Kreuzfahrtsüchtig – was macht den Zauber des Kreuzfahrens aus?

Als Kreuzfahrt-Begeisterter wird man oft gefragt: Was ist eigentlich so toll am Kreuzfahren? Tja, was eigentlich…?

Kennt Ihr diese Frage von Familie, Freunden und Bekannten: „Warum hast du denn schon wieder eine Kreuzfahrt gebucht?“ An dieser Stelle sollte man vielleicht mal die Gegenfrage stellen: „Weißt Du eigentlich, was Du verpasst, wenn Du nicht kreuzfährst?“
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Wo kann man besser die Seele baumeln lassen, als auf See?

Das klassische Kreuzfahrt-Argument der Reisebüros ist sicher nicht originell, aber trotzdem überzeugend: Nur auf einer Kreuzfahrt kann man verschiedene Ziele besuchen ohne den Koffer neu zu packen. Für unsere Familie ist das tatsächlich ein zentraler Punkt. Wir können nicht zwei Wochen am Strand in der Sonne liegen. Deshalb sind wir früher viel mit Auto und Flugzeug rumgereist, haben ein- und ausgepackt, uns jedes Mal eine neue Unterkunft und neue Verpflegungsmöglichkeiten gesucht. Mit dem Schiff wurde alles viel einfacher: Gepäck, Bett und Essen reisen mit und trotzdem kann man (fast) jeden Tag eine neue Region entdecken. Für uns ist das perfekt. Nur durch das Kreuzfahren haben wir Regionen bereist, die wir sonst niemals kennengelernt hätten. Aber – und wem sage ich das – Kreuzfahren ist viel mehr als der Besuch vieler unterschiedlicher Destinationen, und wird gerade dadurch zur Herzensangelegenheit.
Kreuzfahrt ist Seefahrt. Die Bewegung des Schiffes durch das gewaltige Meer mit allen seinen Zaubern und Gefahren. Während uns die glatte See verzückt, kann uns das tobende Meer auch deutlich Respekt einflößen. Aber gibt es etwas Schöneres, als abends im Bett zu liegen und sich von den Wellen in den Schlaf wiegen zu lassen? Auch der nächtlichen Sternenhimmel ist mit nichts zu vergleichen, was einem an Land oft geboten wird…

Der nächtliche Himmel auf See lädt immer wieder zum Träumen ein

Für uns ist Kreuzfahrt auch Familienurlaub. Während in den Hotels an Land die Gäste an- und abreisen wie es Ihnen passt, kommen und gehen Passagiere alle gleichzeitig. Für unseren Sohn bedeutet das: Er kann Kinder kennenlernen, die ihm die ganze Reise erhalten bleiben und nicht nach zwei Tagen schon wieder nach Hause fahren. Gleiches gilt auch für uns. Und Kontakte knüpft man an Bord ja sehr schnell (wenn man will ;-). Schließlich teilt man ja schon eine große Leidenschaft: das Kreuzfahren!
Kreuzfahrt ist immer wieder eine Kombination aus Bekanntem und Neuland. Je nachdem wie abenteuerlustig man ist, kann man mit einem bekannten Schiff zu neuen Zielen, mit einem neuen Schiff zu bekannten Zielen oder natürlich auch mit einem neuen Schiff zu neuen Zielen aufbrechen. Ganz nach Gusto kann man sich in seiner Komfortzone bewegen und komplett neues Terrain betreten oder auf seinem Lieblingsschiff die Lieblingsroute fahren. Wir lieben das und werden nicht müde, immer neue Kombinationen zu suchen.
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Ohne Kreuzfahrt wären wir niemals nach Papua Neuguinea gekommen

Last but not least sind es für mich die vielen Gänsehautmomente, die den Zauber des Kreuzfahrens ausmachen: tränenreiches Ablegen, Sonnenuntergänge, das Dösen an Deck nach einem schönen Ausflug, nächtliches Meeresrauschen, Eindrücke von Regionen, die ich sonst nie bereist hätte, Spaziergänge um das Promenadendeck, gemütliches Essen ohne selber kochen zu müssen, die blaue Stunde am späten Nachmittag… Kreuzfahrt ist Seelenbalsam, Fernwehzauber und Medizin.
Wie sagte Helga doch neulich so schön in einem Kommentar: „Manche Leute brauchen eine Therapie, ich brauche eine Kreuzfahrt.“ Das sagt doch alles, oder? Und wie sieht es bei Euch aus? Warum seid Ihr der Kreuzfahrt verfallen? Welchem Zauber könnt Ihr Euch nicht entziehen?
Wir freuen uns auf Eure Kreuzfahrt-Argumente und senden verträumte Grüße in ein entspanntes Wochenende!

Herzlich,

Eure Irmela

15 thoughts on “Kreuzfahrtsüchtig – was macht den Zauber des Kreuzfahrens aus?”

  1. So unendlich lange gibt es Kreuzfahrten noch nicht. Was haben die Menschen davor gemacht? Auch Urlaub und kamen erholt und zufrieden wieder nach Hause. Und meine Kinder waren auch zufrieden an irgendwelchen Stränden z.B. andere Kinder kennengelernt zu habe. In Ferienhäuser oder Hotels war es halt ein bisschen teurer. Dann musste mal wieder ne Weile gespart werden

    1. Liebe Ulla,
      ich muss Dir hier leider widersprechen, dass es so unendlich lange noch keine Kreuzfahrten gibt:
      Lt. Wikipedia fand 1844 die erste Kreuzfahrt auf einem dafür umgebauten Handelsschiff von P&O (Peninsular and Oriental Steam Navigation Company) statt, Mark Twain unternahm 1867 eine mehrmonatige Kreuzfahrt von New York ins Mittelmeer, das erste als Kreuzfahrtschiff gebaute Schiff war die „Prinzessin Victoria Luise“ 1900 von Hapag Lloyd bei Blohm & Voss in Hamburg. Ballin hatte 1891die Idee die Schiffe von Hapag Lloyd für Kreuzfahren zu nutzen. Die DDR hatte mit der „Völkerfreundschaft“ bereits ein Kreuzfahrtschiff und auch Phoenix Reisen gehört in Deutschland mit zu einer der ersten Veranstalter mit der Maxim Gorkij in den 80er Jahren, davor war sie aber bereits 15 Jahre für die Karstadt-Reisetochter NUR gefahren.
      Du siehst, es gibt die Faszination Kreuzfahrt schon sehr lange, aber viele konnten sich dies nicht leisten bzw. diese Urlaubsart war vielen auch gar nicht bekannt. Ich habe auch erst 1995 durch meine Eltern erfahren, dass diese Urlaubsart für mich möglich sein kann, und durch die Sendung „Das Traumschiff“ und durch die neue Art der Kreuzfahrt mit dem Konzept der AIDA und auch TUI Mein Schiff ist es dann so populär und auch durch andere Preissysteme für „jedermann“ erschwinglich geworden. Schön, dass heutzutage auch „normale“ Familien/Passagiere sich dies, wenn auch oft nach längerm Sparen, dieses Traumerlebnis gönnen können. Wir haben oft festgestellt, dass uns ein Landurlaub schon oft teurer gekommen ist, als wenn man die Augen offen hält und zugreift, wenn sich ein gutes Kreuzfahrt-Angebot auftut. Sorry fürs Widersprechen, aber ich bleibe für immer infiziert 😉

      1. Ja, das stimmt mit den teureren Landurlauben. Ich habe selbst jahrelang Reisen veranstaltet. Bin ich weg von aus verschiedenen Gründen. Hin zu Kreuzfahrt. Ja, und das Schöne daran ist, dass sich, wenn man die Augen offen hält, sich doch dann Wege auftun, wie man sich Kreuzfahrten leisten kann. Es gibt da immer mehr Konzepte, die einen Kreuzfahrt bezahlbar machen. Hätte ich die nicht gefunden ( kam von einer guten Freundin) wäre ich glaube ich noch mit meinen anderen Reisen geboten genervt unterwegs. Also, wer will, findet wege. Ahoi.

  2. Hallo liebe Irmela., sehr schön geschrieben. Das kann ich nur unterstreichen. Dass ich mal dieser Faszination selbst erliegen würde, hätte ich nie gedacht, hätte mir eine nicht von einem besonderen konzept erzählt, womit sie bezahlbar ist. Und wie man das Kreuzfahrtfeeling auch in den Alltag hinüber retten kann… Dazu habe ich eine kleine Videoserie zu den einzelnen Themen gedreht… stelle ich gerne zur Verfügung.

  3. Hallo Irmela! Für mich war auch ausschlaggebend die Möglichkeit auf dem Meer zu sein, der Weite entspannte Blick und das herunterfahren der eigenen Motoren. Dazu der Luxus sich um nichts kümmern zu müssen und die Möglichkeit dabei etwas mehr wieder von der Welt zu sehen. Müsste ich nicht immer das finanzielle Polster immer wieder aufbauen, keinen Urlaubsplan auf der Arbeit haben, würde ich viel öfters auf dem Schiff zu finden sein!
    Allen ein schönes Wochenende! Tschüss, Kerstin 🙋🏻

    P.s hinzu kommt, das man immer nochmal entscheiden kann, eine Destination , die einem besonders gut gefallen hat, nochmal intensiver bereisen zu können, oder für die Zukunft ausschließen.
    Und der Urlaub beginnt sofort ab Betreten des Schiffes und die Vorfreude, wenn die Reise gebucht wird. Man bricht einfach aus, aus dem Alltag, wird verwöhnt und hat einen hohen Erholungseffekt. Selbst eine kurze Reise hilft schnell die Akkus wieder aufzutanken. Und sollte wirklich mal was schief gehen, findet sich meist eine kompetente Lösung!

    Und ganz vielleicht steckt in uns Kreuzfahrt-Begeisterten einfach auch eine kleine Seefahrer-Seele, die sich regelmäßig bemerkbar macht! 😉
    🙋🏻

      1. Dagmar – das hast Du wunderbar ausgedrückt!!! „Die Sehnsucht nach Mee(h)r im Leben“, „und sich nicht im Alltag aufzugeben“ – die Aussicht auf dieses „Mee(h)r“ hat mir auch in schwierigen Zeiten immer wieder eine „Reling“ oder einen „Rettungsring“ gegeben und bereichert auch jetzt mein Leben, außerdem braucht der Mensch ein „Laster“ – ich habe mich für dieses entschieden 😉
        Viele Grüße
        Helga E.-D.

  4. Moin Irmela,

    für mich machen auch von Dir erwähnten „Gänsehautmomente“ 90 % der KF aus!!
    Sich um nichts kümmern müssen, ist schön; gutes Essen ist nett, aber für mich persönlich nicht so wichtig …

    Aber genau das, was Du geschrieben hast (das Ablegen, die Sonnenuntergänge, das Dösen an Deck, das Meeresrauschen, Spaziergänge um das Promenadendeck usw.) treibt mich immer wieder aufs Meer und die Schiffe!

    Ein Urlaub in den Bergen wäre ja nun gar nichts für mich … auch wenn ein Wildbach rauscht 😉

    VG Klaus

  5. Hallo Irmela,

    Du hast eigentlich schon alle Vorteile und Annehmlichkeiten wunderbar beschrieben, was soll man da noch hinzufügen?
    Aber wie soll man Emotionen anderen nahe bringen, die vielen wunderschönen und für immer im Gedächtnis bleibenden Momente (auch ohne Schnappschuss ;-), wie Ab- und Anlegen, Auslaufmelodie, Sonnenunter- und -aufgänge, Nebel, Wellen, Delphine/Wale, aber auch die vielen netten Kontakte mit Mitreisenden, aber auch insbesondere mit der Crew, die für mich ein Schiff am Ende erst ausmacht, denn sie geben der „Maschine“ erst „das Herz und die Seele!“ Und diese gemeinsam erlebten Situationen bringen eben auch diese bestimmte Atmosphäre innerhalb der Passagiere zustande, so etwas habe ich nur noch erlebt, wenn man gemeinsam einen Berggipfel erklommen hat, das mit dem berühmten „Schnapserl“ und dem „Du“ besiegelt wird.
    Mein Mann und ich genießen es auch sehr, dass außer vielen gemeinsamen Unternehmungen auch jeder sein Stückchen Freiraum dort genießen kann, jeder nutzt seine Vorlieben wie Vorträge, Sport, Relaxen etc. und man ist trotzdem zusammen. Mir gibt das Meer aber auch immer wieder das Gefühl von „Unerreichbarkeit“ (Smart bleibt aus;-), „Abtauchen“ – komplettes Ausklinken vom Alltag, keine Zeitung, kein TV, keine Nachrichten, – einfach „ich bin dann mal weg!“ Gleichzeitig kann ich aber viel Neues in anderen Ländern/Kulturen und Menschen kennen lernen, vielleicht auch Vorurteile in meinem Kopf abbauen, weil man es mit eigenen Augen sieht, aber auch manchmal dankbar und demütig werden bei dem Erkennen, wie gut es uns hier geht und weitere Sehnsucht/Träume/Ziele haben, von denen sich hoffentlich noch manche realisieren lassen. Am Meer ist schon wunderschön, auf dem Meer ist es traumhaft schön – wir bleiben gerne für immer unheilbar erkrankt 😉
    Viele Grüße
    Helga E.-D.

  6. Liebe Helga, Du beschreibst wunderschön, was das Herz daran berührt. Man spürt es direkt. Es ist für die Tage ein anderes Lebensgefühl. Ein Lebenstil. Den ich auch im Alltag mehr und mehr leben möchte. Ich habe ihn oncruises-lifestyle.de genannt. Und möchte ihn sovielen Menschen zugänglich machen. Ich habe lange gesucht als Coach und Therapeutin, was ich den Menschen anbieten kann, damit sie in diese Gefühle von Freude und Demut und wieder zu sich selbst kommen können. Und über das Thema Kreuzfahrten habe ich es gefunden. Und das auch möglichst vielen ermöglichen zu können. Nur froh darüber. Herzlichst Dagmar

  7. Für mich heißt Kreuzfahren auch,den Traum meiner Mutter zu leben.Sie wollte mit Beginn des Traumschiffes immer eine Kreuzfahrt machen.Zur Silber Hochzeit sollte es soweit sein.Doch zwei Jahre zuvor verstarb sie.Wenn wir heute unterwegs sind,zünde ich in jedem Ort eine Kerze für sie an.Und wenn das Schiff ablegt halte ich Zwiegespräche mit ihr.Das Kreuzfahren ist so zum Balsam meiner Seele geworden.Und meinem Mann gefällt diese Art zu Reisen auch sehr gut.Kaum sind wir Zuhause suchen wir schon nach dem nächsten Ziel.Und wenn er in 5 Jahren zuhause ist,können wir verreisen wann wir wollen.

    1. Hallo Beate,

      das finde ich wunderschön, dass Du so an Deine Mutter denkst. Mir geht es ähnlich, mein Vater, in Danzig also an der Ostsee geboren, war bei der Marine und hat später viele Kreuzfahrten unternommen und auch mich infiziert. Überall, wo ich anlege, werfe ich einen kleinen Stein, Kiesel oder eine Blume ins Wasser nur für ihn… Und an ganz besonderen Stellen, zu denen er Bezug hatte, nehme ich ein wenig Sand, Muschel o. ä. mit nach Hause und streue bzw. lege sie auf sein Grab.

      Aber genug von den sentimentalen Gedanken – ich stimme Peter zu, der Spaß darf bei mir auch nicht zu kurz kommen. Und da gibt es doch tatsächlich Leute, die sich abends auf ihre Kabine verziehen, damit sie nicht ihre Endlos-Lieblings-Serie verpassen 😉

  8. Ich schließe mich dem hier erwähnten Suchtpotential an, aber bei kommt neben Meer/Ländern/Leuten auch noch eine Menge Spaß dazu, ja auch wenn man Ü70 ist ;-). Von Lasershow, Auslaufparty und anderen Veranstaltungen z. B. auf Aida, freue ich mich ganz besonders auf die Crew Show und noch mehr auf die Crew Party auf der Artania, zusammen mit der Crew von Restaurant/Bars/Kabine/Maschinenraum/etc. aus vielen Nationen als Passagier zu feiern, das finde ich einfach großartig und dieses familiäre Miteinander findet man kaum woanders. Den Alltag an Land lassen und einfach Spaß haben, Shuffleboard spielen, im Passagierchor mitsingen, Skat/Jaccolo/Bingo spielen und auf allen Decks und Gängen gut gelaunte Crewmitglieder treffen, mit denen man schnackt und herumalbert, besondere Momente im Film/Foto einfangen, sich darüber mit Mitreisenden austauschen, an der Bar einen Cocktail/Weizenbier trinken, hervorragendes Essen genießen, auch um Mitternacht 😉 Und einfach nur Wasser und Wellen beobachten, den Mittagsschlaf an Deck finde ich auch großartig, bis dann die Kaffeetassen klappern und man weiß, aha jetzt gibt’s lecker Kuchen. Also ich weiß nicht, ich habe immer viel zu wenig Zeit auf dem Schiff!

    Gruß
    Peter

  9. Schließe mich der Meinung von Irmela voll an. Kreuzfahrten sind auch für uns eine herrliche Art Urlaub zu machen und die Welt zu sehen – ohne ständig Koffer zu packen.
    Dazu möchte ich noch bemerken, dass wir auch Flusskreuzfahrten sehr lieben. Im Verhältnis zu den Hochseekreuzfahrten sind sie leider sehr teuer.
    Wir haben schon für 2019 eine Hochseekreuzfahrt und auch eine Flusskreuzfahrt geplant. Somit hoffen wir, dass wir gesund bleiben und sich all unsere Reisewünsche erfüllen.
    Liebe Grüße aus Österreich
    Helga

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