Teil 7 – Leixões – Porto/Portugal

Dieses Thema enthält 1 Antwort und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Kerstin Krückeberg vor 2 Wochen.

  • Autor
    Beiträge
  • #23279 Antwort

    Helga E.-D.

    An unserem deutschen Nationalfeiertag legten wir gegen 11 Uhr in Portugal bei schönstem Wetter an, genauer gesagt in der Hafenstadt Leixões, wo uns das moderne „South Cruise Terminal“ empfing.

    Uns zog es nach Porto, die zweitgrößte Stadt Portugals, die ca. 30 – 45 Minuten Busfahrt von unserem Liegeplatz entfernt lag. Wir nutzten bequemerweise wieder den Transfer-Shuttle und hatten somit ca. 3 Stunden zur Verfügung, um unser Sightseeing in Eigenregie durchführen zu können.

    Unsere Haltestelle lag direkt am Flussufer des Douro, wo um diese Jahreszeit nur noch wenige Flusskreuzfahrtschiffe lagen – zur Hochsaison boomt diese Route aktuell. Der Rundumblick auf die andere Flussseite mit dem Stadtteil „Vila Nova de Gaia“ mit den vielen Portweinkellern und die über den Douro führende Brücke „Dom Louis I“ gab uns schon einen ersten wunderschönen Ausblick auf eine der ältesten Städte der Iberischen Halbinsel, die im 12. Jh. eine bedeutende Handels- und Hafenstadt war und seit 1996 zum Weltkulturerbe gehört.

    Uns führte der Weg jedoch in die Altstadt, das „Ribeira“-Viertel – einst das „Porto der kleinen Leute“ wie Fischer, Arbeiter und Marktfrauen, heute ein angesagter Treff, um gut zu essen, zu trinken, „sehen und gesehen zu werden “ und ja ganz nebenbei einfach das Leben zu genießen.

    An der Kirche „São Francesco“ vorbei ging es ziemlich steil in die verwinkelten Gassen der Altstadt, die in Reiseführern gerne als „pittoresk“ bezeichnet wird. Wie diese sich immer steiler hochschraubenden Wege von älteren Menschen, Familien mit Kinderwagen etc. und das evtl. noch bei strömendem Regen auf diesem alten Kopfsteinpflaster überwunden werden – für uns unvorstellbar, Respekt!!!

    Der Bahnhof „São Bente“ mit seinen wunderschönen alten Azulejos ist wirklich eine Augenweide und sollte man sich nicht entgehen lassen. Diesen Kacheln begegnet man auch immer wieder an Gebäuden und sie geben der Stadt ein besonderes Flair.

    Von der unweit des Bahnhofs oben auf dem Hügel liegenden Kathedrale Sé mit dem angrenzenden Bischofspalast hatten wir einen traumhaften Blick auf die tief unter uns liegende Stadt und den Douro. Überall fanden sich schöne und ruhige Plätzchen, um den Augenblick auch genießen zu können.

    Porto – für mich eine faszinierende Stadt. Viele alte Gassen und Viertel, wo irgendwie die Zeit stehen geblieben zu scheint, dann wieder Modernes, viel Kunst und Museen, viele Studenten und internationales Flair, z. B. auf der „Avenida dos Aliados“, die Einkaufsmeile für „Shopping Queens“, aber „im Herzen“ Portugal absolut – Ruhe und Gelassenheit, kein wilder Autoverkehr, sehr freundliche Einwohner, die einem gerne den Weg weisen und auch Tipps für ihre Stadt geben, eine gute Küche und ob nun einen Vinho Verde, einen Portwein oder einen Cocktail aus Portwein und Tonic Water – hier kann man es aushalten. Ich wünsche dieser Stadt, dass sie auch zukünftig den Spagat zwischen gesundem Tourismus und entsprechenden Lebensraum für die Einwohner hinbekommt. Vielleicht sollte man aber auch nicht zu lange warten mit einem Besuch dieser besonderen Stadt…

    Der wirklich recht anspruchsvolle Weg mit steilen Auf- und Abstiegen nahm mehr Zeit in Anspruch, als wir dachten, so dass wir es auf die „Portweinkeller-Seite“ nicht mehr schafften. Ein „Portwein-Tasting“ wollten wir uns aber nicht entgehen lassen und stießen mehr durch Zufall in einer der abgelegenen Gassen auf ein sehr ansprechendes Portweingeschäft und vor allem einen Besitzer, der sich viel Zeit für uns nahm und uns einige edle, zum Teil 20 und 30 Jahre alte Tröpfchen zum Verkosten präsentierte. Außerdem gab er uns Tipps für die, wohl insbesondere bei jungen Leuten zurzeit angesagten Portwein-Cocktails. Es war ein Geschmackserlebnis per excellence und auch sehr interessant, mehr über den Portwein zu erfahren und auch die sehr großen Preisunterschiede (zwischen ca. 8 € und mehrere Hundert €) zu „schmecken.“ Für ein edles Tröpfchen fand sich auch bei uns noch etwas Platz im Koffer…

    Die Zeit war leider viel zu kurz in dieser tollen Stadt Porto, die sich ebenfalls super für einen Kurzurlaub oder eine Wochenendreise eignet. Die Stadt wird auch gerne als Ausgangspunkt auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela gewählt, per Flugzeug, z. B. von Düsseldorf aus direkt nach Porto, sehr gut zu erreichen, wie uns ein deutsches Pilgerpaar erzählte. Pilgern werden wir nicht, aber wiederkommen auf alle Fälle – für uns wieder ein absolutes Highlight auf unserer Reise, die sich mittlerweile als „Traumreise“ mit so wunderschönen und nicht überlaufenen Orten entwickelte.

    Das Traumwetter begleitete uns ebenfalls zuverlässig, eine Jacke brauchten wir tagsüber schon lange nicht mehr, nur das Meer versetzte uns immer wieder mal in ein leichtes Schaukeln, so dass sogar eine Abend-Show verschoben werden musste, weil ein Ensemble-Mitglied leider wohl ziemlich „grün“ in seiner Kabine lag. Dieser bedauernswerte Zu- bzw. Umstand zeigte mir wieder einmal, wie man in der „Phoenix-Familie“ damit umgeht, wenn mal etwas außer Plan gerät – menschlich, familiär und damit für mich hoch professionell: Es wurde nicht verschwiegen, nein, Entertainment Manager Reiner berichtete uns ganz selbstverständlich über dieses „erkrankte Familienmitglied“ – das nahm nicht nur den notorischen Nörglern den Wind aus den Segeln, sondern weckte zugleich unser aller Mitgefühl, denn wer kennt die Seekrankheit nicht… Als der gute Tim wieder unter den Lebenden weilte, wurde er von vielen Passagieren freudig begrüßt und auch am Abend der Aufführung mit einem großartigen Beifall wieder auf der Bühne gefeiert. Wo bekommt man die Dinge „hinter den Kulissen“ noch so hautnah mit – auch unsere Kellner im Restaurant erzählten immer mal wieder, was in der Küche so „daneben“ ging oder andere Anekdoten.
    Aber die an diesem „Porto“-Abend geplante „Flora“-Show der Damen des Artania-Showensembles konnte ohne großen Seegang stattfinden – es war eine sehr „bewegende und berührende“ Show aus der zauberhaften Welt der Blumen und Pflanzen mit Gesang, Tanz und Luftartistik! Diese Show ging wirklich tief in die Seele – man muss nicht immer Hightech-/Laser-Shows produzieren oder „großen Künstlern“ die Bühne überlassen, manchmal genügen sympathische und hervorragende Künstler, die mit ihrem Können und ihrer Freude unser Herz berühren!

    Nach diesem erlebnisreichen Tag und wunderschönen Abend wurde es Zeit für die Koje und es wurde uns bewusst, dass es mit dem Erreichen unseres nächsten Hafens Lissabon am kommenden Tag langsam schon wieder in Richtung Heimathafen Bremerhaven gehen würde – wo waren die Tage nur geblieben…

  • #23321 Antwort

    Kerstin Krückeberg

    Hallo Helga!
    Den Tip mit Porto und Direkflug von Düsseldorf behalte ich gleich mal im Hinterkopf. Das wäre vielleicht mal was für einen Kurzurlaub. Die Reise gefällt mir durchweg gut und alle Ziele habe ich bisher noch nicht gesehen. Die Geschichte mit dem erkrankten Emsemble-Mitglied: für mich wäre es selbstverständlich, wenn eine Show deswegen verschoben werden müsste. Mal ehrlich, ob ich die Show heute oder morgen schaue, ist doch eigentlich egal. Ich kann Unverständnis in solch einem Falle echt nicht verstehen. Niemand macht das mit Absicht. Positiv gesehen, kann man sich auf eine tolle Show, noch ein wenig länger darauf freuen und sicherlich, findet drum herum , ein gutes „Alternativ“-Programm statt, selbst wenn es nur heißt „Entspannt den Abend mit einem Absacker ausklingen“lassen.
    In Lissabon war ich auch noch nicht- bin also ganz gespannt, was du dazu berichten kannst!!!
    Dieser Reiseabschnitt war wieder super! Vielen Dank!!!
    Ganz liebe Grüße, Kerstin

Antwort auf: Teil 7 – Leixões – Porto/Portugal
Deine Information: