MSC Fantasia – das Leben an Bord

Nach der ersten Nacht auf See erreichten wir am frühen Morgen mit Cannes unseren ersten Hafen…

Das Einlaufen habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Ich bin schon sehr früh aufgestanden und habe vor dem ersten Kaffee auf dem Balkon die ersten Sonnenstrahlen genossen. Herrlich, mal so ganz ohne Mooring-Pflichten das Einlaufen zu erleben :-).

Cannes

Zum Frühstück waren wir dann zum ersten Mal so richtig im Buffetrestaurant. Wie schon erwähnt, stehe ich nicht so wirklich auf Buffet, aber man muss ja schließlich alles einmal probieren :-). Das Essen war gut, nur die Lautstärke und der Platzmangel zur Stoßzeit waren nicht ganz so angenehm. An den weiteren Tagen sind wir dann doch lieber ins Bedienrestaurant zum Frühstück gegangen oder haben uns in die letzte Ecke im Buffetrestaurant verkrochen, denn auch dort gab es ein paar ruhige Ecken. Das Anstehen an den einzelnen Stationen ließ sich leider trotzdem nicht vermeiden. Gut finde ich aber, dass man sich an Bord auch zum Frühstück zwischen Buffet und Restaurant entscheiden kann oder sich das Frühstück auf die Kabine bringen lassen kann.

MSC Fantasia vor Anker

Das Schiff lag in Cannes vor Anker und ich war schon sehr gespannt, wie das Tendern mit über 4.000 Passagieren abläuft. Dem Tagesprogramm konnte ich entnehmen, dass es bis 11 Uhr Tenderrtickets für die gewünschte Fahrtzeit gibt. Also habe ich mir die Tickets, übrigens ohne Wartezeit, abgeholt und bin zur angegebenen Zeit in die Showlounge. Von dort wurden wir zur Tenderplattform gebracht und haben nach Cannes übergesetzt – alles ohne Wartezeiten und wirklich gut organisiert.
Nach einem Spaziergang und einer guten Tasse Café au Lait ging es zurück an Bord. Am zweiten Abend der Reise hieß es dann: Galaabend – also schick in Schale werfen und ab zum Cocktail mit der Gruppe. Danach haben wir im Restaurant wirklich gut gegessen und den Abend in einer etwas ruhigeren Bar ausklingen lassen. So einfach war es übrigens nicht, eine ruhige Bar zu finden, denn die Italiener hören anscheinend alle gerne ziemlich laut Musik. Aber es ist uns trotzdem gelungen… ;-).

Eine (manchmal) ruhige Bar auf der Fantasia im Außenbereich

Am nächsten Morgen hatten wir auf dem Weg nach Palma einen halben Seetag, das hieß Ausschlafen und den Tag langsam angehen lassen. Für Kreuzfahrer ist das eine angenehme Verschnaufpause bei dem ansonsten doch recht kompakten Programm. Beim Einlaufen in Palma haben wir, nachdem wir in Cannes ganz alleine waren, einen vollen Hafen vorgefunden.

Der Hafen von Palma de Mallorca

Der Tag in Palma war leider etwas verregnet, so dass man nicht ganz so viel unternehmen konnte. Aber in Palma hatten noch großes Glück im Unglück. Wir waren ausgerechnet an dem Tag vor Ort, an dem im Norden der Insel Menschen wegen des Starkregens zu Tode gekommen sind. Davon haben wir allerdings zunächst gar nichts mitbekommen, sondern wurden von besorgten Freunden aus der Heimat informiert… So etwas ist natürlich furchtbar. Umso dankbarer muss man sein, wenn man eine Reise gesund und wohlbehalten erleben darf…

Einlaufen in Barcelona

Die Tapas am Abend habe ich mir aber trotzdem nicht entgehen lassen, und das Essen an Bord ist ausgefallen. Am nächsten Tag stand Barcelona auf dem Plan, danach sind wir nach Korsika gefahren. Über unseren Stopp in Ajaccio und den ersten gemeinsamen Ausflug berichte Euch ich im nächsten Post.

Blick vom Schiff nach Barcelona

Viele Grüße aus der Pfalz,

Euer Christian

9 thoughts on “MSC Fantasia – das Leben an Bord”

  1. Puh da habt Ihr aber echt Glück gehabt, nachdem ich niemanden kenne der nach Malle fährt, habe ich sofort an Euch gedacht ob es Euch wohl gut geht.

    Die Reise hört sich selbst für mich als nicht Kreuzfahrer super schön an, Frühstück auf die Kabine klingt gut. Freue mich schon auf weitere Berichte.

    Ich kenne laute Mitfahrer in Form von Amerikanern, die auf der Rückkehr von Landausflügen besoffen den ganzen Hafen zusammenbrüllen. Das war in St. Maarten. Auf welchem der 6 Kreuzliner, die da grade lagen, die waren weiß ich nicht mehr. Was war ich damals froh in göttlicher Ruhe in der sogenan. Hamstertasche auf unserer vergleichsweise kleinen Nußschale namens Alex zu sitzen.

  2. Hallo Christian!
    Je mehr du und Irmela von eurern Reisen erzählt, desto größer wird das Fieber und möchte endlich wieder mit an Bord. Die Fantasia scheint ein ähnliches Programm in Sachen Restaurant und Organisation zu haben wie die Aida-Schiffe und können anscheinend gut mit vielen Gästen an Bord umgehen. Also muss man sich nicht scheuen mal ein großes Schiff auszuprobieren. Wie ich schon mal geschrieben hatte, sind alle deine Destination mir unbekannt, selbst Malle nicht und ich kann mir sehr gut vorstellen, sie ebenfalls mal zu bereisen. Mit Schiff scheint mir hier nahezu ideal!
    Ich muss ebenfalls sagen, das ich etwas unruhig wurde, als die Nachricht mit dem Unwetter kamen und gehofft, das Irmelas noch dein Schiff hoffentlich nicht betroffen sind!!
    Der morgendliche Blick vom Balkon! Einfach toll! Den habe ich dieses Jahr auf meiner Reise immer sehr genossen und es lohnt der tiefere Griff ins Portemonnaie!
    Ein bisschen neidisch war ich schon, wie gerne hätte ich die Gruppe mit begleitet! Hoffentlich klappt das mal ! Ich glaube ihr habt zusammen eine tolle Zeit gehabt! !! Wie ich auch aus den Kommentaren aus FB lesen kann, wars ein voller Erfolg und bestimmt gibt es viele Wiederholungstäter 😉😊
    Euch allen ein schönes Wochenende! Mit ganz viel Sonne 🌞 und lieben Grüßen!
    Tschüss, Kerstin 🙋🏻

  3. Hallo Christian!
    Wir waren bisher nur auf den Schiffen der MSC. Am Anfang als diese noch kleiner waren war es sehr schön aber je größer die Schiffe wurden um so schlimmer war es. Uns hat immer diese unheimliche Lautstärke genervt. Überall nur Gekreische.
    Das schlimmste ist, wenn die Italiener mit Kindern an Bord waren. Die durften alles, die Eltern haben sich nicht gekümmert, die Kellner mußten immer die Kinder mahnen, die Eltern hatten ja Urlaub! Also wir haben uns so geärgert das wir sagen nie wieder MSC. Im Januar gehen wir um erstenmal auf die Hurtigruten. Bin mal gespannt wie es dort wird.
    Trotzdem wünsche ich euch weiterhin einen schönen Urlaub.
    Liebe Grüße aus Frankreich sendet
    Ruth Peters

  4. Ja ,je größer die Schiffe werden um so mehr Menschen sind dort Gäste und jeder redet. Der Lärmpegel steigt,m.E. kein entspannter Urlaub

  5. Hallo

    Kamen bei euch alle in Gala, oder kamen auch einige in jeans und t’shirt, bei uns war das so.

    Ich wünsch noch eine tolle Reise

    Es grüsst

    Edith Widmer

    1. Hallo Edith,

      leider ist diese „unangepasste“ Kleidung auch auf den Phoenix-Schiffen immer öfter festzustellen. Wer solche formellen Gala-Abende nicht mag, sollte sich evtl. für ein anderes Konzept z. B. auf AIDA entscheiden. Leider tragen überwiegend (betont: nicht nur!) die älteren Passagiere ihre „Lieblingsklamotte vom heimischen Sofa.“ Aber heutzutage heißt es ja nur noch überall: „Jeder macht was er will“ – am Geld dürfte es doch nicht liegen, wer eine Kreuzfahrt bezahlen kann, der wird sich auch ein „Sale“-Kleidungsstück in neutraler Farbe leisten können. Auch der Konfirmationsanzug bei den Herren dürfte im höheren Alter gerne mal in Rente gehen 😉

      Viele Grüße
      Helga E.-D.

  6. Hallo Christian,
    ich musste auch gleich an Euch denken bei diesen schlimmen Nachrichten. Palma und Cannes und Umgebung kenne ich per Auto und per Schiff – beides schöne Destinationen, wo man nicht unbedingt einen Ausflug buchen muss, aber es sich trotzdem lohnt.
    Schmunzeln musste ich bei Deiner Erwähnung des „kompakten Programms“ – so ist es als Passagier 😉 Mit der Zeit und etwas Übung lernt man den Umgang damit nach dem Motto „alles kann, nichts muss.“ Die „italienische Lebensfreude“ mag ich in Italien sehr, aber auf einem Schiff eher weniger, aber lieber als schlecht gelaunte, nörgelnde (auch deutsche!) Passagiere.
    Meine Bedenken gehen in Richtung Borddurchsagen – in wieviel Sprachen muss man sich das den ganzen Tag über anhören? Ich bin froh, dass man das auf AIDA sehr beschränkt und auch auf den Phoenix-Schiffen mittlerweile sehr minimiert hat. Wichtige und interessante Durchsagen jederzeit gerne, einmal englisch und einmal deutsch, das ist m. M. nach genug. Wer nicht (das Tagesprogramm) lesen kann, den bestraft halt das Leben;-)
    Wie sieht es mit dem Kontakt zur Crew aus – bei AIDA schwer möglich, bei Phoenix für mich ein Highlight. Von manchen Reedereien ist dies auch gar nicht erst erwünscht, leider.
    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und auf das Anlegen im nächsten Hafen…

    Viele Grüße
    Helga E.-D.

  7. Moin Helga,

    >> Meine Bedenken gehen in Richtung Borddurchsagen – in wieviel Sprachen muss man sich das den ganzen Tag
    >> über anhören?
    also bei meinen beiden Reisen mit der Armonia und der Musica waren es einmal fünf und einmal sechs Sprachen (italienisch, englisch, französisch, deutsch, spanisch und einmal noch portugisisch).
    Da Schlimme daran fand, das die Durchsagen jeweils ohne Punkt und Komma runtergrasselt wurden und man höllisch aufpassen musste, wann zu einer Sprache gewechselrt wurde, die man verstand. Habe ich spätestens auf der zweiten Reise als extrem nervig empfunden und dies ist auf Dauer ein MSC- (und wohl auch Costa-) KO-Kriterium, da es für den Urlaub an Bord sehr unentspannt macht!!

    VG Klaus

    1. Danke Klaus, deswegen (so habe ich es vermutet) hat es mich bisher davon abgehalten, so manches günstige Angebot dieser Reedereien wahrzunehmen. Ich brauche nicht unbedingt nur deutschsprachige Mitreisende, aber das ist eben ein selbstverständlicher Nebeneffekt je internationaler die Passagiere sind.

      Viele Grüße
      Helga E.-D.

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