Verrückt nach (Queen) Mary 2 – was macht ihren Zauber aus?

In 15 Jahren gab es über 65 Anläufe in Hamburg. Trotzdem scheinen die Hamburger nicht genug von ihr zu bekommen. Warum?

Ihr Typhon schallt durch die ganze Stadt. Manchmal weckt es uns um 4.00 Uhr früh, manchmal schreckt man gegen Abend nochmals aus dem Schlaf… Aber so richtig übel nehmen kann man es ihr nicht. Sie ist eben eine echte Lady, der man viel verzeiht.

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Das wohl berühmteste Thyphon von Hamburg…
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… und sein „Unterbau“

Vor rund 15 Jahren bin ich selbst zum ersten Mal an das Elbufer gepilgert und habe gefühlt ewig gewartet, bis sich ihre Silhouette endlich am Horizont zeigte. Ich glaube, ich war beim ersten Anblick gar nicht soooo fasziniert, aber mit jedem Anlauf wurde es inniger. Fünf Jahre später hatte auch unser damals drei Monate alter Sohn seine erste Audienz. Kurz danach trat er seine erste Kreuzfahrt an und ist bis heute mit Begeisterung dabei – ein Zufall ;-)?

Ahoi QM2! Unser Sohn nimmt mit drei Montaten mal vorsichtig Kontakt auf ( in 2009)

Heute ist die Queen Mary 2 wieder in Hamburg – zum 66. Mal. Hier könnt ihr sie auf der Webcam sehen (oder auf unseren Hafen-Webcams unter Hamburg II) . Nach Angaben von Cunard soll sie in den vergangenen 15 Jahren mehr als 3 Millionen „Seh-Leute“ an die Elbe gelockt haben. Über 140.000 Gäste gingen in Hamburg an Bord oder beendeten ihre Reise hier. Neben den bisher 66 Anläufen beehrte die Queen Hamburg sechs weitere Male, um sich in der Werft von Blohm+Voss einer Schönheitskur zu unterziehen – ganz royal eben. Traditionsgemäß wird sie vom Hotel Louis C. Jacob musikalisch mit ‚Land of Hope and Glory‘ sowie ‚Rule Britannia‘, wildem Bettlankengewinke, Salutschüssen bzw. einem Feuerwerk verabschiedet. Wer das noch nicht erlebt hat, sollte sich unbedingt diesen Film ansehen.

Wenn die Queen Mary 2 ausläuft, steht das Louis C. Jacob Kopf;
Foto: Florian Sonntag

Aber was genau macht ihren Zauber aus? Ist es die klassische Form eines Ocean Liners, der, zumindest äußerlich, auf all die modernen Gimmicks neuerer Schiffe verzichtet? Sind es die britischen Tradionen von High Tea bis Gentleman Hosts, die an Bord gepflegt werden? Oder vielleicht ihr beständiges Pendeln zwischen den Kontinenten, das an eine Zeit erinnert, in der man noch nicht binnen weniger Stunden von Hamburg nach New York gelangen konnte?

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Man weiß gar nicht, was eindrucksvoller ist: Die Skyline oder das Schiff…

Wahrscheinlich macht sie gerade dieser Spezialitäten-Cocktail so unwiderstehlich… oder was denkt Ihr?

Herzlich aus Hamburg und ein sonniges Wochenende,

Eure Irmela

P.S.: Wer der QM2 heute noch an der Elbe auflauern möchte: Sie soll planmäßig um 19.00 Uhr auslaufen (siehe unsere Anlauflisten).

7 thoughts on “Verrückt nach (Queen) Mary 2 – was macht ihren Zauber aus?”

  1. Guten Morgen Irmela!
    Ich denke die Queen ist einfach eine Grande Dame und traditionell, was man mit Kreuzfahrt einfach verbindet. Dazu ist das Schiff von der Optik, wirklich ein Schiff. Leider habe die Queen noch nicht persönlich gesehen. Ich werde aber mal ins Video schauen und in die Web-Cam.
    Ich wünsche euch allen einen schönes Wochenende und die, die die Chance haben live dabei zu sein- ganz viel Spaß!!!🚢☀️😊🙋🏻
    Tschüss!!!!

    1. p.s. jetzt konnte ich mir auch endlich den Typhon anhören- Mann, was für ein Sound!!! die Dame hat eine ganz schön raue, tiefe Stimme, kommt wahrscheinlich nicht vom Tee !!! 🙂

  2. Moin Irmela
    ja der Dame verzeiht man doch so einiges. Ich freue mich über jedes Typhon das ich höre aber wenn die Queen loslegt, da halte ich dann tatsächlich ein Moment inne und geniesse es. Auch wenn ich mir nicht vorstellen könnte selber mit ihr zu reisen, schaue ich sie mir immer wieder gerne an. Sie hat eine Ausstrahlung der man sich einfach nicht entziehen kann. Vielleicht geh ich nachher tatsächlich noch runter an die Elbe und verabschiede die Dame, mit einer Portion Fish& Chips und ,,Land of Hope and Glory“ im Kopf 😉
    Habt alle ein schönes Wochenende, Jessi

  3. Wir hatten im Frühjahr das Glück, uns den Traum der Reise mit der QM 2 erfüllen zu können. Das Schiff ist ein Erlebnis, einfach grandios. Sicher ist auch das „Reisegefühl“ dank der regelmäßigen Atlantiküberquerung ein anderes. Hier ist noch der Weg das Ziel, die Seele hat Zeit, mitzureisen 🤩. Die Verabschiedung in Hamburg war einfach unbeschreiblich, Bilder, die wir immer noch vor Augen haben. Und es ist offenbar inzwischen ein liebenswerter Kult geworden, nicht nur bei Louis C. Jacobs.

  4. Ohhhh, die alte Dame hat während der Jahre doch etliche Whisky die Kehle runter laufen lassen und vielleicht noch ein paar Zigaretten geraucht🤣

  5. Dieses Typhon geht durch Mark und Bein, aber ich habe schon Schöneres gehört, mir fehlt da ein wenig die „Musik der Sehnsucht“ drin. Auch ansonsten reizt „die Dame“ mich nicht wirklich, wenn ich es ansonsten auch gerne klassisch und auch „very british“ mag 😉
    Ich denke, dieses Schiff erinnert an „alte Kreuzfahrtzeiten“, in denen sich nur sehr elitäre Passagiere
    diese Reisen leisten konnten oder auch an viele, viele Auswanderer, die ihre Heimat verlassen mussten, um irgendwo in der Fremde ganz neu anfangen zu müssen, diese natürlich in Mehrbett-Kojen und auf engstem Raum – sehr empfehlenswert dazu sich mal das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven anzuschauen. Viel, viel Nostalgie auf der „Grand Dame“ – ein deutliches Pendant zu dem, was heute aus Kreuzfahrtschiffen teilweise geworden ist… Ihr Hamburger habt verständlicherweise noch einmal ein ganz anderes inniges Verhältnis zur „Queen der Meere“ – viel Freude mit ihr, wenn sie wieder mal auf Besuch in eure schöne Stadt kommt!

    Viele „heiße“ Grüße
    Helga E.-D.

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