Tag 6 Øksfjord, Hammerfest, Havøysund, Honningsvåg, Kjøllefjord, Mehamn,Berlevåg

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  • Dieses Thema hat 5 Antworten und 2 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Jahre, 9 Monaten von Michaela.
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    • #11626 Antworten
      Michaela
      Gast

      Tag 6 Øksfjord, Hammerfest, Havøysund, Honningsvåg, Kjøllefjord, Mehamn, Berlevåg

      Heute Morgen haben wir bereits vor 6 Uhr in Hammerfest angelegt. Als wir wach wurden und aus dem Fenster geguckt haben, sahen wir quasi nichts. Es herrschte ein regelrechter Schneesturm – der Schnee kam quasi waagerecht. Als wir dann an Deck gegangen sind, lag dort auch schon ordentlich Schnee. Es hatte wohl schon etwas länger geschneit 😉
      Gegen 11:15 Uhr sind wir in Honningsvåg angekommen. Von hier starten die Touren zum Nordkap. Wir waren echt skeptisch, ob die Busse sich überhaupt bis zum Nordkapp durchkämpfen können, denn der Sturm hatte nicht wirklich nachgelassen, es war alles dick verschneit und es schneite weiter. Wir sind nicht gefahren, da wir bei der letzten Tour dort waren. Ich habe natürlich ein Foto rausgesucht, denn ich kann ja keine Norwegentour ohne Nordkappfoto lassen 😉 Damals war es auch recht windig und es regnete bei ca. 3°C.


      Es ist irgendwie eine „eigenartige“ Stimmung wenn man dort oben angekommen ist. Man steht dort, sieht die große Kugel und guckt aufs Meer. Und man denkt sich, das nächste was kommt, ist der Nordpol…


      Wir sind also in Honningsvåg spazieren gegangen. Es ist ein kleines Städtchen, das aussah wie aus einem Märchen. Alle Geschäfte waren ja geschlossen und dann fing es wieder richtig an zu schneien. Ein wahres Winterwonderland! Wir haben später erfahren, dass die Busse es bis zum Nordkapp geschafft haben und die Straße dorthin auch nicht gesperrt war.
      Als wir abgelegt haben, wurde auch der Seegang wieder etwas rauer, was uns nicht abgeschreckt hat, wieder an Deck zu gehen. Da mittlerweile an einigen Stellen der Schnee etwas angetaut war, haben wir einen kleinen Schneemann gebaut. Dieser ist leider auch etwas klein geraten, da der Schnee nicht so gut geklebt hat. Aber er hat lange tapfer durchgehalten und ca. 1,5 Tage später auch noch einen kleinen Freund von jemand anderem dazubekommen. Dann stand er auch nicht mehr so alleine an Deck 😉


      Da wir quasi den ganzen Tag über Schnee hatten, kam dann doch sehr überraschend Abends die Durchsage, dass es wieder Polarlichter zu bestaunen gibt. Wir hatten ca. -10°C, Sturm, Wellengang und ein vereistes Deck. Es ist eigentlich wirklich erstaunlich, dass sich da keiner lang aufs Deck geschmissen hat. Ich habe nur ein umgefallenes Stativ mitbekommen. Und erstaunlicherweise hatten wir wieder ca. 1,5 Stunden Polarlicht gesehen. Ich glaube, ich hatte noch nie so kalte Finger. Es dauerte keine 2 Sekunden und sie waren eiskalt. Aber wenn man fotografieren will, muß man da wohl durch… Allerdings habe ich mich dann deutlich öfter in die Schornsteinecke gedrückt um etwas Wärme abzukriegen und ab und an mal die Hände und alles andere aufzutauen 😉 Es ist aber wirklich erstaunlich: So schnell wie das Polarlicht anfängt, so schnell und plötzlich ist es dann auch wieder vorbei. Und als wir zurück in die Kabine gegangen sind, ging der erste Griff auch wieder an die Klimaanlage, um sie auch heute wieder etwas höher zu drehen 

    • #11672 Antworten
      Kerstin Krückeberg
      Gast

      Hallo Michaela !
      Deine Reise faszieniert mich einfach ! Seelisch war ich beim Lesen voll dabei und habe innerlich sogar den Sturm und das Knirschen vom Schnee gehört. Einfach toll! Ganz liebe Grüße, tschüß Kerstin

    • #11673 Antworten
      Bernd_vom_TV
      Gast

      Hallo Michaela,
      huch, da hat sich doch wieder ein Beitrag eingeschlichen.
      Das war dann aber doch eine sehr kalte Tour.

      Bei den VnM-Schiffen hättest Du das Problem mit dem nicht klebenden Schnee
      vermutlich in der Bordscheinerei lösen können! Die haben bestimmt Pattex
      oder UHU an Bord ?

      Das Nachtbild mit den LKW’s strahlt so viel Ruhe aus. Es sieht aber auch fast
      aus wie aus der Hamburger Modelleisenbahn.

      Ich hoffe da kommt noch was.

      Schöne Grüße
      Bernd

    • #11678 Antworten
      Helga E.-D.
      Gast

      Hallo Michaela,

      sehr interessiert lese ich Dein Reise-Tagebuch hier! Da ist eine absolute Frostbeule bin – große Hitze mag ich aber genau so wenig – werde ich dorthin nie kommen, um so mehr genieße ich Deine Bilder. Das Nordkap zeigt sich ja selbst im Sommer selten gnädig;-)
      Ich habe verfolgt, dass die Schiffe oft nur für wenige Minuten anlegen, bekommt man nicht irgendwann einen Schiffskoller? Was wird tagsüber zur Abwechslung geboten, nur aus dem Fenster schauen wird ja auch irgendwann langweilig und die Außendecks laden bei diesen Temperaturen auch nicht unbedingt zu längeren Aufenthalten ein. Ich brauche zwar auch keine Rundum-Bespaßung, aber ausgiebige Landgänge gehören für mich auf einer Kreuzfahrt einfach dazu. Wie lange bzw. war es überhaupt nach unseren Maßstäben hell am Tag?
      Ich freue mich, weiter auf Deiner Route mitzufahren 🙂
      Viele Grüße
      Helga E.-D.

    • #11701 Antworten
      Irmela Tölke
      Verwalter

      Sehr, sehr schön zu lesen, Michaela!

      Ich bleibe dran.

      Liebe Grüße,
      Irmela

    • #11702 Antworten
      Michaela
      Gast

      Hallo ihr Lieben,

      vielen Dank für euer tolles Feedback 🙂 Es freut mich, dass es euch so gefällt. Ich fand es übrigens bei weitem nicht so kalt, wie bei +4°C und nasskaltem Wetter in Kiel. Gut eingepackt im Zwiebellook kann man das sehr gut aushalten, wenn nicht gerade eine sehr fiese steife Briese weht 😉

      Bernd, du hasst wahrscheinlich recht, die Schreiner hätten da bestimmt was passendes im Angebot gehabt 😉 Echt spannend, was die so alles an Bord machen. Ich hätte nicht gedacht, dass sie beim An- und Ablegen mithelfen. Das „Nachtbild“ ist übrigens von 14:07h 🙂 Es war auch tatsächlich sehr ruhig in Honningsvag, es waren eigentlich fast nur die Gäste der Hurtigruten, die nicht am Nordkapp waren, unterwegs. Ich habe eine norwegische Familie erspäht. Die waren bestimmt auf dem Weg zu Verwanden, es war ja schließlich noch Weihnachten 😉

      Hallo Helga,
      Die Tour war eine begleitete Gruppenreise. Wir hatten neben den 2 Bordreiseleitern, 3 Reiseleiter von Hurtigruten Deutschland mit an Bord. Das hatten wir erst gar nicht gesehen, da wir nur danach gegangen sind, dass bei diesem Angebot der Flug bereits inklusive ist 😉 Ein netter Nebeneffekt war, dass wir 2 Vorträge über Hurtigruten an Bord hatten. Das haben wir dann gerne mitgenommen. Ansonsten wurden 2 kurze Filme, einmal über die Reisegebiete von Hurtigruten und einmal über die Samen gezeigt. Ansonsten, muß oder darf man sich selbst bespaßen 😉 Ich hatte noch nicht mal ein Buch mit, weil ich wusste das ich nicht zum Lesen kommen werde. Ich hatte allerdings meinen alten Game Boy, ja ich besitze noch einen ;-), mitgenommen, aber auch den unangetastet wieder mit zurück genommen. Die Landschaft ist einfach so beeindrucken, dass man eigentlich immer etwas zu sehen hat. Manchmal ändert sich der Himmel wirklich minütlich und alles sieht ganz anders aus. Von Langeweile kann ich da nicht sprechen. Aber ich kann durchaus verstehen, wenn es nicht für jeden etwas ist. Schiffskoller kenne ich gar nicht, dafür bin ich viel zu gerne auf dem Wasser unterwegs 😉 Man hat übrigens jeden Tag die Gelegenheit auch mal länger von Bord zu kommen. Klar, dass Schiff liegt nicht so lange wie ein „normales“ Kreuzfahrtschiff im Hafen. Hurtigruten bietet aber in manchen Häfen auch Ausflüge über Land an und man steigt dann im nächsten Hafen wieder zu. Es ist also vieles möglich. Ich habe hier mal den Fahrplan rausgesucht
      https://www.hurtigruten.de/praktische-informationen/fahrplan/
      Und die Helligkeit war natürlich sehr begrenzt oberhalb des Polarkreises. Wenn es klar war, wurde es so gegen 10 Uhr heller, sonst halt etwas später und gegen 13:30 / 14 Uhr wieder dunkel. Wenn es bewölkt war halt auch früher. Ich war aber zum einen erstaunt, wie hell es dann aber doch war und das es mir überhaupt nichts ausgemacht hat, dass es so früh wieder dunkel wurde. Zugegeben, es war jetzt ja auch eine überschaubare Zeit. Wie es wohl ist, wenn man das 1/4 Jahr hat?…

      LG Michaela

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