18 Uhr geöffnet, im Winter nur bis 17 Uhr.

      Für weitere Informationen und eigene Planungen kann ich die Seite

      https://www.visitoslo.com/de/aktivitaten-und-attraktionen/10-tipps/

      https://www.visitoslo.com/de/

      sehr empfehlen!

      Sollte noch jemand etwas vermissen, bitte gerne fragen, wenn ich es weiß, gebe ich es gerne weiter!
      Viele Grüße
      Helga E.-D.

    • #14100 Antworten
      Bernd_vom_TV
      Gast

      ….. toll was hier in dem Board so alles funktioniert!

      Sogar „Vermisstenanzeigen“ werden bearbeitet!
      Die Vigeland Skulpturen sind schon sehenswert. Ich bin ja mit Kunst nichts anfangen.
      Aber die Figuren haben selbst mich beeindruckt.

      Man kommt übrigens auch mit dem „Hopp on – Hopp off“ Bus dorthin.

      Schöne Grüße
      Bernd

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Antwort auf: Montag, 30.04.2018 – Oslo/Norwegen
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