Tag 7 Båtsfjord, Vardø, Vadsø, Kirkenes, Vardø, Båtsfjord, Berlevåg

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  • Dieses Thema hat 3 Antworten und 1 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Jahre, 9 Monaten von Bernd_vom_TV.
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    • #11715 Antworten
      Michaela
      Gast

      Tag 7 Båtsfjord, Vardø, Vadsø, Kirkenes, Vardø, Båtsfjord, Berlevåg

      Heute Morgen haben wir unseren Schneemann an Deck besucht und ihm erstmal Augen, mit vom Buffet geklauten Rosinen, verpasst, damit der Arme auch was gucken kann 😉


      Noch sind wir ja auf der „northbound Hurtigrute“ unterwegs, aber da heute der Wendepunkt der Reise, Kirkenes, erreicht wird, werden wir beim Ablegen zur „southbound Hurtigrute“ und einem wird bewusst, dass jetzt schon Halbzeit ist. Naja, die Kabine neben uns hatte gestern bereits diesen furchtbaren Zettel mit den Abreisinformationen an der Tür… Zum Glück ist es bei uns ja noch nicht so weit. Bereits um 9 Uhr haben wir Kirkenes erreicht. Und es ist bereits knackig kalt mit -15°C. Heute geht’s ins Schneehotel. Unser Guide kam übrigens aus Hamburg. Nach einer kurzen Busfahrt sind wir im Schneehotel angekommen. Ich hatte mir vorgestellt, dass es ein größeres Iglu mit so vielleicht 4 Zimmern ist, aber weit gefehlt.

      Zuerst ging es zu einem Besuch bei den Huskys. Sie waren schon ganz aufgeregt, da sie kurz vor einer Tour standen. Hier gibt es über 200 Huskys, wirklich beeindruckend. Wir hatten das Glück einen Schlitten beim Start zu sehen. Die gehen ja ab, da kann man echt nur staunen! Weiter ging es zu den Rentieren. Die 4 Rentiere haben die Besitzer des Schneehotels den Samen abgekauft und das soll etwas besonderes sein, da die Rentiere normal wohl nicht verkauft werden, jedenfalls nicht mehr lebendig. Und den Rentieren scheint es richtig gut zu gefallen, jedenfalls sahen sie recht zufrieden aus  Oberhalb des eigentlichen Schneehotels sind mittlerweile auch noch ein paar Holzhütten entstanden. Das Gelände ist wirklich riesig. Neben den Hundeschlittentouren werden auch noch Schneemobiltouren angeboten. Das Schneehotel selbst besteht aus einer großen Halle, dort ist die Bar untergebracht, und insgesamt 20 Zimmer, zumeist mit 2 Betten. Innerhalb sind es konstant -4°C. Die Wände der Zimmer (und der Bar) sind alle unterschiedlich gestaltet.

      Dies wird jedes Jahr von anderen Künstlern übernommen, so dass das Hotel jedes Jahr anders aussieht. Es wurde uns auch versichert, das man beim Übernachten keine Frostbeulen bekommt 😉 Es gibt einen dicken Schlafsack und Skiunterwäsche soll reichen.

      Zum Abschluss gab es noch eine lecker Rentierwurst zur Stärkung. Die soll übrigens erst so lecker schmecken, seitdem einmal ein deutscher Metzger vor ca. 3 Jahren das Hotel besucht hat und mit der Variante der Wurst, die es damals gab, nicht zufrieden war. Seitdem wird die Wurst nach seinem Rezept hergestellt. Was es alles gibt 😉 Zurück an Bord ging’s noch mal an Deck. Oh ha, da war es jetzt aber wirklich eisig. Wir hatten ordentlich Wind und das Thermometer zeigt -23°C. Da habe ich es aber nicht lange ausgehalten und habe mich dann zum Mittagessen verkrümelt. Nachdem wir abgelegt hatten, gab es auch mal wieder ganz guten Seegang. Ca. 1h nach dem Ablegen, wir waren gerade mit dem Essen fertig, lag das Schiff plötzlich total schräg. Wir dachten schon, was ist denn jetzt los. Als wir einen Blick aus dem Fenster werfen konnten, stellten wir fest, dass wir wendeten. Nur Sekunden später kam auch die Erklärung. Wir hatten einen medizinischen Notfall an Bord und mussten nach Kirkenes zurück fahren. Dort angekommen stand auch schon ein Krankenwagen bereit. Manchmal ist es ja schon komisch, wie sich so manche Dinge in einander fügen… Auf dem Weg zum Schneehotel wurde uns berichtet, dass ein neues Krankenhaus gebaut wird. Dieses sollte eigentlich schon längst eröffnet werden, aber da sei wohl irgendwas mit der Lüftungsanlage noch nicht in Ordnung. Da würde ja eine deutsche Firma dran bauen, wie auf dem Flughafen (ja der BER ist überall allgegenwärtig 😉 ). Aber das alte Krankenhaus ist ja schließlich noch in Betrieb…


      Nach ca. 30 Minuten legten wir also zum zweiten Mal in Kirkenes ab. Wir sind dann aber drinnen geblieben, da es wie gesagt recht eisig an Deck war.
      Zum Abendessen gab es lecker Rentier. Und unser gesamter Tisch war sich einig: Da hätten wir uns reinsetzen können 

    • #11719 Antworten
      Kerstin Krückeberg
      Gast

      Hallo Michaela!

      Das wäre auch ein Tag für mich gewesen! Toller Ausflug und es muss einfach einmalig sein. Schade, das für ein Reisenden dieser Tag nicht schön war und hoffe, der Person geht es gesundheitlich wieder gut! Gute Besserung! Liebe Grüße, Kerstin

    • #11721 Antworten
      Peter
      Gast

      Hallo Michaela,

      bin immer gespannt auf Deinen nächsten Bericht,so eine Reise zu dieser Jahreszeit macht man ja nicht alle Tage! Ich bekomme allerdings schon beim Lesen Eisfüße;-) Da muss man schon richtig ausgerüstet sein sicherlich. In den Genuss von Rentier- und Elchfleisch vom Schinken bis zum Braten komme ich auch zweimal im Jahr, weil wir ein sehr gutes Restaurant hier haben, die hervorragende skandinavische Küche bieten als Themenabende im Sommer und in der Weihnachtszeit, sehr sehr lecker. Auch die verschiedenen Fischgerichte und leckeren Käse sind wirklich mal was ganz anderes, viel wird mit Dill verfeinert bis hin zum Aquavit. Freue mich auf Deine nächsten Eindrücke.
      Gruß
      Peter

    • #11747 Antworten
      Bernd_vom_TV
      Gast

      Hallo Michaela,
      ganz schön kalt sind Deine Bilder, aber trotzdem sehr schön.
      Interessant was sich die Menschen dort für eine Arbeit machen um so ein Eishotel zu bauen.

      Also dort zu Übernachten wäre nichts für mich. Mir hat eine Woche Winterbiwak bei der
      Bundeswehr bei -15 Grad in der Eifel eine abschreckende Wirkung gehabt.

      Mach weiter so Michaela
      Bernd

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