Schiffsbesichtigung – ein Quickie mit der Queen

Das bekannte Geräusch des Bordkartenscanners klang wie Musik in meinen Ohren, denn für Kreuzfahrt-Begeisterte wie mich ist eine Schiffsbesichtigung fast wie ein Kurzurlaub…

…und das auf keiner Geringeren als der Queen Mary 2! Seit über 12 Jahren sehe ich sie in Hamburg ein- und auslaufen, aber noch nie habe ich sie von innen anschauen können. Freitag vor einer Woche durfte ich sie im Rahmen einer Schiffsbesichtigung besuchen und habe einige ganz überraschende Erkenntnisse gesammelt.
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Mein Schlüssel zum Glück 😉

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Mit stolzen 345 Metern gehört die QM2 zu den längsten Kreuzfahrtschiffen, die ich bisher betreten habe

Es gibt unzählige Reportagen, Bildbände, Berichte und Dokumentationen zu diesem Schiff und jeder, der die Kreuzfahrt liebt, hat sicher schon viel von der QM2 gesehen. Ich natürlich auch. Daher waren meine Erwartungen klar: Großzügiger Prunk, englische Gediegenheit und formelle Rahmenbedingungen. Doch die QM2 ist viel facettenreicher als das. Natürlich erfüllt sie viele meiner Erwartungen in Punkto Ausstattung, Einrichtung und Dekor. So sind zum Beispiel die unterschiedlichen Kabinen, die wir uns ansehen konnten, alle mit liebevollen Details hergerichtet.
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Schon die Außen- und die…

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… Balkonkabinen strahlen etwas Royales aus…

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… und in der Duplex-Suite am Heck gibt es nicht nur zwei Etagen…

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… sondern auch eine Badewanne mit Treppe

Wie erwartet fallen die öffentliche Räume zum Teil sehr prunkvoll aus. Das zweistöckige Hauptrestaurant Britannia, in dem wir sehr gut zu Mittag gegessen haben, vermittelt den Flair der guten alten Oceanliner-Tradition. Ebenso wie der Ballsaal Queens Room. Hier wird nicht nur elegant getanzt, sondern am Nachmittag auch die Teatime zelebriert – so richtig mit Scones, Sandwiches, Clotted Cream… Mhhh, da wäre ich auch gerne mal dabei. Sehr beeindruckend auch die Lobby, die mit ihrer stilvollen Freitreppe eher an ein Schloss erinnert. So in etwa hatte ich mir die QM 2 vorgestellt.
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Das Britannia Restaurant steht allen Gästen der Reise zur Verfügung

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Hier im Queens Room wird getanzt und High-Tea zelebriert

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Die gediegene Grand Lobby war herrschaftlich mit Hortensien geschmückt

Ich bin ein Bücherwurm, daher interessieren mit die Bibliotheken auf Schiffen immer sehr – je gemütlicher, desto besser! Diese hier war der Hammer: Bücher ohne Ende in Gängen aus edlen Holzschränken…. beinahe hätte ich beim Staunen den Anschluss an meine Gruppe verloren… :-).
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Ein Traum für Leseratten! Von diesen Schrankreihen gibt es gleich mehrere. Für diese Bücherauswahl ist jede Weltreise zu kurz…

Die QM2 strahlt eine besondere Großzügigkeit aus. Die Mittelachse ist eine echte Flaniermeile.

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Das ist ein Schiffsflur! Rechts der Pub, geradeaus gediegene Weite und die Grand Lobby

Aber die Queen Mary 2 kann auch anders. Und da wurde es für mich noch interessanter. Es gibt hier nämlich auch durchaus modernere Bars und Einrichtungen sowie einen coolen Nightclub namens G32. Besonders begeistert hat mich das Illuminations-Auditorium, das u.a. in ein Planetarium für High-Tech-Vorstellungen und Astronomie-Shows umfunktionierbar ist. Hier würde ich mir gerne mal den Sternenhimmel über dem Atlantik zeigen lassen ;-). Das muss großartig sein! Wer hat es schon erlebt?

Das Planetarium Illuminations hat es mir besonders angetan…

 

… aber auch das Ambiente im Zuzahlrestaurant ‚The Verandah‘ oder…

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…die einladenden Erker-Plätze im Buffetrestaurant Kings Court bleiben mir in Erinnerung

Essen im Freien, das ich auf See ja so liebe, ist auf der QM2 nicht unbedingt vorgesehen. Das Buffetrestaurant Kings Court bietet keine Außenflächen, dafür aber einladende Erkerplätze, von denen man seinen Blick über das Promenadendeck ins Weite schweifen lassen kann. Ansonsten hat die QM2 ganz wunderbare Außenflächen für Seefahrtsfreunde: das stufige Teakholzheck mit mehreren Poolanlagen, das umlaufende Promenadendeck (zwei Runden entsprechen 1,1 km) und ein riesiges Oberdeck, das u.a. Sportmöglichkeiten, die berühmten Hundezwinger und je nach Wetterlage auch ein Café bietet. Übrigens, falls Ihr mal Eurem vierbeinigen Freund mit auf Kreuzfahrt nehmen wollt: die Plätze für Hunde und Katzen seinen angeblich immer als erstes ausgebucht ;-).

Pools über mehrere Ebenen…

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… und ein Promenadendeck…

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… ganz nach meinem Geschmack

Mein ganz persönliches Highlight: Der Aufstieg auf das Oberdeck zum legendären Schriftzug Queen Mary 2 sowie zum berühmten Schornstein mit seinen „Gänsehaut-Typhonen“, die so viele Menschen auf der Welt in ihren Bann ziehen.
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Da ist er, der bekannte Schriftzug…

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Und jetzt bitte gut zuhören und genießen… 🙂

Mit diesem wunderbaren Geräusch im Ohr lasse ich Euch jetzt von Eurer nächsten Kreuzfahrt träumen und wünsche Euch einen super Start in die neue Woche…

Tschüß und bis zum nächsten Mal!

Herzlich,

Eure Irmela

16 thoughts on “Schiffsbesichtigung – ein Quickie mit der Queen”

  1. Wow, das Schiff ist wirklich nur für Royals ,die Preise möchte ich nicht wissen. Der Sound des Typhons ist cool. Anschauen ist okay ,aber buchen eher nicht.

  2. Hallo Irmela
    Danke das du uns auf die Queen Mary 2 mitgenommen hast☺.
    Es ist ein sehr schönes Schiff und hat zu recht ihren Namen verdient.
    Euch allen eine schöne Woche .
    LG Claudia

  3. ein imposantes Schiff, aber so garnicht meins. Ist mir ein bisschen zu viel von allem. Aber danke für die tollen Einblicke und das Typhon, da bekommt man Gänsehaut.

  4. Hallo Christiane, Du hast so recht, ich wiederhole mich, das ist doch kein Schiff mehr. Aber die Amis lieben so was auch, bloß kitschiger. Gruß aus der trüben Pfalz

  5. Hallo Irmela!
    Das ist wirklich eine Grand Lady! Vielleicht nicht unbedingt ein Schiff was ich wählen würde, aber für mich ein Inbegriff des Traumschiffes und Kreuzfahrt. Ich denke hier erlebt man das Feeling, wie es ist , sich in einem elitären Kreis sich zu bewegen. Anschauen würde ich es mir auf jeden Fall und vielleicht auch ein bisschen davon träumen!
    Vielen Dank für den tollen Bericht und allen auch einen guten Start in die neue Woche Woche!!!
    Tschüss, Kerstin 🙋🏻

    1. Moin Kerstin,
      das Schiff ist wirklich eine Grand Lady. Allerdings ist das Publikum gar nicht so elitär. Zumindest solange man keine Suite bucht (da wird man auch in ein anderes Restaurant verfrachtet, zu dem die Passagiere der normalen Kabinen keinen Zutritt haben – in der Hinsicht gibt es auf dem Schiff noch eine richtige Zwei-Klassen-Gesellschaft)
      Um das Ganze mal zu testen werden regelmäßig Kurzreisen von Southampton nach Hamburg oder umgekehrt angeboten, die auch gar nicht teuer sind. Und selbst für die komplette Transatlantik-Reise von New York nach Hamburg habe ich nicht mehr gezahlt als für eine Norwegen-Kreuzfahrt mit AIDA (jeweils Einzelbelegung – QM2 Balkon mit eingeschränkter Sicht und AIDAaura Außenkabine). Insofern durchaus machbar.

      Viele Grüße
      Karsten

      1. Hallo Karsten!
        Vielen Dank! Das ist wirklich ein super Tipp! So ein bisschen Manchetten hätte ich schon gehabt, nicht so ganz in diese Klientel hineinzupassen! Liebe Grüße, Kerstin 💁🏻

      2. Hallo Karsten,
        meine Frau und ich sind am 02.09.18 mit der QM2 von Southampton nach New York gefahren – ganz so steif ist das Schiff wirklich nicht. Wenn man ein wenig gräbt bekommt man scho gute Preise, die für einen Normalsterblichen erschwinglich sind. Wir hatte auch eine Aussenkabine der Britania Klasse, welche mit Balkon und ca 24qm absolut ausreichend war. Wem alles zu steif ist muß sich ja nicht an den Galaabenden beteiligen. Bei unserer Überquerung waren im Übrigen mehr Briten als Amerikaner an Bord. Es ist aber nicht ausgeschlossen das man auch deutschsprachige Leute trifft. Die Athmosphäre auf dem Schiff ist durchaus britisch, jedoch ist man keinem Zwang wirklich unterliegt, vielleicht das Einzige: ab 18:00h Jacket und keine Jeans mehr für die Herren, aber das lässt sich machen. Wir jedenfalls waren grenzenlos begeistert, wenn man mal von den Preisen für Alkoholika absieht. Der Hammer war jedenfalls das Einlaufen in New York, das ist mit so einem Schiff sensationell. Wir würden es wieder machen!

        1. Hallo Kai,
          dann hat sich da in den letzten Jahren seit meiner Atlantik-Überquerung nichts geändert. Und ich mag es durchaus, auch mal meinen Smoking spazieren zu tragen (Ich kann sogar eine Fliege binden 🙂 ). Wo hat man dazu sonst schon die Gelegenheit. Ich bin bisher auch auf den anderen Cunard-Schiffen gefahren, die zwar vom Aufbau den üblichen Kreuzfahrtschiffen entsprechen, aber ansonsten auch die entsprechenden formalen Abende haben.
          Britisches Publikum war bisher bei allen meinen Cunard-Reisen in der Mehrzahl und bei den Reisen mit Start- und/oder Zielhafen in Deutschland sind in der Regel schon relativ viele Deutsche an Bord, wobei ich immer bevorzuge, an einem internationalen Tisch zu sitzen.
          Da ich selber die eher klassische Kreuzfahrt bevorzuge, ist Cunard für mich durchaus eine gute Wahl. Und wie Du schon schreibst, ist es auch meist möglich relativ gute Preise zu bekommen (bis auf die Getränke, die wirklich teuer sind – aber das nach allem was ich gehört habe, wohl auf allen Schiffen so, die zur Carnival Corporation gehören). Ich buche meistens relativ knapp und hatte bisher immer Glück entweder eine Kabine zum Smart-Preis oder noch günstiger zum Sail-Away-Preis zu bekommen. Ich muss mir nicht eine bestimmte Kabine aussuchen und die Essenszeit kann man im Bedarfsfall auch nach Rücksprache auf dem Schiff noch ändern.
          Die Einfahrt nach New York fehlt mir noch. Ich bin nur in die andere Richtung von New York nach Hamburg gefahren – das hat auch was. Und momentan ist die Planung in absehbarer Zeit mal so als richtigen Erholungsurlaub auf der Queen Mary nach New York und direkt wieder zurück zu fahren.

          1. Hallo Karsten, danke für die Antwort. Ich bin jetzt in einem Alter in dem man sich „Lebensträume“ erfüllt und meiner war mit dem letzten Liner nach New York zu fahren. Ich mache ganz klar den Schnitt, das ist keine Kreuzfahrt, das ist wirklich Point to Point. Wir können nur sagen, wenn man sich auf das Schiff einläßt, ein unvergleichliches Erlebnis. Wir würden es wieder tun, vielleicht in drei bis vier Jahren. Das schöne Anziehen hat auch was. Apropos, die haben auch eine deutsche Reiseleitung an Bord, somit dürften deutsche Mitbürger auch geringe Probleme haben.
            Viele Grüße Kai

          2. Hallo Kai,
            dann genieße die Träume. Und ja, es ist schon etwas besonderes auf der QM2 über den Atlantik zu fahren.
            Cunard hat in der Regel eine deutsche Reiseleitung an Bord. Zumindest auf den Kreuzfahrten, die auch in Deutschland angeboten werden. Das scheint auch alles zu klappen, nur bei der Ausschiffung wird es für nicht englisch sprechende Passagiere schwierig, da die Ausschiffungsinformationen im Queens Room nur auf englisch gegeben werden (zumindest war das auf meinen Reisen immer so). Ich selber benötige keine deutsche Reiseleitung, da ich hinreichend gut englisch spreche und häufiger auch mit Freunden aus England unterwegs bin, die kein deutsch sprechen.
            Ich weiß ja nicht, was für Träume Du sonst noch verwirklichen willst, aber wenn Du kein umfangreiches Unterhaltungsprogramm an Bord brauchst, kann ich eine Reise auf einem Großsegler nur empfehlen (ich selber war mit der Sea Cloud 2 unterwegs). Hier sind die Reisekosten natürlich ganz andere, allerdings waren alle alkoholfreien Getränke und Wein und Bier zu den Mahlzeiten und in der Karibik sogar die Landausflüge inkludiert.
            Viele Grüße
            Karsten

  6. Wie erwartet, sehr edel! Gerne würde ich mir dieses Schiff einmal ansehen oder drei bis vier Tage auch damit reisen, aber für eine längere Kreuzfahrt wäre es nicht mein Favorit. Da liebe ich es nach der früheren Ära der Abendkleider/Smokings – so war Kreuzfahrt damals – heute doch eher sportlich-elegant bis entspannt.
    Vielen Dank für die schönen Einblicke auf dieses besondere Schiff!
    Viele Grüße
    Helga E.-D.

  7. Hallo Irmela,
    vielen Dank für den Bericht.
    Im Kings Court scheint sich bei der letzten Renovierung einiges getan zu haben. Bei meiner Reise von New York nach Hamburg hatte es auf mich ein bisschen wie eine Kantine gewirkt. Deshalb war ich auch für Frühstück und Mittagessen meistens im Britannia. Zum Glück macht es mir nichts aus, mich abends in Schale zu werfen. Wenn man das nicht möchte, kann man aber problemlos im Kings Court essen gehen.
    Sehr gut gefallen hat mir, dass es nirgendwo beengt gewesen ist, da 2600 Passagiere bei der Schiffsgröße doch ziemlich wenige sind. Daher gab es auch keine Probleme, einen schönen Platz an Deck zu finden. Sehr schön fand ich es auch immer im Commodores Club.
    Leider wurde auf meiner Reise das Illuminations nicht als Planetarium genutzt. Hier haben nur andere Veranstaltungen stattgefunden, für die das Theater zu groß war (zum Beispiel Vorträge).
    Viele Grüße
    Karsten

  8. Hallo Karsten,

    vielen Dank für Deine Infos.
    Tatsächlich ist der Kings Court verglichen mit dem Rest des Schiffes kein wirklich lauschiges Plätzchen ;-), aber wenn man einen der schönen Fernsterplätze ergattert, finde ich es als Alternative zu einer Terrasse ganz attraktiv. Der Commodore Club hat mir auch gut gefallen, daher reiche ich hier mal ein Bild nach…

    LG Irmela

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