Pacific Eden und P&O Australia – Experiment geglückt?

Von den memorablen Zielen unserer Reise habe ich ja bereits ausführlich geschwärmt. Aber was gibt es eigentlich zum Schiff noch zu sagen…?

Wieder in heimischen Gefilden gelandet und noch voll in der PCD (Post Cruise Depression) fällt es nicht schwer, ein paar Eindrücke unseres schwimmenden Zuhauses zusammenzufassen. Wir sind ja keine Schiffstester, sondern einfach nur kreuzfahrt-begeisterte Reisende. Daher sind dies ganz subjektive Beobachtungen zu einem Schiff, das heute noch als Pacific Eden für P&O Australia fährt, aber schon im nächsten Mai als Vasco da Gama für Transocean unterwegs sein wird. Die Pacific Eden ist – für unseren Geschmack – ein sehr schönes, klassisches Schiff mit ansprechenden Außenflächen. Die Handschrift der älteren Holland America Schiffe (sie ist ja die ehemalige Statendam) ist noch deutlich zu erkennen.
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Klassisch und nicht zu groß (ca. 1.400 Pax) präsentiert sich die Pacific Eden. Deutsche Kreuzfahrer werden sie lieben

Unsere Lieblingsplätze waren der offene Heck-Bereich, aktuell genannt „The Oasis“ (leider ist der untere Teil nur für Erwachsene zugänglich), das umlaufende Promenadendeck und unser schöner Balkon.
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Das Heck ist ein schöner Platz zum Entspannen, Träumen aber auch zum Arbeiten (es gibt ja durchaus schlimmere Arbeitsplätze ;-))

Einige Außenflächen sind momentan von Aktivitäten wie Ziplining (The Edge) und einem Klettergarten belegt. Man kann sogar auf einer Planke über die Reling hinaus „wandern“ (Walk the Plank). Wenn das Schiff ab 2019 für Transocean fährt, könnte das anders aussehen.
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Noch kann man mit einer Zipline über den Lidopool „fliegen“…

… oder über die Planke laufen

Wer modernes, aber trotzdem gemütliches Ambiente schätzt, wird das Schiff lieben. Bars, Restaurants und Lounges sind frisch renoviert, sehr charmant gestaltet und angenehm beleuchtet. Die Möbel auf den Außendecks sind ebenfalls sehr bequem und ansprechend. Das haben wir auf internationalen Schiffen dieser Klasse noch nicht oft vorgefunden. Die Kabinen sind allerdings (vermutlich) noch wie zu HAL-Zeiten (es gibt nur neuen Teppich und (wenn vorhanden) neue Balkonmöbel). Aber das kann sich ja noch ändern.

Die Mix-Bar ist gemütlich und einladend

Auch wenn wir immer draußen gefrühstückt haben, fanden wir das Buffetrestaurant „The Pantry“ ansprechend gestaltet

P&O hatte für unsere Reisen drei unterschiedliche Themenabende angesetzt: Gatsby (20er Jahre), Bianco (weiße Garderobe) und School (Schuluniform?). Das scheint wohl sehr landes- bzw. reedereitypisch zu sein, denn viele Passagiere kamen gut vorbereitet. Man muss das aber nicht mitmachen und kann das bunte Treiben auch ganz entspannt und ein wenig amüsiert beobachten… ;-). Insgesamt war die Atmosphäre sehr locker, aber immer angenehm, und irgendwie europäisch. Auch als (vermutlich) einzige Deutsche an Bord haben wir uns sehr wohl gefühlt.
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Immer ein wichtiger Anlaufpunkt für uns: das umlaufende Promenadendeck

Und wo wir gerade bei den Spezialitäten von P&O Australia sind: Wir haben hier zum ersten Mal in unserer „Kreuzfahrtkarriere“ Musik im Tenderboot gehört. Habt Ihr das schon mal erlebt? Das war wirklich erfrischend. Eine weitere Premiere waren die Zitate, die uns unsere Stewards manchmal auf kleinen Kärtchen in der Kabine „gepostet“ haben. Auf einmal klebte da ein kleiner Zettel am Spiegel… eine schöne Idee. Kennt Ihr das von anderen Reedereien auch? Etwas verwunderlich fanden wir die Tatsache, dass die Koffer am Vorabend der Ausschiffung (böses Wort 😉 schon bis 20.00 Uhr vor die Kabinentür stehen mussten. Das ist schon ziemlich früh, oder?
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Eine schöne und geistreiche Alternative zum Handtuch-Tierchen: Die Nachricht vom Steward ;-): „Reisen ist das einzige, was man kauft, das einen reicher macht“. Wie wahr!

Summa Summarum ist das „Experiment P&O Australia“ aus unserer Sicht ein voller Erfolg. Auch die Entscheidung, im europäischen Sommer nach Down Under zu fahren, haben wir keine Sekunde bereut. Bleibt nur ein Problem, das einige von Euch bereits in den Kommentaren angesprochen haben: WIE WOLLEN WIR DAS NOCH TOPPEN? 😉
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Bye bye, Pacific Eden…

Aber getreu unserem Motto „Many Happy Returns“ freuen wir uns auf eine eventuelle Rückkehr, neue spannende Ziele oder auch lieb gewordene alte Bekannte. Es wird Zeit, die nächste Reise zu planen… ;-).
In diesem Sinne Euch allen ein schönes Wochenende und ein

herzliches Herzlich aus Hamburg,

Eure Irmela

 

6 thoughts on “Pacific Eden und P&O Australia – Experiment geglückt?”

  1. Hallo Irmela!
    Ich freue mich über die positive Bewertung des Schiffes und vor allem , das ihr als Familie einen so schön Urlaub hattet. Auch wenn leider ein Highlight wetterbedingt nicht mitgenommen werden konnte. Tja und das ganze toppen? Sicherlich hilft Christian gerne dabei, eine neue genau so spannende Reise zu finden! Ich wünsche euch allen hier ein schönes Wochenende, seid lieb gegrüßt, Tschüss Kerstin 🙋🏻

    P.s die Fotos vom Schiff gefallen mir sehr gut!

  2. Hallo Irmela,
    vielen Dank für Dein Mitnehmen auf dieser ganz außergewöhnlichen Reise, die sicherlich nur wenige von uns Kreuzfahrern jemals machen werden können – auf diese Weise haben wir wenigstens mal einen Blick in diese ferne und fremde Welt machen können!
    Wenn man am Ende einer Reise sagen kann, das hat gepasst, sie war schön, wir haben uns wohl gefühlt und unendlich viel Schönes gesehen – dann hat Euer Kabinensteward absolut Recht und man bringt mehr als nur einen Koffer voll Schmutzwäsche mit nach Hause 😉

    Ich habe für mich Folgendes beschlossen: „Manche brauchen eine Therapie, ich brauche nur eine Kreuzfahrt!!!“ 😉

    Kommt wieder gut zu Hause an und bewahrt Eure kostbaren Erlebnisse und Eindrücke gut auf – es soll ja bekanntlich auch Tage geben, z. B. bei grauem Nieselregen, übelgelaunte Mitmenschen, die berühmte Fliege an der Wand usw., wo man nur diese Bilder bei einem Glas Wein (oder zwei 😉 anschauen muss und die Welt ist fast wieder in Ordnung…
    Und wenn das noch nicht hilft, dann muss eben bei Christian die nächste Reise gebucht werden 😉

    Ein schönes, endlich abgekühltes Wochenende an alle
    Helga E.-D.

  3. Gibt es auch so etwas wie eine MCP (Middle Cruise Depression)? Ich fühle mich im Moment so, als hätte ich sie: Die letzte Reise drei Monate her, bis zur nächsten dauert es noch drei Monate…Zurzeit helfen nur die Vorbereitungen bzgl. der Landgänge und das Lesen von Kerstins Gastblogger-Beiträge – vielen Dank dafür! Liebe Kerstin, man fühlt sich, als ob man mit an Bord gewesen wäre, insbes. wenn man die AIDA-Schiffe bzw. deren Konzept kennt. Und der neue Beitrag über Alesund ist für mich sehr interessant und hilfreich, da wir im Mai 19 dort sind und ich den Hafen noch nicht kenne. Schöne Fotos und gut geschrieben – Daumen hoch!

    Viele Grüße
    Helga E.-D.

  4. Hallo Helga,
    ich hoffe, Du erlaubst mir Dein Zitat „Manche brauchen eine Therapie, ich brauche nur eine Kreuzfahrt!!!“ in einem meiner nächsten Blogbeiträge zu benutzen ;-). Grandios! Auch MCD kommt mir sehr bekannt vor. Aber zur Überbrückung genau dieser Zustände ist unsere Selbsthilfegruppe ja da… 😉

    Zudem schließe ich mich Deinen Worten zu Kerstins Blog an. Ich war noch nie auf einem AIDA Schiff (wird mal Zeit ;-), aber durch Kerstins Schilderungen fühle ich mich, als wäre ich nie etwas anderes gefahren. Wirklich klasse!

    Liebe Grüße,
    Irmela

    1. Liebe Helga ! Liebe Irmela !

      Vielen lieben Dank für euer Lob! Darüber freue ich mich wirklich sehr! Für mich selbst ist das auch eine schöne Erinnerung und hilft o. a. auch für o.g. „Krankheiten“, ist man durch das Schreiben sofort wieder an Bord!
      Irmela: vielleicht ist ja ausschlaggebend das Carnival der oberste Konzern ist und dir daher vieles auf Aida vertraut vorkommt. Vielleicht besitzen sie, wie viele Unternehmen/Konzerne, als gut empfundene Grundkonzepte und setzen sie bei ihren Schiffen als Hauslinie mit ein. Bei einer Sache gab es tatsächlich den Hinweis, das Carnival dieses für Aida vorgibt!
      Ganz liebe Grüße und noch einen schönen Abend!
      tschüß, Kerstin

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