Pacific Explorer ­– Moreton Island

Moreton Island gilt als einer der besten Geheimtipps von Brisbane. So geheim, dass wir uns mit einem etwas mulmigen Gefühl auf den Weg machten…

Kennt Ihr das? Ihr wacht beim Kreuzfahren morgens auf und habt so gar keine rechte Lust auf den anstehenden Ausflug? So ging es uns an unserem Tag auf Moreton Island. Moreton Island ist die drittgrößte Sandinsel der Welt und liegt rund 25 km von der Küste Brisbanes entfernt. Auf dieser relativ großen Insel gibt es keine befestigten Straßen. Man kann sie nur mit einem Geländewagen oder über geführte Touren erkunden – so hieß es im Vorfeld. Die von P&O angebotenen Ausflüge entsprachen allerdings oft nicht unserem Geschmack (z.B. eine Quad-Tour), waren überteuert oder schon ausgebucht. Wir entschlossen uns daher auf eigene Faust loszuziehen und unser Glück zu versuchen.

Das Tenderboot bringt uns zum Tangalooma Island Resort

Per Tenderboot erreichten wir das einzige Hotel auf der Insel, das Tangalooma Island Resort. Hier war es tatsächlich noch möglich, die eine oder andere Wassersport-Aktivität zu direkt vor Ort zu buchen. Als wir aber den gigantisch weitläufigen Strand sahen, haben wir uns einfach selbst auf den Weg gemacht.

Am Anleger gab es ein paar wennige Infos…
… aber schon viele Menschen am Strand

Im Vorfeld hatten wir gelesen, dass die rund 20.000 ha große Insel ein offiziell geschützter Nationalpark ist. Hier gibt es nicht nur viele Süßwasserseen (der berühmteste ist die blaue Lagune, die heilende Teebaumöle enthalten soll), sondern auch einen 280 m hohen Berg namens Mount Tempest sowie den ältesten Leuchtturm Queenslands am Cape Moreton. Ein besonders Highlight auf Moreton Island ist das Schnorcheln in alten Schiffswracks. In den 60er-Jahren wurden hier um die 15 Schiffe absichtlich versenkt, um als Wellenbrecher zu dienen.

Diese Dünen kann man an manchen Stellen auch herunterrodeln

Darüber hinaus kann man hier gewaltigen Sanddünen bestaunen und hinunterrodeln oder nach Sonnenuntergang wildlebende Delfine füttern. Letzteres hätten wir sehr gerne gemacht, aber die Tour war leider schon voll als wir die Reise buchten.

Die Wracks sind vom Anleger gut zu Fuß zu erreichen. Man muss zum Schnorcheln keine Tour buchen, wenn man sein eigenes Equipment mitbringt
Der Strand hier ist einfach der Wahnsinn und nach etwas Fußmarsch menschenleer

Unsere Enttäuschung darüber wich allerdings, als wir den unglaublichen Strand entlang marschierten. Zwar dient er hier auch als Straße und ist bei Ebbe breiter als viele Autobahnen, aber die nur gelegentlich vorbeifahrenden Autos stören kaum. Schon nach rund 15 Minuten Fußmarsch erreichten wir die Wracks, die wirklich einen bizarren Eindruck machen. Nur rund 15 Minuten Fußmarsch weiter waren wir dann auf einmal ganz alleine an einem genialen Strand mit riesigen Dünen, glasklarem Wasser und grünem Hinterland. Ein Wahnsinn. Da spuckt die Pacific Explorer über 2.000 Passagiere aus und keiner macht sich die „Mühe“, bis zu diesen tollen Platz zu laufen…

Ab uns zu kommt mal ein Auto vorbei und der Fahrer winkt freundlich…
… der Vekehr ist ordentlich geregelt, und die Autofähre LAndet direkt am Strand an,…
… damit sich die Autos dann irgendwo in den Busch verabschiedeen können 😉

Mehre Stunden waren wir hier zum Schwimmen, Schnorcheln, Ballspielen und Staunen. Niemals hätten wir gedacht, dass Moreton Island so tolle Eindrücke bei uns hinterlassen und zu einem Highlight unserer Reise werden würde. Tja, so ist das eben beim Kreuzfahren: Jeder Tag hält neue Überraschungen bereit. Auch unser letzter Seetag machte da keine Ausnahme, doch davon demnächst mehr 😉

Zum Sonnenuntergang trafen wir dann noch auf unser Schwesterschiff, die Pacific Dawn – sehr stimmungsvoll

Euch allen ein entspanntes Wochenende & I’ll keep you posted!

Herzlichst,

Eure Irmela

4 thoughts on “Pacific Explorer ­– Moreton Island”

  1. Moin Irmela!
    Es hört sich an, als wärt einfach im Paradies mal ausgesetzt worden und Mühe zahlt sich eben doch aus! Der Tag am Strand war einmalig! Tolle Eindrücke habt ihr dieses Jahr auf eurer Urlaubsreise erhalten und wie Helga immer so schön sagt, bitte ordentlich einpacken und für den Alltag mitnehmen 😉😊!
    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende! Ganz liebe Grüße, Kerstin 🙋🏻

  2. Hallo Irmela,

    zum Abschluss noch einmal so etwas Geniales – wie sagt man: Unverhofft kommt oft 😉 Das haben wir auch schon oft erlebt, dass wir von etwas begeistert waren, von dem wir uns im Vorfeld gar nicht viel erhofft hatten!
    Unglaublich, dass da der Strand als Straße genutzt wird, das muss ein tolles Gefühl sein, dort lang zu fahren – was für ein schöner Abschluss!!! Und schade, schade – die Reise an diese fernen Orte geht vorbei… aber die Erinnerungen bleiben!!!

    Viele Grüße
    Helga E.-D.

  3. Moin Irmela,
    was für wunderbare Berichte. Komme jetzt erst dazu sie in Ruhe zu lesen. Habe sie verschlungen und mich an den Bildern nicht satt sehen können. Die Sehnsucht nach Australien ist sowieso schon groß und dank deiner Berichte noch viel größer geworden. Es ist wirklich nicht zu verstehen das es offensichtlich keinen der anderen Passagiere an diesen wahnsinnig schönen Strand gezogen hat. Allein schon die Möglichkeit, gefühlt ewig an ihm lang zu laufen ist doch ein unglaublich schön und ein Erlebnis für sich. Naja, umso besser wars für euch.
    6 Monate mit nur 2 weiteren Personen auf einer doch sehr kleinen Insel, puh da muss man seinen Job ja wirklich lieben.
    Danke das du uns auf die Reise mitgenommen hast, ich werd mit Sicherheit noch öfter die Berichte lesen und gedanklich in den Urlaub gehen 🙂
    Ich wünsche euch gutes heimkommen, denk dran nach der Reise ist vor der Reise 😉
    Liebe Grüße aus der Heimat Jessi

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