Teil 1 – Bremerhaven – Weymouth

Dieses Thema enthält 4 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Jessica Tüxen vor 2 Wochen.

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  • #22667 Antwort

    Helga E.-D.

    Hatten wir am 24. Mai 2019 nach unserer Norwegen-Reise unser Lieblingsschiff schweren Herzens verlassen, durften wir auf den Tag genau vier Monate später am 24. September in Bremerhaven wieder die Gangway hinauf auf die „Grand Lady“ gehen. Nach erfolgter Seenotrettungsübung hieß es „Leinen los“ – eine 15-tägige Reise „Sonnige Aussichten an Westeuropas schönsten Küsten“ lag vor uns und bei milden Temperaturen stießen wir mit reichlich „Begrüßungs-Sekt“ und gute Laune machender Musik auf der „Sail Away-Party“ am „schönsten Stufenheck der Welt“ darauf an.

    Ein Seetag zu Beginn der Reise gefällt mir immer besonders gut, erst einmal länger schlafen, das erste Frühstück an Bord genießen und so langsam begreifen, man ist „an Bord angekommen.“

    Mein Lieblingsplatz

    Wer freut sich nicht über so einen netten Morgengruß

    An Bord der MS Artania ist der „Maritime Frühschoppen“ an diesem ersten Tag an Bord schon Usus – Austern, Fischspezialitäten und alles, was Herz und Magen sonst noch so begehren, wurde an der Kopernikus-Bar aufgetischt. Die wunderschöne Seekarte der Reise wurde in diesem Rahmen vorgestellt und man hoffte, dass bis zum Ende der Reise ein großer €-Betrag für den „Crew-Wellfare Fonds“ zusammenkommen würde – bei 1.500,– € versprach der norwegische Kapitän Morten Arne Hansen in Lederhosen zum Bayerischen Frühschoppen zu kommen 😉

    Seekarte

    Ich wundere mich immer wieder aufs Neue, wie schnell ein Seetag mit lauter Nichtstun vorbei gehen kann – und nirgendwo schlafe ich besser, als in meiner Koje!

    England – Portland/Weymouth
    Nachdem in der Nacht die Uhren eine Stunde zurückgestellt worden waren, legten wir am Donnerstag, 26. September 2019 um 08:00 Uhr in Portland/Halbinsel Portland in der Grafschaft Dorset an, ohne persönliche Passkontrolle oder das sog. „Face-check“ gibt es in Großbritannien jedoch keinen Landgang. Da Portland selbst lt. Internet nicht so viel anzubieten hat und wir Stonehenge und Salisbury schon kannten, nutzten wir den kostenlosen Shuttle-Bus nach Weymouth und stellten recht schnell fest, dass dies eine gute Entscheidung war. Wir wurden in Weymouth von einer „Abordnung“ begrüßt und man gab uns den Tipp, die Stadt über den „Nature Trail“ zu entdecken. So ging es zunächst eine kurze Strecke am Meer entlang, dann genossen wir die Ruhe in den „Nothe Gardens“ mit vielen Bäumen, Blumen und Grünflächen. Von diesem oberhalb der Stadt gelegenen Park bot sich uns ein toller Ausblick auf den idyllischen Hafen, sicherlich ein guter Drehort auch für „Rosamunde Pilcher“-Filme 😉 Schöne Häuser, Pubs, für die es natürlich am Morgen noch zu früh war, und Restaurants säumten die Pier.

    Hafen von Weymouth

    Über die große Brücke hinüber ans andere Ufer gelangten wir durch belebte Einkaufsstraßen an den Strand, der sich unmittelbar anschließt. Auch hier war die Herbstruhe eingekehrt, ist Weymouth in den Sommermonaten ein sehr beliebtes Seebad für die Engländer. In der Mitte der Strandpromenade steht das Wahrzeichen der Stadt: Der „Jubilee Clock Tower“, der 1887 zum 50-jährigen Thronjubiläum von Queen Victoria errichtet wurde.

    „Jubilee Clock Tower“

    Was bei mir bei einem Besuch in England niemals fehlen darf, auch wenn es das reinste Hüftgold ist: „Cream Tea“ mit Scones, Clotted Cream and Marmelade und natürlich ein köstlicher englischer Tee – und das am liebsten in einem urigen Tea-Room, die in England oft mit einem Sammelsurium von verschiedenen Möbelstücken und auch Porzellan eingerichtet sind. Und ja wir wurden fündig und genossen diesen „Break“ mit einem sehr netten älteren „britischen Herrn“, der uns gut unterhielt und Tipps für unser „Sightseeing“ gab.

    „Cream Tea“

    Gemütlicher Tea Room

    Außer „Cream Tea“ und „Fish & Chips“ liebe ich die britischen Kamine auf den Häusern und ihre Türen.

    Aus dem leicht diesigen Wetter am Morgen war ein strahlend schöner Tag mit Sonne satt geworden, so dass wir zum Abschluss unseres England-Aufenthaltes noch die letzten Pfundnoten in einem Pub am Hafen umsetzten. Die Aussicht auf den Hafen genießen, das Treiben der Menschen beobachten, dabei ein englisches Bier trinken und sich bewusst werden, wie gut es einem geht und diesen Augenblick tief innen „einpacken.“

    Britischer Humor

    Der schöne Tag in England wurde am Abend an Bord mit einer „Pub Night“ in der Bodega Bar mit leckeren britischen Spezialitäten (einfach genial für mich als bekennender GB-Fan 😉 und Whiskey kulinarisch abgeschlossen – zuvor hatte es natürlich auch noch ein mehrgängiges Abendessen gegeben!
    Von all den Eindrücken und auch leckeren Spezialitäten fielen wir müde und sehr zufrieden in unsere Betten und es wurde uns wieder mal bewusst, was die Faszination Kreuzfahrt u. a. ausmacht: Während wir friedlich schliefen, sorgte die Brückencrew dafür, dass wir am nächsten Mittag in der Bretagne, genauer gesagt in Brest/Frankreich einlaufen würden – die Uhren wurden übrigens wieder vorgestellt. Wir sehen uns in Frankreich…

  • #22692 Antwort

    Irmela Tölke
    Keymaster

    Liebe Helga,

    wie schön, endlich wieder von Dir zu lesen. Ein wunderbarer Einstieg in Deinen Reisebericht, vielen Dank!

    Mir lief auch gleich das Wasser im Mund zusammen beim Anblick der Scones – könnten wir auch mal wieder machen ;-).

    Ich freue mich schon auf Frankreich und sende sonnige Grüße aus HH,

    Irmela

  • #22695 Antwort

    Kerstin Krückeberg

    Hallo Helga!
    Da schließe ich mich Irmela gleich mit an : was für ein gelungener Start in eure Reise! Tolles Wetter hattet ihr und ich liebe England genau wie du- auch die Scones/Creamtea, wobei mir hinterher meist wegen der üppigen Clotted Cream immer ein wenig flau im Magen war. Die Fotos sind einfach toll!
    Jetzt freue ich mich auch schon, was du über Frankreich zu berichten hast!
    Ganz liebe Grüße und vielen Dank für das Schreiben des Beitrages!!!
    Tschüß, Kerstin 💁🏻

  • #22697 Antwort

    Claudia Dörl

    Hallo Helga,
    England ist ein wunderbarer Auftakt und das bei bestem Wetter (für England ehr untypisch). Aber wie heißt es so schön, wenn Engel reisen 😊.
    Ich finde,der Jubilee Clock Tower passt wunderbar dahin. Freue mich schon auf Frankreich und sage tschüss England.
    Lg Claudia

  • #22808 Antwort

    Jessica Tüxen

    Hallo Helga,
    was für ein schöner Bericht. Ich bin ja auch totaler England Fan,auch wenn ich erst einmal da war. Aber das kann man ja alles ändern 😉
    Der Ort ist ja wirklich sehr sympathisch, mit dem kleinen Hafen. Vorallem wenn wie jetzt die Herbstruhe eingekehrt ist.
    Der Cream Tea, ohne den gehts wirklich nicht. Zufällig saß ich ja am gleichen Tag mit meiner Schwester in Hamburg beim Cream Tea. Aber ich könnte jetzt glatt schon wieder, sooo lecker 🙂

    Ich freu mich schon aufs weiterlesen und mitreisen.
    Alles Liebe Jessi

Antwort auf: Teil 1 – Bremerhaven – Weymouth
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