Pacific Explorer ­– ein letzter Tag auf See

Sollten die 10 Tage Kreuzfahrt wirklich schon wieder vorbei sein? Unser letzter Tag auf See ließ daran leider keinen Zweifel…

Falls Ihr meine Berichte schon länger verfolgt, habt Ihr vielleicht auch schon ein sonderbares Muster bemerkt: Unser letzter Kreuzfahrt-Tag ist oft durch Rausschmeißer-Wetter gekennzeichnet. Es ist, als wollten höhere Mächte mir die drohende Ausschiffung erleichtern. Den Mächten sei an dieser Stelle offiziell versichert: Ich kann gut und gerne darauf verzichten!

Schon das Abendrot signalisiert: Da braut sich was zusammen

Schon bei Sonnenuntergang des Vortages zeichnete sich das herannahende Tief am Himmel ab. Kaum hatten wir den Anker gelichtet, wurde es auch schon wackelig. Spätestens zum Frühsport am nächsten Morgen war es dann schon eine kleine Herausforderung, sich halbwegs elegant auf dem Laufband im Gym zu halten. In regelmäßigen Abständen peitschten Regenschauer über das Schiff und die Wellenhöhe pendelte sich zum Nachmittag bei 3,5 m ein. Das hört sich nicht so viel an, aber bei dem Versuch, die Pacific Explorer auf dem Promendendeck zu umrunden, erlebten wir hautnah, was man unter einer „Schiffsschaukel“ zu verstehen hat. Kennt ihr diesen Moment, in dem sich der Horizont so dramatisch gegen die Reling des Schiffes verschiebt, dass man fürchtet, eine Riesenwelle werde gleich über das Deck schlagen?

Da kommt schon der nächste Schauer herangerauscht

Aber als erfahrener Kreuzfahrer weiß man natürlich auch solche Tage sinnvoll zu nutzen. Was macht Ihr bei dieser Gelegenheit? Ich habe u.a. endlich mal live beobachtet, was es mit der berühmten Eggdrop-Challenge bei P&O auf sich hat. Dabei geht es nämlich darum, mit „Bordmitteln“ ein Fluggerät zu basteln, mit dem es gelingt, ein Ei unversehrt vom höchsten Balkon des Atriums (also über ungefähr vier bis fünf Etagen) auf einer Zielscheibe am Boden landen zu lassen. Wirklich ein Kuriosum und sehr kurzweilig anzuschauen. Kennt Ihr diese Spiel vielleicht auch von anderen Reedereien?

Eggdrop
Auf dieser Zielscheibe muss das Ei unbeschadet landen

Um das endgültige Kofferpacken konnten wir uns leider auch bei diesem Kreuzfahrtende nicht drücken. Aber ich habe Helgas Rat befolgt und gleichzeitig die vielen tollen Erinnerungen dieser Reise in meinem Lebensrucksack verstaut ;-). Da wir ja auch so viele Sternschnuppen gesehen haben, sollte der Wunsch nach einer baldigen nächsten Kreuzfahrt auch in sicheren Händen sein ;-). Früh am Morgen des nächsten Tages ging es in Sydney vom Schiff direkt zum Flughafen, wo es dann leider auch „bye bye Australia“ hieß.

Here we are again: Morgens 6.30 Uhr am Overseas Terminal Sydney
Bye bye Sydney! Auf ein gesundes Wiedersehen – irgendwann

Bis auf diesen EINEN letzten Tag hat uns das australische Winterwetter ein weiteres Mal sehr verwöhnt und wir sind froh und dankbar, dass alles so wunderbar geklappt hat. Was uns an Bord der Pacific Explorer besonders gut oder auch weniger gefallen hat, und was uns sonst noch an Kuriosem begegnet ist, habe ich mir für meinen nächsten und letzten Bericht aufgehoben.

Wie wahr…

Kommt gut in den Montag & I’ll keep you posted!

Herzlichst,

Eure Irmela

3 thoughts on “Pacific Explorer ­– ein letzter Tag auf See”

  1. Schade, dass Eure Reise schon wieder vorbei ist und dann auch noch mit einem fast routinemäßig wettertechnisch unangenehmen Finale! Hoffentlich habt ihr nicht zu viel leiden müssen oder war das der Beginn der „After Cruise-Diät“ 😉
    Vielen Dank für Deine interessanten Ein- und Ausblicke, die ihr als Familie hattet! Bin gespannt, was Du über die Pacific Explorer berichten wirst – da Du Dich bisher zurückgehalten hast, scheint es eher nicht Euer Favorit zu sein, oder?
    Ich wünsche Euch eine gesunde Heimkehr, mehr schöne Eindrücke als Schmutzwäsche im Koffer 😉 und ein gutes und beschauliches Wiederankommen zu Hause und im Alltag – Du weißt ja, die Seele ist nicht so schnell wie das Schiff bzw. Flugzeug, sie braucht immer etwas länger, bis sie wieder da ist!!!
    Viele liebe Grüße
    Helga E.-D.

  2. Hallo Irmela!
    Oh wie schade, das diese tolle Reise schon wieder vorbei ist. Ich fand es Montags morgens immer ganz schön, gleich mit ein bisschen „Fernweh“ in die neue Woche zu starten! Interessante Orte habt ihr gesehen und man bekommt gleich Lust, selbst mal dorthin zu reisen. Australien ist sowieso ein Land, wo ich gerne mal hinmöchte.

    Es stimmt ja wirklich, immer am letzten Tag erwischt es euch mit ordentlich Wellengang! Ich persönlich würde darauf lieber verzichten. Bisher bin ich zwar noch nie Seekrank geworden, aber ich kenne auch noch nicht richtig die Toleranzgrenze. Vor allem wenn einem Übel ist, würde mir der Tag schon sehr verleidet werden. Das man vielleicht etwas „unegal“ läuft und ein paar Ausfallschritte macht, finde ich nicht so schlimm.
    Diese Eiergeschichte kenne ich nicht – und um ehrlich zu sein, tu ich mich mit Lebensmitteln, die „vergeudet“ werden auch ein wenig schwer. Klar möchte man ein „Ergebnis“ sehen, was bei einer klassischen Wasserbombe auch möglich wäre. Gut, wenn die Eier über den Zenit sind- na gut- dann würden sie ohnehin vernichtet.

    Mit dem Koffer packen merkt man leider immer, das die letzten Stunden angebrochen sind und ich mache dieses immer ganz zum Schluss, wenn es sich nun wirklich nicht mehr vermeiden lässt.
    Nun kommt erstmal wieder gut zu Hause an und wünsche ein gutes Einleben in den Alltag. Und ich bin mir sicher, die nächste Kreuzfahrt folgt irgendwann!
    Ganz liebe Grüße nach Hamburg!
    Tschüß, Kerstin 💁🏻

  3. Hier ein nicht ganz ernst zu nehmender Kommentar:

    um das üble Wetter am letzten Tag zu vermeiden: einfach 1 Tag früher aussteigen

    *duckundweg*

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