Nieuw Statendem – keine Formel 1 in Marseille

Heute hat unser Sohn Geburtstag, und dieser Tag wird so ganz anders geplant…

Kleiner Exkurs: Als wir diese Reise aussuchten, stand für heute der Hafen Monaco im Programm. Der Wahnsinn, denn es ist das Formel 1 Rennwochenende im Fürstenstaat. Ein Mega-Event und für unseren Sohn, der glühender Formel 1 Fan ist, das perfekte Geburtstagsprogramm. Da haben wir nicht lange gefackelt und die Reise gebucht. Das war doch wie für uns – und vor allem wie für ihn – gemacht. Die Vorfreude war grenzenlos. Es war geplant, dass wir tendern, ist ja klar, denn zum Rennwochenende wird es voll an der Pier. Gut zwei Monate vor unserer Abreise kam dann die große Ernüchterung: HAL tauschte kurzerhand Monaco gegen Marseille; angeblich wegen Engpässen im Hafen. Vermutlich war ihnen jetzt erst aufgefallen, was im Fürstentum los sein würde. Ihr könnte Euch vorstellen, wie das bei uns eingeschlagen hat. Große Enttäuschung, Trauer und auch Wut. Wir waren bestimmt nicht die einzigen, die sich von diesem Event zur Buchung haben hinreißen lassen. Besonders leid tat uns aber unser Sohn, der sich schon so sehr gefreut hatte…

Diesen Ausblick hätte wir uns heute gewünscht: Unser Schiff vor der Küste Monacos

Nun steht heute also das von uns allen nicht gerade herbeigesehnte Marseille auf dem Programm. Bereits in der Nacht haben Wind und Seegang mächtig zugenommen. Als wir um 7:00 Uhr wach werden, vernehmen wir das vertraute quietschen der Einbauten. Draußen strahlt die Sonne, aber das Meer ist voller White Caps. Mit einem Ständchen wecken wir das Geburtstagskind.

Der Tag beginnt stürmisch

Aufgrund des heftigen Sturms müssen wir leider drinnen frühstücken. Aber der Sonnenschein und der Anblick der rauen Küste entschädigen dafür. Nach dem Frühstück ist Zeit für eine kleine Bescherung mit Blick auf das einlaufen in Marseille. Eigentlich sollten wir erst um 11:00 Uhr ankommen. Stattdessen legen wir bereits um 9:45 Uhr an. Captain Noel hat sich extra beeilt und einen früheren Lotsen bestellt, weil der Wind noch weiter zunehmen soll. Dann wäre das Anliegen eventuell zu gefährlich geworden.

Der alte Hafen und die Notre Dame

Um 10:00 Uhr nehmen wir ein Taxi bis zum alten Hafen. Der ist heute für den Autoverkehr gesperrt. Überhaupt ist Marseille voll von Touristen, die sich sowohl hier das Rugby Finale als auch das Champions League Finale in Paris beim Public Viewing anschauen wollen. Wir drehen eine große Runde um den alten Hafen Richtung Küstenstraße. Immer wieder eindrucksvoll, aber eben leider ohne heulende Boliden, Casino und Formel 1 Helden.

Da es Samstag ist, ist der Stadtstrand zum Bersten gefüllt. Leider haben wir nicht an Badesachen gedacht. Das wäre heute ein schönes Highlight gewesen. Mittags nehmen wir ein Taxi zurück zum Schiff. Es ist immer wieder erstaunlich, dass man sich in Frankreich kaum auf Englisch verständigen kann. Alle Taxifahrer etc. beharren auf französische Konversation. Wohl dem, der in der Schule aufgepasst hat ;-). Zurück auf dem Schiff stellen wir fest, dass offensichtlich viele Passagiere an Bord geblieben sind. Die hatten sich wahrscheinlich auch auf Monaco gefreut ;-). Das macht aber nichts, denn es ist ja ohnehin nicht voll. Jetzt ist Zeit für noch mehr Geschenke, Schwimmen, Sonnen und weitere Annehmlichkeiten.

Normalerweise findet unser Sohn auf Schiffen immer schnell Anschluss an andere Jugendliche, es sei denn, es gibt keine (so wie im letzten Herbst). Da nur Hamburg im Mai eine Woche Schulferien hat, beschränkt sich die Gruppe an Teenagern auf eine Hand voll Amerikaner, die er im Club HAL hätte treffen können. Aber da er ja seine Omi dabei hat, ist immer für Ansprache und Abwechslung gesorgt. Also hat er sich auf dieser Reise für Familienprogramm und gegen den Teen-Club entschieden, den HAL aber grundsätzlich anbietet.

Unser Blick vom Abendessen

Zur Feier des Tages haben wir heute einen Tisch im asiatischen Spezialitätenrestaurant Tamarind gebucht. In unserer Buchung war ein Gutschein für ein Zuzahlrestaurant enthalten, den wir heute an aus gegebenem Anlass einlösen. Der Blick direkt am Heck ist großartig und das Essen noch besser. Als Überraschung für unseren Großen gibt es im Anschluss an das köstliche Dessert noch einen eindrucksvollen Geburtstagskuchen – den wir nicht bestellt haben ;-). Das freut uns alle sehr, auch wenn wir natürlich schon pappsatt sind. Die Aufmerksamkeit der Reederei ist ein kleines Trostpflaster für das entgangene Formel 1-Spektakel.

Ein kleiner Trost für den großen Fan

Auf dem Balkon heiß es heute leider schon Resümieren und Abschied nehmen. Morgen gehen wir in Barcelona von Bord. Eigentlich wollen wir keine Sieben-Tages-Fahrten mehr machen. Sie sind einfach zu kurz. Aber diese Ferien hatten wir leider nicht mehr Zeit. Ich werde noch einen finalen Abschlusspost zur Reise und zum Schiff schreiben, aber so viel sei schon mal verraten: Das Experiment „Drei-Generationen-Reise“ war ein voller Erfolg. Aber wie hat sich das Schiff dabei geschlagen?

I’ll keep you posted!

Herzlichst,

Eure Irmela

P.S. Diese Kreuzfahrt haben wir Ende Mai gemacht und berichten jetzt im Rückblick.

1 thought on “Nieuw Statendem – keine Formel 1 in Marseille”

  1. Moin Irmela!
    Ach Mensch, nun fast schon wieder vorbei! Vielen Dank für die tollen Berichte!
    Liebe Grüße!!! 😊🙋🏻

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