Oslo – einmal anders

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      Helga
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      Nach mehrmaligen Schiffsanläufen, zumeist am Liegeplatz „Festung Akershus“, standen bisher neben der Stadt und dem Schloss, Holmenkollen, Vigeland-Park, die imposante Oper mit ihrem begehbaren Dach, die Festung Akershus selbst mit ihrem angrenzenden Park, der Dom, das rote Rathaus mit dem Saal, in dem der jährliche Friedensnobelpreis verliehen wird und das Hafenviertel Aker Brygge auf dem Programm.
      Dieses Mal lagen wir einen ganzen Tag in Oslo und so sollte es endlich auf die Halbinsel Bygdoy gehen, die neben wunderschönen weißen Holzhäusern, auch die Königsfamilie soll hier ein Wochenendhaus haben (es ist ein etwas gehobeneres Wohnviertel Oslos) auch einige interessante Museen anbietet.

      Die sehr, sehr gute gemachte Homepage http://www.visitoslo.com – alles auf deutsch – macht diesbzgl. Planungen wirklich einfach.

      Am Morgen des 1. Juli 2016 sah es zunächst nach weiterem Regen aus, zudem war es um 10 Uhr morgens doch tatsächlich 12 Grad! So hatten wir Oslo noch nie erlebt, selbst im Mai und September nicht. Aber wie sagt man so schön, es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung…
      Also frohen Mutes die kurze Strecke zum Fähranleger Radhusbrygge 3 (schräg gegenüber des roten Rathauses) bewältigt, um von dort zur Halbinsel zu fahren und dort das Freilichtmuseum und später das Fram-Museum zu besichtigen. Von März bis Oktober fahren die Fähren alle 20 – 30 Minuten, die gesamte Rundfahrt mit den Haltestellen 1. Dronningen – wo man das Wikingerschiffmuseum und das Freilichtmuseum besuchen kann – und 2. Bygdoynes – wo das Fram- und Kon Tiki- sowie das Maritime Museum zu finden sind – dauert 30 Minuten. Mit einem Ticket kann man an beiden Stellen jeweils halten und später weiterfahren – hier empfiehlt sich, am Ticketschalter am Anleger gleich ein Hin- und Rückfahrt-Ticket zu kaufen (ca. 60,– Kr), eine einfache Fahrt ist teurer, ebenso wenn man das Ticket erst auf dem Schiff kauft.
      Da es zu diesem Zeitpunkt noch trocken war, entschieden wir uns, am ersten Stopp „Dronningen“ auszusteigen, um zuerst das Freilichtmuseum zu besuchen. Vom dortigen Fähranleger ist es nicht weit bis zum Museum. Es waren nur wenige Besucher dort und wir kamen uns fast wie an einem verwunschenen Ort vor, 155 Gebäude aus allen Regionen Norwegens und verschiedenen Zeitaltern sind dort zu sehen.
      Dem deutschen Flyer sind die entsprechenden aktiven Vorführungen, z. B. Folkloretänzen etc. zu entnehmen. Einfach eine Oase der Ruhe mit viel Grün! Wir hatten Glück und das Wetter hielt bis zum frühen Nachmittag, dann setzte doch stärkerer Regen ein und wir gingen zurück zum Fähranleger, um dem Schietwetter im Fram-Museum zu entgehen.
      Das Giebelhaus des Fram-Museums sieht man schon beim Einlaufen mit dem Kreuzfahrtschiff in Oslo. Auch hier gibt es einen deutschen Flyer und alle weiteren Erklärungen auch in deutscher Sprache. Das Museum ist – eigentlich nicht wirklich spürbar – in zwei Gebäude eingeteilt: Das Gjoa-Gebäude mit dem entsprechenden Schiff. Hier kann man die Gjoa-Expedition, die Nordwestpassage, die Maud Expedition, die Luftschiff Norge Expedition u. v. m. erkunden.
      Im Fram-Gebäude natürlich das Polarschiff Fram – das stärkste Holzschiff, das je gebaut wurde und das alle früheren Entfernungsrekorde nach Norden und Süden brach (so lt. Museumsplan). Man kann die Fram betreten und auch die Kajüten und die Ausrüstung unter Deck besichtigen – eindrucksvoll! Was haben diese Männer für ihre Visionen aufs Spiel gesetzt! Zudem gibt es in diesem Gebäude alle 20 Minuten das Nordlichter-Erlebnis und im Polar Expedition Simulator kann man sehen, was passiert, wenn ein Schiff im Eis gefangen ist und langsam in Stücke gemahlen wird. Aber Vorsicht: Schwankender Boden und eiskalt.
      Zum Kon Tiki-Museum hat es am Ende dann doch nicht mehr gereicht – wir und die Füße waren platt, und der kleine Hunger meldete sich auch – bei den für uns doch extrem hohen Preisen in Norwegen waren außer Obst und ein paar Notkekse dann doch Diät angesagt – das Abendessen an Bord der AIDA diva wartete ja auch schon auf uns. Es war ein wirklich gelungener Tag in Oslo – und dieses Mal von einer ganz anderen Seite! Für das nächste Mal – irgendwie ist Oslo bei Routen in den Norden meistens dabei – stehen dann das Wikingerschiff- und das Kon Tiki-Museum auf dem Plan und hoffentlich bei schönerem Wetter auch ein ausführlicher Spaziergang auf dieser schönen Halbinsel Bygdoy.

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