Tag 9 Finnsnes, Harstad, Risøyhamn, Sortland, Stokmarknes, Svolvær, Stamsund

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  • Dieses Thema hat 8 Antworten und 1 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Jahre, 9 Monaten von Michaela.
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    • #11959 Antworten
      Michaela
      Gast

      Tag 9 Finnsnes, Harstad, Risøyhamn, Sortland, Stokmarknes, Svolvær, Stamsund

      Heute Morgen hatten wir unsere Verspätung so gut wie wieder eingeholt.
      Vor der Anfahrt auf Risøyhamn sind wir durch die Risøyrenna gefahren. Dieser „Kanal“ wurde auf 7 Meter Wassertiefe vertieft, ist 4,8 km lang und 100 Meter breit. Rechts und links des Wasserweges sieht man immer wieder kleinere und größere Schären und man kann sich gut vorstellen, wie flach das Wasser außerhalb der Risøyrenna sein muß.

      Unser nächster Stop ist Sortland. Man könnte auch sagen, dass es die blaue Stadt ist. Viele Häuser & Gebäude sind in blauen Farben gestrichen. Dies kann man sehr gut von Deck aus sehen 😉
      Gegen frühen Nachmittag erreichen wir Stokmarknes. Hier befindet sich auch das Hurtigrutenmuseum. Hier haben Gäste der Hurtigruten ermäßigten Eintritt. Dieses Museum lohnt sich, auch wenn man in Stokmarknes nur 1 Stunde Liegezeit hat. Es ist u.a. eine kleine Poststelle, wie sie früher auf den Schiffen zu finden war, nachgebaut. Aber das Highlight ist die alte Finnmarken, die mittlerweile an Land liegt und zum Museum gehört. Das Schiff ist Baujahr 1956 und fuhr bis 1993 im Liniendienst. Was für mich ganz besonders war, als wir auf dem Schiff standen, dass meine Großeltern Anfang der 90er mit diesem Schiff noch unterwegs waren. Und man sich immer vorgestellt hat, dass sie auch hier längs gelaufen sind. Meine Oma war da schon nicht gut zu Fuß und mit barrierefrei war 1956 nun wirklich nichts. Es sind steile Treppe und große Absätze vor den Türen. Ich habe mich echt gefragt, wie sie hier zu recht gekommen ist. Aber sie sagt ja immer das ging alles. Ich war echt beeindruckt.
      Wir sind dieses Jahr allerdings nicht im Museum gewesen, sonder haben uns ein bisschen den Ort angesehen.

      Nach der Abfahrt in Stokmarknes gab es an Deck den Trollfjordknert zu kaufen. Das Heißgetränk (ich glaube es war schwarzer Tee mit Rum) war auch echt nötig, denn ab jetzt hieß es an Deck bleiben 😉 Wir waren nur noch mal kurz in der Kabine, um die Becher in Sicherheit zu bringen, denn die sind inklusive. Wir haben uns dann von Deck 9 auf Deck 6 umorientiert. Es ging an einen unserer absoluten Lieblingsplätze an Deck, nämlich genau unter die Brücke. Jetzt standen nämlich weitere Highlights an. Gegen 16h kamen wir am Raftsund an.

      Hier sind an beiden Seiten relativ hohe Berge. Es sieht sehr beeindruckend aus. Jetzt war es natürlich schon dunkel. Man konnte die Berge aber noch erahnen und im Dunkeln hat diese Passage auch was 😉 Aber ich habe da mal ein Foto von unserer ersten Tour rausgesucht. Vom Raftsund geht auch der Trollfjord ab. Dieser ist im Winter jedoch gesperrt, da die Gefahr von Lawinenabgängen besteht und die Einfahrt gerade mal 100m breit ist. Das Wetter hat es aber zugelassen, dass wir trotzdem einen Abstecher zum Trollfjord gemacht haben. Kurz bevor wir angekommen sind, fing es an zu schneien. An der Einfahrt zum Trollfjord wurden die Suchscheinwerfer angemacht und die Einfahrt und die Berge angestrahlt. Das hat richtig was Mystisches und man hätte sich auch nicht gewundert, wenn da gleich ein Troll um die Ecke gekrabbelt gekommen wäre 😉

      Auch hier habe ich noch ein Bild von der Einfahrt im hellen rausgesucht. Wenn das Wetter es zulässt, fahren die Schiffe vom Frühjahr bis zum Herbst auch in den Trollfjord hinein. Wir hatten bei unserer ersten Tour Glück. Man steht an Deck und weiß gar nicht, wo man zuerst und wo man zuletzt hingucken soll. Rechts und links gehen steile Felswende nach oben. Und wenn dann noch am Ende des Fjords (ca. 2 km) das Schiff gedreht wird (oder wie bei uns sogar zweimal im Kreis gedreht) … Einfach unbeschreiblich. Zeitgleich fand damals auch die Seeadlersafari statt. Diejenigen, die den Ausflug gebucht hatten, wurden im Raftsund ausgebootet und sind dann dort auf die Suche nach Seeadlern gegangen. Ich habe damals auch einen im Trollfjord gesehen. Allerdings war er zu schnell für ein Foto 😉

      Nach dem ca. 2,5h an Deck, ging es, etwas eingefroren, zum Essen. Da konnten wir dann erstmal wieder auftauen 😉 In Svolvær sind wir dann nicht mehr von Bord gegangen, da uns doch noch etwas kalt war. Direkt am Anleger gibt es das Magic Ice. Das ist eine Mischung aus einer Bar und aus ausgestellten Eisskulpturen. Bei unserer ersten Tour war es richtig voll, so dass wir nicht rein gegangen sind. Wir hätten bestimmt eine halbe Stunde vor der Kasse warten müssen und dann knapp 20 Euro Eintritt um da für evtl. nur noch 15 Minuten durchzuhuschen, war uns dann auch zu viel. Wenn es sich aber noch mal ergeben sollte (Man sollte ja nie nie sagen) und wir etwas mehr Zeit haben, werde ich mir das bestimmt mal anschauen.

    • #11969 Antworten
      Peter
      Gast

      Hallo Michaela,

      was für ein Blau auf dem ersten Foto, wirklich Klasse!!!
      Vielen Dank auch für Deine vielen Informationen, es ist tatsächlich eine ganz andere Reise, was man aber auch mögen muss. Heutzutage ist ja zum Glück für jeden was dabei!

    • #11971 Antworten
      Bernd_vom_TV
      Gast

      Hallo Michaela,
      beeindruckend, sehr beindruckend was Du da erlebt hast.
      Und dabei noch auf Omas Spuren wandeln, toll, toll.

      Ich hoffe die Reise dauert noch hundert Jahre damit es
      noch viele schöne Berichte von Dir gibt.

      Schöne Grüße
      Bernd

    • #11975 Antworten
      Kerstin Krückeberg
      Gast

      Hallo Michaela!
      Diesmal habe sogar den Bericht dreimal gelesen ?einmal in der Mittagspause, da mich die Kollegen aber dabei abgelenkt hatten, ein zweites Mal zu Hause in Ruhe und jetzt mit den Fotos das dritte mal ! Lieben Dank!!! Freue mich richtig auf die Fortsetzungen! Euch allen einen schönen Abend! Tschüss, Kerstin ??

    • #11977 Antworten
      Michaela
      Gast

      Danke ihr Lieben 🙂
      Ich würde auch am liebsten ewig fahren, wenn da bloß nicht die Sache mit dem Geld und dem Urlaub wäre… 😉 Ich habe leider nicht die Möglichkeit eines Homeoffice, aber das wäre doch was. Man macht Homeoffice auf einem Kreuzfahrtschiff 😉

    • #11979 Antworten
      Bernd_vom_TV
      Gast

      Hallo Michaela,
      „Homeoffice auf einem Kreuzfahrtschiff“ ist eine super Idee!
      Hat derzeit nur zwei Haken:
      – Die Datenleitungen sind zu langsam
      – Die Gebühren sind zu hoch

      Aber wenn der Chef eine eigene Sat-Anbindung und eine Suite mietet-
      warum nicht!

      Schöne Grüße
      Bernd

      P.S. Irmela das wäre doch was für Dich, oder ?

    • #11991 Antworten
      Michaela
      Gast

      Hallo Bernd,

      das klingt gut. Und in einer Suite wäre bestimmt noch Platz für einen Brutschrank, in dem ich dann meine Bakterien züchten könnte. Super Idee, ich bin dabei 🙂

    • #12006 Antworten
      Gudrun
      Gast

      Hallo Michaela,
      heute Mittag von 11.15 – 12.00 Uhr sah ich in ARD Alpha eine Doku von 2013 mit dem Titel „Postschiff zum Polarlicht“. Ich vermute, dass es sich um die gleiche Reise handelte, über die Du hier berichtest, nur mit der MS Nordkapp. Die Anlaufpunkte waren jedenfalls die selben. Vielleicht hast Du den Bericht auch gesehen. Es war wohl eine Wiederholung vom Freitag.
      Irgendwann will ich diese Reise auch noch machen. Ich hoffe bloß, dass es an Bord der Hurtigruten nicht nur Fisch zu essen gibt – so sah das nämlich im Film aus.
      Vielen Dank auch von mir für Deine fleißige Berichterstattung. Ich lese jeden Beitrag mit Interesse.
      Gruß Gudrun

    • #12007 Antworten
      Michaela
      Gast

      Hallo Gudrun,
      leider habe ich den Bericht nicht gesehen. Aber es ist genau die Route 🙂 Und ja, es gibt viel Fisch auf dem Schiff, aber keine Sorge, es gibt auch Fleisch an Bord 😉
      LG Michaela

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