MSC Meraviglia – Resümee

Nach meiner Reise auf der MSC Meraviglia im März durch das Mittelmeer möchte ich Euch heute ein paar wertvolle Tipps zur Planung Eurer nächsten Reise geben…

Die MSC Meraviglia

Ein Thema das für viele sicherlich wirklich wichtig ist und bei dem die Meinungen weit auseinander liegen, ist die Größe des Schiffes. Mit der MSC Meraviglia habe ich ein großes Schiff gewählt, um mir einmal selbst anzuschauen, wie es auf einem Kreuzfahrer mit circa 6.000 Passagieren ist. Diese Schiffsgröße hat sehr viele Vorteile, aber eben auch Nachteile. Die Vorteile dieser Schiffsgröße sind für mich auf jeden Fall die Animation, die Auswahl an Restaurants und Bars sowie die Theatervorführungen. Auf einem Schiff dieser Größe kann einem eigentlich nicht langweilig werden. Insgesamt muss man sagen, dass sich die Passagiere an Bord immer gut verlaufen und man fast nie das Gefühl hat, mit 6.000 Passagieren an Bord zu sein. Manchmal fällt es aber eben doch auf: Sobald eine Theatervorführung endet oder im Restaurant die neue Tischzeit beginnt, spürt man in den öffentlichen Bereichen, dass viele Menschen an Bord sind.

Ein Theater so groß wie an Land

Ein weiterer Nachteil an Bord vieler großer Schiffe: man kann sich das Auslaufen von den Außendecks meist nur noch von hoch oben (von Deck 15 oder 16) ansehen. Es gibt auch große Schiffe, die auf den unteren Decks ein Promenandendeck mit freier Sicht haben, aber die meisten haben die offenen Decks weiter oben. Jeder sollte sich vor Buchung einer Kreuzfahrt intensiv mit der Größe und den Bordeineinrichtungen beschäftigen und sich beraten lassen.

Die Sporthalle

Für mich persönlich war es eine sehr gute Entscheidung eine Mittelmeerreise im Frühjahr anzutreten, denn dies bietet viele Vorteile. Ein großer Pluspunkt ist natürlich der Preis, denn in der Nebensaison ist es viel günstiger. Zudem sind die Destinationen nicht ganz so voll wie im Sommer. Ein Nachteil ist aber das Wetter. Zugegeben, ich hatte Glück, aber im Frühjahr muss man eben im Mittelmeerraum auch mit schlechtem Wetter und niedrigen Temperaturen rechnen.

Auch auf großen Schiffen kann man gut essen

Trotzdem würde ich eine Reise im Frühjahr oder Herbst einer Reise im Sommer vorziehen. Das liegt aber auch daran, dass ich bei Kreuzfahrten möglichst viel sehen will und deshalb an Land viel unterwegs bin. Da stören mich Temperaturen unter 20 Grad nicht. Strandurlauber oder Sonnendecknutzer sollten aber dann doch im Sommer fahren.

Im Hafen von Genua

Meine nächste Kreuzfahrt findet auf einem komplett anderen Schiff statt… Doch bevor es losgeht werde ich diese Woche noch ein Flusskreuzfahrtschiff besichtigen und Euch darüber berichten.

Ein herzliches AHOI aus der Pfalz,

Euer Christian

14 thoughts on “MSC Meraviglia – Resümee”

  1. Hallo Christian, ich bin genau deiner Meinung, lieber Nebensaison, würde auch lieber Land und Leute erkunden und es gibt kein schlechtes Wetter, nur die richtige Kleidung mitnehmen. Wenn ich Sonne und Strand haben möchte, gehe ich an die Ostsee oder Nordsee. Und ein riesiges Theater und viele Restaurants wäre für mich auch unwichtig, Hauptsache mal das Meer riechen und neue Länder sehen. Die neuen Flussschschiffe werden auch immer länger, kommen die noch um die Kurve z. B auf der Mosel, sie hat ja einige😂

  2. Herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht. Ich bevorzuge kleinere Schiffe, aber auch ein grosses Schiff hat scheinbar Vorteile zu bieten. Guten Start in den Alltag

  3. Hallo Christian,

    wir haben wissend um die Problemfelder so großer Schiffe recht günstig eine Reise auf der Meraviglia gebucht und wollen uns davon auch selbst einmal ein Bild machen. Die Bewertungen der Meraviglia auf holidaycheck sind außerordentlich gemischt – immer wieder in der Kritik das (Frühstücks)Buffet Restaurant (auf Youtube sieht man Menschen im Stehen essen). Wie hast Du das Frühstücksbuffet erlebt, gab es Platznot? Wie war es an Seetagen wo alle auf dem Schiff ‚gefangen‘ sind? Kommt man samt Frühstücksbuffet rechtzeitg mit allen anderen morgens an Land, wenn alle vom Schiff strömen?

    1. Hallo Stefan, ich war im Herbst auf dem Schiff. Das Frühstück ist kein Problem, man hat immer einen Platz gefunden. Die Seetage waren sogar sehr angenehm. Die Leuze verteilen sich. Durch die grosse Mall, konnte man dort auch viel erkunden. Wir fanden auch immer einen Platz an Deck.

  4. Vielen Dank für deinen interessanten Bericht. Nun, für Leute wie mich, die nur während Schulferien reisen können – da schränkt mich halt nun mein Beruf schon stark ein – muss ich mich in erster Linie daran orientieren, wann denn zu dieser Zeit überhaupt ein Schiff für mich fährt. Grosse Schiffe mit 6000 Leuten sind definitiv nichts für mich. Dabei geht es nicht um die Anzahl der Menschen, das merkt man nämlich tatsächlich nicht so sehr – ausser zu den Zeiten, die du schon beschrieben hast. Mir fehlt dann aber eben all das Nautische, zu dem ich nicht mehr komme. Anlegemanöver nicht mehr sichtbar, Auslaufen nur hinter Glas, etc. Nein, soweit darf es für mich nicht kommen. Aber ja, wer Animation und Theater mag, der ist gut beraten.

  5. Hallo Christian, danke für Deine ausführlichen Berichte über Deine Reise „im schwimmenden Hochhaus“ ;-)).
    Es ist interessant, aber nicht das Kreuzfahrreisen, wie wir es machen möchten. Da liegt uns doch mehr ein Schiff mit höchstens 1200 Passagieren oder kleiner. Wer natürlich mehr an Animation, Sport o.ä. Spaß hat, soll gerne eine Reise auf den großen Pötten buchen. Jetzt sind wir gespannt, welches Flußkreuzfahrtschiff Du diese Woche besuchen wirst. Wir haben uns am 31.3. die Alena in Köln angeschaut und es ist ein sehr schönes, hell eingerichtetes Schiff, auf dem wir ab dem 16.4. die Reise Holland und Belgien machen werden. Für September haben wir eine Besichtigung der Amera gebucht, da wir evtl. 2021 mit ihr eine Nordlandreise machen möchten. Herzliche Grüße aus dem Bergischen von Christiane und noch eine schöne Woche.

  6. Hallo Christian !
    Wieder bei deiner Reise mitfahren zu können, hat sehr viel Spaß gemacht. Schöne Fotos und dadurch ist immer auch ein bisschen Kreuzfahrt-Flair zu Hause! Ich schließe bei den Schiffen erstmal keines aus und sage mir immer, erstmal ausprobieren und dann „meckern“. Aber ich habe ja auch noch nicht wirklich viele Schiffe kennengelernt und kann glaube ich, noch gar kein echtes Resümee für mich persönlich ziehen. Die Perla wird dieses Jahr ja auch größer, als die bisherigen. Doch ich war immer überrascht, das vieles reibungslos funktioniert. Meine Erwartungshaltung ist vielleicht auch nicht ganz so hoch und ich bin einfach schon glücklich, überhaupt Urlaub auf dem Schiff machen zu können.
    Wettertechnisch ist mir trocken und kühl ehrlich gesagt auch lieber und dafür viel Sehen vor Ort. Was ich nicht haben muss, das es wie aus Kübeln schüttet. Aber bisher hat meine positive Einstellung zu diesen Dingen, immer das Beste daraus zu machen, mir immer gute Dienste erwiesen. Die 25 , 26 Grad letztes Jahr in Norwegen, waren zwar einerseits schön, aber für so einen Ganztagesausflug, wo es morgens noch sehr kühl war, auch hinterher sehr anstrengend, da man kleidungstechnisch doch etwas zu warm angezogen war .
    So- und nun, wie bei vielen von uns- nach der Kreuzfahrt ist bekanntlich vor der Kreuzfahrt. Viel Spaß bei der Schiffsbesichtigung !
    Ganz liebe Grüße!
    Tschüß, Kerstin

  7. Hallo Christian,

    wirklich interessante Einblicke, die du uns da von Bord mitbringst 😉 Meine Zeit im Mittelmeer wäre auch der Frühling oder der Herbst. Im Sommer wäre es mir zu warm & zu voll.
    Ich werde mir dieses Jahr die Meraviglia zumindest von außen mal angucken. Ich habe neulich eine Doku über das Schiff gesehen, die sehr interessant war. Im TV und auf deinen Fotos sieht sie wahrlich riesig aus. Mal gucken, wie es sich so in Natura verhält 😉

    @ Kerstin: Ich hoffe, du berichtest uns wieder von deiner Tour *heftig wink mit dem Zaunpfahl* 🙂

    VG Michaela

  8. Hallo Christian,
    Vielen Dank für den tollen Report.
    Wie können als Fans der größeren Pötte vieles bestätigen.
    Bei unseren Fahrten hat die Ein- und Ausschiffung meistens sogar besser funktioniert als bei den Kleineren.
    Uns würde noch interessieren wie Du denn die Internationalität der Passagiere empfunden hast ?
    Beste Grüße aus dem Ruhrpott
    Dieter und Bärbel

  9. Lieber Christian,

    vielen Dank für Deine offene Einschätzung! Diese Größenordnung an Schiff habe ich noch nicht ausprobiert, habe aber auch die Erfahrung auf der „prima“ gemacht, dass diese neuen großen Schiffe i. d. R. so konzipiert sind, dass man es nicht merken muss, dass derart viele Passagiere an Bord sind. Dass aber diese vielen Menschen bei Landgängen auf einmal „ausgespuckt“ werden, muss ein Hafen/Umgebung erst einmal verkraften. Da wir nicht (mehr) an Ferien gebunden sind, bevorzugen auch wir eher Vor- und Nachsaison und nehmen dafür lieber ein paar kühlere Temperaturen in Kauf.
    Wie Dieter Wanta weiter oben fragt, würde mich auch interessieren, wie das Zusammenleben wahrscheinlich verschiedener Nationalitäten so funktioniert – das ist das, was mich bisher von manchen Reedereien abhält. Nicht weil ich das „typisch deutsch“ so unbedingt bevorzuge, sondern weil ich es eher einschätzen und mich bei Bedarf auch besser dagegen „wehren“ kann 😉
    Viele Grüße (voller Vorfreude auf meine „große Liebe“ im Mai)
    Helga E.-D.

  10. Moin Helga,

    >> Wie Dieter Wanta weiter oben fragt, würde mich auch interessieren, wie das Zusammenleben wahrscheinlich
    >> verschiedener Nationalitäten so funktioniert
    Ich gehe mal davon aus, dass ihr hier die Passagiere meint!

    Also mich hat bei zwei Fahrten mit MSC ziemlich gestört, dass sämtliche Durchsagen in 5 bzw. 6 Sprachen gemacht wurden (italienisch, französisch, englisch, deutsch, spanisch plus einmal auch noch portugisisch) !!
    Dies passiert zudem (gefühlt) ohne Punkt und Komma und ich musste jedesmal höllisch aufpassen, es in den beiden Sprachen mitzubekommen, die ich verstehe!
    Beim ersten Mal auf der Armonia (mit 5 Sprachen) fand ich vlt. noch exotisch, aber bei zweiten Mal auf der Musica hat es dann doch schon reichlich genervt!

    Sicher hat jeder das recht, in ’seiner‘ Sprache angesprochen zu werden … aber das ist einer der Gründe, warum ich MSC mittlerweile meide!
    Ich hätte keine Probleme mit einem rein englisch-sprachigen Schiff!
    Das muss aber natürlich jeder für sich selbst entscheiden 🙂

    VG Klaus

  11. Hallo Klaus,

    ja, ich hatte die internationalen Passagiere gemeint, nicht die Crew (immer wieder erstaunlich, wie viele Nationen dort vertreten sind). Die Dinge, die Du ansprichst, sind genau meine Bedenken – mich würde das unendlich nerven! Dazu dann noch Unterhaltungen mit Mitreisenden in verschiedenen Sprachen, z. B. gemeinsam an einem Tisch beim Essen oder an der Bar. Obwohl meine englischen Sprachkenntnisse ganz passabel sind und ich auch noch in französisch einigermaßen gut zurechtkomme, aber ein „Zusammenleben“ an Bord wäre für mich diesbzgl. doch eher anstrengend, für meinen Mann unmöglich und es würden nach meiner Erfahrung viele schöne und intensive Gespräche, die ich oft an Bord habe und die ich so nur in meiner Muttersprache führen könnte, nicht stattfinden. An Land ist dies selbstverständlich kein Problem, im Gegenteil – hier nutze ich jede Gelegenheit, um mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen! Da stimme ich Dir zu, wenn, dann ein rein englischsprachiges Schiff, nach wenigen Tagen ist man voll in der Sprache drin und es läuft…
    Aber das muss, wie Du so treffend schreibst, jeder für sich selbst entscheiden – vielleicht ist es eine Mentalitäts- und auch Generationenfrage, mag sein, dass wir „Sixtees“ da doch anders ticken, als die Jungen 😉

    Viele Grüße (und wieder eine Woche weniger bis zur Cruise!)

    Helga E.-D.

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