Unwetter auf See – wann ändert das Schiff die Route?

Mit der steigenden Zahl der Kreuzfahrtschiffe und der verbreiteten Nutzung elektronischer Medien steigt (gefühlt) auch die Zahl der Berichte von Schiffen, die in schwere Unwetter geraten…

Gerade zum Jahreswechsel war ja schon eine Menge los: Erst traf Taifun Tembin auf die Philippinen und Vietnam (Irmela berichtete von der Volendam). Dann geriet Anfang Januar die Norwegian Breakaway vor der Ostküste der USA in den Wintersturm Grayson. Auf dem Rückweg von den Bahamas nach New York traf er die rund 4.000 Passagiere mit voller Wucht. Der Kapitän hatte wohl die Entscheidung getroffen, mitten durch den Sturm zu fahren. In den Medien überschlugen sich im Anschluss die Berichte. Zahlreiche Videos tauchten auf, wie zum Beispiel dieses hier, das um die Welt ging. Die vielen betroffenen Passagiere, die sich in den Medien zu Wort gemeldet haben, berichten, dass es keine einzige Ansagen des Kapitäns zu den Wetterbedingungen, den Wetteraussichten, der Route oder ähnliches gegeben habe. Kein Wort der Beruhigung oder zumindest der Erklärung. Menschen hatten Todesangst. Als Irmela im Dezember feststellte, dass die Volendam Richtung Taifun unterwegs war, hatte sie zwar keine Todesangst, aber sie stellte mir auch die berechtigte Frage: Wann kann ein Kapitän eigentlich die Route ändern? Warum weichen Schiffe nicht viel eher aus? Wird hier alles dem Finanziellen untergeordnet um das Schiff um (fast) jeden Preis auf Kurs zu halten?

Wenn die Spucktüten im Flur hängen, ist das meistens kein gutes Zeichen

Tatsächlich ist das ganze eine sehr komplexe Sache und nicht pauschal zu beantworten. Ich denke, dass jede Reederei das individuell handhabt. Grundsätzlich ist es aber so, dass der Kapitän die Gesamtverantwortung für die Sicherheit aller Menschen an Bord sowie das Schiff trägt. Wen er aber wie und wann konsultieren muss, ist sicher sehr unterschiedlich. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die Nautischen Offiziere das Wetter, gerade vor einem längeren Abschnitt, fest im Blick haben. Bei bevorstehendem schlechten Wetter wird genau überlegt, wie man solch einem Wettergebiet ausweichen kann, ohne dabei den Reiseablauf zu sehr zu verändern. Der Kapitän hält an Bord Rücksprache mit seinen Nautischen Offizieren und bei einer geplanten Routenänderung auch mit der Reederei an Land. Ist dann alles geklärt und der Alternativplan steht, wird umgeroutet und dem schlechten Wetter ausgewichen. Manchmal ist aber ein Sturmgebiet so groß, dass das Schiff gar nicht komplett ausweichen kann, ohne in die Ausläufer des Tiefs zu geraten. Dann kann es natürlich auch mal ordentlich wackeln. In einem Hafen abzuwarten ist auch nicht immer eine gute Lösung, denn in manchen Häfen ist es bei Sturm gefährlicher als auf See. Ab und zu ändert der Sturm auch „seine Meinung“ und verhält sich anderes als vorhergesagt.

Ein Sturm zieht auf… Passagiere können nur zusehen und das Beste hoffen

So etwas hatte ich im Jahr 2015. Wir waren auf dem Weg nach Spitzbergen, und auf der Höher von Jan Mayen hat es uns dann erwischt. Windstärke 11 und bis zu neun Meter See. Wir sind dem Sturm ausgewichen, und das lief auch alles ganz gut, bis das Tiefdruckgebiet auch seine Richtung änderte und wir dann doch ganz schön mit den Bedingungen zu kämpfen hatten. Allerdings kann man es den Passagieren an Bord dann so „bequem“ wie möglich machen. Zum Beispiel kann man die Fahrt reduzieren und abwettern, also den Kurs in einem bestimmten Winkel zur Welle ändern (am besten schräg von vorne kommend), so dass sich die Schiffsbewegungen möglichst in Grenzen halten. Selbstverständlich sollte man die Passagiere auch kontinuierlich über die Entscheidungen und Bedingungen informieren und erklären, warum man sich wie entschieden hat. Wir haben es damals alle gut überstanden und sind heil in Spitzbergen angekommen. Der eine oder andere Passagier hatte seine wahre Freude an dem Wetter, aber einige lagen auch flach in der Kabine.
Wie sind Eure Erfahrungen? Habt Ihr auch schon mal ein schweres Unwetter auf See miterlebt? Wie ist die Brückencrew damit umgegangen? Was erwartet Ihr in dem Moment von Kapitän & Co.? Vielleicht könnt Ihr sogar berichten, wie andere Reedereien in diesen Momenten verfahren? Wir sind gespannt auf Eure Geschichten und Meinungen zu diesem Thema…

Ein herzliches Ahoi aus der Pfalz,

Euer Christian

22 thoughts on “Unwetter auf See – wann ändert das Schiff die Route?”

  1. Auf meinen über 70 Kreuzfahrten habe ich einige Situationen erlebt, aber nie das Gefühl gehabt, Kapitän und Schiff packen das nicht. Selbst auf dem kleinen 8 000 Tonner Akdeniz im Golf von Genua fühlte ich mich sicher. Es ist gut, wenn der Kapitän oder der Kreuzfahrtdirektor mit ruhiger Stimme erklärt wie und warum die Situation im Moment ist. Seekrank bin ich nie geworden, das stelle ich mir aber schlimm vor.
    Ich sage immer: einmal auf der Reise muß es schaukeln, sonst ist es keine Seereise.

    1. Sowas habe ich noch nie erlebt waren im November in der Karibik. Gehen jetzt im Februar Ins Mittelmeer und Atlantik. Hoffentlich können wir Madeira anlegen. Meine Freundin konnte das nicht im November.

  2. Hallo Christian,
    wir fuhren 1997 mit der Calypso von Transocean-Tours von Barcelona nach Nizza. Das war Anfang Oktober. Wir hatten Windstärke 12. Die Wellen schlugen ziemlich weit oben am Schiff gegen die Fenster. Das Abendessen musste abgebrochen werden, da einige Passagiere selbst mit Sessel umfielen und sämtliches Geschirr und Gläser flogen. Die Crew war sehr hilfsbereit. Es gab Wodka und Knäckebrot, statt lecker Abendessen. Aber das war top. Das Schiff hatte so eine Schräglage, das wir nur auf den Treppenstufen-Spitzen und mit hochziehen am Geländer nach oben in die Kabine gekommen sind. Wir mussten, um schlafen zu können, uns mit den Füßen gegen die Wand legen, da wir immer zur Wand runter gerutscht sind. Am anderen Morgen war eine Schicht Salz bis oben auf dem letzten Deck. Das war unsere erste Kreuzfahrt :). Aber wir haben uns wieder getraut.

    GrüßE aus Thüringen
    Simone

  3. Hallo Christian,
    dass ist ja ein echt krasses Video.Ich hätte genauso wie die Menschen da an Bord Todesangst gehabt.
    Wie war das bei Euch auf dem Weg nach Spietzbergen? Ist da auch das Wasser ins Schiff reingelaufen?
    Für die Menschen die an Bord waren wünsche ich dass Sie es gut überstanden haben und sich nicht davon abschrecken lassen wieder einmal an Bord zu gehen.
    Viele Grüße
    Claudia

  4. Hallo Christian,
    obwohl wir noch nicht so viele Kreuzfahrten gemacht haben, können wir leider auch schon auf die eine oder andere Sturmerfahrung zurückblicken, auf die wir gerne verzichtet hätten. Besonders der 8. März 2010 wird uns dabei immer in Erinnerung bleiben. Wir waren mit der Costa Pacifica im östlichen Mittelmeer unterwegs, als ein Fallwind das ausgebuchte Schiff mit fast 4.000 Passagieren seitlich traf. Das Schiff kippte augenblicklich zur Seite und alles, was sich auf den Tischen befand, verabschiedete sich: Geschirr, Teller, Flaschen usw. Neben mir kippten Stühle mit Menschen einfach um, wir hatten den Eindruck: Jetzt geht es zu Ende. Auf den oberen Decks knieten Crewmitglieder am Boden und beteten. Es war furchtbar! Ich weiß nicht, wie lange es gedauert hat, eine, zwei oder drei Minuten bis das Schiff wieder aufgerichtet war. Am nächsten Tag in Limassol warteten jedenfalls Dutzende von Krankenwagen am Pier und es wurden viele Verletzte mit Knochenbrüchen, Gehirnerschütterungen etc. von Bord gebracht. Man hörte in den Nachrichten davon keine Silbe, auch der Kapitän hielt sich sehr bedeckt. Wir machten dann nur noch eine Kreuzfahrt mit Costa, zumal später dann das schwere Unglück mit der Costa Concordia passierte. Jetzt haben wir drei Kreuzfahrten mit Phoenix-Schiffen hinter uns und haben den Eindruck, dass die Ängste der Passagiere hier wesentlich ernster genommen werden. Aber den 8. März 2010 werden wir nie vergessen. Die Details der Schreckensfahrt können übrigens hier nachgelesen werden: http://www.reiseberichte-und-meer.de/rb-sturmfahrt.htm

  5. Zum Glück musste ich so etwas in diesem Ausmass nie auf einem Kreuzfahrtschiff erleben. Es gab zwei Situationen, einmal mit der Costa Europa in der berüchtigten Strasse von Gibraltar, da hingen die Spucktüten überall und sehr viele Passagiere hatten eine eher ungesunde Gesichtsfarbe. Mir machte das damals nichts aus, im Gegenteil, ich liebte es.
    Die zweite Situation war auf einer 15 m Motoryacht auf dem Weg von Helgoland nach Norderney. Anstatt der erwarteten 2 – 2,5 m hohen Wellen, hatten wir derer 4 m. Es war ein Ritt durch die Hölle, zumal auch noch der Steuerbordmotor ausfiel. Und ich möchte das so nie wieder erleben! Unser Skipper hatte entschieden, loszufahren, weil der Wetterbericht für die nächsten Tage nicht besser wurde und wir das Schiff einer Folgecrew übergeben mussten. Klar, dass dies, mit Flugumbuchungen etc., kompliziert geworden wäre. In diesem Fall wären wir jedoch im Hafen sicherer gewesen – oft ist ja auch das nicht der Fall. Nach sicherer Ankunft war beim Ankertrunk und dem begleitenden Auswertungsgespräch klar, dass wir das so nie wieder tun würden. Die Sicherheit des Schiffes und der Crew kommt ganz einfach stets an erster Stelle, auch wenn dies Kosten und Mühen verursacht.

  6. Das ist ja eine heftige Erfahrung! Solche Dinge können geschehen, man ist auch bei bester Planung nicht vor Unwetter oder solchen plötzlich auftretenden Fallwinden gefeit. Wichtig ist die Kommunikation! Da muss der Kapitän ganz einfach informieren und für die Passagiere da sein. Ein paar Worte und eine Erklärung reichen. Wenn er das nicht tut, wäre er wirklich besser bei den Containerschiffen aufgehoben…

  7. Also wenn ich das Video der Breakaway sehe, dann finde ich die Entscheidung, durch den Sturm zu fahren, absolut vertretbar. Eigentlich sind Schiffe ja für sowas gebaut, von daher besteht kein Grund zur Sorge. Dass das ganze Wasser nach innen läuft, ist klar, wenn man solche Halligalli-Schönwetterschiffe baut. Auf einem richtig robusten ,,Eisenschwein“ wie zB der Albatros wäre das nicht passiert.

  8. Heute ist der Horror geschichtentag. Nein danke, das habe ich noch nicht erlebt, will ich auch nicht. Auch ein Grund eine Kreuzfahrt auf der See nicht zu machen. Es reicht mir schon mit dem Flieger in Turbulenzen zu geraten, wenn der Pilot schon die Route ändert. Ich hatte immer Plätze an den Tragflächen, die wackelten und ich glaubte sie brechen ab. Windstärke 11 oder 12 alter Freund ?

  9. Wir hatten etwas heftig erwischt See mit ca. 7 m hohen Wellen auf unserer Fahrt von Gran Canaria nach Hamburg. In Lissabon sind wir wegen des schlechten Wetters schon über Nacht geblieben und Porto würde gestrichen. Zuerst war die Information auf der Aida Cara auch dürftig, es waren kommentarlos die Stühle und der Tisch von Balkon geräumt würden. Als es allerdings wirklich heftig würde, hat der Kapitän eine Durchsage gemacht, das er jetzt einen anderen Kurs nimmt, damit die Wellen uns in einem besseren Winkel treffen. Mir hat das nichts genützt, ich musste den ganzen Tag im Bett verbringen, da mir sehr übel war. Aber alles in Allem war ich mit den Informationen auf der Aida sehr zufrieden. Es reicht ja eine kurze Erklärung, um den Gästen die Siege zu nehmen. Den Trick mit dem Brot und Wodka kannst ich nicht, werde ihn aber beim nächsten Mal bestimmt anwenden, da es wirklich zu helfen scheint. Wäre diese Reise unsere erste gewesen, hätte mich mit Sicherheit niemand mehr auf ein Schiff bekommen. So haben wir direkt im gleichen Jahr wieder eine gemacht und alles war gut. Ich habe jetzt nur im Tabletten dabei.

  10. Hallo Christian!
    Zum Glück bin ich noch nicht in solch eine Situation geraten und um ehrlich zu sein, müsste ich es auch nicht unbedingt haben. Allerdings ist man auf dem Meer und da hat man einfach auch mal solche Wetterlagen zu erwarten. Nicht immer ist alles vorhersehbar . Ich würde jedoch als Gast erwarten, das man doch etwas auf die Situation vorbereitet wird. Knochenbrüche und weitere Verletzungen aufgrund des Seegangs können damit auch etwas vom Risiko verringert werden. Grundsätzlich vertraue ich aber der Crew auf der Brücke und die Entscheidungen die dort getroffen werden und das soll so auch bleiben!
    Und denke zusätzlich immer positiv! Wird schon schief gehen ?
    Tschüss, Kerstin ??

  11. Hallo Christian,
    auf unserer ersten Kreuzfahrt ist unser Schiff, die Navigator of the Seas, am 22.10.2008 morgens im Hafen von Cagliari von einem Tornado getroffen worden. Einer von den bereit stehenden Bussen wurde umgeworfen und ein Stück mitgeschleift und die Navigator wurde ein Stück von der Pier weggedrückt. Dabei sind Taue gerissen und Gangways ins Wasser gestürzt. Am Schiff sind einige Scheiben zu Bruch gegangen. Gott sei Dank ist niemandem etwas passiert… Aus Sicherheitsgründen haben wir kurze Zeit später wieder abgelegt und den nächsten Hafen angesteuert. Die Weiterfahrt war nicht sehr angenehm, da immer noch Unwetter herrschte. Nachts hatte man das Gefühl sich am Bett festhalten zu müssen, um nicht rauszurollen und überall lagen Spucktüten aus.
    Seit dem haben wir noch weitere Kreuzfahrten gemacht, aber immer habe ich Angst in heftige Unwetter zu geraten.
    Mich würde mal das Thema Monsterwellen interessieren. Wo und wie häufig kommen sie vor? Was passiert wenn das Schiff von einer getroffen wird? Können die nicht über das Radar erkannt werden, etc.
    LG aus Bremen
    Katharina

  12. Hallo zusammen,
    wir hatten im letzten August bei unserer ersten Kreuzfahrt Glück. Unser Kapitän hat in Bremerhaven das gute Wetter an die lange Schleppleine genommen, komplett um GB herumgezogen und wieder in Bremerhaven abgeliefert.
    Bin mal gespannt was mich im Mai in der Ostsee mit dem Frachtschiff erwartet.

    Schöne Grüße
    Bernd

  13. Bei unserer ersten Kreuzfahrt mit der MSC Magnifica im östlichen Mittelmeer,hatten wir bei den griechischen Peleponnes Insel, Windstärke 10.
    Der Kapitän hat keine einzige Durchsage gemacht.Am nächsten Morgen tat dies dann der Kreuzfahrt Direktor.Heute wissen wir ,das dies auf anderen Schiffen anders gehändelt wird.Damals wussten wir dies nicht.Aber Angst hatte ich damals trotzdem nicht… ? Mein Mann wurde gar nicht wach davon,im Gegenteil so gut hatte er Zuhause schon lang nicht mehr geschlafen….??

  14. Bei meiner Kreuzfahrt habe ich sowas nicht erlebt, aber als wir in Australien mit dem Schiff zum Great Barrier Reef gefahren sind, sind wir auf dem Rückweg in ein Unwetter geraten. Spucktüten und Eiswürfel wurden verteilt und die Passagiere wurden gebeten sitzen zu bleiben. Wenn man aus dem Fenster geschaut hat, hat man entweder nur Himmel oder nur Wasser gesehen. Abends im Hotelzimmer habe ich immer noch den Seegang gespürt.
    Angst hatte ich nicht wirklich, aber ich war beruhigt als ich endlich wieder an Land war.

  15. Als Kreuzfahrer bin ich nicht in die Situation geraten. Hochsee Segeln sage ich Nur gute Navigation, A….backen zusammenkneifen, knappe ordentliche Befehle und durch! Für folgende Kreuzfahrten wünsche ich mir auch Kap Horn! ?⚓️

  16. Warum bleiben in der Regel auch bei schwerem Wetter die Pools gefüllt ?
    Ist es wegen der Pool-Wasserbewegung und zur Verbesserung des Schiffs-Schwerpunktes nicht besser, das Wasser abzulassen?

  17. Solche schweren Wetterbedingungen hatten wir zum Glück noch nie, aber geschlossene Außendecks wegen Sturm, nicht mögliche Tenderfahrten zurück zum Schiff, kein Anlegen in Häfen etc. Auf kleinen Schiffen wie damals auf der Berlin merkte man allerdings auch wesentlich stärker eine unruhige See, als auf z. B. der Artania. Ich kann mich noch gut an eine stürmische Nacht auf der Berlin erinnern, in der sich Passagiere in den vorderen Kabinen nahe Bug weigerten, diese aufzusuchen – es war dort nicht auszuhalten. Alle suchten so weit mitschiffs wie möglich irgendwo ein Plätzchen und so entstand plötzlich eine Art Flurparty, die meisten saßen auf dem Boden, wir versuchten uns wenn auch blass um die Nase alle aufzumuntern und erzählten uns Anekdoten. Der zufällig vorbeigekommene F&B-Manager fand das so super, dass er sogar für alle noch etwas beruhigendes Flüssiges springen ließ.
    Wir haben aber immer und umgehend bei der damaligen Deilmann-Reederei, bei den Phoenix- und auch bei AIDA-Schiffen erklärende Informationen erhalten und fühlten uns gut um- und versorgt. Das Wohl der Menschen an Bord und auch die Sicherheit des Schiffes stand dabei sichtlich immer im Vordergrund! Wenn ich die Erfahrungen hier so lese, weiß ich, dass wir bei den deutschen Reedereien bleiben werden!!! Leider versuchen immer wieder Passagiere aus solchen Dingen bspw. Ausfall von Häfen finanziellen Vorteil zu ziehen und verbreiten schlechte Stimmung. Solchen Leuten gehe ich ganz schnell aus dem Weg, sie haben wohl das Kleingedruckte nicht gelesen, und gönne mir lieber eine „Apotheke“ an der Bar 😉
    Gruß
    Peter

    1. Hallo Peter,
      solche Menschen, die aus ihrer Reise profitschlagen wollen gibt es leider überall.
      Nicht nur auf Kreuzfahrtschiffen.
      Ich habe den Eindruck sie überlegen sich schon vor der Reise was sie beanstanden wollen. Wer etwas finden will, der findet auch was. Ich gehöhre gott sei dank nicht zu Menschen und gehen ihnen auch aus den Weg.
      Liebeb Gruß
      Claudia

  18. Wir sind gerade auf der Mein Schiff4 bei den Kanaren. Hatten heute Nautische Fragestunde mit Kapitän Greulich, der früher auf der Deutschland gefahren ist. Er hat es uns genauso wie Christian erklärt. Wir hatten nämlich auf Windstärke 8-10 die letzten zwei Tage. Er hat alle immer aufgeklärt. Habe das auch auf anderen Schiffen so erfahren.
    Gruß Conny

  19. Hallo,

    wir haben ja jetzt schon ein paar Fahrten gemacht und insgesamt gesehen haben wir bisher sowieso nie Probleme mit Seekrankheit oder ähnlichem gehabt, eigentlich macht uns Bewegung bis jetzt immer Spaß. Wobei ich zugeben muß, daß wir bisher nie etwas wirklich Schlimmes erlebt haben, im Gegenteil, die Warnung, auf unserer Minikreuzfahrt im Oktober könne es heftig werden, was entschieden das Gegenteil.

    Das heftigste, was wir bisher hatten, war ordentlicher Seegang an den beiden Seetagen auf der Kanaren – Madeira-Tour, nach und ab Madeira. Der Kapitän wies auf „Immer eine Hand fürs Schiff“ hin, ganz gerade liefen wir nicht, auch schon vor dem Weingenuß beim Abendessen 😉 und ein zwei Nächte schaukelte das Bett einen in den Schlaf. Es kann allerdings sein, daß zu den Essenzeiten etwas weniger los war. Und die Besteckständer auf den Tischen haben geklirrt.

    Ich denke, wenn so etwas passiert, ist es extrem wichtig, daß sich jemand Zeit nimmt, die Passagiere zu informieren, vor allem auch jemand Höheres (ich kann mir gute vorstellen, daß viele in der Crew evtl. dann auch nervös sind, also ist es wichtig, da jemanden zu haben, der sich auskennt und wo man weiß, daß es Hand und Fuß hat was er sagt). Dann kann man, sofern einen nicht die Seekrankheit packt oder es zu richtig schlimmen Dingen kommt, daß Ganze mit entsprechender Vorsicht natürlich einfach als vielleicht sogar lustige Erfahrung verbuchen. Immerhin liegen viele der modernen größeren Schiffe oft so ruhig im Wasser, daß man kaum merkt, daß man auf einem Schiff ist. Dann weiß man es wieder.

    Mir ist trotz aller Unempfindlichkeit aber tatsächlich einmal schlecht auf einem Schiff geworden. Oder besser in einem Schiff, auf so einem Butterschiff im Einkaufslädchen. Es roch da auch noch ordentlich nach dem Sprit. Wieder an Deck und bei frischer Luft war der Spuk dann aber sofort vorbei.

    Viele Grüße
    Bianca

  20. Echt Krass das Video. Das wäre evtl. meine letzte Kreuzfahrt. Aber grundsätzlich sollte der Kapitän die Passagiere immer auf dem Laufenden halten und mit ruhiger Stimme über die aktuelle Situation aufklären. Das beruhigt dann auch die Passagiere.

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