Time to Remember – Flucht in die Karibik

Kreuzfahrt Nummer sechs startete mit einem runden Geburtstag und einem Costa-Test…

Im November 2009 stand mein 40. Geburtstag an. Zum Glück habe ich (bisher) noch nie Probleme mit dem Älterwerden gehabt. Klar, früher war man knackiger, aber an reinen Zahlen mache ich das nicht fest. Ich mag meinen Geburtstag, und am liebsten verbringe ich ihn irgendwo in der schönen weiten Welt. Da kam uns ein günstiges Angebot für eine sieben-Tages-Reise durch die westliche Karibik ganz recht. Eine Woche Vorprogramm mit New York und Fort Lauderdale machten die Reise zu einem ausgewachsenen Urlaub – und natürlich zu einer perkekten Auszeit vom heimischen Schmuddelwetter.

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In New York trafen wir zur Einstimmung die Deutschland (damals noch bei Deilmann)

So wurde ich an meinem Ehrentag nicht nur von unserem sechs Monate alten Sohn, sondern auch von einem wunderschönen Sonnenaufgang über dem Atlantik vor Fort Lauderdale geweckt. In Hamburg hätte das wohl anders augesehen. Und überhaupt hatte ich einen fantastischen Tag voller Vorfreude, garniert mit der spektakulären Auslaufparade aus Port Everglades. Sooft habe ich schon von Port Everglades geschwärmt und verweise dabei immer gerne auf meine Lieblingswebcam, die aber dieser Tage leider auch keine Schiffe zu bieten hat… ;-((.

Die Auslaufparade in Fort Lauderdale ist ein Traum für alle Kreuzfahrt-Begeisterten

Nach unseren Reisen mit NCL, Holland America und MSC sollte dies unser erster Costa-Test werden. Also bestiegen wir eines schönen Novembertages sehr neugierig die Costa Atlantica. Unser erster Eindruck damals: etwas altbacken und ungemütlich (wie eine klassische italienische Eisdiele ;-)). Unsere Kabine am Heck (die Nebensaison bescherte uns eine Grand Suite), war aber sehr ansprechend, geräumig und super für eine Reise mit Kind. Top natürlich auch der große Balkon (über die Nachteile einer Kabine am Heck müssen wir nochmals gesondert sprechen… ;-)).

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Noch mit dem alten Schriftzug: die Costa Atlantica

Unsere Reiseroute: Seetag, St. Thomas, San Juan (über Nacht), Nassau, Seetag, Fort Lauderdale. Ein echter Karibik-für-Anfänger-Trip ohne die ganz großen Highlights ;-). Allerdings sind wir große Freunde von Puerto Rico, das wir zuvor schon mal bereist hatten. San Juan mit seinem eindrucksvollen Fort ist immer wieder der Wahnsinn, so dass wir dort ausgedehnte Spaziergänge unternommen haben. Nassau kannten wir ja auch bereits von unserer ersten Tour und in Charlotte-Amalie kann man bekanntlich nicht allzu viel anderes machen als shoppen ;-). Sonne, Schiff Meer und Kinderwagen waren uns damals aber Erholung genug.

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Das Fort und die Küste San Juan ist immer wieder beeindruckend
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Das Fort ist wie eine große Filmkulisse und bietet 1.000 Möglichkeiten für Fotos
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Und karibische Momente findet man im Westen der Region natürlich auch 😉

Zudem galt es ja eine neue Reederei zu testen. Und, ich möchte es mal vorsichtig formulieren: wäre Costa auf dem damaligen Niveau stehengeblieben, hätte man uns wohl kaum so häufig wiedergesehen… Wir hatten damals als Suitengäste den Luxus, dass wir uns das Essen direkt auf unseren Balkon liefern lassen konnten. Als junge Eltern war das wunderbar und zudem sehr lecker.

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Unsere Grand Suite ging am Heck über Eck und hatte einen tollen, großen Balkon

Alles jenseits dieser Mahlzeiten war allerdings von recht überschaubarer Qualität. Auch die Auswahl an den Buffets blieb sehr hinter unseren bisherigen Erfahrungen zurück. Damals wie heute zieht es uns nicht wegen der Kulinarik an Bord von Kreuzfahrtschiffen, aber es sollte doch zumindest essbar sein… ;-). So endete denn auch unsere erste Costa-Reise – und ich möchte nochmals betonen, das war 2009! – zwar angetan von Land und Leuten, aber nicht sonderlich begeistert von unserem Gastgeber. Dass sich das den kommenden Jahren noch ändern sollte, ahnten wir natürlich noch nicht.

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Einlaufen in Nassau
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Damals war die Atlantica gerade mal neun Jahre alt.

Vielleicht haben einige von Euch damals ähnliche Erfahrungen mit Costa gemacht? Auch die westliche Karibik ist, wie wir in der Folge noch erleben durften, meines Erachtens nicht so abwechslungsreich und „naturschön“ wie viele Inseln weiter im Osten, oder? Aber dazu mehr in einem der nächsten Posts.

Für heute sende ich Euch ein

herzliches Herzlich aus Hamburg, bleibt zuversichtlich und kreuzfahrt-begeistert!

Eure Irmela

P.S.: Jetzt stehen bald die Sommerferien ins Haus – die ersten seit einigen Jahren, in denen wir nicht kreuzfahren. Ein sehr merkwürdiges Gefühl, über das ich demnächst nochmals gesondert schreiben werde…

10 thoughts on “Time to Remember – Flucht in die Karibik”

  1. Moin Irmela!
    Leider kann ich weder etwas zu Costa sagen, noch zu der Route, die sich aber sehr interessant anhört!
    Geburtstage auf Reisen oder als Urlaubstag mit Tagesausflug finde ich persönlich am schönsten. Vor allem wenn dieser mit lieben Menschen bestritten wird. Dieser Tag bekommt dann irgendwie immer eine besondere Erinnerung. Letztes Jahr war es der Zeitpunkt von Andreas Partner, wo der Tag auf dem Schiff unvergesslich war . Bei Aida hatte sie für ihn eine sehr leckere Obsttorte bestellt, die wir gemeinsam nach dem schönen Ausflug verputzt hatten. Und auch wenn man für die heimischen Gratulanten nicht zu Hause ist, macht es eigentlich nichts und wird meist wegen des Wochentages und der privaten Termine sowieso kurzfristig nachgefeiert.
    Mit Costa hatte ich bisher noch keine Berührungspunkte und um ehrlich zu sein, ganz Mensch, fällt mir immer als erstes, diese furchtbare Geschichte mit dem Schiffsunglück ein und dem Kapitän, der frühzeitig das Schiff verlassen hat . Leider kann man ja dieses Vorurteil ja nicht revidieren, da man diesbezüglich aktuell ausgebremst wird.
    Ich hatte gestern kurz ein Gespräch mit der Inhaberin des Reisebüros, wo ich früher gebucht hatte, bevor ich zu Christian wechselte . Angeschlossen an den großen Konzern mit den drei Buchstaben geht es denen so einigermaßen gut. Allerdings verkaufen sie aktuell auch nur Reisen für 2021 was mit KF zu tun hat und das Anlaufen ist schwer! Ich hoffe wirklich das dieser Spuk nun bald doch wieder vorbei ist.
    Ganz liebe Grüße, schön gesund bleiben und nach den Lockerungen vielleicht doch schon wieder den ersten Urlaubstraum in trockene Tücher packen?!?
    Tschüss, Kerstin 😊🙋🏻🤗

  2. Liebe Irmela,

    schön, wieder mit Dir in Urlaubserinnerungen zu schwelgen – cruisen wir halt zurzeit „auf dieser Welle“ 😉
    Mit Costa habe ich auch keine Erfahrungen gemacht bisher. Ich habe aber bei den „deutschen“ Reedereien/Veranstaltern, dass jedes Schiff seine „eigene Seele“ hat, ist es auch eine „Familie“, die einzelnen „Familienmitglieder“ sind ganz „persönlich“ – selbst wenn sie baugleich sind. So gibt es bei uns auch einige Schiffe, mit denen wir nicht (mehr) fahren werden, obwohl wir die „Eltern“ absolut mögen. Tja, und das bedeutet, ausprobieren, auch mal nicht so gute Erfahrungen machen, wieder zurückkehren und vielleicht auch für immer „zu Hause“ an Bord des „Traumschiffes“ bleiben…
    Interessant finde ich, dass Du es schön und entspannend fandst, als Suiten-Gäste die Mahlzeiten in die Kabine/auf dem Balkon serviert zu bekommen. Durch die aktuellen Hygieneauflagen dürfen zurzeit keine Buffets mehr angeboten werden, man bekommt in der Regel einen festen Tisch zugewiesen. Bei Phoenix haben wir jetzt mitgeteilt bekommen, dass wir als „normale“ Gäste (Flussschiff) auch ohne Aufpreis den Room-Service in Anspruch nehmen können. Ich freue mich tatsächlich darauf, in unserer Kabine z. B. bei geöffnetem französischen Balkon zu frühstücken oder auch den Nachmittagskaffee zu genießen! Endlich nicht Hin- und Herlaufen, ein Partner ist ständig unterwegs 😉 Serviertes Frühstück kennen wir von einigen sehr guten Hotels, die Buffet u. a. aus ökologischen Gründen grundsätzlich ablehnen, und haben dies immer sehr genossen. Wir sind jedenfalls spannend-optimistisch, wie alles Ablaufen wird – alle arbeiten mit Hochdruck am Restart! Ich erlebe es gerade aktuell auch im Krankenhaus, der Lockdown war in wenigen Stunden bewältigt, die Rückkehr in ein „anderes, neues Leben“ gestaltet sich etwas schwieriger, aber gelingt mit vereinten Kräften täglich besser, es muss ständig noch nachjustiert werden, aber es klappt – auch mit Hilfe unserer Patienten und Besucher/Angehörigen! Und so sehe ich das auch bei uns Passagieren in der nächsten Zeit – wenn wir bereit sind, flexibel zu sein, uns mit den Gegebenheiten zu arrangieren und auch unser verständnisvolles Zutun nicht verweigern, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass wir das hinbekommen können.
    Time to remember, but look ahead…

    Viele Grüße
    Helga E.-D.

  3. Liebe Helga,

    das hast Du mal wieder alles sehr schön gesagt ;-).

    Wann geht es bei Euch denn auf den Fluss?

    Liebe Grüße,
    Irmela

  4. Liebe Irmela,

    quasi als Ersatz für die gebuchte Rhone-Reise im August (die zwar nicht abgesagt worden ist, wir aber trotzdem vom Veranstalter die Möglichkeit bekommen haben, diese kostenfrei umzubuchen auf nächstes Jahr) haben wir uns, zwar etwas unspektakulär, aber nach dem Motto: Wir müssen hier mal raus und wenn, dann nur aufs Wasser, egal wie klein das Wasser auch ist;-) , im August für eine Rhein-Reise von Köln nach Basel und retour mit Zwischenstationen u. a. in Worms, Speyer, Breisach mit Ausflug nach Colmar/Frankreich und auch Kehl/Straßburg entschieden. Wie ich Christian schon bei der Umbuchung erzählt habe, waren wir – man soll es nicht glauben und man muss sich fast schon dafür schämen 😉 noch nie in Worms und Speyer, obwohl die beiden Städte in unserem Bundesland liegen. Colmar haben wir auch noch nie besucht. Aber eigentlich geht es uns um Abstand vom Alltag, Seele baumeln lassen, keine lange Anreise, diese mit Pkw, die Landschaft an sich vorbeiziehen zu lassen, kulinarisch verwöhnen lassen und dies mit unserem Lieblingsveranstalter, mit dem wir in diesem 25-Jähriges feiern, na ja, „fremd gegangen“ sind wir halt schon in diesen Jahren auch, aber wir sind immer wieder „nach Hause“ gekommen und das muss natürlich jetzt entsprechend gefeiert und „begossen“ werden 😉
    Wie gesagt, keine außergewöhnliche Reise, für mich aber ein wichtiger Schritt zurück ins „Leben.“ Halten wir uns auch noch sehr zurück mit Aktivitäten und meiden größere Menschenmengen, aber die „Sucht“ ist halt da 😉 und das Akku muss nach all den anstrengenden Monaten im KH aufgeladen werden und das geht bei mir bekanntlich am besten an Bord!
    Was ist bei Euch als „Ersatzdroge“ geplant

    Viele liebe Grüße

    Helga E.-D.

  5. Hallo Helga!
    Diesbezüglich macht ihr das genau richtig. Dieses Jahr hatte ich ja nur eine Reise gebucht und da drücke ich ja immer noch die Daumen, das das klappt- meinetwegen auch in veränderter Form. Warum sage ich; ihr macht das richtig- genau : ich habe diese Woche Urlaub und mache das alles, was ich sonst schwer oder knapp zwischendurch nur erledigen kann. Okay, der Garten ist wieder in Form, auf dem Friedhof, wo ich mich sehr selten blicken lasse, ist es auch wieder in Ordnung, mein Auto hat neue Bremsscheiben – ist auch wichtig- das Haus vom Staub befreit- der Augenarzt hat meine neuen Kontaktlinsen bestellt und hat festgestellt, ich bin gleich „blind“ geblieben (Gott sei dank, keine neue Brille, für den Preis kann man dann fast schon eine Reise machen!!!) und irgendwie ist die Zeit gleich rum, ohne ein wirkliches Urlaubsgefühl entwickelt zu haben. Doch, morgen geht es für einen Tag nach Lüneburg- das liegt ja für Hannover ganz gut erreichbar und mache ein wenig Sideseeing und Shopping 😉😊- egal was für ein Wetter wird!!! Aber wenn ich könnte, würde ich glaube ich, immer verreisen. Das ist einfach erholsamer!!!
    Ganz liebe Grüße, Kerstin

    1. Hallo Kerstin,

      wir haben ja hin- und herumgebucht -;) und die Idee für diese neue Reise ist genau in der Woche „Zwangsurlaub zu Hause“ entstanden, da die Reise mit der Artania nach Norwegen leider abgesagt worden ist. Mittlerweile fast wieder im Normalablauf im KH sollten wir lt. Arbeitgeber aber unsere beantragten Urlaube nach Möglichkeit auch nehmen, damit nicht am Ende des Jahres alle jede Menge Urlaub übrig haben…
      Aber, wie bei Dir, Erholung in dem Sinne war das keine, ich war nur nicht arbeiten, dafür habe ich das um so mehr zu Hause gemacht, im Garten oder sonst wo, alles was liegen geblieben war, verschobene Arzttermine und ja auch eine neue Brille 😉 wurden jetzt nachgeholt, Friseur – aber ich kann definitiv zu Hause keinen Urlaub machen, nicht abschalten – da nutzen mir auch Tagesausflüge nicht viel, die zu der Zeit im Mai sowieso noch gar nicht richtig möglich waren. Und so fiel die Entscheidung einstimmig – rauf auf´s Wasser, egal wie…
      Ein schönes Wochenende und ein Gläschen auf den Sommeranfang heute 😉

      Helga E.-D.

  6. Hallo, wir waren 2007 mit der Atlantica unterwegs. Guadeloupe, Catalina Island, St. Barth, Antigua, San Lucia und wieder Guadeloupe. Eigentlich hätten wir auch gerne mal eins der neueren Schiffe bei Costa gehabt, aber die Atlantica hat halt immer die neuesten Routen ausprobiert. Mir hat die Atlantica gut gefallen, besonders die Musik fand ich immer sehr angenehm. Vor allem hatte man immer einen Pool, der ohne Animation war, wenn mir das zuviel wurde. Nicht gefallen hat mir das SB – Buffet Lido ?, es war irgendwie verbaut mit der Anordnung der Tische, Bahnhofatmospäre. Aber sonst hatten wir eigentlich nix zu meckern. Später als wir dann die Schiffe wie Pacifica oder Fascinosa ausprobiert hatten, habe ich mich nach der Großzügigkeit der Atlantica zurückgesehnt. Die Reise war sehr schön im April 2007.

  7. St. Barth, Tortola, Martinique, Antigua (für jeden Tag einen anderen Strand), St. Lucia, St. Maarten (holländ. Teil) alle Inseln sind schön. Am liebsten bin ich mit dem Großsegler in den British Virgin Islands unterwegs.

    Als wir vor St. Lucia auf Reede lagen wir mir dann doch etwas mulmig als das Logbuch sagte, alle Lichter an, Wache verstärken es gibt hier immernoch Piraterie. Puh.

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