Pacific Explorer – Wiedersehen mit Byron Bay

Gut in Australien gelandet haben wir vor der Einschiffung kommenden Montag noch Zeit für ein paar persönliche Vorprogramm-Highlights Down Under…

Vor knapp 20 Jahren haben wir uns in Byron Bay verliebt. Gut zwei Autostunden südlich von Brisbane in New South Wales gelegen ist Byron, wie es die Australier nennen, einer dieser relaxten Wohlfühlorte, an denen man am liebsten den ganzen Tag in Flip-Flops unterwegs ist und Aussteigergedanken hegt. Mich haben damals vor allem die atemberaubend schöne Landschaft, das Cape Byron Lighthouse (der östlichsten Punkt des australischen Festlands) sowie die vielen netten Menschen begeistert. Eine Rückkehr nach so langer Zeit war also überfällig, barg aber auch Risiken. Es galt herauszufinden, ob alte Liebe vielleicht doch rostet…

Willkommen in Australien

Den Medien konnten wir entnehmen, dass Byron Bay sich, ähnlich wie z.B. auch viele Orte an der deutschen Küste, durch zunehmende Gentrifizierung verändere – und das nicht unbedingt zum Besseren. Angeblich erwerben immer mehr Großstädter Feriendomizile vor Ort und Promis suchten hier Zuflucht vor zu viel Öffentlichkeit. Zwei ganze Tage haben wir uns Zeit genommen, um uns unsere eigene neue (?) Meinung zu bilden. Erste Feststellung: Am ganzjährig angenehmen Klima hat sich schon mal nichts geändert. Der australische Winter empfing uns mit Sonne pur und 21°C. Und auch im Sommer liegen die Temperaturen hier im Durchschnitt nicht über 30°C. Sogar im Meer konnten wir hier baden. 1:0 für Byron Bay.

Blauer Himmel soweit das Auge reicht…
… und Strände zum Niederknien

Auch wenn es nachts sehr empfindlich kühl wird, so um die 9°, ist es tagsüber richtig sommerlich. Einziger Wermutstropfen: die Sonne geht hier schon um 17:00 Uhr unter. Wir mussten uns also beeilen, Byron bei Tageslicht ordentlich zu genießen. Wichtigstes To-do auf unserer Liste war natürlich die Wanderung zum wunderbaren Cape Byron Lighthouse am Cape Byron, dem östlichsten Punkt des australischen Festlands. Von unserem Domizil in North Beach nahmen wir den ersten komplett solarbetriebenen Zug der Welt nach Downtown Byron. Dort ging es zunächst am Strand entlang, um Surfer zu beobachten. Wer da nicht Lust bekommt, selbst ins Wasser zu springen, muss schon ziemlich wasserscheu sein. 

Ein Zug von 1949 bringt uns nach Downtown – solarbetrieben
Was wäre ein australischer Strand ohne Surfer?

Der Aufstieg zum Lighthouse ist ordentlich schweißtreibend, aber man wird mit spektakulären Ausblicken auf Strände, Klippen, das türkisblaue Meer und das Hinterland belohnt. Zudem kann man von hier aus super Wale beobachten. Zwischen Mai und Oktober ziehen die Buckelwale ganz dicht am Cape Byron vorbei, um vor der Küste Queenslands im Norden ihre Jungen zur Welt zu bringen. Einheimische berichteten, dass dieses Jahr rund 33.000 Wale an Byron vorbei schwimmen sollen. Einige davon haben wir zum Glück selber gesehen, wie wunderbar! Man kann sogar mit Kajaks ganz nah an ihre Zugbahn heranpaddeln. Uns reichte der Anblick vom Land aus.

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Der Aufstiegt ist schweißtreibend
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Das Cape Byron ist der östlichste Punkt des australischen Festlands…
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… und daher schon magisch…
… und der Leuchtturm von 1901 eine echte Schönheit

Immer wieder sprachlos macht mich der Anblick des Seven Mile Beach, der sich direkt im Süden an das Cape Byron anschließt.

Der Seven Mile Beach macht seinem Namen alle Ehre. Einfach nur schön!

Dieser Strand allein ist schon einen Abstecher nach Byron wert. Womit wir auch schon beim Fazit wären: Ja, Byron hat sich verändert. Angeblich kommen jährlich 2,1 Millionen Touristen hier her. In New South Wales hat nur Sydney mehr Besucher. Die Stadt ist voller, es gibt viele neue Ferienhäuser (schön in den Regenwald eingebettet) und an den Hotspots fehlen Parkplätze (was uns nicht stört, da wir immer zu Fuß unterwegs sind). Aber der Tourismus fügt sich wunderbar in die Landschaft. Es gibt keine Hotelburgen und an der Schönheit der Küste hat sich ABSOLUT gar nichts geändert.

Überall gibt es Tiere oder exotische Natur zu bewundern, hier unser Rettungsschwimmer…;-)
Und nachmittags kann man es sich landestypisch gemütlich machen… 😉

Morgens wurden wir vom Rauschen des Meeres und dem Gezwitscher exotischer Vögel geweckt. Die Menschen sind entspannt, freundlich und auch im Winter in Shorts unterwegs ;-). Und wem das zum perfekten Moment immer noch nicht reicht, der kann an diesem unglaublichen Platz Yoga machen…

Ist das ein toller Platz Yoga machen oder einfach glücklich sein…?

Also: unsere alte Liebe glänzt noch so sehr, dass jetzt auch unser Sohn sein Herz hier verloren hat ;-).

Weiter geht es nach Sydney. I’ll keep you posted!

Herzlichst,

Eure Irmela

4 thoughts on “Pacific Explorer – Wiedersehen mit Byron Bay”

  1. Guten Morgen Irmela!
    Was für ein schöner Ausflug und tolle Erlebnisse! Australien liegt auch auf meiner To-Do-Liste weit oben- wenn es nur nicht so weit weg wäre. Allein der Flug 😳- die Idee mit Zwischstop in Asien, wäre dann auch für mich eine Option.
    Ob ich ins Meer gehüpft wäre: selbstverständlich! Ich könnte mich auch mit dem Gedanken anfreunden, wenn ich dort wäre, einfach zu bleiben 😉!
    Ich bin total gespannt auf Sydney und freue mich schon auf deinen nächsten Bericht!
    Liebe Grüße in die Ferne! Habt einen super schönen Urlaub!
    Tschüss, Kerstin 😊🙋🏻

  2. Hallo Irmela,

    was soll ich da sagen bei diesem Anblick und Deinen Schilderungen – „atemlos“, unglaublich schön, einfach ein Traum!!! Und wie schön, dass die „Liebe“ nicht weniger oder gar verloren gegangen ist, sondern sich noch vergrößert hat, indem Euer Sohn jetzt auch sein Herz an diesen Ort verloren hat…
    Euch allen weitere traumhafte Erlebnisse, ich reise sooooo gerne mit

    Viele Grüße
    Helga E.-D.

  3. Hallo Ihr Lieben,

    vielen Dank, dass Ihr uns begleitet und lasst es Euch zuhause nicht zu heiß werden ;-).

    Herzlich,
    Irmela

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